Wasser für die Welt

BERN. Das Jahr 2003 wurde auf Vorschlag Tadjikistans zum internationalen Jahr des Wassers erklärt. Nun wird in Kyoto vom 16. bis 23. März die künftige weltweite Wasserpolitik festgelegt.

Von der Militärschule zur Militärakademie: 125 Jahre Militärwissenschaften an der ETH Zürich

ZÜRICH. Seit dem 1. Juni 2002 führt die Militärische Führungsschule (MFS) der Schweizer Armee die neue Bezeichnung "Militärakademie an der ETH Zürich"(MILAK/ETHZ).

Neuer Schweizer Pass: Grünes Licht für weitere Massnahmen

BERN. Das Bundesamt für Bauten und Logistik, das den neuen Schweizer Pass personalisiert und konfektioniert, erhält dafür aufgrund eines Begehrens des EJPD eine zweite Produktionslinie...

Schweizer UNO-Waffeninspektor zurück aus dem Irak

BERN. Der als Waffeninspektor für die "United Nations Monitoring, Verification and Inspection Commission" (UNMOVIC) im Irak tätige Schweizer Zollexperte ist vor kurzem in die Schweiz zurückgekehrt.

Cannabisprävention: Und sie wirkt doch!

LAUSANNE. Der Cannabiskonsum ist im Anstieg begriffen, was gelegentlich Stimmen laut werden lässt, die Drogenprävention habe versagt.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

11. März 2003

Wasser für die Welt

Das Jahr 2003 wurde auf Vorschlag Tadjikistans zum internationalen Jahr des Wassers erklärt. Nun wird in Kyoto vom 16. bis 23. März die künftige weltweite Wasserpolitik festgelegt.

BERN. Vom 16. bis 23 März 2003 treffen sich in Kyoto Vertreterinnen und Vertreter von Staaten, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftskreisen, um die künftige weltweite Wasserpolitik festzulegen. Die Schweiz wird dabei folgende Themen ins Zentrum stellen:

• Ökosysteme als unabdingbare Voraussetzung für die Ressource Wasser

• Ein griffiges Haftpflichtregime betreffend grenzüberschreitende Wasserverschmutzung

• Schutz vor Hochwassern in der Schweiz und weltweit

• Klimaveränderung und Auswirkungen auf wasserwirtschaftliche Planung

• Zugang zu Wasser in Entwicklungsländern

Die Generalversammlung der UNO hat auf Vorschlag Tadjikistans hin am 20.12.2000 das Jahr 2003 zum internatonalen Jahr des Wassers (IYFW2003) erklärt. Die UNESCO und die UN-Abteilung Wirtschaft und Soziales (UNDESA) wurden als Task Manager ernannt. Im internatonalen Jahr des Wassers 2003 ist die Zivilgesellschaft, die Politik, Wirtschaft und Wissenschaft weltweit aufgefordert, auf die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit den Süsswasserressourcen aufmerksam zu machen. Organisationen und Menschen sind aufgerufen mit speziellen Aktionen und Aktivitäten zum Verständnis für das Thema „Wasser“ in den verschiedensten Lebensbereichen einen Beitrag leisten.

Die Direktion der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) hat entschieden, sich am internationalen Wasserjahr signifikant zu engagieren. Dabei orientiert sie sich an folgenden Zielen:

• Information und Sensibilisierung einer möglichst breiten Bevölkerung in der Schweiz und international zur Thematik „Wasser und Entwicklung“

• Förderung des Austauschs und der Solidarität, indem die DEZA beispielsweise die Teilnahme von VertreterInnen aus Entwicklungsländern an wichtigen internationalen Anlässen im Wasserbereich unterstützt

• Stärkung bestehender Netzwerke, das Einbringen der Schweizer Position in internationale Anlässe und die Sicherstellung des Rückflusses von Informationen in die Schweiz und die Arbeit der DEZA, Beitrag zur Entwicklung einer DEZA-Wasserstrategie

• Langfristiger Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser über das IYFW2003 hinaus. Dabei legt die DEZA einen besonderen Akzent auf die Schnittstelle zwischen der nationalen und der internationalen Ebene.

Nebst der DEZA machen zwei weitere Bundesstellen in der Schweiz mit einem Aktionsprogramm auf die Bedeutung der Ressource Wasser aufmerksam. Die Bundesämter für Wasser und Geologie (BWG) und für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL). Mit einem Wasserfest auf dem Bundesplatz wird das Wasserjahr am 21. März 2003 lanciert. Nebst zahlreichen weiteren Aktivitäten ist eine Bildungskampagne geplant. „Wasser ist wertvoll“, „Wasser ist unberechenbar“ und „Wasser kennt keine Grenzen“ sind die Leitthemen in der Schweiz.

In den 80er Jahren stand vor allem der Zugang zu Wasser im Vordergrund. In den 90er Jahren gewannen institutionelle Fragen und die Nachhaltigkeit der Investitionen in Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene an Bedeutung, Dies führte zu einer neuen Rollenverteilung zwischen Staat und ziviler Gesellschaft. Der Staat ist, gerade in Entwicklungsländern, immer weniger in der Lage, die Kosten für Betrieb und Unterhaltung der Trinkwasserversorgung alleine zu tragen. Privatisierungsbestrebungen haben weltweit deutlich zugenommen.

Wasser wird knapp!

Wenn der heutige Wasserverbrauch anhält, werden bis zum Jahr 2025 zwei von drei Menschen unter Wassermangel leiden. Eine bessere Nutzung und Verteilung des vorhandenen Süsswassers ist aber möglich.

Ein Drittel der Menschheit hat kein Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sauberes Wasser ist Voraussetung für Hygiene und damit Grundlage für die Gesundheit. In den Entwicklungsländern ist ein grosser Teil der Bevölkerung ausserdem direkt auf Zugang zu Wasser für die Landwirtschaft, für ihre eigene Ernährungssicherheit angewiesen. Wasser ist Bestandteil für industrielle Prozesse und somit ein Wirtschaftsfaktor.

Jede Stunde sterben weltweit 500 Personen an den Folgen von unsauberem Trinkwasser. Während wir in der Schweiz im Durchschnitt etwa 230 Liter Trinkwasser pro Tag verbrauchen, ist in Madagaskar diese Menge auf fünf Liter beschränkt.

Das Thema Wasser spielt in der Entwicklungszusammenarbeit eine Schlüsselrolle. Seit  30 Jahren ist die DEZA in ihren Partnerländern im Wassersektor tätig. Jährlich investiert sie 30 Millionen Franken in Trinkwasserversorgungen, Abwasserprojekte, Projekte zur Konservierung und nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen für rund 50 Projekte in 17 Ländern.

Heute ist weltweit ein Konsens darüber zu finden, den Zugang zu sauerem Wasser als ein Menschenrecht zu erklären. Deshalb wir sich die DEZA an der Wasserkonferenz in Kyoto dafür einsetzen, dass Wasser in der Ministerdeklaration als allgemeines Gut definiert wird, das einen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Wert hat. Die Regierungen sollen den gleichwertigen Zugang aller Menschen garantieren. Das würde konkret bedeuten, dass Wasserverteilungssysteme zwar grundsätzlich nicht von einer Privatisierung ausgeschlossen wären. Der Staat bleibt aber verpflichtet für einen gerechten Zugang für die gesamte Bevölkerung zu sorgen.

Zunehmende Wasserknappheit durch unangepasste Nutzung erneuerbarer Ressourcen und daraus resultierende Konfliktpotentiale liessen die Wasserproblematik in der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit an Stellenwert gewinnen.

Wasser kann die Menschen an einem Flusslauf zusammenbringen. Wasserknappheit kann Konflikte und Kriege verursachen. Viele Regionen mit periodischer Wasserknappheit sind in Gebieten mit Konfliktherden. Angepasste politische und rechtliche Rehmenbedingungen sind ausschlaggebend für eine friedliche Lösung, wenn es um die Verteilung knapper Ressourcen geht. Die DEZA verfolgt in ihren Programmen einen integralen Ansatz, bei dem zum Beispiel neben den konkreten Verbesserungen eines Trinkwassersystems auch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mit einbezogen werden. Gegebenenfalls wird zusammen mit den Partnern auf eine Veränderung dieser Rahmenbedingungen hingearbeitet.

Überschwemmungs-  und Dürrekatastrophen sind in der Vergangenheit meistens kurativ angegangen worden. Das heisst, die Schäden sind im Nachhinein mit Katastrophenhilfe gelindert worden. Die DEZA versucht mehr und mehr, diese gefahren pro-aktiv und vorbeugend anzugehen. Denn eine Naturkatastrophe kann in wenigen Augenblicken die Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten zunichte machen.

Die Wasserthematik hat viele Aspekte, die in einem ganzheitlichen Prozess, genannt „integrales Wasserressourcen-Management“, angegangen werden müssen.

Die DEZA wird diese ganzheitliche Sichtweise in Kyoto vertreten.

Von der Militärschule zur Militärakademie: 125 Jahre Militärwissenschaften an der ETH Zürich

ZÜRICH. Seit dem 1. Juni 2002 führt die Militärische Führungsschule (MFS) der Schweizer Armee die neue Bezeichnung "Militärakademie an der ETH Zürich"(MILAK/ETHZ). Damit hat eine 125 Jahre dauernde Entwicklungsgeschichte ihren vorläufigen Höhepunkt und Abschluss gefunden. Die Tatsache, dass für Miliz- und Berufsoffiziere seit 1878 die Möglichkeit besteht, sich am Polytechnikum militärwissenschaftlich weiterzubilden, ist das Thema der diesjährigen Jubiläums-Frühjahrstagung am Samstag, 15. März 2003. Diese enge Verbindung Militärakademie - Hochschule ist in der Welt einzigartig. >>>

Neuer Schweizer Pass: Grünes Licht für weitere Massnahmen

BERN. Das Bundesamt für Bauten und Logistik, das den neuen Schweizer Pass personalisiert und konfektioniert, erhält dafür aufgrund eines Begehrens des EJPD eine zweite Produktionslinie: Der Bundesrat hat heute einen Nachtragskredit von insgesamt fast 12,5 Millionen Franken gutgeheissen. Damit hat er grünes Licht gegeben für weitere wichtige Massnahmen zur Bewältigung des unerwartet grossen Ansturms auf den beliebten neuen Ausweis. >>>

Schweizer UNO-Waffeninspektor zurück aus dem Irak

BERN. Der als Waffeninspektor für die "United Nations Monitoring, Verification and Inspection Commission" (UNMOVIC) im Irak tätige Schweizer Zollexperte ist vor kurzem in die Schweiz zurückgekehrt. In Bagdad wurde er hauptsächlich in den Bereichen Dual-Use-Güter und Bio-Waffen eingesetzt. >>>

Cannabisprävention: Und sie wirkt doch!

LAUSANNE. Der Cannabiskonsum ist im Anstieg begriffen, was gelegentlich Stimmen laut werden lässt, die Drogenprävention habe versagt. Ein neuer Fünfländerbericht über den Wissenstand zum Thema Drogenhanf, der soeben in Brüssel erschienen ist, widerspricht dieser Ansicht. Schulische Prävention und gut vernetzte Präventionsprojekte auf Gemeindeebene haben durchaus Erfolg. Für die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne bedeutet dies, bei der laufenden Revision des Betäubungsmittelgesetzes nicht ausschliesslich auf die Repression zu setzen, sondern Raum zu lassen für international erprobte Formen der Cannabisprävention. (www.sfa-ispa.ch)

 

 

 

español

bienvenidos

türkçe

merhaba

deutsch

home

dossiers

interviews

portraits

news box

migration

CH in kürze

fotobank

agenda

jahresbericht

impressum