Beschlüsse der  APK-S

BERN. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) schlägt der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen vor, eine gemeinsame Subkommission einzusetzen. 

"COMBINED ENDEAVOR 2003"

BERN. Vom 6. bis 17. Mai 2003 nimmt die Schweiz zum vierten Mal aktiv am multinationalen Workshop im Rahmen von Partnerschaft für den Frieden (PfP) in Baumholder/Deutschland teil.

Erstes Treffen des Lenkungsausschusses Schweiz-Italien

BERN. Der im Rahmen der bilateralen Vereinbarung Schweiz-Italien über die Südanschlüsse zur NEAT eingesetzte Lenkungsausschuss hat heute in Rom zum ersten Mal getagt.

Fünf Szenarien zur Optimierung der UKW-Versorgung

BIEL. Das BAKOM veröffentlicht auf seiner Internet-Seite  den Schlussbericht der Studiengruppe UKW 2001.

Weniger Asylgesuche und mehr Erledigungen

BERN. Im Monat April 2003 reichten 1'538 Menschen ein Asylgesuch in der Schweiz ein.

Schweizer Hochschulen im internationalen Vergleich

NEUENBURG. Die Hochschulen tragen wesentlich zur  technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der modernen „Wissensgesellschaften“ bei.

Tropenwald- zertifizierung in Vietnam

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat am 5. Mai 2003 in Hanoi ein Pilot-Projekt mit der vietnamesischen Regierung und dem World Wide Fund for Nature (WWF) zur Förderung der nachhaltigen Forstwirtschaft lanciert.

Verbindungsbüro in Bagdad wiedereröffnet

BERN. Das Verbindungsbüro der Schweiz in Bagdad nimmt seine Tätigkeit am 6. Mai 2003 wieder auf.  

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

6. Mai 2003

Beschlüsse der APK-S

BERN. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) schlägt der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen vor, eine gemeinsame Subkommission einzusetzen. Diese soll parlamentarische Massnahmen prüfen, die zur Lösung der Probleme im Zusammenhang mit den Flugbeschränkungen über Süddeutschland beitragen können. Zudem hat die Kommission einen Bericht über die Situation im Bereich Rückkehr von abgewiesenen Asylsuchenden diskutiert und beschlossen, ein Kommissionspostulat betreffend Rolle und Finanzierung von NGOs im Asylbereich einzureichen. Weiter hat die APK-S die Beratung des Berichtes der Geschäftsprüfungskommission über die Personalpolitik und den Aussendiensten des EDA aufgenommen, ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Iran sowie die im 2. Halbjahr 2002 ergriffenen zolltarifarischen Massnahmen genehmigt.

"COMBINED ENDEAVOR 2003"

BERN. Vom 6. bis 17. Mai 2003 nimmt die Schweiz zum vierten Mal aktiv am multinationalen Workshop im Rahmen von Partnerschaft für den Frieden (PfP) in Baumholder/Deutschland teil. 13 Mitarbeiter des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Angehörige des Festungswachtkorps sowie Mitarbeiter der RUAG wirken bei den Interoperabilitätstest im Bereich der Telematik und Informatik mit. Insgesamt beteiligen sich 38 Nationen am Workshop COMBINED ENDEAVOR 2003. Während knapp drei Wochen arbeiten über 1'100 Offiziere, Unteroffiziere, Soldaten und Zivilisten, alles Spezialisten für Telekommunikations- und Informationssysteme, zusammen an diesem weltweit grössten und einzigartigen Workshop. Das Ziel der "gemeinsamen Bemühungen" (COMBINED ENDEAVOR) besteht darin, die Interoperabilität im Bereich von Kommunikations- und Informationssystemen zwischen Teilnehmern von NATO- und PfP-Nationen zu planen, zu testen und zu dokumentieren.

Erstes Treffen des Lenkungsausschusses Schweiz-Italien

BERN. Der im Rahmen der bilateralen Vereinbarung Schweiz-Italien über die Südanschlüsse zur NEAT eingesetzte Lenkungsausschuss hat heute in Rom zum ersten Mal getagt. Schwerpunkt der Gespräche waren die Bestrebungen beider Länder, den alpenquerenden Bahngüterverkehr von und nach Italien zu verbessern. Die vom Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), Dr. Max Friedli, geleitete Schweizer Delegation wurde darüber informiert, dass das erste Gleise im Tunnel Monte Olimpino 2 gestern wieder in Betrieb genommen werden konnte, womit der seit November 2002 bestehende Engpass im Nord-Süd-Bahngüterverkehr teilweise beseitigt wird.

Fünf Szenarien zur Optimierung der UKW-Versorgung

BIEL. Das BAKOM veröffentlicht auf seiner Internet-Seite  den Schlussbericht der Studiengruppe UKW 2001. Darin schlagen die Experten Massnahmen vor, um die Nutzung der knappen UKW- Frequenzenressourcen zu optimieren. Herzstück des Berichts bilden fünf Szenarien zur künftigen technischen Ausgestaltung der schweizerischen Radiolandschaft. Das BAKOM nimmt Kommentare zum Schlussbericht und zu den Szenarien entgegen.

Weniger Asylgesuche und mehr Erledigungen

Im Monat April 2003 reichten 1'538 Menschen ein Asylgesuch in der Schweiz ein. Dies entspricht einer Abnahme von 124 Gesuchen gegenüber dem Vormonat und 625 Gesuchen gegenüber April 2002. Im April 2003 wurden 2'284 Gesuche erledigt. 25 % der Gesuche wurden in den vergangenen neun Monaten innerhalb  eines Monates entschieden.

BERN. Deutlich weniger neue Asylgesuche: Die 1'538 neuen Asylgesuche im April 2003 bedeuten den tiefsten Gesuchseingang seit April 2001. In den ersten vier Monaten des Jahres 2003 reichten total 7'046 Menschen ein Asylgesuch ein, 725 (9,3 %) weniger als während dem gleichen Zeitraum im Jahr 2002. Asylsuchende aus Serbien und Montenegro stehen auch im April 2003 mit 190 Gesuchen an erster Stelle. An zweiter Stelle befinden sich Asylsuchende aus der Türkei mit 120 Gesuchen und an dritter Stelle Asylsuchende aus Irak mit 114 Gesuchen.

Im April 2003 wurden die Asylgesuche von 2'284 Personen erstinstanzlich entschieden. Die Zahl der hängigen Asylgesuche hat im April um 689 auf 13'458 abgenommen. Das sind 2'526 erstinstanzliche Pendenzen weniger als im April 2002. In den vergangenen neun Monaten konnten 25 % der Gesuche innerhalb eines Monats entschieden werden. Für die Hälfte aller Gesuche betrug die durchschnittliche Dauer für die Behandlung und den Entscheid eines Gesuches 2 – 4 Monate.

1'444 Personen sind im April 2003 in ihre Heimat oder in einen Drittstaat zurückgekehrt beziehungsweise zurückgeführt worden oder sie sind unkontrolliert abgereist.

Ende April 2003 wurden 65'781 Personen im Asylbereich gezählt (Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene). Das sind 462 Personen weniger als im April 2002. Die Anzahl Personen im Asylbereich entspricht 0,9 % des Bestandes der gesamten Wohnbevölkerung der Schweiz.

Schweizer Hochschulen im internationalen Vergleich

Die Hochschulen tragen wesentlich zur  technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der modernen „Wissensgesellschaften“ bei. Der  internationale Vergleich von Hochschulsystemen gewinnt zunehmend an Bedeutung.

NEUENBURG. So ist die Schweiz im internationalen Vergleich mit einem Ausländeranteil von 17% unter den Studierenden führend. Allerdings liegt die Studieneintrittsquote (Studienanfänger im Verhältnis zur altersgleichen Bevölkerung) mit 29% deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (44%). Diese und weitere Informationen zu nationalen Gegebenheiten der Schweizer Hochschulen in Relation zu anderen Ländern werden auf der neu gestalteten Internetseite «Hochschulindikatoren: Internationaler Vergleich» des Bundesamtes für Statistik (BFS) vorgestellt. Hohe Attraktivität der Hochschulen für ausländische Studierende Die Schweizer Hochschulen scheinen für ausländische Studierende besonders attraktiv zu sein. So verfügt die Schweiz im OECD- Ländervergleich mit einem Anteil von 17% ausländischer Studierender über die mit Abstand höchste Quote. In Deutschland (9%), Frankreich (7%) oder den Vereinigten Staaten (4%) ist der Ausländeranteil unter den Studierenden wesentlich geringer.

Die Position erklärt sich durch die grenznahe Lage einzelner Schweizer Hochschulen sowie dem verhältnismässig hohen Anteil Ausländer, die bereits vor dem Studium in der Schweiz wohnhaft waren (in etwa 28% aller Ausländer). Zugleich ist sie aber auch Ausdruck für die hohe Attraktivität der Schweizer Hochschulen im Ausland. Dies wird durch einen positiven Austauschsaldo unterstützt. So kommen weit mehr ausländische Studierende für ein Studium in die Schweiz als Schweizer/innen zum Studieren ins Ausland gehen. Im Ländervergleich nimmt die Schweiz mit einem positiven Austauschsaldo von 6,5% den ersten Platz ein, danach folgen Australien (5,5%) und Grossbritannien (4,6%). Die Vereinigten Staaten verfügen über einen leicht positiven Austauschsaldo in Höhe von 1,5%. Dagegen weisen zum Beispiel Frankreich, die Niederlande oder Finnland einen negativen Austauschsaldo auf.

Zwar beginnt knapp jeder dritte Schulabgänger ein Studium an einer Schweizer Hochschule (29%), jedoch ist diese Studieneintrittsquote im internationalen Vergleich relativ gering. Die Eintrittsquote beträgt im OECD-Ländermittel 44% (Jahr 2000) und liegt somit 15 Prozentpunkte über der schweizerischen. Die mit Abstand höchsten Eintrittsquoten haben Finnland (71%) und Neuseeland (70%). Relativ ähnliche Eintrittsquoten wie die Schweiz haben Deutschland (30%), Frankreich (37%) und Österreich (33%). Derart markante Unterschiede zwischen den Ländern sind zum grossen Teil auf die spezifischenBildungsstrukturen der jeweiligen Länder zurückzuführen. Während das schweizerische Bildungssystem eine breite Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte an höheren Berufsschulen ausserhalb der Hochschulen vorsieht, findet diese in zahlreichen anderen Ländern ganz oder zu einem überwiegenden Teil an den Hochschulen statt. Hiermit lässt sich unter anderem auch begründen, dass die schweizerischen Hochschulabschlussquoten weit unterhalb des OECD- Ländermittels liegen. Bezogen auf die gleichaltrige Wohnbevölkerung erwerben in der Schweiz 13% der jungen Erwachsenen einen Hochschulabschluss, im OECD - Ländermittel sind es 26%. Die fachspezifischen Fähigkeitsprofile der schweizerischen Absolvent/innen sind fast deckungsgleich mit dem OECD-Ländermittel. So verfügen zum Beispiel 15% von ihnen über einen Abschluss in den Fachbereichen Geisteswissenschaften und Künste (OECD 14%), 32% in Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Recht (OECD 34%) und 8% in Naturwissenschaften (OECD 10%). Im Fachbereich Ingenieurwesen liegt die Schweiz mit 17% leicht über dem OECD-Durchschnitt (13%). Die grössten Absolvent/innenanteile haben hier Korea (26%) und Finnland (25%) sowie Schweden und Deutschland (je 20%). Demgegenüber beträgt der Anteil in den USA lediglich 7% und in Frankreich 12%.

Tropenwaldzertifizierung in Vietnam

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat am 5. Mai 2003 in Hanoi ein Pilot-Projekt mit der vietnamesischen Regierung und dem World Wide Fund for Nature (WWF) zur Förderung der nachhaltigen Forstwirtschaft lanciert. Das Abkommen über eine dreijährige Zusammenarbeit im vietnamesischen Forstbereich wurde vom schweizerischen Botschafter Thomas Feller, dem vietnamesischen Landwirtschaftsminister Nguyen Van Dang sowie dem Vertreter des WWF unterzeichnet. Das seco wendet für das dreijährige Projekt 500'000 Dollar auf. Das Ziel ist die Einführung des international anerkannten Zertifikats Forest Stewardship Council (FSC) für Nutzholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Die vietnamesische Holzverarbeitungsindustrie soll dazu bewegt werden, vermehrt lokal produziertes und zertifiziertes Holz dem importierten Holz vorzuziehen. Der WWF Indochina ist mit der Koordination des Projektes beauftragt. Mit weiteren 216'000 Dollar finanziert das seco auf überregionaler Ebene die Stärkung der nachhaltigen Tropenwaldbewirtschaftung in den beiden Nachbarländern Laos und Kambodscha.

Verbindungsbüro in Bagdad wiedereröffnet

BERN. Das Verbindungsbüro der Schweiz in Bagdad nimmt seine Tätigkeit am 6. Mai 2003 wieder auf. Es wird vom Diplomaten Martin Aeschbacher, einem Kenner der arabischen Welt, geleitet. Der Schweizer Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak und zwei weitere Schweizer Mitarbeiter kehren ebenfalls nach Bagdad zurück. Die gegenwärtigen Sicherheitsbedingungen in Bagdad und im Irak werden als ausreichend für die Wiederaufnahme der Arbeit eingeschätzt.  

 

 

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