Jahresteuerung leicht angestiegen

BERN. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Februar 2003 einen Anstieg um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat.  

Die Armee XXI und die tauglichen Zivilidienstler

BERN. Die Armee soll reformiert werden, um den veränderten Bedrohungen in der Welt zu entsprechen.

Schweiz unterstützt massgeblich russisches Chemiewaffen- vernichtungsprogramm

BERN. Der Ständerat hiess gestern Abend einstimmig die Botschaft des Bundesrates über die Unterstützung der weltweiten Chemiewaffenabrüstung gut.

Senegal zieht sich aus dem Migrationsabkommen zurück

BERN. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold hat mit Bedauern vom Rückzug Senegals aus dem Migrationsabkommen im Transitbereich, welches am 8. Januar 2003 in Dakar unterzeichnet wurde, Kenntnis genommen.

BAV: Weniger Einsprachen gegen NEAT-Auflageprojekt im Kanton Uri

BERN. Gegen das verbesserte NEAT-Projekt Uri 2003 sind deutlich weniger Einsprachen eingegangen als gegen das Projekt 2001.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

4. März 2003

Jahresteuerung leicht angestiegen

Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Februar 2003 einen Anstieg um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat.

BERN. Damit wurde ein Stand von 102,4 Punkten (Mai 2000 = 100) erreicht. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,9 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,8 Prozent im Januar 2003 und von 0,7 Prozent im Februar 2002.

Die leichte Zunahme des Landesindexes im Februar 2003 ist hauptsächlich auf gestiegene Indexziffern für Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,9%) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,7%) zurückzuführen.

Rückläufig war hingegen der Index für Wohnen und Energie (-0,1%), wo Preisabschläge für Heizöl (Stichtag 3. Februar) und Elektrizität einem stabilen Mietpreisindex gegenüber standen. Der Index für Verkehr blieb stabil.

In den übrigen acht Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen statt. Preisentwicklung für Inland- und Importgüter Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern und bei den Importgütern um 0,1 Prozent. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter und die Importprodukte eine durchschnittliche Preissteigerung um 1,0 Prozent. Der Anstieg der Indexziffer für sonstige Waren und Dienstleistungen ist auf höhere Preise für Uhren (Ende einer Aktion), Finanzdienstleistungen (vor allem Spesen für Lohn- und Privatkonto), Coiffeurleistungen, Toilettenartikel sowie gestiegene Prämien für Motorfahrzeugversicherungen zurückzuführen. Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken verteuerten sich innert Monatsfrist vor allem Gemüse, im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise dieser Produkte dagegen durchschnittlich um 10,2 Prozent. Angezogen haben gegenüber dem Vormonat auch die Preise für Kleinbrot und -gebäck, Schokolade und Eier. Billiger wurden hauptsächlich Wurstwaren, Kalbfleisch, Milch und Joghurt. Im Bereich Wohnen und Energie verbilligten sich die Heizölpreise gegenüber Januar 2003 um 2,5 Prozent (Stichtag 3. Februar), befanden sich aber immer noch um 18,8 Prozent über dem Stand vom Februar 2002. Preisabschläge wurden auch für Elektrizitätstarife verzeichnet. Hingegen blieb der Mietpreisindex gegenüber der Vorerhebung im November 2002 stabil.

Das gesamtschweizerische Mietzinsniveau lag damit um 0,3 Prozent über jenem vor Jahresfrist. In der Gruppe Verkehr blieben die Treibstoffpreise praktisch stabil im Vergleich zum Vormonat (Stichtag 3. Februar), befanden sich aber immer noch um 7,0 Prozent über dem Stand des Vorjahres.

Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den Februar 2003 Index von 108,6 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 150,4 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 187,5 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 316,2 Punkten auf der Basis September 1966=100.  


Das Bundesamt für Statistik (BFS)

Bei der statistischen Informationsdienstleistung nimmt das BFS, das im Jahre 1980 errichtet worden ist, eine wichtige Rolle wahr. Als eines der ältesten Ämter des Bundes, gehört es seit seiner Gründung zum Eidgenössischen Departement des Innern.

Die Aufgabe der Orientierungshilfe wird vom BFS in der unübersichtlich gewordenen Lebenswelt wahrgenommen. Entwicklungen werden sichtbar, die Planung einfacher, sie dient der Entscheidvorbereitung und der Evaluation von Massnahmen und liefert die Grundlagen zur Formulierung von Szenarien und Prognosen. Durch Statistiken werden wichtige Sachverhalte aufgeklärt.

Für die Erweiterung der unmittelbaren Wahrnehmung ist sie ein Werkzeug, das Informationen liefert. Diese Informationen werden zur Bevölkerung, Wirtschaft, Raum und Umwelt sowie zur Gesellschaft gegeben.

Die Wissenschaftlichkeit, die fachliche Unabhängigkeit, der Datenschutz, die Aktualität, die Vergleichbarkeit der Informationen über Zeit und Raum und die Benutzerorientierung sind wichtige Prinzipien für die Arbeit des BFS. Das BFS untersteht dem Bundesstatistikgesetz von 1992 und ist zuständig für die Mehrjahresplanung der Statistiktätigkeiten, die Koordination auf Bundesebene, die Zusammenarbeit mit den Kantonen und Gemeinden sowie die Pflege internationaler Beziehungen.

Die Informationen der BFS werden der Politik und Verwaltung, der interessierten Öffentlichkeit, der Wirtschaft und der Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt.

Die realisierten statistischen Arbeiten sind in 19 Sektionen gegliedert, die in vier Abteilungen eingeteilt sind. Diese sind „Bevölkerung und Beschäftigung“ (z. B. Volkszählung, Arbeitskräfteergebung SAKE); „Volkswirtschaft und Preise“ (z. B. Betriebszählung, Preisstatistiken, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung); „Raumwirtschaft“ (z. B. Verkehrsstatistik und Bodennutzung); „Gesellschaft und Bildung“ (z.B. Schüler und Studierende, Kriminalitätsstatistik). Die Abteilung „Zentrale Dienste“ stellt die Infrastruktur (Personal und Finanzen, Logistik und Organisation, Information und Dokumentation, Übersetzungsdienst und Informatik) zur Verfügung.  


Die Armee XXI und die tauglichen Zivilidienstler

Die Armee soll reformiert werden, um den veränderten Bedrohungen in der Welt zu entsprechen. Gleichzeitig haben Zivildienstler im Jahr 2002 mit 35´000 Diensttagen ihre Tauglichkeit zur Unterstützung von Grossereignissen bewiesen.

BERN. Ein Umbau des Wehrsystems in der Schweiz, die Schweizerische Armee XXI, ist in Angriff genommen worden. Damit soll die Kompetenz der Armee sichergestellt werden. Die Reform sei nötig, weil mit der bestehenden Armee diese Aufträge nicht erfüllt werden können. Vor allem aus sicherheitspolitischen Überlegungen wird die Armee reformiert. Doch sind auch weitere Aspekte zu beachten. Die Armee wird auf den Wandel unserer Gesellschaft abgestimmt. Sie muss im Rahmen der zu Verfügung stehenden Mittel realisiert werden.

Die Armee XXI bleibt eine Milizarmee. Sie umfasst 120´000 aktive Angehörige und eine Reserve von 80´000 Dienstpflichtigen. Für Soldaten und Unteroffiziere endet die Dienstpflicht nach dem 30. oder spätestens nach dem 34. Altersjahr.

Am 18. Mai wird unter anderem darüber abgestimmt. Zum Schutze der Schweiz sollen die Armee und der Bevölkerungsschutz reformiert werden. Es werden zwei mal ein Ja zu den Reformationen empfohlen. Die Armee XXI und die Reform des Bevölkerungsschutzes geben eine Antwort auf die veränderte Bedrohungslage in der Welt. Dank der Reform werden Angehörige der Armee und des Bevölkerungsschutzes besser und effizienter ausgehoben und ausgebildet. Ausserdem verkürzt sich die Dienstzeit. Damit kann der Dienst der Allgemeinheit besser mit der beruflichen Tätigkeit koordiniert werden.

10 % mehr Zivildienstleistende

Erstmals stellten über 2000 Personen im Jahr 2002 ein Gesuch um Zulassung zum Zivildienst. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 10 Prozent. Allein an der Expo 02 bewies der Zivildienst mit 35´00 Diensttagen seine Tauglichkeit zur Unterstützung von Grossereignissen. Weitere Zivildienststage wurden im Jahr 2002 geleistet. 64 Prozent waren im Sozialwesen, 11 Prozent im Umwelt und Forstwesen, 10 Prozent im Kulturgüterhaltung und Forschung, 7 Prozent im Gesundheitswesen, 4 Prozent in der Entwicklungszusammenarbeit und 3 Prozent in der Landwirtschaft tätig.

8´081 Expo-Diensttage kamen weiteren privaten Projekten wie Handicap 02, kids.expo und Vive-les-frontières zugute sowie den Expo Rangers, dem begleitenden Umweltschutzprojekt der Expo.02-Kantone.

Der Expo.02-Einsatz diente als Pilotprojekt, um den Einsatz des Zivildienstes mit einer grossen Anzahl Zivildienstleistender über längere Zeit zu testen. In unterschiedlichen Rollen bewährten sich die Zivildienstler. Mit diesem besonderen Einsatz hat der Zivildienst gezeigt, dass er heute in der Lage ist, bedeutende Aufgaben im Interesse des Gemeinwesens effizient zu erfüllen und nicht nur Einsätze einzelner im öffentlichen Interesse zu vermitteln.

Neben den eigentlichen Vollzugsaufgaben begegnete die Zentralstelle der erheblichen Zunahme an Gesuchen mit einem erhöhten Personalbestand. So konnten die Zulassungsverfahren verkürzt werden. Die Gesuchsteller im italienisch- und französischsprachigen Zulassungsverfahren profitierten in erster Linie im vergangenen Jahr. Für den deutschsprachigen Teil der Verfahren darf im laufenden Jahr mit demselben Effekt gerechnet werden. Die schwergewichtig für 2002 geplante Revision des Zivildienstgesetzes erlitt eine massive Verzögerung in der parlamentarischen Beratung. Auch die Arbeiten für die Reorganisation der Vollzugstelle für den Zivildienst im Rahmen von Armee XXI wurden dadurch empfindlich verzögert. Sie stellen die große Herausforderung für das laufende Jahr dar.

Schweiz unterstützt massgeblich russisches Chemiewaffenvernichtungsprogramm

BERN. Der Ständerat hiess gestern Abend einstimmig die Botschaft des Bundesrates über die Unterstützung der weltweiten Chemiewaffenabrüstung gut. Er folgte klar dem Nationalrat, der bereits im Dezember 2002 die Botschaft verabschiedete. Der mit dieser Botschaft vorgelegte Entwurf des Bundesbeschlusses sieht zur Unterstützung der weltweiten Chemiewaffenabrüstung einen Rahmenkredit von 17 Millionen Franken über eine Dauer von fünf Jahren vor.

Sorge bereitet vor allem die Vernichtung des grössten Chemiewaffenarsenals der Welt in Russland. Für die Vernichtung von 40 000 t Kampfstoffen müssten gemäss neusten Schätzungen rund 5 Milliarden CHF aufgewendet werden. Solch hohe Vernichtungskosten kann Russland nicht aufbringen. Möglich ist dies nur mit Unterstützung der westlichen Länder. Besonders gefordert sind dabei die Regierungen der europäischen Staaten.

Senegal zieht sich aus dem Migrationsabkommen zurück

BERN. Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold hat mit Bedauern vom Rückzug Senegals aus dem Migrationsabkommen im Transitbereich, welches am 8. Januar 2003 in Dakar unterzeichnet wurde, Kenntnis genommen. Das Abkommen hätte ein probates Mittel gegen den Menschenhandel und die damit verbundene organisierte Kriminalität dargestellt und geholfen, die Menschenrechte zu respektieren. Die Schweiz hofft, einen Weg zu finden, um das Anliegen des Abkommens umzusetzen. Der Rückzug Senegals erfolgte aus innenpolitischen Gründen.

BAV: Weniger Einsprachen gegen NEAT-Auflageprojekt im Kanton Uri

BERN. Gegen das verbesserte NEAT-Projekt Uri 2003 sind deutlich weniger Einsprachen eingegangen als gegen das Projekt 2001. Während der Einsprachefrist, die am 25. Februar 2003 abgelaufen ist, trafen rund 360 Einsprachen beim Bundesamt für Verkehr (BAV) ein. Das letzte Mal waren es gegen 900.

 

 

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