Task Force "Lehrstellen 2003"

BERN. Aufgrund der angespannten Situation in der Schweizer Wirtschaft sind auch Einbrüche auf Lehrbeginn 2003 zu erwarten.

Swiss Life verbucht Rekordverlust

BERN. Der Versicherungskonzern Swiss Life, die frühere Rentenanstalt, hat 2002 einen Rekordverlust von rund 1,7 Mrd. Franken erlitten.

Interreligiöse Feier gegen Irak-Krieg

BERN. Die drei grössten Religionsgemeinschaften der Schweiz haben an einer interreligiösen Feier gegen den Irak-Krieg ihre "Sorge um den Frieden" zum Ausdruck gebracht und Gemeinsames betont.

Keine weiteren Soldaten nach Bagdad

BERN. Die Schweiz verzichtet einstweilen darauf, ein drittes Kontingent Festungswächter zur Unterstützung der UNO-Waffeninspektoren nach Irak zu schicken.

Affäre Schubarth nicht abgeschlossen

BERN. Die Geschäftsprüfungs- kommissionen GPK von Nationalund Ständerat haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt.

France Telecom meldet Rekordverlust

BERN. Der Telefonkonzern France Telecom hat das letzte Geschäftsjahr mit dem grössten Verlust in der französischen Wirtschaftsgeschichte abgeschlossen.

Mit Blockade-Drohung zu Konzessionen

BERN. Die Gewerkschaft Kommunikation will den Arbeitskampf beim Telekommunikations- unternehmen Orange ausdehnen und am Freitag alle Schweizer Orange-Zentren blockieren.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

6. März 2003

Task Force "Lehrstellen 2003"

Aufgrund der angespannten Situation in der Schweizer Wirtschaft sind auch Einbrüche auf Lehrbeginn 2003 zu erwarten. Die neue Task Force soll Ungleichgewichte auf dem Lehrstellenmarkt bekämpfen.

BERN. Die Task Force „Lehrstellen 2003“ soll einberufen werden. Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Inneren, hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) damit beauftragt. Die Task Force soll die Situation auf dem Lehrstellenmarkt verfolgen und bei Bedarf rechtzeitig angemessene Massnahmen einleiten. Das neue Berufsbildungsgesetz soll die Ungleichgewichte auf dem Lehrstellenmarkt bekämpfen. Bereits heute möchte Bundesrat Joseph Deiss mit der Task Force die Möglichkeiten ausschöpfen.

Das neue Berufsbildungsgesetz wird voraussichtlich im 2004 in Kraft treten. Eine wichtige Bestimmung lautet: „Zeichnet sich ein Ungleichgewicht auf dem Markt für berufliche Grundbildung ab, so kann der Bundesrat, im Rahmen der verfügbaren Mittel, befristete Massnahmen zur Bekämpfung treffen.“

Die Situation in der Schweizer Wirtschaft ist sehr angespannt. Daher ist zu erwarten, dass auch auf Lehrbeginn 2003 Einbrüche auf dem Lehrstellenmarkt eintreten werden. Bundesrat Deiss will sicherstellen, dass alle Jugendlichen im Herbst eine Lehrstelle finden und geht in die Offensive. Es soll eine konkrete Unterstützung stattfinden. Zudem stehen kurzfristige Massnahmen in Vordergrund. Beispielsweise die Schaffung von zusätzlichen Stellen durch den Bund oder regionale Lehrstellenförderung. Lehrstellendelegierte und Lehrbetriebsverbünde stehen dafür in Aussicht.

Eine repräsentative Zahl von Chefs der kantonalen Ämter für Berufsbildung sowie Verantwortliche der Dachorganisationen  der Berufsverbände nehmen eine permanente Lagebeurteilung der Lehrstellensituation vor. Alle drei Sprachregionen nehmen unter der Leitung von Dr. Ursula Renold, stellvertretende Direktorin der BBT, teil.

Die Aufgaben der Task Force sind, zusammen mit den Kantonen und der Wirtschaft über die treffenden Massnahmen zu entscheiden und diese entsprechend den Bedürfnissen umzusetzen. Zudem soll sie den Informationsfluss zu den Kantonen und ihren Berufsbildunsämtern, dem Eidgenössischen Parlament und der Öffentlichkeit gewährleisten.


Für die Lehrstellenförderung sind bereits viele Projekte gestartet. Heute noch gibt es jedoch viele junge Leute, die den Luxus einer Lehrstelle nicht genossen haben. Auch ist eine grosse Anzahl der in der Schweiz lebenden Jugendliche, nicht informiert über die laufenden Projekte, von denen sie profitieren könnten. Wir haben auf der Strasse einige Meinungen zu verschiedenen Fragen eingeholt:

Wie sehen Sie die Lehrstellensituation in der Schweiz?

„In der Schweiz ist es vielleicht nicht so schlimm, wie in anderen Ländern, aber erstaunlich, dass es so viele Leute ohne Ausbildung gibt.“

„Es gibt zu wenig Lehrstellen. Es ist schon so weit, dass Jugendliche mit Ausbildungen beginnen, die sie eigentlich nicht ausüben möchten. Sie müssen die erste Chance nutzen, weil sie keine Garantie für eine nächste haben.“

Verschiedene Projekte sind für die Lehrstellenförderung gestartet worden. Haben Sie schon von einigen erfahren und woher?

„Die jungen Leute, welche in öffentlichen Beratungsstellen betreut werden, haben es wahrscheinlich dadurch einfacher. Durch ihre Berater werden sie wahrscheinlich informiert. Bestimmt finden auch Informationsveranstaltungen statt, doch ich weiss nicht, ob die wirklich wahrgenommen werden.“

„Wir Ausländer haben sowieso Probleme mit der Infozugänglichkeit. Weder unsere Eltern noch unsere Kreise können uns aktuell beraten. Die einzige Möglichkeit ist in der Schule. Deshalb sind Jugendliche meist „aufgeschmissen“ wenn sie abgeschlossen und nicht gerade mit einer Ausbildung begonnen haben. Sie gehen verloren in ihrem Unwissen.“


Swiss Life verbucht Rekordverlust

BERN. Der Versicherungskonzern Swiss Life, die frühere Rentenanstalt, hat 2002 einen Rekordverlust von rund 1,7 Mrd. Franken erlitten.

Der Verlust sei das Resultat eines sehr tiefen Finanzergebnisses, eines Verlusts im Schweizer Geschäft und von ausserordentlichen Abschreibungen, so die Mitteilung des Unternehmens weiter.

Das Unternehmen versichert jedoch, es verfüge über eine ausreichende Eigenkapitalbasis. Das bis Ende 2002 angestrebte Kostensenkungsziel von 170 Mio. Franken sei erreicht worden. Man erwarte daher schon für 2003 eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Interreligiöse Feier gegen Irak-Krieg

BERN. Die drei grössten Religionsgemeinschaften der Schweiz haben an einer interreligiösen Feier gegen den Irak-Krieg ihre "Sorge um den Frieden" zum Ausdruck gebracht und Gemeinsames betont.

Der Anlass im Berner Münster stand unter dem Motto "Das Band des Friedens stärken in der Schweiz und weltweit". Zum ersten Mal überhaupt fanden sich Christen, Juden und Muslime auf nationaler Ebene zu einer Feier zusammen. Die Landesregierung war mit Ruth Metzler und Micheline Calmy-Rey vertreten.

Keine weiteren Soldaten nach Bagdad

BERN. Die Schweiz verzichtet einstweilen darauf, ein drittes Kontingent Festungswächter zur Unterstützung der UNO-Waffeninspektoren nach Irak zu schicken.

"Die UNO hat uns signalisiert, dass die Entsendung der Soldaten angesichts der sehr instabilen Lage nicht ratsam ist", sagte VBS-Sprecher Urs Casaris. Die eigentlich bereits startklare dritte Gruppe werde frühestens Ende März zum Einsatz kommen, im Falle eines Krieges jedoch gar nicht.

Die beiden ersten Kontingente hatten im vergangenen Dezember und Januar mitgeholfen, das Hauptquartier der UNOWaffenkontrolleure in Stand zu setzen.

Affäre Schubarth nicht abgeschlossen

BERN. Die Geschäftsprüfungskommissionen GPK von Nationalund Ständerat haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese soll Vorwürfen von Unregelmässigkeiten am Bundesgericht nachgehen.

Im Zuge der Spuck-Attacke von Bundesrichter Martin Schubarth waren diesem Kompetenzüberschreitungen angelastet worden. Schubarth hatte selbst eingeräumt bei redaktionellen Änderungen von Urteilsbegründungen zuweilen "ein bisschen zu weit gegangen" zu sein.

Laut den GPK soll bei den Nachprüfungen die Unabhängigkeit des Bundesgerichts und das Prinzip der Gewaltenteilung strikte respektiert werden.

France Telecom meldet Rekordverlust

BERN. Der Telefonkonzern France Telecom hat das letzte Geschäftsjahr mit dem grössten Verlust in der französischen Wirtschaftsgeschichte abgeschlossen. Der Nettoverlust erhöhte sich von 12,4 Mrd. Euro auf 20,7 Mrd. Euro (30 Mrd. Fr.).

France Telecom begründete den Rekordverlust mit Abschreibungen in Höhe von 18,3 Mrd. Euro auf Beteiligungen wie die italienische Wind, den Telekomdienstleister Equant und die Mobilfunkfiliale Orange Suisse.

Insgesamt schloss die Mobilfunktochter Orange mit einem praktisch unveränderten Verlust von 4,53 Mrd. Euro ab. Ihr Umsatz stieg um 11 % auf 17,1 Mrd.Euro.

Mit Blockade-Drohung zu Konzessionen

BERN. Die Gewerkschaft Kommunikation will den Arbeitskampf beim Telekommunikationsunternehmen Orange ausdehnen und am Freitag alle Schweizer Orange-Zentren blockieren.

Die Lahmlegung bezwecke, die Geschäftsleitung zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bewegen, teilte die Gewerkschaft mit. Betroffen seien die OrangeZentren in Bussigny, Lausanne, Biel, Crissier und Zürich, hiess es weiter.

Es geht um die Forderung nach einem Sozialplan für die 200 Beschäftigten, die vom Stellenabbau in den Kantonen Waadt, Bern, Zürich und Tessin betroffenen sind.

 

 

 

español

bienvenidos

türkçe

merhaba

deutsch

home

dossiers

interviews

portraits

news box

migration

CH in kürze

fotobank

agenda

jahresbericht

impressum