Erhöhung der Streitwertgrenze in Konsumentschutz- verfahren

BERN. Der Bundesrat hat die geänderte Verordnung über die Streitwertgrenze in Verfahren des Konsumentenschutzes und des unlauteren Wettbewerbs per 1.April 2003 in Kraft gesetzt.

Sommet d'Evian

BERN. Vertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten während des Sommet d'Evian.

Lohnkorrekturen bei Gebäudebetriebs- mitarbeitenden des Bundes gerechtfertigt

BERN. Der Bundesrat erachtet die Lohnkorrekturen, die das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL im Bereich Gebäudebetrieb vorgenommen hat, als gerechtfertigt.

Gute Erfolgsaussichten des Projektes NOVE-IT

BERN. Die Ziele des IT-Reorganisations- programms NOVE-IT können bis Ende 2003 grundsätzlich erreicht werden, insbesondere die Effizienzsteigerung um rund 130 Millionen Franken jährlich.

Überschüssige Goldreserven der SNB: Zahlreiche Vorstösse behandelt

BERN. Verwendung des überschüssigen Goldvermögens der Schweizerischen Nationalbank SNB gefällt hat, befasste er sich heute Freitag und auch schon am Mittwoch der vergangenen Woche mit zahlreichen parlamentarischen Vorstössen zum gleichen Thema.

Offene Berichterstattung über Arbeitsplatzkosten und deren Entwicklung

BERN. Aufgabenkritik und Verzichtsplanung gehören zu den notwendigen Überprüfungsmassnahmen bei möglichen Wiederbesetzungen von vakanten Stellen in der Bundesverwaltung.

Rentenanstalt: Untersuchungsergebnisse werden vor der GV veröffentlicht

BERN. Noch vor der Generalversammlung der Rentenanstalt/Swiss Life soll die Öffentlichkeit über die Ergebnisse einer aufsichts- und zivilrechtlichen Untersuchung des Bundesamtes für Privatversischerungen BPV orientiert werden.

Strafverfahren Käseunion: Bundesrat ficht Einstellung nicht an

BERN. Der Bundesrat wird die Einstellung des Strafverfahrens durch die Bundesanwaltschaft nicht anfechten.

Verbesserungen für Hörbehinderte im Bundeshaus werden geprüft

BERN. Der Bundesrat ist bereit, im Parlamentsgebäude bauliche und technische Verbesserungen für Hörbehinderte abklären zu lassen.

Aus BFA wird IMES

BERN. Das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) bekommt einen neuen Namen.

Neue Organisationsverordnung VBS bildet die Reform VBS XXI ab

BERN. Der Bundesrat hat die revidierte Organisationsverordnung für das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gutgeheissen.

Weko befürwortet internationale Erschöpfung im Patentrecht zur

BERN. Nach Auffassung der Wettbewerbskommission (Weko) legen die vom Bundesrat in Auftrag gegebenen Studien einen Systemwechsel von der nationalen zur internationalen Erschöpfung im Patentrecht nahe.

Bundesrat Joseph Deiss übernimmt das Amt eines „Protektors“ im Rahmen der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste

BERN. Bundesrat Joseph Deiss wird am 8. März anlässlich des jährlichen Festaktes der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg in das Amt eines „Protektors“ eingeführt.

Verordnung über die Amtliche Vermessung angepasst

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag die Verordnung über die Amtliche Vermessung (VAV) den gebräuchlichen und tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.

Niklaus Blattner zum Vizepräsidenten des Nationalbankdirektoriums ernannt - Philipp Hildebrand wird neues Mitglied

BERN. Der Bundesrat hat Professor Niklaus Blattner aus Basel zum neuen Vizepräsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank SNB ernannt.

Die gesetzliche Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist zu respektieren

BERN. Dass Steuerhinterziehung und Steuerbetrug unterschiedlichen Strafandrohungen unterliegen, ist auf die vom Bundesgesetzgeber beschlossene Rechtslage zurückzuführen.

Eidg. Alkoholverwaltung: 331 Millionen Franken für die AHV/IV

BERN. Der Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV für das Langjahr Juli 2001 bis Dezember 2002 beträgt 368 Millionen Franken.

Übernahme von Kernobstbrand

BERN. Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) wird in nächster Zeit Kernobstbrand aufkaufen und somit den Spirituosenmarkt entlasten.

Die “drey scheenschte Dääg“ mit der Königin Fasnacht

BASEL. Die Basler Fasnacht findet in diesem Jahr vom 10. bis 12. März statt.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

7. März 2003

Erhöhung der Streitwertgrenze in Konsumentschutzverfahren

BERN. Der Bundesrat hat die geänderte Verordnung über die Streitwertgrenze in Verfahren des Konsumentenschutzes und des unlauteren Wettbewerbs per 1.April 2003 in Kraft gesetzt. Seit 1982 müssen die Kantone für verbraucherrechtliche Streitigkeiten ein Schlichtungsverfahren oder ein einfaches und rasches Prozessverfahren zur Verfügung stellen. Das gleiche Verfahren ist auch auf Streitigkeiten wegen unlauteren Wettbewerbs anwendbar. Bis jetzt war die Anwendbarkeit des Verfahrens auf einen Streitwert von 8000 Franken beschränkt.

Sommet d'Evian

BERN. Vertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten während des Sommet d'Evian.

Der Bundesrat hat heute den Staatsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz über die Zusammenarbeit der beiden Staaten anlässlich des G8-Gipfels genehmigt, der vom 1. bis 3. Juni 2003 in Evian-les-Bains stattfindet, und die dazu gehörige Botschaft an das Parlament verabschiedet. Er hat zudem die Vorsteherin des Eidgenössischen Departe-ments für auswärtige Angelegenheiten damit beauftragt, den Vertrag zu unterzeichnen.

Lohnkorrekturen bei Gebäudebetriebs-mitarbeitenden des Bundes gerechtfertigt

BERN. Der Bundesrat erachtet die Lohnkorrekturen, die das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL im Bereich Gebäudebetrieb vorgenommen hat, als gerechtfertigt. Löhne von Hausmeistern, die lange und fälschlicherweise zu hoch waren, sind zu recht nach unten korrigiert worden, schreibt der Bundesrat in seiner heutigen Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Peter Vollmer (SP/BE).

Gute Erfolgsaussichten des Projektes NOVE-IT

BERN. Die Ziele des IT-Reorganisationsprogramms NOVE-IT können bis Ende 2003 grundsätzlich erreicht werden, insbesondere die Effizienzsteigerung um rund 130 Millionen Franken jährlich. Dies schreibt der Bundesrat in seiner Antwort von heute auf eine Einfache Anfrage von Nationalrat Hans Widmer (SP/LU). Auch die Summe der Verpflichtungskredite von 230 Millionen Franken könne eingehalten werden. Schwieriger als erwartet erweise sich der Kulturwandel, wie die Herstellung von Transparenz auf allen Ebenen und die Forderung, dass die Leistungsbezüger den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) bestimmen sollten.

Überschüssige Goldreserven der SNB: Zahlreiche Vorstösse behandelt

BERN. Verwendung des überschüssigen Goldvermögens der Schweizerischen Nationalbank SNB gefällt hat, befasste er sich heute Freitag und auch schon am Mittwoch der vergangenen Woche mit zahlreichen parlamentarischen Vorstössen zum gleichen Thema. Nach Ansicht des Bundesrates soll das Goldvermögen (1'300 Tonnen Gold, welche die SNB für die Geldpolitik nicht mehr benötigt) real in seinem Wert erhalten werden, die Erträge daraus sollen zu 2/3 den Kantonen und zu 1/3 dem Bund zu Gute kommen. Bereits vor dem Inkrafttreten der definitiven Lösung, die einer Verfassungsänderung bedarf, sollen die Erträge aus dem verkauften Goldvermögen mittels einer Zusatzvereinbarung mit der SNB an Bund (1/3) und Kantone (2/3) ausgeschüttet werden.

Offene Berichterstattung über Arbeitsplatzkosten und deren Entwicklung

BERN. Aufgabenkritik und Verzichtsplanung gehören zu den notwendigen Überprüfungsmassnahmen bei möglichen Wiederbesetzungen von vakanten Stellen in der Bundesverwaltung. Dies hält der Bundesrat heute in Beantwortung einer Interpellation von Nationalrat Robert Keller (SVP/ZH) fest. Weiter führt der Bundesrat aus, dass er im Rahmen seiner Berichterstattung an das Parlament die Arbeitsplatzkosten sowie die Ergebnisse der Überprüfung der Arbeitsplatzentwicklung in der Bundesverwaltung integrieren werde.

Rentenanstalt: Untersuchungsergebnisse werden vor der GV veröffentlicht

BERN. Noch vor der Generalversammlung der Rentenanstalt/Swiss Life soll die Öffentlichkeit über die Ergebnisse einer aufsichts- und zivilrechtlichen Untersuchung des Bundesamtes für Privatversischerungen BPV orientiert werden. Das schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalratin Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL). Weiter gibt die Landesregierung bekannt, Aktien der Rentenanstalt AG in ihrem Portefeuille hätten die Pensionskassen des Bundes, der SBB, der Post und der Swisscom sowie der Ausgleichsfonds der AHV.

Strafverfahren Käseunion: Bundesrat ficht Einstellung nicht an

BERN. Der Bundesrat wird die Einstellung des Strafverfahrens durch die Bundesanwaltschaft nicht anfechten. Er beauftragt aber die Schweizerische Käseunion AG in Liq. allfällige zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen.

Verbesserungen für Hörbehinderte im Bundeshaus werden geprüft

BERN. Der Bundesrat ist bereit, im Parlamentsgebäude bauliche und technische Verbesserungen für Hörbehinderte abklären zu lassen. Eine entsprechende Motion von Nationalrat Rudolf Joder (SVP/BE) will er allerdings nur in der unverbindlicheren Form des Postulats entgegennehmen. Grundsätzlich hält der Bundesrat in seiner heute Freitag verabschiedeten Stellungnahme fest, das Parlamentsgebäude sei schon jetzt gut mit Ton- und Bildübertragungssystemen ausgerüstet - und zwar sowohl in den beiden Ratssälen als auch auf den Tribünen.

Aus BFA wird IMES

BERN. Das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) bekommt einen neuen Namen. Ab dem 1. Mai 2003 heisst es Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung. Die Kurzform lautet in allen vier Landessprachen sowie in Englisch IMES (Immigration, Intégration, Emigration Suisse). Dies hat der Bundesrat beschlossen. IMES soll die in den vergangenen Jahren erweiterten Aufgabenbereiche des Amtes besser zum Ausdruck bringen.

Neue Organisationsverordnung VBS bildet die Reform VBS XXI ab

BERN. Der Bundesrat hat die revidierte Organisationsverordnung für das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gutgeheissen. Diese soll am 1. Januar 2004 in Kraft treten. Der Bundesratsbeschluss gilt nur unter der Voraussetzung, dass die Änderung des Militärgesetzes vom 4. Oktober 2002 und das Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und Zivilschutz in der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 angenommen werden.

Weko befürwortet internationale Erschöpfung im Patentrecht zur

BERN. Nach Auffassung der Wettbewerbskommission (Weko) legen die vom Bundesrat in Auftrag gegebenen Studien einen Systemwechsel von der nationalen zur internationalen Erschöpfung im Patentrecht nahe. Die Einführung der internationalen Erschöpfung im Patentrecht würde Parallelimporte erleichtern und damit die Abschottung der Hochpreisinsel Schweiz vom Ausland erschweren. Der Bundesrat hatte im November 2002 im Wesentlichen die Beibehaltung des Status Quo befürwortet. Die Weko hat ihre abweichende Meinung dem Bundesrat in einer Stellungnahme zu Kenntnis gebracht.

Bundesrat Joseph Deiss übernimmt das Amt eines „Protektors“ im Rahmen der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste

BERN. Bundesrat Joseph Deiss wird am 8. März anlässlich des jährlichen Festaktes der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg in das Amt eines „Protektors“ eingeführt. Die Einführungsrede wird der Staatspräsident der Republik Ungarn, Dr. Ferenc Mádl, halten.

Verordnung über die Amtliche Vermessung angepasst

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag die Verordnung über die Amtliche Vermessung (VAV) den gebräuchlichen und tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Mit der 1993 in Kraft getretenen VAV wurde der digitale Standard in der Amtlichen Vermessung (AV) eingeführt, was damals eine Pionierarbeit war. Jetzt war eine Veränderung erforderlich, weil sich im Umfeld der AV, bei den geographischen Informationssystemen und in der Form der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen einiges weiter entwickelt hat.

Niklaus Blattner zum Vizepräsidenten des Nationalbankdirektoriums ernannt - Philipp Hildebrand wird neues Mitglied

BERN. Der Bundesrat hat Professor Niklaus Blattner aus Basel zum neuen Vizepräsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank SNB ernannt. Blattner (1946), der dem Direktorium seit dem 1. Januar 2001 angehört, folgt in dieser Funktion auf Professor Bruno Gehrig (1946), der die Nationalbank auf den 30. Juni verlässt. Zum neuen Mitglied des Direktoriums wählte der Bundesrat Philipp Hildebrand (1963) aus Horw (LU), derzeit Generaldirektor und Mitglied des Exekutivkomitees der Union Bancaire Privée (UBP) in Genf.

Die gesetzliche Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist zu respektieren

BERN. Dass Steuerhinterziehung und Steuerbetrug unterschiedlichen Strafandrohungen unterliegen, ist auf die vom Bundesgesetzge-ber beschlossene Rechtslage zurückzuführen. Dies hält der Bundesrat in seiner heutigen Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Jean-Nils de Dardel (SP/GE) fest.

Eidg. Alkoholverwaltung: 331 Millionen Franken für die AHV/IV

BERN. Der Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV für das Langjahr Juli 2001 bis Dezember 2002 beträgt 368 Millionen Franken. Davon fliessen 90 Prozent (331 Millionen Franken) in die AHV/IV und 10 Prozent (37 Millionen) erhalten die Kantone zur Bekämpfung der Ursachen und Wirkungen von Suchtproblemen. Der Bundesrat hat heute die Rechnung und den Geschäftsbericht der EAV genehmigt. Die EAV rechnete einmalig für 18 Monate ab, da sie vom Brennjahr auf das Geschäftsjahr umgestellt hat.

Übernahme von Kernobstbrand

BERN. Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) wird in nächster Zeit Kernobstbrand aufkaufen und somit den Spirituosenmarkt entlasten. Dies hat der Bundesrat heute beschlossen.

Die “drey scheenschte Dääg“ mit der Königin Fasnacht

Die Basler Fasnacht findet in diesem Jahr vom 10. bis 12. März statt. Wie jedes Jahr wird es am Montag um vier Uhr dunkel, damit die Königin Fasnacht übernehmen kann. Dann geht es ab...

BASEL. In diesem Jahr findet die Basler Fasnacht vom 10. bis 12. März statt. Die Baslerinnen und Basler bezeichnen ihre Fasnacht als die „drey scheenschte Dääg“ im Jahr. Bis der Winter ausgetrieben ist dauert es gewöhnlich über die Fasnacht hinaus. Jeweils am Montagmorgen um vier Uhr wird es dunkel in der Stadt und die Königin Fasnacht übernimmt die Herrschaft.

Was für ein Ereignis! Die Fasnacht bringt die ganze Region zum Beben auf die Strasse. Zuerst ist jedoch die benachbarte Kantonshauptstadt Liestal an der Reihe. Am Sonntag vor der Basler Fasnacht scheint beim Feuerspektakel „Chienbäse“ das Städtlein in Flammen aufzugehen. Dies ist die ideale Einstimmung für den Morgestraich. Am Montag früh, punkt vier Uhr, gehen in der Stadt die Lichter aus.

Die Basler Fasnacht dauert 72 Stunden, von 4.00 Uhr am Montag bis um 4.00 Uhr am Donnerstag. Jedes Jahr verspricht sie ein unvergessliches Erlebnis für Gross und Klein.

Am Morgestraich, dem Auftakt der Basler Fasnacht, begleiten trommelnde und piccolospielende Cliquen die rund zweihundert Laternen durch die verdunkelte Innenstadt. Auf den Laternen werden alles aus dem vergangenen Jahr persifliert, worüber man sich lustig macht; „Sujets“ genannt. In den Restaurants geniesst man vor allem die traditionelle Mehlsuppe, Zwiebel- und Käsewähen.

Während dreier Tage steht die Stadt auf dem Kopf. Sie wird getragen vom Klang von zehntausenden von Piccolospielern und Trommlern. Diese haben sich zu Cliquen zusammengetan und formieren jedes Jahr mit einem neuen Auftragssujet zum Cortège durch die Stadt. Seit einer Generation werden diese auch durch sogenannte Gugge-Musik ergänzt. Gugge-Musik wird durch Blas- und Perkussionsensembles erzeugt und steht irgendwo zwischen Big Band und Lärmmaschinen. Basel platzt fast vor Menschen während der Fasnacht.

Am Montag- und Mittwochnachmittag, ab 13.30 Uhr, präsentieren weit über 10'000 maskierte Fasnächtlerinnen und Fasnächtler auf einer vorgegebenen Umzugsroute ihre Sujets, also die von ihnen aufgegriffenen Themen, mit Trommeln, Piccolos, schräger Gugge-Musik, zu Fuss, auf Wagen und Kutschen mit den Laternen und unzähligen Accessoires. Es werden „Zedel“ (Zettel) verteilt, auf denen in witziger Versform und Basker Mundart die Sujets abgehandelt werden. Von den Wagen werden Konfettis geworfen, aber auch Orangen, Mimosen und manch anderes.

Am Dienstagabend gehört die Innenstadt vor allem den Gugge-Musiken. Ihre ohrenbetäubenden, schrägen aber auch rassigen Platzkonzerte ab 20.00 Uhr auf dem Marktplatz, Barfüsserplatz und Claraplatz begeistern Tausende von Karnevalsfreunden.

Etwas vom Schönsten für eingefleischte Fans der Basler Fasnacht ist das „Gässle“. Dies bedeutet ganz einfach, in den Gassen und Gässlein der Altstadt im langsamen Gleichschritt die grossen und die kleinen Piccolo- und Trommel-Formationen zu begleiten. Auch den altvertrauten, aber auch immer wieder neuen Marschkompositionen zu lauschen und sich für ein paar Stunden in eine eigentliche Fasnachts-Seligkeit entrücken zu lassen gehört hierzu.

An den Abenden des Montags und Mittwochs singen über 60 Schnitzelbank-Gruppen in rund 30 Restaurants. Sie behandeln in Baseldeutsch Aktuelles aus Politik, Gesellschaft und Sport- in verschiedenen Melodien und in Versen, die sich jeweils mit den letzten Worten zur witzigen oder skurillen Überraschungspointen wenden.

Die Basler Fasnacht lässt sich von der Fastenzeit herleiten. Fixiert wird der wichtigste Event im Basler Leben auch durch christliche Festtage. Die Fasnacht findet jeweils sechs Wochen vor Ostern, eine Woche später als bei den weiterverbreiteten Fas(t)nachten im ganzen katholischen deutschsprachigen Raum statt. Dies ist das Ergebnis einer päpstlichen Kalenderrevision im 16. Jahrhundert, von welcher man sich im schon reformierten Basel nicht Kenntnis nehmen wollte. Aber sonst folgen die Festtage dem christlichen Kalender protestantischer Prägung. Ausnahmen sind die Arbeitsfreientage am 1. Mai und am 1. August.

Am besten kommt man mit der Bahn nach Basel an die Basler Fasnacht. Wenn man auf das Auto angewiesen ist, lässt man diese am besten am Rand der Stadt, eventuell in einem Parkhaus, stehen. Die Basler Verkehrsbetriebe bieten mit ihren Tram- und Busverbindungen während der Fasnacht einen ausgeklügelten Sonderfahrplan an und bringen Sie bequem und sicher an den Rand der Innenstadt. Dies auch mit zusätzlichen Nachtfahrten.

 

 

 

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