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Task
Force "Lehrstellen 2003"
Aufgrund
der angespannten Situation in der Schweizer Wirtschaft sind auch
Einbrüche auf Lehrbeginn 2003 zu erwarten. Die neue Task Force
soll Ungleichgewichte auf dem Lehrstellenmarkt bekämpfen.
BERN.
Die Task Force „Lehrstellen 2003“ soll einberufen werden.
Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen
Departements des Inneren, hat das Bundesamt für Berufsbildung
und Technologie (BBT) damit beauftragt. Die Task Force soll die
Situation auf dem Lehrstellenmarkt verfolgen und bei Bedarf
rechtzeitig angemessene Massnahmen einleiten. Das neue
Berufsbildungsgesetz soll die Ungleichgewichte auf dem
Lehrstellenmarkt bekämpfen. Bereits heute möchte Bundesrat
Joseph Deiss mit der Task Force die Möglichkeiten ausschöpfen.
Das
neue Berufsbildungsgesetz wird voraussichtlich im 2004 in Kraft
treten. Eine wichtige Bestimmung lautet: „Zeichnet sich ein
Ungleichgewicht auf dem Markt für berufliche Grundbildung ab,
so kann der Bundesrat, im Rahmen der verfügbaren Mittel,
befristete Massnahmen zur Bekämpfung treffen.“
Die
Situation in der Schweizer Wirtschaft ist sehr angespannt. Daher
ist zu erwarten, dass auch auf Lehrbeginn 2003 Einbrüche auf
dem Lehrstellenmarkt eintreten werden. Bundesrat Deiss will
sicherstellen, dass alle Jugendlichen im Herbst eine Lehrstelle
finden und geht in die Offensive. Es soll eine konkrete Unterstützung
stattfinden. Zudem stehen kurzfristige Massnahmen in
Vordergrund. Beispielsweise die Schaffung von zusätzlichen
Stellen durch den Bund oder regionale Lehrstellenförderung.
Lehrstellendelegierte und Lehrbetriebsverbünde stehen dafür in
Aussicht.
Eine
repräsentative Zahl von Chefs der kantonalen Ämter für
Berufsbildung sowie Verantwortliche der Dachorganisationen
der Berufsverbände nehmen eine permanente
Lagebeurteilung der Lehrstellensituation vor. Alle drei
Sprachregionen nehmen unter der Leitung von Dr. Ursula Renold,
stellvertretende Direktorin der BBT, teil.
Die
Aufgaben der Task Force sind, zusammen mit den Kantonen und der
Wirtschaft über die treffenden Massnahmen zu entscheiden und
diese entsprechend den Bedürfnissen umzusetzen. Zudem soll sie
den Informationsfluss zu den Kantonen und ihren Berufsbildunsämtern,
dem Eidgenössischen Parlament und der Öffentlichkeit gewährleisten.
Für
die Lehrstellenförderung sind bereits viele Projekte gestartet.
Heute noch gibt es jedoch viele junge Leute, die den Luxus einer
Lehrstelle nicht genossen haben. Auch ist eine grosse Anzahl der
in der Schweiz lebenden Jugendliche, nicht informiert über die
laufenden Projekte, von denen sie profitieren könnten. Wir
haben auf der Strasse einige Meinungen zu verschiedenen Fragen
eingeholt:
Wie
sehen Sie die Lehrstellensituation in der Schweiz?
„In
der Schweiz ist es vielleicht nicht so schlimm, wie in anderen Ländern,
aber erstaunlich, dass es so viele Leute ohne Ausbildung
gibt.“
„Es
gibt zu wenig Lehrstellen. Es ist schon so weit, dass
Jugendliche mit Ausbildungen beginnen, die sie eigentlich nicht
ausüben möchten. Sie müssen die erste Chance nutzen, weil sie
keine Garantie für eine nächste haben.“
Verschiedene
Projekte sind für die Lehrstellenförderung gestartet worden.
Haben Sie schon von einigen erfahren und woher?
„Die
jungen Leute, welche in öffentlichen Beratungsstellen betreut
werden, haben
es wahrscheinlich dadurch einfacher. Durch ihre Berater werden
sie wahrscheinlich informiert. Bestimmt finden auch
Informationsveranstaltungen statt, doch ich weiss nicht, ob die
wirklich wahrgenommen werden.“
„Wir
Ausländer haben sowieso Probleme mit der Infozugänglichkeit.
Weder
unsere
Eltern noch unsere Kreise können uns aktuell beraten. Die
einzige Möglichkeit ist in der Schule. Deshalb sind Jugendliche
meist „aufgeschmissen“ wenn sie abgeschlossen und nicht
gerade mit einer Ausbildung begonnen haben. Sie gehen verloren
in ihrem Unwissen.“
Swiss
Life verbucht Rekordverlust
BERN.
Der Versicherungskonzern Swiss Life, die frühere Rentenanstalt,
hat 2002 einen Rekordverlust von rund 1,7 Mrd. Franken erlitten.
Der
Verlust sei das Resultat eines sehr tiefen Finanzergebnisses,
eines Verlusts im Schweizer Geschäft und von ausserordentlichen
Abschreibungen, so die Mitteilung des Unternehmens weiter.
Das
Unternehmen versichert jedoch, es verfüge über eine
ausreichende Eigenkapitalbasis. Das bis Ende 2002 angestrebte
Kostensenkungsziel von 170 Mio. Franken sei erreicht worden. Man
erwarte daher schon für 2003 eine Rückkehr in die Gewinnzone.
Interreligiöse
Feier gegen Irak-Krieg
BERN.
Die drei grössten Religionsgemeinschaften der Schweiz haben
an einer interreligiösen Feier gegen den Irak-Krieg ihre
"Sorge um den Frieden" zum Ausdruck gebracht und
Gemeinsames betont.
Der
Anlass im Berner Münster stand unter dem Motto "Das Band
des Friedens stärken in der Schweiz und weltweit". Zum
ersten Mal überhaupt fanden sich Christen, Juden und Muslime
auf nationaler Ebene zu einer Feier zusammen. Die
Landesregierung war mit Ruth Metzler und Micheline Calmy-Rey
vertreten.
Keine
weiteren Soldaten nach Bagdad
BERN.
Die Schweiz verzichtet einstweilen darauf, ein drittes
Kontingent Festungswächter zur Unterstützung der
UNO-Waffeninspektoren nach Irak zu schicken.
"Die
UNO hat uns signalisiert, dass die Entsendung der Soldaten
angesichts der sehr instabilen Lage nicht ratsam ist",
sagte VBS-Sprecher Urs Casaris. Die eigentlich bereits
startklare dritte Gruppe werde frühestens Ende März zum
Einsatz kommen, im Falle eines Krieges jedoch gar nicht.
Die
beiden ersten Kontingente hatten im vergangenen Dezember und
Januar mitgeholfen, das Hauptquartier der UNOWaffenkontrolleure
in Stand zu setzen.
Affäre
Schubarth nicht abgeschlossen
BERN.
Die Geschäftsprüfungskommissionen GPK von Nationalund Ständerat
haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese soll Vorwürfen
von Unregelmässigkeiten am Bundesgericht nachgehen.
Im
Zuge der Spuck-Attacke von Bundesrichter Martin Schubarth waren
diesem Kompetenzüberschreitungen angelastet worden. Schubarth
hatte selbst eingeräumt bei redaktionellen Änderungen von
Urteilsbegründungen zuweilen "ein bisschen zu weit
gegangen" zu sein.
Laut
den GPK soll bei den Nachprüfungen die Unabhängigkeit des
Bundesgerichts und das Prinzip der Gewaltenteilung strikte
respektiert werden.
France
Telecom meldet Rekordverlust
BERN.
Der Telefonkonzern France Telecom hat das letzte Geschäftsjahr
mit dem grössten Verlust in der französischen
Wirtschaftsgeschichte abgeschlossen. Der Nettoverlust erhöhte
sich von 12,4 Mrd. Euro auf 20,7 Mrd. Euro (30 Mrd. Fr.).
France
Telecom begründete den Rekordverlust mit Abschreibungen in Höhe
von 18,3 Mrd. Euro auf Beteiligungen wie die italienische Wind,
den Telekomdienstleister Equant und die Mobilfunkfiliale Orange
Suisse.
Insgesamt
schloss die Mobilfunktochter Orange mit einem praktisch unveränderten
Verlust von 4,53 Mrd. Euro ab. Ihr Umsatz stieg um 11 % auf 17,1
Mrd.Euro.
Mit
Blockade-Drohung zu Konzessionen
BERN.
Die Gewerkschaft Kommunikation will den Arbeitskampf beim
Telekommunikationsunternehmen Orange ausdehnen und am Freitag
alle Schweizer Orange-Zentren blockieren.
Die
Lahmlegung bezwecke, die Geschäftsleitung zur Wiederaufnahme
von Verhandlungen zu bewegen, teilte die Gewerkschaft mit.
Betroffen seien die OrangeZentren in Bussigny, Lausanne, Biel,
Crissier und Zürich, hiess es weiter.
Es
geht um die Forderung nach einem Sozialplan für die 200 Beschäftigten,
die vom Stellenabbau in den Kantonen Waadt, Bern, Zürich und
Tessin betroffenen sind. |