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Jahresteuerung
leicht angestiegen
Der
vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der
Konsumentenpreise verzeichnete im Februar 2003 einen Anstieg um
0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat.
BERN.
Damit wurde ein Stand von 102,4 Punkten (Mai 2000 = 100)
erreicht. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,9 Prozent,
verglichen mit Jahresraten von 0,8 Prozent im Januar 2003 und
von 0,7 Prozent im Februar 2002.
Die
leichte Zunahme des Landesindexes im Februar 2003 ist hauptsächlich
auf gestiegene Indexziffern für Sonstige Waren und
Dienstleistungen (+0,9%) und für Nahrungsmittel und
alkoholfreie Getränke (+0,7%) zurückzuführen.
Rückläufig
war hingegen der Index für Wohnen und Energie (-0,1%), wo
Preisabschläge für Heizöl (Stichtag 3. Februar) und
Elektrizität einem stabilen Mietpreisindex gegenüber standen.
Der Index für Verkehr blieb stabil.
In
den übrigen acht Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine
Preiserhebungen statt. Preisentwicklung für Inland- und Importgüter
Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich
das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern
und bei den Importgütern um 0,1 Prozent. Innert Jahresfrist
verzeichneten die Inlandgüter und die Importprodukte eine
durchschnittliche Preissteigerung um 1,0 Prozent. Der Anstieg
der Indexziffer für sonstige Waren und Dienstleistungen ist auf
höhere Preise für Uhren (Ende einer Aktion),
Finanzdienstleistungen (vor allem Spesen für Lohn- und
Privatkonto), Coiffeurleistungen, Toilettenartikel sowie
gestiegene Prämien für Motorfahrzeugversicherungen zurückzuführen.
Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken verteuerten
sich innert Monatsfrist vor allem Gemüse, im Vergleich zum
Vorjahr sanken die Preise dieser Produkte dagegen
durchschnittlich um 10,2 Prozent. Angezogen haben gegenüber dem
Vormonat auch die Preise für Kleinbrot und -gebäck, Schokolade
und Eier. Billiger wurden hauptsächlich Wurstwaren,
Kalbfleisch, Milch und Joghurt. Im Bereich Wohnen und Energie
verbilligten sich die Heizölpreise gegenüber Januar 2003 um
2,5 Prozent (Stichtag 3. Februar), befanden sich aber immer noch
um 18,8 Prozent über dem Stand vom Februar 2002. Preisabschläge
wurden auch für Elektrizitätstarife verzeichnet. Hingegen
blieb der Mietpreisindex gegenüber der Vorerhebung im November
2002 stabil.
Das
gesamtschweizerische Mietzinsniveau lag damit um 0,3 Prozent über
jenem vor Jahresfrist. In der Gruppe Verkehr blieben die
Treibstoffpreise praktisch stabil im Vergleich zum Vormonat
(Stichtag 3. Februar), befanden sich aber immer noch um 7,0
Prozent über dem Stand des Vorjahres.
Die
früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften
Reihen ergeben für den Februar 2003 Index von 108,6 Punkten auf
der Basis Mai 1993=100, von 150,4 Punkten auf der Basis Dezember
1982=100, von 187,5 Punkten auf der Basis September 1977=100 und
von 316,2 Punkten auf der Basis September 1966=100.
Das
Bundesamt für Statistik (BFS)
Bei
der statistischen Informationsdienstleistung nimmt das BFS, das
im Jahre 1980 errichtet worden ist, eine wichtige Rolle wahr.
Als eines der ältesten Ämter des Bundes, gehört es seit
seiner Gründung zum Eidgenössischen Departement des Innern.
Die Aufgabe der Orientierungshilfe wird vom BFS in der unübersichtlich
gewordenen Lebenswelt wahrgenommen. Entwicklungen werden
sichtbar, die Planung einfacher, sie dient der
Entscheidvorbereitung und der Evaluation von Massnahmen und
liefert die Grundlagen zur Formulierung von Szenarien und
Prognosen. Durch Statistiken werden wichtige Sachverhalte
aufgeklärt.
Für
die Erweiterung der unmittelbaren Wahrnehmung ist sie ein
Werkzeug, das Informationen liefert. Diese Informationen werden
zur Bevölkerung, Wirtschaft, Raum und Umwelt sowie zur
Gesellschaft gegeben.
Die
Wissenschaftlichkeit, die fachliche Unabhängigkeit, der
Datenschutz, die Aktualität, die Vergleichbarkeit der
Informationen über Zeit und Raum und die Benutzerorientierung
sind wichtige Prinzipien für die Arbeit des BFS. Das BFS
untersteht dem Bundesstatistikgesetz von 1992 und ist zuständig
für die Mehrjahresplanung der Statistiktätigkeiten, die
Koordination auf Bundesebene, die Zusammenarbeit mit den
Kantonen und Gemeinden sowie die Pflege internationaler
Beziehungen.
Die
Informationen der BFS werden der Politik und Verwaltung, der
interessierten Öffentlichkeit, der Wirtschaft und der Lehre und
Forschung zur Verfügung gestellt.
Die
realisierten statistischen Arbeiten sind in 19 Sektionen
gegliedert, die in vier Abteilungen eingeteilt sind. Diese sind
„Bevölkerung und Beschäftigung“ (z. B. Volkszählung,
Arbeitskräfteergebung SAKE); „Volkswirtschaft und Preise“
(z. B. Betriebszählung, Preisstatistiken, Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnung); „Raumwirtschaft“ (z. B. Verkehrsstatistik
und Bodennutzung); „Gesellschaft und Bildung“ (z.B. Schüler
und Studierende, Kriminalitätsstatistik). Die Abteilung
„Zentrale Dienste“ stellt die Infrastruktur (Personal und
Finanzen, Logistik und Organisation, Information und
Dokumentation, Übersetzungsdienst und Informatik) zur Verfügung.
Die
Armee XXI und die tauglichen Zivilidienstler
Die
Armee soll reformiert werden, um den veränderten Bedrohungen in
der Welt zu entsprechen. Gleichzeitig haben Zivildienstler im
Jahr 2002 mit 35´000 Diensttagen ihre Tauglichkeit zur Unterstützung
von Grossereignissen bewiesen.
BERN.
Ein Umbau des Wehrsystems in der Schweiz, die Schweizerische
Armee XXI, ist in Angriff genommen worden. Damit soll die
Kompetenz der Armee sichergestellt werden. Die Reform sei nötig,
weil mit der bestehenden Armee diese Aufträge nicht erfüllt
werden können. Vor allem aus sicherheitspolitischen Überlegungen
wird die Armee reformiert. Doch sind auch weitere Aspekte zu
beachten. Die Armee wird auf den Wandel unserer Gesellschaft
abgestimmt. Sie muss im Rahmen der zu Verfügung stehenden
Mittel realisiert werden.
Die
Armee XXI bleibt eine Milizarmee. Sie umfasst 120´000 aktive
Angehörige und eine Reserve von 80´000 Dienstpflichtigen. Für
Soldaten und Unteroffiziere endet die Dienstpflicht nach dem 30.
oder spätestens nach dem 34. Altersjahr.
Am
18. Mai wird unter anderem darüber abgestimmt. Zum Schutze der
Schweiz sollen die Armee und der Bevölkerungsschutz reformiert
werden. Es werden zwei mal ein Ja zu den Reformationen
empfohlen. Die Armee XXI und die Reform des Bevölkerungsschutzes
geben eine Antwort auf die veränderte Bedrohungslage in der
Welt. Dank der Reform werden Angehörige der Armee und des Bevölkerungsschutzes
besser und effizienter ausgehoben und ausgebildet. Ausserdem
verkürzt sich die Dienstzeit. Damit kann der Dienst der
Allgemeinheit besser mit der beruflichen Tätigkeit koordiniert
werden.
10
% mehr Zivildienstleistende
Erstmals
stellten über 2000 Personen im Jahr 2002 ein Gesuch um
Zulassung zum Zivildienst. Dies entspricht gegenüber dem
Vorjahr einem Zuwachs von 10 Prozent. Allein an der Expo 02
bewies der Zivildienst mit 35´00 Diensttagen seine Tauglichkeit
zur Unterstützung von Grossereignissen. Weitere
Zivildienststage wurden im Jahr 2002 geleistet. 64 Prozent waren
im Sozialwesen, 11 Prozent im Umwelt und Forstwesen, 10 Prozent
im Kulturgüterhaltung und Forschung, 7 Prozent im
Gesundheitswesen, 4 Prozent in der Entwicklungszusammenarbeit
und 3 Prozent in der Landwirtschaft tätig.
8´081
Expo-Diensttage kamen weiteren privaten Projekten wie Handicap
02, kids.expo und Vive-les-frontières zugute sowie den Expo
Rangers, dem begleitenden Umweltschutzprojekt der
Expo.02-Kantone.
Der
Expo.02-Einsatz diente als Pilotprojekt, um den Einsatz des
Zivildienstes mit einer grossen Anzahl Zivildienstleistender über
längere Zeit zu testen. In unterschiedlichen Rollen bewährten
sich die Zivildienstler. Mit diesem besonderen Einsatz hat der
Zivildienst gezeigt, dass er heute in der Lage ist, bedeutende
Aufgaben im Interesse des Gemeinwesens effizient zu erfüllen
und nicht nur Einsätze einzelner im öffentlichen Interesse zu
vermitteln.
Neben
den eigentlichen Vollzugsaufgaben begegnete die Zentralstelle
der erheblichen Zunahme an Gesuchen mit einem erhöhten
Personalbestand. So konnten die Zulassungsverfahren verkürzt
werden. Die Gesuchsteller im italienisch- und französischsprachigen
Zulassungsverfahren profitierten in erster Linie im vergangenen
Jahr. Für den deutschsprachigen Teil der Verfahren darf im
laufenden Jahr mit demselben Effekt gerechnet werden. Die
schwergewichtig für 2002 geplante Revision des
Zivildienstgesetzes erlitt eine massive Verzögerung in der
parlamentarischen Beratung. Auch die Arbeiten für die
Reorganisation der Vollzugstelle für den Zivildienst im Rahmen
von Armee XXI wurden dadurch empfindlich verzögert. Sie stellen
die große Herausforderung für das laufende Jahr dar.
Schweiz
unterstützt massgeblich russisches
Chemiewaffenvernichtungsprogramm
BERN.
Der Ständerat hiess gestern Abend einstimmig die Botschaft
des Bundesrates über die Unterstützung der weltweiten
Chemiewaffenabrüstung gut. Er folgte klar dem Nationalrat, der
bereits im Dezember 2002 die Botschaft verabschiedete. Der mit
dieser Botschaft vorgelegte Entwurf des Bundesbeschlusses sieht
zur Unterstützung der weltweiten Chemiewaffenabrüstung einen
Rahmenkredit von 17 Millionen Franken über eine Dauer von fünf
Jahren vor.
Sorge
bereitet vor allem die Vernichtung des grössten
Chemiewaffenarsenals der Welt in Russland. Für die Vernichtung
von 40 000 t Kampfstoffen müssten gemäss neusten Schätzungen
rund 5 Milliarden CHF aufgewendet werden. Solch hohe
Vernichtungskosten kann Russland nicht aufbringen. Möglich ist
dies nur mit Unterstützung der westlichen Länder. Besonders
gefordert sind dabei die Regierungen der europäischen Staaten.
Senegal
zieht sich aus dem Migrationsabkommen zurück
BERN.
Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold hat mit Bedauern vom Rückzug
Senegals aus dem Migrationsabkommen im Transitbereich, welches
am 8. Januar 2003 in Dakar unterzeichnet wurde, Kenntnis
genommen. Das Abkommen hätte ein probates Mittel gegen den
Menschenhandel und die damit verbundene organisierte Kriminalität
dargestellt und geholfen, die Menschenrechte zu respektieren.
Die Schweiz hofft, einen Weg zu finden, um das Anliegen des
Abkommens umzusetzen. Der Rückzug Senegals erfolgte aus
innenpolitischen Gründen.
BAV:
Weniger Einsprachen gegen NEAT-Auflageprojekt im Kanton Uri
BERN.
Gegen das verbesserte NEAT-Projekt Uri 2003 sind deutlich
weniger Einsprachen eingegangen als gegen das Projekt 2001. Während
der Einsprachefrist, die am 25. Februar 2003 abgelaufen ist,
trafen rund 360 Einsprachen beim Bundesamt für Verkehr (BAV)
ein. Das letzte Mal waren es gegen 900. |