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Schülerinnen-
und Schülerstreik in Basel
Der
Beginn des Krieges hält die Menschen nicht davon ab, weiter
Aktivitäten gegen den Krieg durchzuführen. In Basel haben sich
Tausende von Schülern und Schülerinnen zum Streik getroffen.
BASEL.
Die Schüler und Schülerinnen aus Basel, den
Nachbarkantonen und aus der badischen Nachbarschaften gingen in
verschiedenen Demonstrationszügen bis zum Barfüsserplatz. Von
dort wurde die Grossdemonstration eingeleitet. Die Schüler und
Schülerinnen hielten verschiedene friedliche und
kriegsgegnerische Transparente in den Händen, mal sangen sie
Friedenslieder, mal wurde gegen den Krieg skandiert. Überall
auf den Strassen waren Kriegsgegner. Die internationale
Solidarität und die Missachtung gegen den Krieg, Bush, Blair
und Saddam lauthals wurden bekundet. Nachdem ein Schüler ein
Sternenbanner auf dem Barfüsserplatz in Brand steckte, wurde
das mit Applause und Pfiffen begleitet. Kleine Kinder, die die
Grundschule besuchten, schrien auf dem Wettsteinplatz „Kein
Krieg, kein Krieg“. Überall waren Fahnen zu sehen, die die
Haltung gegen den Krieg noch einmal in Worte fassten.
Über
die Falknerstrasse ging der Demonstrationszug vom Barfüsserplatz
zur Mittleren Rheinbrücke, über die Rheingasse zur Wettsteinbrücke.
Vor dem Kunstmuseum kam es zu einer Blockade. Der öffentliche
Verkehr und Autos wurden von der Blockade stark beeinträchtigt.
Ein Mädchen hatte ein rot gefärbtes Tuch in der Hand, die Hände
waren auch rot. Blut. Nach dem Kunstmuseum gingen die
Demonstranten Richtung Aeschenplatz. Immer wieder hielt der Zug
an, um Lieder zu singen, um auf weitere Aktionen gegen den Krieg
hinzuweisen und um die Forderung „Nein gegen den Krieg“
lauthals zu bekunden.
Angekommen
am Bahnhof liessen sich die Schüler zu einer Sitzblockade
nieder. Nach der Sitzblockade wurde weiter bis zum Theaterplatz
marschiert. Hier endete der Demonstrationszug. Einige Schüler
gingen vor dem Mc. Donalds am Barfüsserplatz und blockierten
den Eingang.
Es
waren ungefähr 10.000 Demonstranten und Demonstrantinnen (laut
Angaben der Kantonspolizei 5.000 – 6.000), viele wollten den
Mut nicht aufgeben, obwohl sie sagten, dass sie wüssten, dass
sie gegen den Krieg nichts tun könnten. Sie wollten, dass
gesehen wird, dass so viele Menschen zusammenkommen und gegen
den Krieg sind. Einige Schüler waren auch der Meinung, dass der
Krieg jetzt angefangen hätte und die Schweiz zu klein wäre, um
ihre Meinung vertreten zu können. Andere Schüler waren der
Meinung, dass es eigentlich keinen Sinn mehr hatten, sie aber
der Welt zeigen wollen, dass sie auch hier leben. Es wäre
eigentlich auch so eine Art Gewissensberuhigung.
Für
die Schüler lag die Hoffnung in der Wirkung. Die Schüler haben
die Hoffnung, dass die Demonstrationen etwas bewirken, sie
sagten aber auch, dass sie wissen, dass sie Bush nicht aufhalten
können. Einige sind sich aber sicher, dass auch Bush hören
wird, dass so viele Menschen auf der Strasse sind und dass sie
gegen seine Kriegsstrategie sind.
Überall
in der Stadt waren Schüler, die sich gegen den Krieg stellten
und auch eine gewisse Hoffnung hatten.
Viele
Passanten zeigten den Schülern und Schülerinnen, dass sie sie
unterstützen und dass sie es gut finden, dass sie sich für
ihre Zukunft einsetzen. Andere hingegen regten sich über die
Strassenblockaden und die Tramaufenthalte auf.
Das
Basler Bündnis gegen den Krieg trifft sich heute Abend um 18:00
Uhr wieder auf dem Barfüsserplatz. Anschliessend ca. um 18:15
Uhr wird es Reden auf dem Marktplatz geben. Das Motto ist „Wir
lassen uns vom Krieg nicht von weiteren Aktivitäten
abhalten“. Am Hirscheneck treffen sich alle Interessierten
zwischen 19:00 und 20:00 Uhr, um Informationen über den Krieg
zu erhalten. Vor dem Haupteingang des Bahnhof SBB werden sich
die Kriegsgegner gegen 21:00 Uhr treffen, um Kerzen anzuzünden.
Am Montag findet um 18:00 Uhr im Gewerkschaftshaus in der
Rebgasse 1 eine Anti-Kriegs-Vollversammlung statt.
Das
nationale „Bündnis gegen Krieg“ hat beschlossen, sich zu
einer gesamtschweizerischen Kundgebung zu treffen. „Stoppt den
Krieg gegen Irak – Kein Blut für Öl“. In der Schützenmatte
in Bern fängt die Demonstration am Samstag, 22. März, um 14:30
Uhr. an.
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