Die Universität Basel im Jahr 2002

BASEL. Auch in ökonomisch schwierigem Umfeld ist es der Universität Basel im Jahr 2002 gelungen, einen hohen Qualitätsstandard zu wahren.

Ständeratswahlen vorverschoben

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat den Beschluss vom 4. Februar 2003 betreffend den allfälligen zweiten Ständerats-Wahlgang am 30. November 2003 aufgehoben und diesen neu auf den 16. November 2003 terminiert. 

Eröffnung des Instituts für KMU- und Wirtschaftsrecht an der Universität Luzern 

LUZERN. Das Institut für KMU- und Wirtschaftsrecht ist der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern angegliedert.

Fischerhaus Kleinhüningen unter Denkmalschutz

BASEL. Die Liegenschaft Bonergasse 71 (Fischerhaus Kleinhüningen) wird ins Denkmalverzeichnis des Kantons Basel-Stadt aufgenommen.

Totalrevision des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches

LIESTAL. Der Baselbieter Regierungsrat hat einen Entwurf für eine Totalrevision des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches ausgearbeitet.

Strategie Nachhaltige Entwicklung und Anschubphase des Gemeindeförderprogramms 

LIESTAL. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Land hat die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2003-2007 genehmigt und die Umsetzungsphase gestartet.

Häusliche Gewalt im Kanton Bern 

BERN. Was tun bei Gewalt in Ehe, Partnerschaft und Familie? Ein gelber Leporello im Kreditkartenformat informiert über die wichtigsten Stellen im Kanton Bern, die bei häuslicher Gewalt weiterhelfen. 

Öffentlicher Orts- und Regionalverkehr 2005-2008 

BERN. Mit dem Fahrplanwechsel auf Ende 2004 soll das Angebot des öffentlichen Orts- und Regionalverkehrs im Kanton Bern an die veränderten Anschlussbedingungen angepasst, aber nicht grundlegend verändert werden.

Neues Anwaltsgesetz geht in die Vernehmlassung

STANS. Der Nidwaldner Regierungsrat hat den Entwurf zu einem neuen Anwaltsgesetz in die Vernehmlassung geschickt.

Neuerungen bei den VBZ 

ZÜRICH. Tramfahrerinnen und –fahrer der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) müssen die Weichen nicht mehr von Hand stellen.

Sozialplan 2004-2007 beschlossen

ALTDORF. Der Regierungsrat des Kantons Uri hat den Sozialplan 2004-2007 beschlossen.

Anerkennung der Ehe- und Familienberatungsstelle des Vereins Frauenpraxis Uri

ALTDORF. Der Regierungsrat des Kantons Uri ist von Gesetzes wegen verantwortlich, Beratungsstellen für Ehe- und Familienberatung zu bezeichnen.

Ja zum Umzug des kantonalen Amtes für Kultur und Sport 

SOLOTHURN. Die Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO) befasste sich unter dem Präsidium von Jürg Liechti (FdP, Oekingen) in ihrer Sitzung schwergewichtig mit zwei Bauvorlagen.

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

20. Mai 2003

Die Universität Basel im Jahr 2002

Auch in ökonomisch schwierigem Umfeld ist es der Universität Basel im Jahr 2002 gelungen, einen hohen Qualitätsstandard zu wahren. Bei der Umstellung auf das "Bologna"-System wurden weitere Schritte unternommen; damit ist die Reform der Lehre vorangekommen. Die

Reform des Medizinstudiums konnte abgeschlossen werden. Die Universität hat ihr Angebot um neue Studiengänge erweitert und mit der Berufung von über zwanzig Professorinnen und Professoren neue Akzente gesetzt. 

BASEL. Die Attraktivität und Qualität des Studienangebots wird auch von Studierenden wahrgenommen: Erstmals seit Mitte der Neunziger Jahre ist ihre Zahl im Wintersemester wieder auf über 8000 angestiegen. Dank rigorosen Sparmassnahmen schliesst die Rechnung

ausgeglichen ab.

Im Jahre 2002 hat die Zahl der Studierenden um fast fünf Prozent zugenommen. Der Trend zum Wachstum hat sich schon im Vorjahr abgezeichnet und mit Beginn dieses Studienjahres erneut bestätigt. Mit 8034 Studierenden ist die magische Zahl von 8000 überschritten. Dies war bisher nur im akademischen Jahr 1994/95 der Fall. Damit hat die Universität Basel die höchste Studierendenzahl ihrer Geschichte erreicht. Eine signifikante Zunahme lässt sich bei ausserkantonalen Studierenden und bei den Studierenden aus dem Ausland feststellen; ihr Prozentsatz nimmt stetig zu. Vor zehn Jahren lag er noch bei 21, respektive 12 Prozent. Heute beträgt der Anteil 37, respektive 16 Prozent. Mehr als die Hälfte der Studierenden kommt also nicht aus den Kantonen Basel-Stadt oder Basel-Landschaft.

Die finanzielle Situation der Universität Basel ist weiterhin sehr angespannt. Umso erfreulicher die Jahresrechnung 2002, die. dank Sparmassnahmen im gesamten Universitätsbereich. erneut positiv abschliesst. Aufwand und Ertrag liegen rund 4,3 Millionen Franken unter dem Vorjahresergebnis. Bei Einnahmen in Höhe von rund 350,9 Millionen Franken für das Jahr 2002 liegt der Aufwand bei 350,8 Millionen Franken. Der Anteil an Drittmitteln hat sich. nach einem Höhepunkt im Jahr 2001. auf einem hohen Niveau stabilisiert.

Die Erneuerung der Lehre, vor fünf Jahren eingeleitet, ist im vergangenen Jahr wesentliche Schritte vorangekommen. Seit dem Wintersemester gilt das dreistufige Bachelor-/Master-/Doktoratssystem für das Fach Psychologie und für den Grossteil der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Dabei wurden innovative Studiengänge eingeführt, die Studierenden neue Ausbildungs- und Berufschancen eröffnen, darunter Umweltgeowissenschaften oder Nanoscience. In der Medizinischen Fakultät wurde die von langer Hand vorbereitete Studienreform 2002 abgeschlossen und eingeführt. Alle Studienjahre sind jetzt nach dem neuen Prinzip geregelt, dass die Lehre auf Themen anstelle von Fachbereichen ausgerichtet ist. Methodisch-didaktisch werden neue Akzente gesetzt: Durch verstärktes "bedside teaching", vermehrten Gruppenunterricht und Einzelstudium sowie Praktika in der Hausarztmedizin.

Im Herbst konnte die Universität nach einjähriger Renovation den Trakt Petersgraben des Kollegienhauses wieder beziehen. Der Trakt am Petersplatz befindet sich noch im Umbau. Mit der Renovation sind für Studierende, aber auch für die Verwaltung wesentliche Verbesserungen verbunden. So konnte für das Studiensekretariat im renovierten Trakt des Kollegienhauses ein eigentliches Dienstleistungszentrum mit Infodesk eingerichtet werden; auch die studentische Vertretung Skuba bezog hier neue Räumlichkeiten. Die neu gestaltetenen Hörsäle sind technisch so ausgerüstet worden, dass ein moderner, mit elektronischen Mitteln unterstützter Unterricht realisiert werden kann, wie ihn die Reform in der Lehre vorsieht.

Seit dem Wintersemester ist das Departement Geographie in einem Neubau an der Klingelbergstrasse untergebracht. Bis dahin waren das Geographische Institut mit den Abteilungen Physiogeographie und Humangeographie, das Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz/Biogeographie und das Institut für Meteorologie, Klimatologie und Fernerkundung auf mehrere Standorte verteilt.

In der Forschung zählt Basel als mittlere Universität international zu den renommierten Institutionen; dies belegen mehrere Rankings. Ein Überblick über die Forschungsprojekte der Universität is erstmals möglich mit der Ende 2002 fertiggestellten Forschungsdatenbank, einem Kompetenzkatalog für Verwaltung, Wirtschaft und Medien. Die umfangreiche Datenbank, die laufend erweitert wird, ist via Internet auch von externen Stellen aus abrufbar.

Im Personalbereich konnte die Universität 16 Ordinariate und Extraordinariate neu besetzen. Ein Viertel der Neuberufenen sind Frauen. Die Neuzugänge im Lehrkörper ergänzen acht Assistenzprofessorinnen und Assistenzprofessoren. Ausserdem sind drei Förderprofessuren des Schweizerischen Nationalfonds dazugekommen. Zudem hat der Personalstand im abgelaufenen Jahr um fast 200 Personen zugenommen. Fast 140 Neueintretende wurden zeitlich auf Projektbasis angestellt, die anderen auf festen Stellen. Die Universität freut sich, dass sie in der heutigen schwierigen wirtschaftlichen Lage zusätzliche Arbeitsplätze schaffen konnte. Für die nächsten Jahre ist die Universität aber dringend auf zusätzliche Mittel angewiesen, wenn sie ihr derzeitiges Angebot aufrechterhalten will.

Ständeratswahlen vorverschoben

BASEL. Der Basler Regierungsrat hat den Beschluss vom 4. Februar 2003 betreffend den allfälligen zweiten Ständerats-Wahlgang am 30. November 2003 aufgehoben und diesen neu auf den 16. November 2003 terminiert. Dies, nachdem der Bundesrat Ende März 2003 beschlossen hat, auf eine eidgenössische Volksabstimmung am 30. November 2003 zu verzichten. Mit dieser Vorverschiebung kann der/die Gewählte sein/ihr Amt zu Beginn der neuen Legislaturperiode, die am 1. Dezember beginnen wird, antreten. (Die Wahl muss zuvor noch validiert werden). Im weiteren hat der Regierungsrat beschlossen, dass die Parteien für die Ständeratswahl die gleichen Listennummern erhalten wie für die Nationalratswahlen.

Eröffnung des Instituts für KMU- und Wirtschaftsrecht an der Universität Luzern 

LUZERN. Das Institut für KMU- und Wirtschaftsrecht ist der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern angegliedert und hat zum Ziel, die spezifischen Rechtsfragen, die die KMU (Klein und Mittelbetriebe) betreffen, in Theorie und Praxis zu untersuchen, und zwar in ihrem nationalen, europäischen und internationalen Kontext. Das KMU-Institut soll zu einem Bindeglied zwischen Theorie und Praxis werden und wird neben dem Betreiben von Grundlagenforschung Weiterbildungen und Dienstleistungen anbieten. Weiter will es auch auf (rechts-) politischer Ebene aktiv werden und dabei namentlich die KMU-spezifischen Interessen vertreten.

Fischerhaus Kleinhüningen unter Denkmalschutz

BASEL. Die Liegenschaft Bonergasse 71 (Fischerhaus Kleinhüningen) wird ins Denkmalverzeichnis des Kantons Basel-Stadt aufgenommen. Das in zwei Bauphasen um 1765 (Wohnteil) und um 1805 (Ökonomie) am Westrand des alten Fischerdorfes entstandene Haus war bis in die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts Bestandteil einer charaktervollen Gruppe ähnlicher Gebäude und blieb nach dem Verlust dieser alten Umgebung als isoliertes Relikt im Schatten hoher Industriebauten übrig . Da es sich indessen um das weit und breit letzte unverfälscht überlieferte Fischerhaus handelte, dem aufgrund seiner geschichtlichen, bautypologischen und kulturhistorischen Bedeutung ein besonderer Denkmalwert zukommt, setzten bereits in den 70er-Jahren Bemühungen um die Erhaltung des Bauwerks ein. Überlegungen zur Versetzung des Gebäudes fanden Rückhalt in der Öffentlichkeit und so kam es 1999 zur Gründung der "Stiftung pro Fischerhaus Schulgasse 27 Kleinhüningen", welche namentlich durch die Bürgerkorporation Kleinhüningen unterstützt wird. Die Stiftung war für die Finanzierung und Versetzung besorgt; sie wird auch die künftige Erhaltung gewährleisten.

Totalrevision des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches

LIESTAL. Der Baselbieter Regierungsrat hat einen Entwurf für eine Totalrevision des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches ausgearbeitet. Das aus dem Jahr 1911 stammende Gesetz wurde sowohl sprachlich als auch von der Systematik her an die heutigen Gegebenheiten angepasst. Das Adoptionsrecht wurde an das Bundesrecht angepasst, neu sollen nur noch Juristinnen und Juristen zur Notariatsprüfung zugelassen werden, die gesetzlichen Grundpfandrechte müssen zwingend im Grundbuch eingetragen werden und das sich im Aufbau befindliche Geografische Informationssystem wird neu im Gesetz geregelt.

Strategie Nachhaltige Entwicklung und Anschubphase des Gemeindeförderprogramms 

LIESTAL. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Land hat die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2003-2007 genehmigt und die Umsetzungsphase gestartet. Im Januar 2003 hatte der Regierungsrat die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Kantons Basel-Landschaft zur Kenntnis genommen und die Bau- und Umweltschutzdirektion beauftragt, eine breite Vernehmlassung zu lancieren. In der Vernehmlassung wurde die Strategie im Grundsatz durchwegs positiv bewertet und begrüsst. 

Gleichzeitig mit der Strategie hat der Regierungsrat vom Konzept IMPULS 21, einem Impulsprogramm für die nachhaltige Entwicklung der Baselbieter Gemeinden Kenntnis genommen und der Umsetzung in der ersten Phase zugestimmt. Vorerst sollen nun in den fünf Bezirken des Kantons Informationsveranstaltungen durchgeführt und fünf Pilotgemeinden gesucht werden, in denen das Impuls 21-Programm gestartet werden kann. Nach Abschluss der ersten Phase. ca. Ende Jahr. wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Häusliche Gewalt im Kanton Bern 

Was tun bei Gewalt in Ehe, Partnerschaft und Familie? Ein gelber Leporello im Kreditkartenformat informiert über die wichtigsten Stellen im Kanton Bern, die bei häuslicher Gewalt weiterhelfen. 

BERN. Die so genannte Notfallkarte gibt es in 13 Sprachen. Sie ist im Rahmen des Berner Interventionsprojekts gegen häusliche Gewalt bip realisiert worden und kann bei der Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern (FGS) kostenlos bezogen werden.

Der Bund sowie verschiedene Kantone und Städte – darunter auch Kanton und Stadt Bern – haben Strategien zum Abbau häuslicher Gewalt entwickelt. Zudem hat der Bundesrat einer Parlamentarischen Initiative zugestimmt, welche verlangt, dass Gewaltdelikte, die in häuslicher Gemeinschaft begangen werden, in Zukunft von Amtes wegen verfolgt werden. Bereits seit 2000 führen Stadt und Kanton Bern gemeinsam das Berner Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt bip. Initiiert wurde das Projekt von den Fachstellen für die Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt und des Kantons Bern. Sein Ziel ist es, Gewalt zu stoppen, Opfer zu schützen und Täter zur Verantwortung zu ziehen. 

Personen, die sich in ihrer Beziehung oder Familie nicht sicher fühlen, denen bereits Gewalt angetan worden ist oder die sich bedroht fühlen, finden bei verschiedensten Stellen Hilfe und Unterstützung. Die wichtigsten Anlaufstellen für Menschen, die im Kanton Bern von häuslicher Gewalt betroffen sind, sind in einem soeben erschienenen gelben Leporello im Kreditkartenformat zusammen gefasst. Die so genannte Notfallkarte ist von der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern realisiert worden. Sie enthält die Adressen und Telefonnummern einer Vielzahl von Beratungsstellen, vom Polizeinotruf über Frauenhäuser und andere Opferhilfestellen bis zu Rechtsberatungsstellen und der dargebotenen Hand. Der Leporello ist in 13 Sprachen verfügbar, in Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Tamil und Türkisch. 

Mit dem Thema häusliche Gewalt befasst sich auch die neuste Ausgabe des Publikation „gleich&anders“, des periodisch erscheinenden Informationsorgans der FGS. 

Die beiden Publikationen sind kostenlos erhältlich bei der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Postgasse 68, 3011 Bern, Tel. 031 633 75 77, E-Mail info.fgs@sta.be.ch.

Öffentlicher Orts- und Regionalverkehr 2005-2008 

BERN. Mit dem Fahrplanwechsel auf Ende 2004 soll das Angebot des öffentlichen Orts- und Regionalverkehrs im Kanton Bern an die veränderten Anschlussbedingungen angepasst, aber nicht grundlegend verändert werden. Ausgebaut werden soll das Angebot der Berner S-Bahn und einzelner Linien mit einem grossen Nachfragepotenzial. Dies sieht das kantonale Angebotskonzept vor, das sich zurzeit bei den interessierten Kreisen in Konsultation befindet.

Neues Anwaltsgesetz geht in die Vernehmlassung

STANS. Der Nidwaldner Regierungsrat hat den Entwurf zu einem neuen Anwaltsgesetz in die Vernehmlassung geschickt. Gestützt auf das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) musste die geltende Anwaltsverordnung aus dem Jahre 1972 vollständig überarbeitet und den neuen einheitlichen Bundesregelungen angepasst werden.

Neuerungen bei den VBZ 

ZÜRICH. Tramfahrerinnen und –fahrer der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) müssen die Weichen nicht mehr von Hand stellen. Heute ist das ganze Netz für den täglichen Trambetrieb mit liniengesteuerten Weichen ausgerüstet. Ferner orientierten sie über eine neue Haltestelle der Linien 9 und 14, die vor dem Verwaltungsgebäude Werd entstehen wird.

Ein Unfall im Oktober 2000, der auf eine falsch gestellte Weiche zurückzuführen war, veranlasste die VBZ, die Frage der automatischen Weichensteuerung eingehend zu prüfen. Nach einem erfolgreichen Pilotversuch an zwei Weichen am Central beschlossen sie, das System auf dem ganzen Netz zu installieren. Für Umleitungen und Extrafahrten gilt weiterhin die manuelle Weichenstellung. Für das VBZ-Fahrpersonal bedeutet dieser Schritt vor allem in Spitzenzeiten und an den grossen Knoten eine Entlastung.

Mit der neuen Haltestelle vor dem Verwaltungszentrum Werd schaffen die VBZ Nähe zwischen der Stadtverwaltung und ihrer Kundschaft. Neben den 640 Mitarbeitenden des Steueramtes, des Sozialdepartementes und der Polizei werden im nächsten Jahr täglich bis zu 700 Kundinnen und Kunden im neuen Verwaltungsgebäude ein- und ausgehen. Zudem profitieren von diesem direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr über 4000 weitere Personen, die in unmittelbarer Nähe wohnen oder arbeiten.

Sozialplan 2004-2007 beschlossen

ALTDORF. Der Regierungsrat des Kantons Uri hat den Sozialplan 2004-2007 beschlossen. Der Sozialplan nennt jene private Sozialdienste, welche erforderlich sind, um ein umfassendes und fachgerechtes Sozialhilfeangebot bereitzustellen. Der Sozialplan 2004-2007 baut grundsätzlich auf dem gültigen Sozialplan 2001-2003 auf. Die erwünschten Leistungsbereiche wurden am 17. Januar 2003 im Amtsblatt ausgeschrieben. Der Sozialplan gliedert sich in zwei Teile. Teil 1 nennt jene privaten Sozialdienste, welche gesetzlich vorgeschriebene Leistungen erbringen oder über eine eigene Rechtsgrundlage verfügen. Teil 2 führt die privaten Sozialdienste auf, deren Finanzierung durch die öffentliche Hand ohne eigene Rechtsgrundlage erfolgt. Dieser zweite Teil wurde von der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion zusammen mit Sozialhilfebehörden verschiedener Gemeinden erarbeitet. Für die Jahre 2004-2007 hat der Regierungsrat dafür vorbehältlich der vom Landrat bewilligten Kredite je Fr. 600`000 bewilligt, welche zur Hälfte von den Gemeinden zu tragen sind. Die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion wurde ermächtigt, die entsprechenden Leistungsverträge zu unterzeichnen. Diese werden mit der Arbeitsgemeinschaft Verein Netzwerk Uri und Verein Sucht- und Jugendberatung Uri für die Bereiche "Allgemeine Sozialhilfe" und "Abhängigkeit" abgeschlossen. Für den Bereich "Alter" wurde die Pro Senectute Uri beauftragt und für den Bereich "Behinderung" die Pro Infirmis Uri/Schwyz. Im Bereich "Kinder" wird mit der Arbeitsgemeinschaft Kinderheim Uri / Kinderkrippe Piccolo für die Tagesbetreuung ein Leistungsvertrag abgeschlossen. Zudem ist das Kinderheim Uri für Notfälle zuständig.

Anerkennung der Ehe- und Familienberatungsstelle des Vereins Frauenpraxis Uri

ALTDORF. Der Regierungsrat des Kantons Uri ist von Gesetzes wegen verantwortlich, Beratungsstellen für Ehe- und Familienberatung zu bezeichnen. Bereits 1985 hat der Regierungsrat die Beratungsstelle des Vereins Ehe-, Familien- und Lebensberatung anerkannt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine zweite Beratungsstelle notwendig ist. Deshalb hat der Regierungsrat auf den 1. Januar 2004 auch die Beratungsstelle des Vereins Frauenpraxis Uri anerkannt. Während der Verein Ehe-, Familien- und Lebensberatung Uri als Anlaufstelle für Frauen und Männer zuständig ist, nimmt sich der Verein Frauenpraxis schwergewichtig den frauenspezifischen Ehe- und Familienproblemen an. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und dem Verein Frauenpraxis Uri wird mit einer Leistungsvereinbarung geregelt. Bereits seit 1999 bietet der Verein Frauenpraxis Uri am St. Josefs-Weg 15 in Altdorf seine Dienste im Leistungsbereich "Ehe und Familie" im Rahmen des Sozialplans an.

Ja zum Umzug des kantonalen Amtes für Kultur und Sport 

SOLOTHURN. Die Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO) befasste sich unter dem Präsidium von Jürg Liechti (FdP, Oekingen) in ihrer Sitzung schwergewichtig mit zwei Bauvorlagen. Sie befürwortet die Zusammenlegung des kantonalen Amtes für Kultur und Sport (Amtsleitung, Kulturförderungsfachstelle) mit der Verwaltung des Schlosses Waldegg. Im Weiteren liess sie sich vor Ort von Experten über den Umbau und die Sanierung des früheren Lehrerseminars Solothurn für die Umwandlung in eine Pädagogische Fachhochschule informieren.       

 

 

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