Stopp mit Massenentlassungen - Wiederstand bei Swiss

BASEL. Das Swiss-Personal sagt: „Stopp!“. Die ständig neuen Personalopfer sowie widersprüchliche Strategie-Aussichten gehen auch der Gewerkschaft des SWISS-Bodenpersonals GATA zu weit.

Waldbrandgefahr im Aargau

AARAU. Der Regierungsrat des Kantons Aargau ruft die Bevölkerung auf, keine Feuer im Freien zu entfachen und keine brennenden Raucherwaren wegzuwerfen.

Schulversuche mit der Basisstufe beginnen

ST. GALLEN. Im Sommer 2003 wird mit ersten Schulversuchen zur Erprobung der Basisstufe gestartet.

20 Jahre Frankental

ZÜRICH. Das Frankental. Angebote für Suchtbehandlung feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Schweizer Euregio-Zertifikate 2003

BASEL. Aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn erhalten in diesem Jahr 50 Jugendliche das Euregio-Zertifikat.

Eric Bart verlässt Kaserne

BASEL. Nach der Generalversammlung des Vereins Kaserne am Montagabend war es klar: Eric Bart wollte den neuen Vertrag als Künstlerischer Leiter des Trägervereins nicht unterzeichnen und verlässt per Ende Juni die in letzter Zeit oft in Kritik geratene Kaserne.

Öffentlicher Verkehr weiterhin im Aufwind

LIESTAL. Die zweite Analyse über den Erfolg des im Sommer 2001 tiefgreifend verbesserten Angebots des öffentlichen Verkehrs (öV) bestätigt, dass die Benutzung des öV in der Region Basel dank den Fahrplanverdichtungen und den Ergänzungen im Liniennetz attraktiver geworden ist und deshalb zunimmt.

Swiss-Abbau: Bedeutung des EuroAirport muss gewahrt werden

BASEL / LIESTAL. Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind erschüttert über die neuesten Abbaupläne der SWISS. Sie stellen fest, dass wiederum der Regionalverkehr betroffen ist.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

25. Juni 2003

Stopp mit Massenentlassungen - Wiederstand bei Swiss

Das Swiss-Personal sagt: „Stopp!“. Die ständig neuen Personalopfer sowie widersprüchliche Strategie-Aussichten gehen auch der Gewerkschaft des SWISS-Bodenpersonals GATA zu weit. GATA verlangte am gewerkschaftlichen Protesttag Sicherheit für den Standort Basel.

BASEL. Am Dienstag, 24. Juni 2003, 14:00 Uhr sind Swiss Mitarbeitende und weitere Solidarische aufgerufen worden, ins Gartenhaus des Swiss-Gebäudes beim Flughafen in Basel zu kommen. Ziel war ihren Protest gegen die erwarteten Massnahmen der Swiss zum Ausdruck zu bringen. Auf dem Programm standen Information, Austausch, Musik, Getränk und Finger-Food.

Über die geplanten Sparmassnahmen der SWISS ist GATA erzürnt. Noch immer liege kein Business Plan vor und die Finanzierung der Airline sei nicht gesichert. Rund 60 Prozent der Mitarbeitenden beim Bodenpersonal soll noch gekündigt werden und diejenigen, die dann die Mehrarbeit zu kompensieren haben, sollen bis zu 10 Prozent weniger verdienen. „Das ist unhaltbar!“, rief GATA zum Wiederstand auf.

Die Swiss-Leitung gibt zu, dass das Unternehmen nur Erfolg haben könne, wenn nebst den Lohnkostenreduktionen auch die Finanzierung gesichert sei. Auch müsse die abgebaute Flotte  mit genügender Preisstruktur ausgelastet sein. Zudem müssten die Kosten der Zulieferer zu 30 Prozent gesenkt werden.

Die Swiss-Spitze könne keine Angaben dazu machen, wie sich die verschiedenen Standorte weiterentwickeln sollen. Die Einsparung von 1,6 Milliarden solle jedoch erzielt werden. Davon sollen beispielsweise 600 Millionen Franken mit Effizienzsteigerung eingespart werden.

Nun: 3000 Stellen sollen verschwinden, davon 1500 beim Bodenpersonal von ca. 2700 Mitarbeitern.

Die Gewerkschaft fordert die SWISS-Spitze auf, eine langfristige Sicherung der Strandorte zu gewährleisten. Massenentlassungen sowie Lohnabbau seien für das Swiss Personal nicht mehr zumutbar. Gemäss GATA verdient das Bodenpersonal mit durchschnittlich brutto 3500 bis 500 Franken Monatslohn, mehr Solidarität. Voreilige und einseitige Sparmassnahmen  ohne Business-Plan sollen von nun an boykottiert werden. (snc/ Nesrin Okumus)

Waldbrandgefahr im Aargau

AARAU. Der Regierungsrat des Kantons Aargau ruft die Bevölkerung auf, keine Feuer im Freien zu entfachen und keine brennenden Raucherwaren wegzuwerfen. Die Jahrhunderthitze und -trockenheit hat das Brand-Risiko in Wald und Flur stark ansteigen lassen. Bei der kantonalen Feuerwehralarmzentrale in Schafisheim gingen von Montag bis Mittwoch rund 25 derartige Brandmeldungen ein – unter anderem auch über brennende Tuja-Hecken in Gärten oder brennende Getreidefelder. Die Feuerwehr musste rund 20 Mal ausrücken. Der Regierungsrat, die Abteilung Wald des Finanzdepartements und das Aargauische Versicherungsamt rufen deshalb die Bevölkerung auf, auf offene Feuer im Wald oder im Garten vorderhand zu verzichten und auch keine brennenden Zigaretten oder Zigarren wegzuwerfen.

Schulversuche mit der Basisstufe beginnen

ST. GALLEN. Im Sommer 2003 wird mit ersten Schulversuchen zur Erprobung der Basisstufe gestartet. Am Schulversuch wird sich auch der Kanton Aargau betätigen. Ihr Interesse angemeldet haben ferner die Bildungsregion Zentralschweiz und der Kanton Bern. Die Erziehungsdirektoren-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein (EDK-Ost), welcher die Kantone Zürich, Glarus, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen, Graubünden, Thurgau und Schwyz sowie das Fürstentum Liechtenstein angehören, hat sich bereits im Jahr 2001 entschlossen, Schulversuche zur Erprobung der Grundstufe (umfassend zwei Jahre Kindergarten und die 1. Klasse der Primarschule) und der Basisstufe (umfassend zwei Jahre Kindergarten und die 1. und 2. Klasse der Primarschule) im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprojektes der EDK-Ost vorzubereiten. Der Kanton Aargau beteiligt sich am Projekt der EDK-Ost. Die Bildungsregion Zentralschweiz (BKZ) hat beschlossen, beim Entwicklungsprojekt mitzumachen. Mit dem Kanton Bern laufen Gespräche über eine Mitbeteiligung.

20 Jahre Frankental

ZÜRICH. Das Frankental. Angebote für Suchtbehandlung feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. In dieser Zeit entwickelte es sich vom Pionierbetrieb zu einer professionellen und komplexen Einrichtung mit einem differenzierten, Abstinenz gestützten Behandlungsangebot für drogenabhängige Menschen. 95 % der Klientinnen und Klienten stammen aus dem Kanton Zürich, davon 40 % aus der Stadt Zürich. Wenn nicht bald ein neues Finanzierungsmodell vorliegt, werden künftig vermehrt auch finanzielle Herausforderungen auf das Frankental zukommen.

Schweizer Euregio-Zertifikate 2003

BASEL. Aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn erhalten in diesem Jahr 50 Jugendliche das Euregio-Zertifikat. Damit wird ihnen bestätigt, dass sie einen Teil ihrer erfolgreich bestandenen Lehre im grenznahen Ausland absolviert haben. Das Euregio-Zertifikat wird vom "Expertenausschuss Berufsbildung" der Oberrheinkonferenz geführt und von schweizerischer Seite von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Jura sowie der Regio Basiliensis und des Bundes über das Interreg-III-Programm finanziell getragen. Ein Auslandspraktikum (mindestens vier Wochen in einem Land oder zweimal drei Wochen in zwei Ländern) ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für einen zusätzlichen Motivationsschub in der Mitte einer Lehre und belohnt engagierte Jugendliche. Für interessierte Lehrmeisterinnen und Lehrmeister bietet der "Expertenausschuss Berufsbildung" nun jährlich auch einen trinationalen Weiterbildungskurs an. Er dauert fünf Tage und ist kostenlos. Die Möglichkeit eines Auslandspraktikums im Rahmen des Euregio-Zertifikates bieten zur Zeit folgende Lehrfirmen an: Basler Kantonalbank, Ciba Spezialitätenchemie AG Basel und Muttenz, EBM Technik AG Münchenstein, Endress + Hauser Flowtec AG Reinach BL, Energie Dienst GmbH Laufenburg, Finanz- und Kirchendirektion Baselland, Genossenschaft Migros Basel, Hectronic AG Brugg, kantonale Lehrwerkstätte für Mechaniker Basel, Matra AG Flüh, Oeffentliche Krankenkasse Basel und Wahl + Krummenacher AG Liestal.

Eric Bart verlässt Kaserne

BASEL. Nach der Generalversammlung des Vereins Kaserne am Montagabend war es klar: Eric Bart wollte den neuen Vertrag als Künstlerischer Leiter des Trägervereins nicht unterzeichnen und verlässt per Ende Juni die in letzter Zeit oft in Kritik geratene Kaserne. Grund für seinen Entscheid waren einzelne Differenzen mit dem Vorstand. Differenzen, die in diesem Vertrag nicht aus dem Weg geräumt werden konnten. Der Vorstand selbst wurde wiedergewählt.

Öffentlicher Verkehr weiterhin im Aufwind

LIESTAL. Die zweite Analyse über den Erfolg des im Sommer 2001 tiefgreifend verbesserten Angebots des öffentlichen Verkehrs (öV) bestätigt, dass die Benutzung des öV in der Region Basel dank den Fahrplanverdichtungen und den Ergänzungen im Liniennetz attraktiver geworden ist und deshalb zunimmt. Neue öV-Angebote benötigen zur Etablierung am Verkehrsmarkt in der Regel eine Einführungszeit von drei bis vier Jahren. Die Bilanz in der Hälfte dieser Einführungszeit zeigt, dass die meisten Angebotsverbesserungen von den Fahrgästen sehr gut angenommen wurden. Der Erfolg einzelner Massnahmen liegt deutlich über den Erwartungen: Seit der Einführung des Halbstundentaktes auf der "Blauen Linie" S3 der Regio-S-Bahn (Laufen. Basel. Olten) ist die Nachfrage über 25% gestiegen. Ebenfalls gut angenommen wurde die neue Führung der Vorortslinien 10 und 11 über den Centralbahnplatz und die Verbesserungen im Busnetz. Der überdurchschnittliche Fahrgastzuwachs vor allem auf den Linien 60 und 64 verdeutlicht die Bedeutung der nachhaltigen Angebotsentwicklung. Erklärtes Ziel der Verkehrspolitik ist der Gewinn zusätzlicher Kunden für den öffentlichen Verkehr. Das zeitgemässe, den Mobilitäts- und Qualitätsbedürfnissen entsprechende Angebot, muss künftig vermehrt durch ein systematisches Marketing begleitet werden.

Swiss-Abbau: Bedeutung des EuroAirport muss gewahrt werden

BASEL / LIESTAL. Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind erschüttert über die neuesten Abbaupläne der SWISS. Sie stellen fest, dass wiederum der Regionalverkehr betroffen ist. Die absehbaren Einschnitte könnten endgültig einem Kahlschlag am EuroAirport gleichkommen. Die im Bundesbeschluss über die Finanzierung des Aufbaus der SWISS ausdrücklich geforderte angemessene Bedienung aller Landesflughäfen durch die SWISS würde damit gänzlich gefährdet bzw. aufgegeben. Angesichts der Bedeutung der Region als zweitgrösstem Wirtschaftsraum der Schweiz wäre dies für die beiden Regierungen absolut unverständlich. Die Regierungen fordern die SWISS auf, bei der definitiven Streckenfestlegung von einem weiteren Abbau am bereits stark betroffenen Standort Basel weitmöglichst abzusehen. Zutiefst bedauern die beiden Regierungen zudem den massiven Abbau von Arbeitsplätzen bei der SWISS. Sie erwarten klar, dass die SWISS hier ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommt entsprechende Sozialpläne zur Verfügung stehen.

 

 

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