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Wasser
für die Welt
Das
Jahr 2003 wurde auf Vorschlag Tadjikistans zum internationalen
Jahr des Wassers erklärt. Nun wird in Kyoto vom 16. bis 23. März
die künftige weltweite Wasserpolitik festgelegt.
BERN.
Vom 16. bis 23 März 2003 treffen sich in Kyoto
Vertreterinnen und Vertreter von Staaten,
Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftskreisen, um die künftige
weltweite Wasserpolitik festzulegen. Die Schweiz wird dabei
folgende Themen ins Zentrum stellen:
•
Ökosysteme als unabdingbare Voraussetzung für die Ressource
Wasser
•
Ein griffiges Haftpflichtregime betreffend grenzüberschreitende
Wasserverschmutzung
•
Schutz vor Hochwassern in der Schweiz und weltweit
•
Klimaveränderung und Auswirkungen auf wasserwirtschaftliche
Planung
•
Zugang zu Wasser in Entwicklungsländern
Die
Generalversammlung der UNO hat auf Vorschlag Tadjikistans hin am
20.12.2000 das Jahr 2003 zum internatonalen Jahr des Wassers
(IYFW2003) erklärt. Die UNESCO und die UN-Abteilung Wirtschaft
und Soziales (UNDESA) wurden als Task Manager ernannt. Im
internatonalen Jahr des Wassers 2003 ist die Zivilgesellschaft,
die Politik, Wirtschaft und Wissenschaft weltweit aufgefordert,
auf die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit den Süsswasserressourcen
aufmerksam zu machen. Organisationen und Menschen sind
aufgerufen mit speziellen Aktionen und Aktivitäten zum Verständnis
für das Thema „Wasser“ in den verschiedensten
Lebensbereichen einen Beitrag leisten.
Die
Direktion der DEZA (Direktion für Entwicklung und
Zusammenarbeit) hat entschieden, sich am internationalen
Wasserjahr signifikant zu engagieren. Dabei orientiert sie sich
an folgenden Zielen:
•
Information und Sensibilisierung einer möglichst breiten Bevölkerung
in der Schweiz und international zur Thematik „Wasser und
Entwicklung“
•
Förderung des Austauschs und der Solidarität, indem die DEZA
beispielsweise die Teilnahme von VertreterInnen aus
Entwicklungsländern an wichtigen internationalen Anlässen im
Wasserbereich unterstützt
•
Stärkung bestehender Netzwerke, das Einbringen der Schweizer
Position in internationale Anlässe und die Sicherstellung des Rückflusses
von Informationen in die Schweiz und die Arbeit der DEZA,
Beitrag zur Entwicklung einer DEZA-Wasserstrategie
•
Langfristiger Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Ressource
Wasser über das IYFW2003 hinaus. Dabei legt die DEZA einen
besonderen Akzent auf die Schnittstelle zwischen der nationalen
und der internationalen Ebene.
Nebst
der DEZA machen zwei weitere Bundesstellen in der Schweiz mit
einem Aktionsprogramm auf die Bedeutung der Ressource Wasser
aufmerksam. Die Bundesämter für Wasser und Geologie (BWG) und
für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL). Mit einem Wasserfest
auf dem Bundesplatz wird das Wasserjahr am 21. März 2003
lanciert. Nebst zahlreichen weiteren Aktivitäten ist eine
Bildungskampagne geplant. „Wasser ist wertvoll“, „Wasser
ist unberechenbar“ und „Wasser kennt keine Grenzen“ sind
die Leitthemen in der Schweiz.
In
den 80er Jahren stand vor allem der Zugang zu Wasser im
Vordergrund. In den 90er Jahren gewannen institutionelle Fragen
und die Nachhaltigkeit der Investitionen in
Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene an Bedeutung, Dies führte
zu einer neuen Rollenverteilung zwischen Staat und ziviler
Gesellschaft. Der Staat ist, gerade in Entwicklungsländern,
immer weniger in der Lage, die Kosten für Betrieb und
Unterhaltung der Trinkwasserversorgung alleine zu tragen.
Privatisierungsbestrebungen haben weltweit deutlich zugenommen.
Wasser
wird knapp!
Wenn
der heutige Wasserverbrauch anhält, werden bis zum Jahr 2025
zwei von drei Menschen unter Wassermangel leiden. Eine bessere
Nutzung und Verteilung des vorhandenen Süsswassers ist aber möglich.
Ein
Drittel der Menschheit hat kein Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Sauberes Wasser ist Voraussetung für Hygiene und damit
Grundlage für die Gesundheit. In den Entwicklungsländern ist
ein grosser Teil der Bevölkerung ausserdem direkt auf Zugang zu
Wasser für die Landwirtschaft, für ihre eigene Ernährungssicherheit
angewiesen. Wasser ist Bestandteil für industrielle Prozesse
und somit ein Wirtschaftsfaktor.
Jede
Stunde sterben weltweit 500 Personen an den Folgen von
unsauberem Trinkwasser. Während wir in der Schweiz im
Durchschnitt etwa 230 Liter Trinkwasser pro Tag verbrauchen, ist
in Madagaskar diese Menge auf fünf Liter beschränkt.
Das
Thema Wasser spielt in der Entwicklungszusammenarbeit eine Schlüsselrolle.
Seit
30 Jahren ist die DEZA in ihren Partnerländern im
Wassersektor tätig. Jährlich investiert sie 30 Millionen
Franken in Trinkwasserversorgungen, Abwasserprojekte, Projekte
zur Konservierung und nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen
für rund 50 Projekte in 17 Ländern.
Heute
ist weltweit ein Konsens darüber zu finden, den Zugang zu
sauerem Wasser als ein Menschenrecht zu erklären. Deshalb wir
sich die DEZA an der Wasserkonferenz in Kyoto dafür einsetzen,
dass Wasser in der Ministerdeklaration als allgemeines Gut
definiert wird, das einen wirtschaftlichen, sozialen,
kulturellen und ökologischen Wert hat. Die Regierungen sollen
den gleichwertigen Zugang aller Menschen garantieren. Das würde
konkret bedeuten, dass Wasserverteilungssysteme zwar grundsätzlich
nicht von einer Privatisierung ausgeschlossen wären. Der Staat
bleibt aber verpflichtet für einen gerechten Zugang für die
gesamte Bevölkerung zu sorgen.
Zunehmende
Wasserknappheit durch unangepasste Nutzung erneuerbarer
Ressourcen und daraus resultierende Konfliktpotentiale liessen
die Wasserproblematik in der schweizerischen
Entwicklungszusammenarbeit an Stellenwert gewinnen.
Wasser
kann die Menschen an einem Flusslauf zusammenbringen.
Wasserknappheit kann Konflikte und Kriege verursachen. Viele
Regionen mit periodischer Wasserknappheit sind in Gebieten mit
Konfliktherden. Angepasste politische und rechtliche
Rehmenbedingungen sind ausschlaggebend für eine friedliche Lösung,
wenn es um die Verteilung knapper Ressourcen geht. Die DEZA
verfolgt in ihren Programmen einen integralen Ansatz, bei dem
zum Beispiel neben den konkreten Verbesserungen eines
Trinkwassersystems auch die gesellschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen mit einbezogen werden. Gegebenenfalls wird
zusammen mit den Partnern auf eine Veränderung dieser
Rahmenbedingungen hingearbeitet.
Überschwemmungs-
und Dürrekatastrophen sind in der Vergangenheit meistens
kurativ angegangen worden. Das heisst, die Schäden sind im
Nachhinein mit Katastrophenhilfe gelindert worden. Die DEZA
versucht mehr und mehr, diese gefahren pro-aktiv und vorbeugend
anzugehen. Denn eine Naturkatastrophe kann in wenigen
Augenblicken die Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten
zunichte machen.
Die
Wasserthematik hat viele Aspekte, die in einem ganzheitlichen
Prozess, genannt „integrales Wasserressourcen-Management“,
angegangen werden müssen.
Die
DEZA wird diese ganzheitliche Sichtweise in Kyoto vertreten.
Von
der Militärschule zur Militärakademie: 125 Jahre Militärwissenschaften
an der ETH Zürich
ZÜRICH.
Seit dem 1. Juni 2002 führt die Militärische Führungsschule
(MFS) der Schweizer Armee die neue Bezeichnung "Militärakademie
an der ETH Zürich"(MILAK/ETHZ). Damit hat eine 125 Jahre
dauernde Entwicklungsgeschichte ihren vorläufigen Höhepunkt
und Abschluss gefunden. Die Tatsache, dass für Miliz- und
Berufsoffiziere seit 1878 die Möglichkeit besteht, sich am
Polytechnikum militärwissenschaftlich weiterzubilden, ist das
Thema der diesjährigen Jubiläums-Frühjahrstagung am Samstag,
15. März 2003. Diese enge Verbindung Militärakademie -
Hochschule ist in der Welt einzigartig. >>>
Neuer
Schweizer Pass: Grünes Licht für weitere Massnahmen
BERN.
Das Bundesamt für Bauten und Logistik, das den neuen Schweizer
Pass personalisiert und konfektioniert, erhält dafür aufgrund
eines Begehrens des EJPD eine zweite Produktionslinie: Der
Bundesrat hat heute einen Nachtragskredit von insgesamt fast
12,5 Millionen Franken gutgeheissen. Damit hat er grünes Licht
gegeben für weitere wichtige Massnahmen zur Bewältigung des
unerwartet grossen Ansturms auf den beliebten neuen Ausweis. >>>
Schweizer
UNO-Waffeninspektor zurück aus dem Irak
BERN.
Der als Waffeninspektor für die "United Nations
Monitoring, Verification and Inspection Commission"
(UNMOVIC) im Irak tätige Schweizer Zollexperte ist vor kurzem
in die Schweiz zurückgekehrt. In Bagdad wurde er hauptsächlich
in den Bereichen Dual-Use-Güter und Bio-Waffen eingesetzt. >>>
Cannabisprävention:
Und sie wirkt doch!
LAUSANNE.
Der Cannabiskonsum ist im Anstieg begriffen, was
gelegentlich Stimmen laut werden lässt, die Drogenprävention
habe versagt. Ein neuer Fünfländerbericht über den
Wissenstand zum Thema Drogenhanf, der soeben in Brüssel
erschienen ist, widerspricht dieser Ansicht. Schulische Prävention
und gut vernetzte Präventionsprojekte auf Gemeindeebene haben
durchaus Erfolg. Für die Schweizerische Fachstelle für
Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne bedeutet
dies, bei der laufenden Revision des Betäubungsmittelgesetzes
nicht ausschliesslich auf die Repression zu setzen, sondern Raum
zu lassen für international erprobte Formen der Cannabisprävention.
(www.sfa-ispa.ch) |