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Stopp
mit Massenentlassungen - Wiederstand bei Swiss
Das
Swiss-Personal sagt: „Stopp!“. Die ständig neuen
Personalopfer sowie widersprüchliche Strategie-Aussichten gehen
auch der Gewerkschaft des SWISS-Bodenpersonals GATA zu weit. GATA
verlangte am gewerkschaftlichen Protesttag Sicherheit für den
Standort Basel.
BASEL.
Am Dienstag, 24. Juni 2003, 14:00 Uhr sind Swiss Mitarbeitende und
weitere Solidarische aufgerufen worden, ins Gartenhaus des
Swiss-Gebäudes beim Flughafen in Basel zu kommen. Ziel war ihren
Protest gegen die erwarteten Massnahmen der Swiss zum Ausdruck zu
bringen. Auf dem Programm standen Information, Austausch, Musik,
Getränk und Finger-Food.
Über
die geplanten Sparmassnahmen der SWISS ist GATA erzürnt. Noch
immer liege kein Business Plan vor und die Finanzierung der
Airline sei nicht gesichert. Rund 60 Prozent der Mitarbeitenden
beim Bodenpersonal soll noch gekündigt werden und diejenigen, die
dann die Mehrarbeit zu kompensieren haben, sollen bis zu 10
Prozent weniger verdienen. „Das ist unhaltbar!“, rief GATA zum
Wiederstand auf.
Die
Swiss-Leitung gibt zu, dass das Unternehmen nur Erfolg haben könne,
wenn nebst den Lohnkostenreduktionen auch die Finanzierung
gesichert sei. Auch müsse die abgebaute Flotte
mit genügender Preisstruktur ausgelastet sein. Zudem müssten
die Kosten der Zulieferer zu 30 Prozent gesenkt werden.
Die
Swiss-Spitze könne keine Angaben dazu machen, wie sich die
verschiedenen Standorte weiterentwickeln sollen. Die Einsparung
von 1,6 Milliarden solle jedoch erzielt werden. Davon sollen
beispielsweise 600 Millionen Franken mit Effizienzsteigerung
eingespart werden.
Nun:
3000 Stellen sollen verschwinden, davon 1500 beim Bodenpersonal
von ca. 2700 Mitarbeitern.
Die
Gewerkschaft fordert die SWISS-Spitze auf, eine langfristige
Sicherung der Strandorte zu gewährleisten. Massenentlassungen
sowie Lohnabbau seien für das Swiss Personal nicht mehr zumutbar.
Gemäss GATA verdient das Bodenpersonal mit durchschnittlich
brutto 3500 bis 500 Franken Monatslohn, mehr Solidarität.
Voreilige und einseitige Sparmassnahmen ohne Business-Plan sollen von nun an boykottiert werden.
(snc/ Nesrin Okumus)
Waldbrandgefahr
im Aargau
AARAU.
Der Regierungsrat des Kantons Aargau ruft die Bevölkerung auf,
keine Feuer im Freien zu entfachen und keine brennenden
Raucherwaren wegzuwerfen. Die Jahrhunderthitze und -trockenheit
hat das Brand-Risiko in Wald und Flur stark ansteigen lassen. Bei
der kantonalen Feuerwehralarmzentrale in Schafisheim gingen von
Montag bis Mittwoch rund 25 derartige Brandmeldungen ein – unter
anderem auch über brennende Tuja-Hecken in Gärten oder brennende
Getreidefelder. Die Feuerwehr musste rund 20 Mal ausrücken. Der
Regierungsrat, die Abteilung Wald des Finanzdepartements und das
Aargauische Versicherungsamt rufen deshalb die Bevölkerung auf,
auf offene Feuer im Wald oder im Garten vorderhand zu verzichten
und auch keine brennenden Zigaretten oder Zigarren wegzuwerfen.
Schulversuche
mit der Basisstufe beginnen
ST.
GALLEN. Im Sommer 2003 wird mit ersten Schulversuchen zur
Erprobung der Basisstufe gestartet. Am Schulversuch wird sich auch
der Kanton Aargau betätigen. Ihr Interesse angemeldet haben
ferner die Bildungsregion Zentralschweiz und der Kanton Bern. Die
Erziehungsdirektoren-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums
Liechtenstein (EDK-Ost), welcher die Kantone Zürich, Glarus,
Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden,
St.Gallen, Graubünden, Thurgau und Schwyz sowie das Fürstentum
Liechtenstein angehören, hat sich bereits im Jahr 2001
entschlossen, Schulversuche zur Erprobung der Grundstufe
(umfassend zwei Jahre Kindergarten und die 1. Klasse der
Primarschule) und der Basisstufe (umfassend zwei Jahre
Kindergarten und die 1. und 2. Klasse der Primarschule) im Rahmen
eines gemeinsamen Entwicklungsprojektes der EDK-Ost vorzubereiten.
Der Kanton Aargau beteiligt sich am Projekt der EDK-Ost. Die
Bildungsregion Zentralschweiz (BKZ) hat beschlossen, beim
Entwicklungsprojekt mitzumachen. Mit dem Kanton Bern laufen Gespräche
über eine Mitbeteiligung.
20
Jahre Frankental
ZÜRICH.
Das Frankental. Angebote für Suchtbehandlung feiert dieses
Jahr sein 20-jähriges Bestehen. In dieser Zeit entwickelte es
sich vom Pionierbetrieb zu einer professionellen und komplexen
Einrichtung mit einem differenzierten, Abstinenz gestützten
Behandlungsangebot für drogenabhängige Menschen. 95 % der
Klientinnen und Klienten stammen aus dem Kanton Zürich, davon 40
% aus der Stadt Zürich. Wenn nicht bald ein neues
Finanzierungsmodell vorliegt, werden künftig vermehrt auch
finanzielle Herausforderungen auf das Frankental zukommen.
Schweizer
Euregio-Zertifikate 2003
BASEL.
Aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und
Solothurn erhalten in diesem Jahr 50 Jugendliche das
Euregio-Zertifikat. Damit wird ihnen bestätigt, dass sie einen
Teil ihrer erfolgreich bestandenen Lehre im grenznahen Ausland
absolviert haben. Das Euregio-Zertifikat wird vom
"Expertenausschuss Berufsbildung" der Oberrheinkonferenz
geführt und von schweizerischer Seite von den Kantonen
Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Jura sowie der Regio
Basiliensis und des Bundes über das Interreg-III-Programm
finanziell getragen. Ein Auslandspraktikum (mindestens vier Wochen
in einem Land oder zweimal drei Wochen in zwei Ländern) ist eine
ausgezeichnete Möglichkeit für einen zusätzlichen
Motivationsschub in der Mitte einer Lehre und belohnt engagierte
Jugendliche. Für interessierte Lehrmeisterinnen und Lehrmeister
bietet der "Expertenausschuss Berufsbildung" nun jährlich
auch einen trinationalen Weiterbildungskurs an. Er dauert fünf
Tage und ist kostenlos. Die Möglichkeit eines Auslandspraktikums
im Rahmen des Euregio-Zertifikates bieten zur Zeit folgende
Lehrfirmen an: Basler Kantonalbank, Ciba Spezialitätenchemie AG
Basel und Muttenz, EBM Technik AG Münchenstein, Endress + Hauser
Flowtec AG Reinach BL, Energie Dienst GmbH Laufenburg, Finanz- und
Kirchendirektion Baselland, Genossenschaft Migros Basel, Hectronic
AG Brugg, kantonale Lehrwerkstätte für Mechaniker Basel, Matra
AG Flüh, Oeffentliche Krankenkasse Basel und Wahl + Krummenacher
AG Liestal.
Eric
Bart verlässt Kaserne
BASEL.
Nach der Generalversammlung des Vereins Kaserne am Montagabend war
es klar: Eric Bart wollte den neuen Vertrag als Künstlerischer
Leiter des Trägervereins nicht unterzeichnen und verlässt per
Ende Juni die in letzter Zeit oft in Kritik geratene Kaserne.
Grund für seinen Entscheid waren einzelne Differenzen mit dem
Vorstand. Differenzen, die in diesem Vertrag nicht aus dem Weg geräumt
werden konnten. Der Vorstand selbst wurde wiedergewählt.
Öffentlicher
Verkehr weiterhin im Aufwind
LIESTAL.
Die zweite Analyse über den Erfolg des im Sommer 2001
tiefgreifend verbesserten Angebots des öffentlichen Verkehrs (öV)
bestätigt, dass die Benutzung des öV in der Region Basel dank
den Fahrplanverdichtungen und den Ergänzungen im Liniennetz
attraktiver geworden ist und deshalb zunimmt. Neue öV-Angebote
benötigen zur Etablierung am Verkehrsmarkt in der Regel eine Einführungszeit
von drei bis vier Jahren. Die Bilanz in der Hälfte dieser Einführungszeit
zeigt, dass die meisten Angebotsverbesserungen von den Fahrgästen
sehr gut angenommen wurden. Der Erfolg einzelner Massnahmen liegt
deutlich über den Erwartungen: Seit der Einführung des
Halbstundentaktes auf der "Blauen Linie" S3 der
Regio-S-Bahn (Laufen. Basel. Olten) ist die Nachfrage über 25%
gestiegen. Ebenfalls gut angenommen wurde die neue Führung der
Vorortslinien 10 und 11 über den Centralbahnplatz und die
Verbesserungen im Busnetz. Der überdurchschnittliche
Fahrgastzuwachs vor allem auf den Linien 60 und 64 verdeutlicht
die Bedeutung der nachhaltigen Angebotsentwicklung. Erklärtes
Ziel der Verkehrspolitik ist der Gewinn zusätzlicher Kunden für
den öffentlichen Verkehr. Das zeitgemässe, den Mobilitäts- und
Qualitätsbedürfnissen entsprechende Angebot, muss künftig
vermehrt durch ein systematisches Marketing begleitet werden.
Swiss-Abbau:
Bedeutung des EuroAirport muss gewahrt werden
BASEL
/ LIESTAL. Die Regierungen von Basel-Stadt und
Basel-Landschaft sind erschüttert über die neuesten Abbaupläne
der SWISS. Sie stellen fest, dass wiederum der Regionalverkehr
betroffen ist. Die absehbaren Einschnitte könnten endgültig
einem Kahlschlag am EuroAirport gleichkommen. Die im
Bundesbeschluss über die Finanzierung des Aufbaus der SWISS ausdrücklich
geforderte angemessene Bedienung aller Landesflughäfen durch die
SWISS würde damit gänzlich gefährdet bzw. aufgegeben.
Angesichts der Bedeutung der Region als zweitgrösstem
Wirtschaftsraum der Schweiz wäre dies für die beiden Regierungen
absolut unverständlich. Die Regierungen fordern die SWISS auf,
bei der definitiven Streckenfestlegung von einem weiteren Abbau am
bereits stark betroffenen Standort Basel weitmöglichst abzusehen.
Zutiefst bedauern die beiden Regierungen zudem den massiven Abbau
von Arbeitsplätzen bei der SWISS. Sie erwarten klar, dass die
SWISS hier ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommt
entsprechende Sozialpläne zur Verfügung stehen.
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