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Beschlüsse
der APK-S
BERN.
Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S)
schlägt der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen vor,
eine gemeinsame Subkommission einzusetzen. Diese soll
parlamentarische Massnahmen prüfen, die zur Lösung der
Probleme im Zusammenhang mit den Flugbeschränkungen über Süddeutschland
beitragen können. Zudem hat die Kommission einen Bericht über
die Situation im Bereich Rückkehr von abgewiesenen
Asylsuchenden diskutiert und beschlossen, ein
Kommissionspostulat betreffend Rolle und Finanzierung von NGOs
im Asylbereich einzureichen. Weiter hat die APK-S die Beratung
des Berichtes der Geschäftsprüfungskommission über die
Personalpolitik und den Aussendiensten des EDA aufgenommen, ein
Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Iran sowie die im 2. Halbjahr
2002 ergriffenen
zolltarifarischen Massnahmen genehmigt.
"COMBINED
ENDEAVOR 2003"
BERN.
Vom 6. bis 17. Mai 2003 nimmt die Schweiz zum vierten Mal
aktiv am multinationalen Workshop im Rahmen von Partnerschaft für
den Frieden (PfP) in Baumholder/Deutschland teil. 13 Mitarbeiter
des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz
und Sport (VBS), Angehörige des Festungswachtkorps sowie
Mitarbeiter der RUAG wirken bei den Interoperabilitätstest im
Bereich der Telematik und Informatik mit. Insgesamt beteiligen
sich 38 Nationen am Workshop COMBINED ENDEAVOR 2003. Während
knapp drei Wochen arbeiten über 1'100 Offiziere,
Unteroffiziere, Soldaten und Zivilisten, alles Spezialisten für
Telekommunikations- und Informationssysteme, zusammen an diesem
weltweit grössten und einzigartigen Workshop. Das Ziel der
"gemeinsamen Bemühungen" (COMBINED ENDEAVOR) besteht
darin, die Interoperabilität im Bereich von Kommunikations- und
Informationssystemen zwischen Teilnehmern von NATO- und
PfP-Nationen zu planen, zu testen und zu dokumentieren.
Erstes
Treffen des Lenkungsausschusses Schweiz-Italien
BERN.
Der im Rahmen der bilateralen Vereinbarung Schweiz-Italien
über die Südanschlüsse zur NEAT eingesetzte Lenkungsausschuss
hat heute in Rom zum ersten Mal getagt. Schwerpunkt der Gespräche
waren die Bestrebungen beider Länder, den alpenquerenden Bahngüterverkehr
von und nach Italien zu verbessern. Die vom Direktor des
Bundesamtes für Verkehr (BAV), Dr. Max Friedli, geleitete
Schweizer Delegation wurde darüber informiert, dass das erste
Gleise im Tunnel Monte Olimpino 2 gestern wieder in Betrieb
genommen werden konnte, womit der seit November 2002 bestehende
Engpass im Nord-Süd-Bahngüterverkehr teilweise beseitigt wird.
Fünf
Szenarien zur Optimierung der UKW-Versorgung
BIEL.
Das BAKOM veröffentlicht auf seiner Internet-Seite
den Schlussbericht der Studiengruppe UKW 2001. Darin
schlagen die Experten Massnahmen vor, um die Nutzung der knappen
UKW- Frequenzenressourcen zu optimieren. Herzstück des Berichts
bilden fünf Szenarien zur künftigen technischen Ausgestaltung
der schweizerischen Radiolandschaft. Das BAKOM nimmt Kommentare
zum Schlussbericht und zu den Szenarien entgegen.
Weniger
Asylgesuche und mehr Erledigungen
Im
Monat April 2003 reichten 1'538 Menschen ein Asylgesuch in der
Schweiz ein. Dies entspricht einer Abnahme von 124 Gesuchen
gegenüber dem Vormonat und 625 Gesuchen gegenüber April 2002. Im April 2003 wurden 2'284 Gesuche
erledigt. 25 % der Gesuche wurden in den vergangenen neun
Monaten innerhalb
eines Monates entschieden.
BERN.
Deutlich weniger neue Asylgesuche: Die 1'538 neuen Asylgesuche
im April 2003 bedeuten den tiefsten Gesuchseingang seit April
2001. In den ersten vier Monaten des Jahres 2003 reichten total
7'046 Menschen ein Asylgesuch ein, 725 (9,3 %) weniger als während
dem
gleichen Zeitraum im Jahr 2002. Asylsuchende aus Serbien und
Montenegro stehen auch im April 2003 mit 190 Gesuchen an erster
Stelle. An zweiter Stelle befinden sich Asylsuchende aus der Türkei
mit 120 Gesuchen und an dritter Stelle Asylsuchende aus Irak mit
114 Gesuchen.
Im
April 2003 wurden die Asylgesuche von 2'284 Personen
erstinstanzlich entschieden. Die Zahl der hängigen Asylgesuche hat im April um 689 auf 13'458
abgenommen. Das sind 2'526 erstinstanzliche Pendenzen weniger
als im April 2002. In den vergangenen neun Monaten konnten 25 %
der Gesuche innerhalb eines Monats entschieden werden. Für die
Hälfte aller Gesuche betrug die durchschnittliche Dauer für
die Behandlung und den Entscheid eines Gesuches 2 – 4 Monate.
1'444
Personen sind im April 2003 in ihre Heimat oder in einen
Drittstaat zurückgekehrt beziehungsweise zurückgeführt worden
oder sie sind unkontrolliert abgereist.
Ende
April 2003 wurden 65'781 Personen im Asylbereich gezählt
(Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene). Das sind 462
Personen weniger als im April 2002. Die Anzahl Personen im
Asylbereich entspricht 0,9 % des Bestandes der gesamten Wohnbevölkerung
der Schweiz.
Schweizer
Hochschulen im internationalen Vergleich
Die
Hochschulen tragen wesentlich zur
technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Entwicklung der modernen „Wissensgesellschaften“ bei. Der
internationale Vergleich von Hochschulsystemen gewinnt
zunehmend an Bedeutung.
NEUENBURG.
So ist die Schweiz im internationalen Vergleich mit einem
Ausländeranteil von 17% unter den Studierenden führend.
Allerdings liegt die Studieneintrittsquote (Studienanfänger im
Verhältnis zur altersgleichen Bevölkerung) mit 29% deutlich
unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (44%). Diese und weitere Informationen zu
nationalen Gegebenheiten der Schweizer Hochschulen in Relation
zu anderen Ländern werden auf der neu gestalteten Internetseite
«Hochschulindikatoren: Internationaler Vergleich» des
Bundesamtes für Statistik (BFS) vorgestellt. Hohe Attraktivität
der Hochschulen für ausländische Studierende Die Schweizer
Hochschulen scheinen für ausländische Studierende besonders
attraktiv zu sein. So verfügt die Schweiz im OECD- Ländervergleich
mit einem Anteil von 17% ausländischer Studierender über die
mit Abstand höchste Quote. In Deutschland (9%), Frankreich (7%)
oder den Vereinigten Staaten (4%) ist der Ausländeranteil unter
den Studierenden wesentlich geringer.
Die
Position erklärt sich durch die grenznahe Lage einzelner
Schweizer Hochschulen sowie dem verhältnismässig hohen Anteil
Ausländer, die bereits vor dem Studium in der Schweiz wohnhaft
waren (in etwa 28% aller Ausländer). Zugleich ist sie aber auch
Ausdruck für die hohe Attraktivität der Schweizer Hochschulen
im Ausland. Dies wird durch einen positiven Austauschsaldo
unterstützt. So kommen weit mehr ausländische Studierende für
ein Studium in die Schweiz als Schweizer/innen zum Studieren ins
Ausland gehen. Im Ländervergleich nimmt die Schweiz mit einem
positiven Austauschsaldo von 6,5% den ersten Platz ein, danach
folgen Australien (5,5%) und Grossbritannien (4,6%). Die
Vereinigten Staaten verfügen über einen leicht positiven
Austauschsaldo in Höhe von 1,5%. Dagegen weisen zum Beispiel
Frankreich, die Niederlande oder Finnland einen negativen
Austauschsaldo auf.
Zwar
beginnt knapp jeder dritte Schulabgänger ein Studium an einer
Schweizer Hochschule (29%), jedoch ist diese Studieneintrittsquote im internationalen
Vergleich relativ gering. Die Eintrittsquote beträgt im OECD-Ländermittel
44% (Jahr 2000) und liegt somit 15 Prozentpunkte über der schweizerischen. Die mit Abstand höchsten
Eintrittsquoten haben Finnland (71%) und Neuseeland (70%).
Relativ ähnliche Eintrittsquoten wie die Schweiz haben
Deutschland (30%), Frankreich (37%) und Österreich (33%).
Derart markante Unterschiede zwischen den Ländern sind zum
grossen Teil auf die spezifischenBildungsstrukturen der
jeweiligen Länder zurückzuführen. Während das schweizerische
Bildungssystem eine breite Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte
an höheren Berufsschulen ausserhalb der Hochschulen vorsieht,
findet diese in zahlreichen anderen Ländern ganz oder zu einem
überwiegenden Teil an den Hochschulen statt. Hiermit lässt
sich unter anderem auch begründen, dass die schweizerischen
Hochschulabschlussquoten weit unterhalb des OECD- Ländermittels
liegen. Bezogen auf die gleichaltrige Wohnbevölkerung erwerben
in der Schweiz 13% der jungen Erwachsenen einen Hochschulabschluss, im OECD - Ländermittel sind es 26%. Die
fachspezifischen Fähigkeitsprofile der schweizerischen
Absolvent/innen sind fast deckungsgleich mit dem OECD-Ländermittel.
So verfügen zum Beispiel 15% von ihnen über einen Abschluss in
den Fachbereichen Geisteswissenschaften und Künste (OECD 14%),
32% in Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Recht (OECD 34%) und
8% in Naturwissenschaften (OECD 10%). Im Fachbereich
Ingenieurwesen liegt die Schweiz mit 17% leicht über dem
OECD-Durchschnitt (13%). Die grössten Absolvent/innenanteile
haben hier Korea (26%) und Finnland (25%) sowie Schweden und
Deutschland (je 20%). Demgegenüber beträgt der Anteil in den
USA lediglich 7% und in Frankreich 12%.
Tropenwaldzertifizierung
in Vietnam
BERN.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat am 5. Mai
2003 in Hanoi ein Pilot-Projekt mit der vietnamesischen
Regierung und dem World Wide Fund for Nature (WWF) zur Förderung
der nachhaltigen Forstwirtschaft lanciert. Das Abkommen über
eine dreijährige Zusammenarbeit im vietnamesischen Forstbereich
wurde vom schweizerischen Botschafter Thomas Feller, dem
vietnamesischen Landwirtschaftsminister Nguyen Van Dang sowie
dem Vertreter des WWF unterzeichnet. Das seco wendet für das
dreijährige Projekt 500'000 Dollar auf. Das Ziel ist die Einführung
des international anerkannten Zertifikats Forest Stewardship
Council (FSC) für Nutzholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.
Die vietnamesische Holzverarbeitungsindustrie soll dazu bewegt
werden, vermehrt lokal produziertes und zertifiziertes Holz dem
importierten Holz vorzuziehen. Der WWF Indochina ist mit der
Koordination des Projektes beauftragt. Mit weiteren 216'000
Dollar finanziert das seco auf überregionaler Ebene die Stärkung
der nachhaltigen Tropenwaldbewirtschaftung in den beiden
Nachbarländern Laos und Kambodscha.
Verbindungsbüro
in Bagdad wiedereröffnet
BERN.
Das Verbindungsbüro der Schweiz in Bagdad nimmt seine Tätigkeit
am 6. Mai 2003 wieder auf. Es wird vom Diplomaten Martin
Aeschbacher, einem Kenner der arabischen Welt, geleitet. Der
Schweizer Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak und zwei
weitere Schweizer Mitarbeiter kehren ebenfalls nach Bagdad zurück.
Die gegenwärtigen Sicherheitsbedingungen in Bagdad und im Irak
werden als ausreichend für die Wiederaufnahme der Arbeit
eingeschätzt.
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