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35
Jahre Engagement für die Dritte Welt
BERN.
Die "Erklärung von Bern" EvB feiert ihr 35-jähriges
Bestehen. Seit 1968 engagiert sich die entwicklungspolitische
Organisation für die Dritte Welt.
Auf
Anregung von reformierten Theologen unterschrieben damals 1000
Menschen die "Erklärung", teilte die EvB mit. Nebst
Spendenaufrufen lancierte sie politische Forderungen, zum
Beispiel nach einer Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 3
Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP ein noch immer unerfülltes
Ziel.
Gegenwärtig
ist die EvB etwa beim "Public Eye on Davos" engagiert,
das parallel zum Weltwirtschaftsforum in Davos stattfindet.
Altersgutschrift
versus Risikoprämien
BERN.
Pensionskassen dienen der betrieblichen Altersvorsorge. Die
Versicherungsbeiträge werden von den Arbeitgebern und den
Arbeitnehmern aufgebracht.
Die
Prämien setzen sich aus Altersgutschrift und Risikoprämie
zusammen. Die Altersgutschrift dient der Altersvorsorge und wird
beim Austritt vollumfänglich ausbezahlt. Die Risikoprämie
dient zur Deckung der Risiken Tod und Invalidität und wird bei
"normalem" Austritt nicht ausbezahlt. In der Risikoprämie
wurden bis anhin auch Verwaltungskosten miteinbezogen.
So
bedeuten höhere Risikoprämien nicht grössere Renten, sondern
mehr Kosten.
Am
meisten Arbeitslose seit Mai 1998
BERN.
Ende Februar waren in der Schweiz 3,9 % Prozent oder 142'023
Personen arbeitslos. Dies sind 3079 mehr als im Januar. Die
Erwerbslosenquote hat damit den höchsten Stand seit Mai 1998
erreicht.
Der
weitere Anstieg um 0,1 % war unter anderem auch aus saisonalen
Gründen erwartet worden. Ab März indes solle die saisonal
bedingte Arbeitslosigkeit leicht zurückgehen, hat das
Staatssekretariat für Wirtschaft seco vor Monatsfrist
prognostiziert.
Die
Zahl der Stellensuchenden stieg um 4907 auf 197'493. Nur 9115
Stellen waren als offen gemeldet, immerhin 1179 mehr als Januar.
Anstieg
der Kurzarbeit im Januar 2003
BERN.
Im Januar 2003 waren 9'795 Personen von Kurzarbeit betroffen,
4'137 Personen mehr (+73,1%) als im Vormonat. Die Anzahl der
betroffenen Betriebe erhöhte sich um 214 Einheiten (+39,9%) auf
750. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 329'469
(+102,6%) auf 650'439 Stunden zu. In der entsprechenden
Vorjahresperiode (Januar 2002) waren 689'870 Ausfallstunden
registriert worden, welche sich auf 12'586 Personen in 512
Betrieben verteilt hatten. Dies ergaben die Erhebungen des seco
- Staatssekretariat für Wirtschaft.
Arbeitslosigkeit
im Februar 2003
BERN.
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariates für Wirtschaft
(seco)waren Ende Februar 2003 142'023 Arbeitslose
eingeschrieben, 3'079 mehr als im Vormonat.
Die
Arbeitslosenquote stieg damit von 3,8% im Januar 2003 auf 3,9%
im Berichtsmonat. Es wurden insgesamt 197'493 Stellensuchende
registriert, 4'907 mehr als im Vormonat. Die Zahl der gemeldeten
offenen Stellen erhöhte sich um 1'179 auf 9'115 Stellen. Die
detaillierten Ergebnisse werden in ca. 10 Tagen veröffentlicht.
Das
Credo der EvB und seine Umsetzung
BERN.
Der Ansatz der Erklärung von Bern EvB ist, dass nicht der Süden
sich zum Norden hin entwickeln, sondern der Norden auf
gerechtere Beziehungen zum Süden hinwirken soll.
Aufruf
zu Aktionen an den Arbeitsplätzen gegen Krieg
ZÜRICH.
Die nationale Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Bau &
Industrie ruft die Arbeitenden in der ganzen Schweiz auf, am
kommenden Freitag, 14. März 2003, mittags während fünf
Minuten mit einer Protest-Aktion gegen den drohenden Krieg im
Irak zu demonstrieren. Die GBI schliesst sich damit einem Aufruf
an, welchen der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) am 7. März
beschlossen hat und der möglichst in allen Ländern Europas
befolgt werden soll.
Die
Aktionen an oder vor den Arbeitsplätzen sollen um 5 vor 12
(11.55 Uhr) stattfinden und ein deutliches Zeichen gegen den
Krieg setzen, den zu verhindern es jetzt «fünf vor zwölf»
ist. Dieser Krieg wird nicht nur im Irak eine humanitäre
Katastrophe provozieren, sondern auf der ganzen Welt letztlich
von den Arbeitenden mit Arbeitslosigkeit und verstärkter
sozialer Unsicherheit bezahlt werden müssen.
Bundesrat
trotz schwierigem wirtschaftlichem Umfeld auf Zielkurs
BERN.
Die Börsenbaisse und die Wachstumsschwäche wirkten sich im
vergangenen Jahr auch auf den Bundeshaushalt aus: Der Bundesrat
musste die finanzpolitische Planung revidieren und Korrekturen
beim Voranschlag 2003 vornehmen. Wie der Bundesrat in seinem
Geschäftsbericht 2002 bekannt gibt, konnte er seine selbst
gesetzten Ziele gleichwohl mehrheitlich realisieren. Neben der
ausführlichen Darstellung der Schwerpunkte der bundesrätlichen
Geschäftsführung gibt der Bericht auch Auskunft über die rund
100 wichtigsten Geschäfte, die der Bundesrat im Jahr 2002
behandelt hat.
Der
alte Pass kann im Kanton Bern gratis verlängert werden
BERN.
Die grosse Nachfrage nach dem neuen Schweizer Pass führt zu
Verzögerungen bei der Auslieferung durch den Bund. Jetzt hat
der Bundesrat beschlossen, dass der alte Pass wieder verlängert
werden kann. Diese Dienstleistung bietet der Kanton Bern seinen
Bürgerinnen und Bürgern gratis an.
"Pinocchio"-Roman
neu übersetzt
BERN.
Pünktlich zum Start des Films von Roberto Benigni legt der
Verlag Schirmer/Mosel eine neue Übersetzung des Romans
"Pinocchio. Die Geschichte eines Hampelmanns" von
Carlo Collodi vor.
Der
Verlag hat in seiner Edition eine grafische Gestaltung mit
Spalten und ein leicht graues, holzhaltiges Papier gewählt. Auf
das Holz, aus dem der Titelheld Pinocchio geschnitzt ist, wurde
bei der Gestaltung des Bandes auch durch die Maserungsstruktur
des Umschlags Bezug genommen.
Das
Buch, ein Klassiker der italienischen Literatur, erschien ursprünglich
als Fortsetzungsroman in einer Zeitung.
Rentenanstalt
erhöht Prämien massiv
BERN.
Die Rentenanstalt hat eine durchschnittliche Prämienerhöhung
von 8 bis 12 % angekündigt. Doch auf Grund massiver Risikoprämien-Erhöhungen
steigen die Pensionskassen-Prämien um bis zu 130 %, schreibt
der "SonntagsBlick".
Das
Bundesamt für Privatversicherungen BPV bestätigte die Erhöhung
bei der Rentenanstalt um 40 %. Ein BPV-Sprecher sagte, dass die
Verwaltungskosten der Versicherer zu hoch seien, sie hätten
aber dennoch die Erhöhung bewilligt.
Laut
Pensionskassen-Experte Stefan Thurnherr sind 100-prozentige
Risikoprämienerhöhungen keine Ausnahme. Einige Firmen könnte
das ruinieren.
SP
Gesundheitsinitiative: Prämienrechner auf comparis.ch
ZÜRICH.
Die Gesundheitsinitiative der SP will die Kopfprämien bei den
Krankenkassen abschaffen. Als Ersatz wird die Finanzierung über
einkommens- und vermögensabhängige Beiträge der Versicherten
und über Mehrwertsteuerprozente vorgeschlagen. Der
Initiativtext gibt ansatzweise einen Hinweis auf die
Kostenverteilung, die Details wird der Gesetzgeber zu regeln
haben.
Der
Internet-Vergleichsdienst comparis.ch bietet den Stimmbürgerinnen
und Stimmbürgern mit einem eigens entwickelten online Prämienrechner
auf seiner Website ab sofort die einmalige Möglichkeit,
Auswirkungen einer Annahme der Initiative auf die persönliche
Krankenkassenprämie zu berechnen. Damit steht den Benutzern ein
Instrument zur unabhängigen Meinungsbildung zur Verfügung.
Am
kommenden 18. Mai werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger
über die Volksinitiative „Gesundheit muss bezahlbar
bleiben" der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz
abzustimmen haben.
Telekom
mit 24,6 Mrd. Euro Verlust
BERN.
Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr einen Verlust
von 24,6 Mrd. Euro verbucht. Dies ist der höchste je von einem
deutschen Unternehmen verzeichnete Fehlbetrag. Im Vorjahr hatte
das Minus noch 3,45 Mrd. Euro betragen.
Der
Konzernverlust resultierte vor allem aus Wertberichtigungen auf
Mobilfunklizenzen und Unternehmenswerten in Höhe von 19,3 Mrd.
Euro, teilte Telekom in Bonn mit.
Erfreulicher
fiel der Umsatz aus, der um 11,1 % auf 53,7 Mrd. Euro stieg. Das
operative Ergebnis Ebitda erhöhte sich von 15,1 Mrd. auf 16,3
Mrd. Euro.
Weniger
alpenquerender Lastwagenverkehr
BERN.
Der alpenquerende Lastwagenverkehr hat 2002 leicht abgenommen:
Insgesamt durchfuhren 1'251'000 Lkw die Alpen, 9 % weniger als
im Vorjahr.
Die
Reduktion sei einerseits auf die Massnahmen des Bundes zur
Verkehrsverlagerung, andererseits auf die schwache Konjunktur
und die Dosierungsmassnahmen zurückzuführen, teilte das UVEK
mit.
Die
Vorgaben des Verlagerungsgesetzes für das Jahr 2002 wurden
damit erfüllt. Zur Erreichung des Verlagerungsziels, das ab dem
Jahr 2009 jährlich nicht mehr als 650'000 alpenquerende
Lastwagen vorsieht, seien aber weiterhin grosse Anstrengungen
erforderlich.
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