B

Planmässige Einführung von Tarifwerk erwartet

BERN. Das Leitungsgremium TARMED Suisse steht vorbehaltlos hinter der geplanten Einführung des neuen ambulanten Tarifwerkes per 1. Januar 2004 im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. TARMED ist ein partnerschaftlich erarbeitetes Vertragswerk für die Tarife im ambulanten Sektor und ersetzt die bisherigen unterschiedlichen kantonalen Einzelleistungstarife und den Spitalleistungskatalog. Das Leitungsgremium erwartet, dass alle Beteiligten die notwendigen Vorbereitungsarbeiten zügig vorantreiben. Für die nötigen Anpassungen stehen vereinbarte Vorgehensweisen zur Verfügung. Gewisse Verschiebungen bei der Abgeltung von technischen und invasiv-operativen Leistungen zugunsten konsiliarischer ärztlicher Tätigkeiten sind beabsichtigt und von allen Partnern von TARMED Suisse ausdrücklich akzeptiert worden. Im Interesse von Patientinnen und Patienten appelliert das Leitungsgremium von TARMED Suisse an alle Partner, konstruktiv bei der Umsetzung des Tarifwerkes mitzuwirken.

Reservationssystem bringt keine Verkehrsreduktion

ALTDORF. Das Reservationssystem schafft vor allem für die  Transportunternehmungen und die Chauffeure Erleichterungen. Es bringt aber nicht die von Verfassung und Gesetz verlangte Reduktion des alpenquerenden Schwerverkehrs. Trotzdem begrüsst die Alpen-Initiative das System, weil es eine Vorstufe zur Alpentransitbörse sein kann. 

Bericht des Bundesrats über die im Jahr 2002 abgeschlossenen Verträge

BERN. Der Bundesrat hat heute den Bericht über die völkerrechtlichen Verträge angenommen, die von ihm selbst, einem Departement, einer Gruppe oder einem Bundesamt im Laufe des Jahres 2002 abgeschlossen worden sind.

Im Bericht sind alle völkerrechtlichen Verträge aufgeführt, die im Jahre 2002 abgeschlossen wurden, ohne dass eine vorherige Zustimmung des Parlaments dazu nötig war. Die jeweiligen Verträge werden kurz vorgestellt, und zwar mit stichwortartiger Angabe des Inhalts, der Ziele, der erwarteten Kosten, der Rechtsgrundlage und schliesslich der Modalitäten für Inkrafttreten und Kündigung.

Insgesamt sind in diesem Bericht, der im Bundesblatt veröffentlicht wird, rund 210 internationale Verträge aufgeführt, darunter etwa 140, die von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) abgeschlossen worden sind.

Botschaft zum Währungshilfegesetz verabschiedet

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zum Bundesgesetz über die internationale Währungshilfe (WHG) verabschiedet. Kernanliegen der Vorlage ist die Schaffung einer klaren und umfassenden gesetzlichen Grundlage für die Finanzierungsverpflichtungen, welche die Schweiz im Rahmen der internationalen Währungszusammenarbeit eingeht.

Erhöhung der Alkoholsteuer in Prüfung

BERN. Eine Erhöhung des Einheitssteuersatzes auf Alkoholika kommt dieses Jahr kaum mehr in Frage. Hingegen ist der Bundesrat bereit, eine Erhöhung der Alkoholsteuer für später zu prüfen. Das schreibt er in seiner heute verabschiedeten Antwort auf ein Postulat von Nationalrat Heiner Studer (EVP/AG).

G8: Bundesrat stellt sich hinter den Entscheid des Sicherheitsausschusses

BERN. Der Bundesrat genehmigt die Unterstützung durch deutsche Polizeikräfte, um die Sicherheit der im Flughafen Genf-Cointrin eintreffenden Regierungschefs und der gleichzeitig stattfindenden Grossdemonstration vom 1. Juni in Genf gewährleisten zu können. Die Genfer Regierung hatte an ihrer Beurteilung der Gefährdungslage für Genf festgehalten und ein Gesuch für 750 Polizisten aus Deutschland an den Bundesrat gestellt.

G8: Bundesrat stellt sich hinter den Entscheid des Sicherheitsausschusses

BERN. Der Bundesrat genehmigt die Unterstützung durch deutsche Polizeikräfte, um die Sicherheit der im Flughafen Genf-Cointrin eintreffenden Regierungschefs und der gleichzeitig stattfindenden Grossdemonstration vom 1. Juni in Genf gewährleisten zu können. Die Genfer Regierung hatte an ihrer Beurteilung der Gefährdungslage für Genf festgehalten und ein Gesuch für 750 Polizisten aus Deutschland an den Bundesrat gestellt.

Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge

BERN. Aufgrund der anhaltend schlechten Lage der Finanzmärkte befinden sich zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung. Die Pensionskassen müssen von Gesetzes wegen in dieser Situation Sanierungsmassnahmen ergreifen. Der Bundesrat schlägt für gravierende Unterdeckungen im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahren eine Reihe weitergehender Massnahmen vor, welche die Vorsorgeeinrichtungen in die Lage versetzen sollen, wieder die volle Deckung herzustellen. Dafür will er ihnen auch eine angemessene Frist einräumen. Gleichzeitig hat er Massnahmen auf Verordnungs- und Weisungsstufe erlassen, die auf Mitte Jahr in Kraft treten.

Schweizer Teilnahme an der Ministerkonferenz von COST

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Schweiz an der Ministerkonferenz von COST (Coopération européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique) vom 27. Mai 2003 in Dubrovnik teilnimmt. Wichtige Traktanden der Ministerkonferenz sind die Modernisierung der politisch-administrativen Gremien von COST, die Übernahme des bisher von der EU-Kommission gewährleisteten wissenschaftlichen Sekretariats durch die European Science Foundation und die Positionierung von COST im Rahmen des entstehenden Europäischen Forschungsraumes. Die Schweizer Delegation wird angeführt von Paul-Erich Zinsli, stv. Direktor des Bundesamtes für Bildung und Wissenschaft BBW.

Caritas veröffentlicht Jahresbericht

Die Delegiertenversammlung hiess den Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung 2002 von Caritas Schweiz gut. Das Hilfswerk realisierte im vergangenen Jahr Programme und Projekte im Inland und im Ausland in der Höhe von 102,3 Millionen Franken. Auch Bund und Glückskette unterstützten die Auslandhilfe der Caritas, die im vergangenen Jahr einen Umfang von 47,7 Millionen Franken erreichte.

LUZERN. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das Ergebnis von 102,3 Millionen Franken einer Abnahme von zwölf Prozent. Der Rückgang hängt vor allem mit der Kantonalisierung der Flüchtlingsbetreuung zusammen: Für die Integration der anerkannten Flüchtlinge sind aufgrund der letzten Revision des Asylgesetzes seit 2001 nicht mehr die anerkannten privaten Hilfswerke im Auftrag des Bundes zuständig, sondern die Kantone.

Beinahe die Hälfte der Projektaufwendung entfielen auf die rund 700 Projekte der Auslandhilfe. Davon wurden für die längerfristige Entwicklungszusammenarbeit 28,8 Millionen Franken, für die humanitäre Hilfe 18,9 Millionen Franken aufgewendet. Diese stand im Zeichen der Not- und Wiederaufbauhilfe auf dem Balkan und in Afghanistan. Hinzu kam die Hilfe für die Überschwemmungsopfer in Mitteleuropa (Tschechien) und in Asien (Indien, Bangladesch) sowie zugunsten der Hungerbekämpfung in Simbabwe und in Äthiopien.

Kooperation mit DEZA und Glückskette

Die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) beteiligte sich mit 9,5 Millionen Franken an der Auslandhilfe der Caritas. Die Glückskette unterstützte die humanitäre Hilfe der Caritas mit 7 Millionen Franken. Die Spenden entsprachen mit 18,2 Millionen Franken den Budgetvorhaben, einzig im Legatsbereich war ein grösserer Rückgang zu verzeichnen.

Unter den Inland-Aktivitäten der Caritas sind zu erwähnen die intensivere Betreuung minderjähriger Asyl Suchender sowie die Unterstützung von rund 800 tamilischen Kindern in 17 Tamilenschulen, wo diese in der Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes unterrichtet werden. Ausserdem vermittelte Caritas Schweiz 1106 Freiwillige, die 12 756 Arbeitstage leisteten, auf 202 bäuerliche Familienbetriebe in den Schweizer Alpen und im Jura. Sodann gibt es bereits neun Caritas-Lebensmittelläden, die Menschen mit geringem Einkommen offen stehen. Die Produkte werden in diesen Läden rund 30 bis 50 Prozent unter den marktüblichen Preisen verkauft. Caritas hat zu diesem Zweck Lieferverträge mit Produktionsunternehmen wie Baer, Emmi oder Nestlé Schweiz abgeschlossen.

"Arme sterben früher"

Auf grosse Resonanz stiess schliesslich die Caritas-Studie "Arme sterben früher", die den Zusammenhang von sozialer Sicht und Lebenserwartung untersucht. Die Studie weist auf markante Unterschiede hin: Wer wenig verdient, eine tiefe Schulbildung aufweist oder eine niedrige berufliche Stellung hat, stirbt im Durchschnitt vier bis fünf Jahre früher als eine gut ausgebildete Person mit hohem Einkommen. Im Zuge der Corporate-Governance-Debatte veröffentlicht die Caritas auch das Salär ihres Direktors. Dieses beträgt. nach zwölf Dienstjahren als Direktor bei Caritas. 182 000 Franken und entspricht damit dem Gehalt eines Rektors einer Fachhochschule. Die Lohnspreizung, also der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Lohn, beträgt bei der Caritas Faktor 4.

Bundesrätin Metzler lobt Graubünden

CHUR. Am Samstag, 10. Mai 2003, wurde mit dem Staatsakt in der Kantonshauptstadt die offizielle Feier anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „200 Jahre Graubünden bei der Eidgenossenschaft“ abgehalten. Ruth Metzler überbrachte den rund 320 geladenen Gästen in der Martinskirche die Grussbotschaft des Bundesrats. Rund 300 Bündnerinnen und Bündner aus allen Bereichen des kulturellen Lebens wirkten an der Feier mit. Das abschliessende Bankett fand in ungewohntem Rahmen auf dem Postautodeck am Bahnhof Chur statt.  Im Rahmen des Projektes "Graubünden 2003 Chaus e muntognas. Köpfe und Berge. Teste e montagne." fand mit dem "Staatsakt“ die offizielle und protokollarische Feier zum Jubiläumsjahr 2003 statt. Damit wurde die Reihe von insgesamt fünf Projekten (Piazza grande, Staatsakt, Salut Paris!, Züri und Testas) fortgesetzt.

Zollkontingentsanteile für 400 Zuchtrinder werden versteigert

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat die Einfuhrrechte für 400 Zuchtrinder zur Versteigerung ausgeschrieben. Die Zuchtrinder können nur aus Ländern eingeführt werden, in welche die Schweiz Zuchtrinder exportieren kann.

weko: UBS Auflage II erfüllt

BERN. Die von der Wettbewerbskommission (Weko) anlässlich der Fusion von Bankgesellschaft (SBG) und Bankverein (SBV) zur UBS AG verhängte Auflage betreffend die Gemeinschaftswerke der Schweizer Bankwirtschaft wird nicht verlängert.

Die Weko bewilligte 1998 die Fusion zwischen der SBG und dem SBV zur neuen UBS AG mit verschiedenen Auflagen. Dazu gehörte insbesondere auch die Verpflichtung der UBS AG, sich weiterhin an den Trägern der Gemeinschaftswerke der Schweizer Banken (heute: Telekurs Holding AG, SIS Swiss Financial Services Group und SECB Swiss Euro Clearing Bank GmbH) zu beteiligen und deren Dienstleistungen zu nutzen (Auflage II). Die Auflage bezweckte die Aufrechterhaltung der gemeinsamen Branchen- und Netzwerkinfrastruktur zu Gunsten der Kantonalbanken und übrigen Banken und diente somit der Stärkung des Wettbewerbs insbesondere im Retail Banking. Sie war befristet bis anfangs Mai 2003, hätte aber von der Weko nötigenfalls um maximal weitere fünf Jahre verlängert werden können.

Teilrevision der Raumplanungsverordnung

BERN. Der Bundesrat hat heute eine Teilrevision der Raumplanungsverordnung (RPV)

gutgeheissen und auf den 1. Juli 2003 in Kraft gesetzt. Die RPV wird durch einen Artikel ergänzt. Dieser präzisiert, in welchem Ausmass Wohnbauten geändert werden können, die ursprünglich landwirtschaftlich genutzt wurden und neu landwirtschaftsfremd bewohnt werden sollen.

Swissair: Kredite zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs nicht voll beansprucht

BERN. Das Darlehen an die Swissair zur temporären Aufrechterhaltung des Flugbetriebes im Maximalbetrag von 1,45 Mrd Franken ist nicht vollumfänglich beansprucht worden. Da die Schlussabrechnung noch aussteht, kann die Minderbeanspruchung zur Zeit nicht abschliessend beziffert werden; sie dürfte jedoch bei 300 Mio Franken liegen, wie der Bundesrat heute in seiner Antwort auf eine Interpellation der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei (SVP) schreibt.

Swiss soll sich ausschliesslich an wirtschaftliche Kriterien halten

BERN. Die Swiss ist zwar gehalten, die Interessen aller Landesflughäfen angemessen zu berücksichtigen, doch bedeutet das nicht, dass sie Leistungen aufrecht erhalten muss, die sie in ihrer Existenz bedrohen.

Dies schreibt der Bundesrat in seiner heute verabschiedeten Antwort auf eine Interpellation von Nationalrätin Anita Fetz (SP/BS). Swiss habe ihre Entscheide allein aufgrund wirtschaftlicher Kriterien zu fällen.

Schweiz an der Ministerkonferenz der ESA in Paris

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Schweiz an der ESA-Ministerkonferenz vom 27. Mai 2003 in Paris teilnehmen wird. Die Konferenz hat zum Ziel, die Konkurrenzfähigkeit der ESA auf dem Gebiet der Trägerraketen zu sichern, die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation (ISS) zu bestätigen und den Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen der ESA und der Europäischen Union festzulegen. Die Schweizer Delegation wird von Staatssekretär Charles Kleiber, Direktor der Gruppe für Wissenschaft und Forschung angeführt.

4. IV-Revision: Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung

BERN. Der Bundesrat hat die Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung und verschiedener weiterer Verordnungen des Sozialversicherungsrechts genehmigt. Dabei handelt es sich um die Ausführungsbestimmungen zu den Massnahmen, die im Rahmen der 4. IV-Revision vorgesehen sind, wie z. B. die einheitliche Hilflosenentschädigung, die regionalen ärztlichen Dienste und die Pilotversuche. Die Änderung tritt am 1. Januar 2004 in Kraft.

Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge

BERN. Aufgrund der anhaltend schlechten Lage der Finanzmärkte befinden sich zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung. Die Pensionskassen müssen von Gesetzes wegen in dieser Situation Sanierungsmassnahmen ergreifen. Der Bundesrat schlägt für gravierende Unterdeckungen im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahren eine Reihe weitergehender Massnahmen vor, welche die Vorsorgeeinrichtungen in die Lage versetzen sollen, wieder die volle Deckung herzustellen. Dafür will er ihnen auch eine angemessene Frist einräumen. Gleichzeitig hat er Massnahmen auf Verordnungs- und Weisungsstufe erlassen, die auf Mitte Jahr in Kraft treten.

Internationale Radiokonzession für Top Two

BERN. Der Bundesrat hat der Radio Top AG eine internationale Konzession für das Programm Radio Top Two erteilt. Dieses Angebot, das ab Satellit und Kabel verbreitet wird, will sich auf die ganze deutschsprachige Schweiz, die Grenzregion im Vorarlberg, den süddeutschen Raum und das Fürstentum Liechtenstein ausrichten. Als engeres Verbreitungsgebiet gilt aber die Bodenseeregion (Euregio Bodensee).

Informationsschutzabkommen mit Schweden und Rumänien

BERN. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch den Abschluss zweier Informationsschutzabkommen zwischen der Schweiz und Schweden resp. Rumänien genehmigt. Diese Abkommen ermöglichen es, zwischen den beiden Ländern vermehrte militärische Zusammenarbeit zu leisten und gegenseitig Wissen und Informationen auszutauschen.

Fünfter Caritas-Transport im Irak angekommen

LUZERN. Am Sonntag morgen hat der fünfte Caritas-Hilfskonvoi mit Nothilfe-Gütern Bagdad erreicht. Mit den Medikamenten und den Produkten für die Krankenpflege werden Spitäler der Hauptstadt beliefert. Der Hilfskonvoi des internationalen Caritas-Netzes, der von Caritas Schweiz mitfinanziert wird, ist heute Morgen in Bagdad eingetroffen. Die Ladung der drei Lastwagen umfasst medizinisches Material im Wert von insgesamt rund 600'000 Franken, unter anderem Infusionen, Handschuhe, Spritzen, Stethoskope und Medikamente wie Antibiotika und Anästhetika. Das Material ist für Spitäler in Bagdadbestimmt. Bereits am 3. Mai erreichte ein Transport mit Medikamenten für 25'000 Personen die Hauptstadt. Drei weitere Hilfskonvois lieferten Nothilfe-Güter in die Städte Badreh, Mosul und Kirkuk im Norden des Landes.

Erhöhung der Alkoholsteuer in Prüfung

BERN. Eine Erhöhung des Einheitssteuersatzes auf Alkoholika kommt dieses Jahr kaum mehr in Frage. Hingegen ist der Bundesrat bereit, eine Erhöhung der Alkoholsteuer für später zu prüfen. Das schreibt er in seiner heute verabschiedeten Antwort auf ein Postulat von Nationalrat Heiner Studer (EVP/AG).

Energiedirektoren gegen energiepolitischen Kahlschlag

BERN. Die Energiedirektorenkonferenz (EnDK) wendet sich einstimmig und entschieden gegen die vom Bundesrat beabsichtigte Streichung des Budgets von "EnergieSchweiz". Dies wäre ein inakzeptabler Verzicht auf die Energiepolitik bei Bund und Kantonen. Die vom Bundesrat erwogenen Ersatzmassnahmen lehnt die EnDK ebenfalls ab. Die damit verbundene Umkrempelung der Aufgabenteilung in der Energiepolitik qualifiziert sie als in zeitlicher Hinsicht ungeeignet, verfassungswidrig und realitätsfremd.

Bundesrat gegen Lenkungsabgaben auf Düngern und Pflanzenschutzmitteln

BERN. Der Einsatz von Mineraldüngern, Hofdüngern und Pflanzenschutzmitteln soll nicht mit einer Lenkungsabgabe eingedämmt werden. Laut Bundesrat sind wirksame umwelt- und agrarpolitische Instrumente zum Schutz der Umwelt vor schädlichen Hilfsstoffen bereits vorhanden. Sie müssen aber konsequenter umgesetzt und ihre Wirkung besser evaluiert werden.

Botschaft zum Währungshilfegesetz verabschiedet

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zum Bundesgesetz über die internationale Währungshilfe (WHG) verabschiedet. Kernanliegen der Vorlage ist die Schaffung einer klaren und umfassenden gesetzlichen Grundlage für die Finanzierungsverpflichtungen, welche die Schweiz im Rahmen der internationalen Währungszusammenarbeit eingeht.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

22. Mai 2003

Planmässige Einführung von Tarifwerk erwartet

BERN. Das Leitungsgremium TARMED Suisse steht vorbehaltlos hinter der geplanten Einführung des neuen ambulanten Tarifwerkes per 1. Januar 2004 im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach KVG. TARMED ist ein partnerschaftlich erarbeitetes Vertragswerk für die Tarife im ambulanten Sektor und ersetzt die bisherigen unterschiedlichen kantonalen Einzelleistungstarife und den Spitalleistungskatalog. Das Leitungsgremium erwartet, dass alle Beteiligten die notwendigen Vorbereitungsarbeiten zügig vorantreiben. Für die nötigen Anpassungen stehen vereinbarte Vorgehensweisen zur Verfügung. Gewisse Verschiebungen bei der Abgeltung von technischen und invasiv-operativen Leistungen zugunsten konsiliarischer ärztlicher Tätigkeiten sind beabsichtigt und von allen Partnern von TARMED Suisse ausdrücklich akzeptiert worden. Im Interesse von Patientinnen und Patienten appelliert das Leitungsgremium von TARMED Suisse an alle Partner, konstruktiv bei der Umsetzung des Tarifwerkes mitzuwirken.

Reservationssystem bringt keine Verkehrsreduktion

ALTDORF. Das Reservationssystem schafft vor allem für die  Transportunternehmungen und die Chauffeure Erleichterungen. Es bringt aber nicht die von Verfassung und Gesetz verlangte Reduktion des alpenquerenden Schwerverkehrs. Trotzdem begrüsst die Alpen-Initiative das System, weil es eine Vorstufe zur Alpentransitbörse sein kann. 

Bericht des Bundesrats über die im Jahr 2002 abgeschlossenen Verträge

BERN. Der Bundesrat hat heute den Bericht über die völkerrechtlichen Verträge angenommen, die von ihm selbst, einem Departement, einer Gruppe oder einem Bundesamt im Laufe des Jahres 2002 abgeschlossen worden sind.

Im Bericht sind alle völkerrechtlichen Verträge aufgeführt, die im Jahre 2002 abgeschlossen wurden, ohne dass eine vorherige Zustimmung des Parlaments dazu nötig war. Die jeweiligen Verträge werden kurz vorgestellt, und zwar mit stichwortartiger Angabe des Inhalts, der Ziele, der erwarteten Kosten, der Rechtsgrundlage und schliesslich der Modalitäten für Inkrafttreten und Kündigung.

Insgesamt sind in diesem Bericht, der im Bundesblatt veröffentlicht wird, rund 210 internationale Verträge aufgeführt, darunter etwa 140, die von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) abgeschlossen worden sind.

Botschaft zum Währungshilfegesetz verabschiedet

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zum Bundesgesetz über die internationale Währungshilfe (WHG) verabschiedet. Kernanliegen der Vorlage ist die Schaffung einer klaren und umfassenden gesetzlichen Grundlage für die Finanzierungsverpflichtungen, welche die Schweiz im Rahmen der internationalen Währungszusammenarbeit eingeht.

Erhöhung der Alkoholsteuer in Prüfung

BERN. Eine Erhöhung des Einheitssteuersatzes auf Alkoholika kommt dieses Jahr kaum mehr in Frage. Hingegen ist der Bundesrat bereit, eine Erhöhung der Alkoholsteuer für später zu prüfen. Das schreibt er in seiner heute verabschiedeten Antwort auf ein Postulat von Nationalrat Heiner Studer (EVP/AG).

G8: Bundesrat stellt sich hinter den Entscheid des Sicherheitsausschusses

BERN. Der Bundesrat genehmigt die Unterstützung durch deutsche Polizeikräfte, um die Sicherheit der im Flughafen Genf-Cointrin eintreffenden Regierungschefs und der gleichzeitig stattfindenden Grossdemonstration vom 1. Juni in Genf gewährleisten zu können. Die Genfer Regierung hatte an ihrer Beurteilung der Gefährdungslage für Genf festgehalten und ein Gesuch für 750 Polizisten aus Deutschland an den Bundesrat gestellt.

G8: Bundesrat stellt sich hinter den Entscheid des Sicherheitsausschusses

BERN. Der Bundesrat genehmigt die Unterstützung durch deutsche Polizeikräfte, um die Sicherheit der im Flughafen Genf-Cointrin eintreffenden Regierungschefs und der gleichzeitig stattfindenden Grossdemonstration vom 1. Juni in Genf gewährleisten zu können. Die Genfer Regierung hatte an ihrer Beurteilung der Gefährdungslage für Genf festgehalten und ein Gesuch für 750 Polizisten aus Deutschland an den Bundesrat gestellt.

Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge

BERN. Aufgrund der anhaltend schlechten Lage der Finanzmärkte befinden sich zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung. Die Pensionskassen müssen von Gesetzes wegen in dieser Situation Sanierungsmassnahmen ergreifen. Der Bundesrat schlägt für gravierende Unterdeckungen im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahren eine Reihe weitergehender Massnahmen vor, welche die Vorsorgeeinrichtungen in die Lage versetzen sollen, wieder die volle Deckung herzustellen. Dafür will er ihnen auch eine angemessene Frist einräumen. Gleichzeitig hat er Massnahmen auf Verordnungs- und Weisungsstufe erlassen, die auf Mitte Jahr in Kraft treten.

Schweizer Teilnahme an der Ministerkonferenz von COST

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Schweiz an der Ministerkonferenz von COST (Coopération européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique) vom 27. Mai 2003 in Dubrovnik teilnimmt. Wichtige Traktanden der Ministerkonferenz sind die Modernisierung der politisch-administrativen Gremien von COST, die Übernahme des bisher von der EU-Kommission gewährleisteten wissenschaftlichen Sekretariats durch die European Science Foundation und die Positionierung von COST im Rahmen des entstehenden Europäischen Forschungsraumes. Die Schweizer Delegation wird angeführt von Paul-Erich Zinsli, stv. Direktor des Bundesamtes für Bildung und Wissenschaft BBW.

Caritas veröffentlicht Jahresbericht

Die Delegiertenversammlung hiess den Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung 2002 von Caritas Schweiz gut. Das Hilfswerk realisierte im vergangenen Jahr Programme und Projekte im Inland und im Ausland in der Höhe von 102,3 Millionen Franken. Auch Bund und Glückskette unterstützten die Auslandhilfe der Caritas, die im vergangenen Jahr einen Umfang von 47,7 Millionen Franken erreichte.

LUZERN. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das Ergebnis von 102,3 Millionen Franken einer Abnahme von zwölf Prozent. Der Rückgang hängt vor allem mit der Kantonalisierung der Flüchtlingsbetreuung zusammen: Für die Integration der anerkannten Flüchtlinge sind aufgrund der letzten Revision des Asylgesetzes seit 2001 nicht mehr die anerkannten privaten Hilfswerke im Auftrag des Bundes zuständig, sondern die Kantone.

Beinahe die Hälfte der Projektaufwendung entfielen auf die rund 700 Projekte der Auslandhilfe. Davon wurden für die längerfristige Entwicklungszusammenarbeit 28,8 Millionen Franken, für die humanitäre Hilfe 18,9 Millionen Franken aufgewendet. Diese stand im Zeichen der Not- und Wiederaufbauhilfe auf dem Balkan und in Afghanistan. Hinzu kam die Hilfe für die Überschwemmungsopfer in Mitteleuropa (Tschechien) und in Asien (Indien, Bangladesch) sowie zugunsten der Hungerbekämpfung in Simbabwe und in Äthiopien.

Kooperation mit DEZA und Glückskette

Die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) beteiligte sich mit 9,5 Millionen Franken an der Auslandhilfe der Caritas. Die Glückskette unterstützte die humanitäre Hilfe der Caritas mit 7 Millionen Franken. Die Spenden entsprachen mit 18,2 Millionen Franken den Budgetvorhaben, einzig im Legatsbereich war ein grösserer Rückgang zu verzeichnen.

Unter den Inland-Aktivitäten der Caritas sind zu erwähnen die intensivere Betreuung minderjähriger Asyl Suchender sowie die Unterstützung von rund 800 tamilischen Kindern in 17 Tamilenschulen, wo diese in der Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes unterrichtet werden. Ausserdem vermittelte Caritas Schweiz 1106 Freiwillige, die 12 756 Arbeitstage leisteten, auf 202 bäuerliche Familienbetriebe in den Schweizer Alpen und im Jura. Sodann gibt es bereits neun Caritas-Lebensmittelläden, die Menschen mit geringem Einkommen offen stehen. Die Produkte werden in diesen Läden rund 30 bis 50 Prozent unter den marktüblichen Preisen verkauft. Caritas hat zu diesem Zweck Lieferverträge mit Produktionsunternehmen wie Baer, Emmi oder Nestlé Schweiz abgeschlossen.

"Arme sterben früher"

Auf grosse Resonanz stiess schliesslich die Caritas-Studie "Arme sterben früher", die den Zusammenhang von sozialer Sicht und Lebenserwartung untersucht. Die Studie weist auf markante Unterschiede hin: Wer wenig verdient, eine tiefe Schulbildung aufweist oder eine niedrige berufliche Stellung hat, stirbt im Durchschnitt vier bis fünf Jahre früher als eine gut ausgebildete Person mit hohem Einkommen. Im Zuge der Corporate-Governance-Debatte veröffentlicht die Caritas auch das Salär ihres Direktors. Dieses beträgt. nach zwölf Dienstjahren als Direktor bei Caritas. 182 000 Franken und entspricht damit dem Gehalt eines Rektors einer Fachhochschule. Die Lohnspreizung, also der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Lohn, beträgt bei der Caritas Faktor 4.

Bundesrätin Metzler lobt Graubünden

CHUR. Am Samstag, 10. Mai 2003, wurde mit dem Staatsakt in der Kantonshauptstadt die offizielle Feier anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „200 Jahre Graubünden bei der Eidgenossenschaft“ abgehalten. Ruth Metzler überbrachte den rund 320 geladenen Gästen in der Martinskirche die Grussbotschaft des Bundesrats. Rund 300 Bündnerinnen und Bündner aus allen Bereichen des kulturellen Lebens wirkten an der Feier mit. Das abschliessende Bankett fand in ungewohntem Rahmen auf dem Postautodeck am Bahnhof Chur statt.  Im Rahmen des Projektes "Graubünden 2003 Chaus e muntognas. Köpfe und Berge. Teste e montagne." fand mit dem "Staatsakt“ die offizielle und protokollarische Feier zum Jubiläumsjahr 2003 statt. Damit wurde die Reihe von insgesamt fünf Projekten (Piazza grande, Staatsakt, Salut Paris!, Züri und Testas) fortgesetzt.

Zollkontingentsanteile für 400 Zuchtrinder werden versteigert

BERN. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat die Einfuhrrechte für 400 Zuchtrinder zur Versteigerung ausgeschrieben. Die Zuchtrinder können nur aus Ländern eingeführt werden, in welche die Schweiz Zuchtrinder exportieren kann.

weko: UBS Auflage II erfüllt

BERN. Die von der Wettbewerbskommission (Weko) anlässlich der Fusion von Bankgesellschaft (SBG) und Bankverein (SBV) zur UBS AG verhängte Auflage betreffend die Gemeinschaftswerke der Schweizer Bankwirtschaft wird nicht verlängert.

Die Weko bewilligte 1998 die Fusion zwischen der SBG und dem SBV zur neuen UBS AG mit verschiedenen Auflagen. Dazu gehörte insbesondere auch die Verpflichtung der UBS AG, sich weiterhin an den Trägern der Gemeinschaftswerke der Schweizer Banken (heute: Telekurs Holding AG, SIS Swiss Financial Services Group und SECB Swiss Euro Clearing Bank GmbH) zu beteiligen und deren Dienstleistungen zu nutzen (Auflage II). Die Auflage bezweckte die Aufrechterhaltung der gemeinsamen Branchen- und Netzwerkinfrastruktur zu Gunsten der Kantonalbanken und übrigen Banken und diente somit der Stärkung des Wettbewerbs insbesondere im Retail Banking. Sie war befristet bis anfangs Mai 2003, hätte aber von der Weko nötigenfalls um maximal weitere fünf Jahre verlängert werden können.

Teilrevision der Raumplanungsverordnung

BERN. Der Bundesrat hat heute eine Teilrevision der Raumplanungsverordnung (RPV)

gutgeheissen und auf den 1. Juli 2003 in Kraft gesetzt. Die RPV wird durch einen Artikel ergänzt. Dieser präzisiert, in welchem Ausmass Wohnbauten geändert werden können, die ursprünglich landwirtschaftlich genutzt wurden und neu landwirtschaftsfremd bewohnt werden sollen.

Swissair: Kredite zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs nicht voll beansprucht

BERN. Das Darlehen an die Swissair zur temporären Aufrechterhaltung des Flugbetriebes im Maximalbetrag von 1,45 Mrd Franken ist nicht vollumfänglich beansprucht worden. Da die Schlussabrechnung noch aussteht, kann die Minderbeanspruchung zur Zeit nicht abschliessend beziffert werden; sie dürfte jedoch bei 300 Mio Franken liegen, wie der Bundesrat heute in seiner Antwort auf eine Interpellation der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei (SVP) schreibt.

Swiss soll sich ausschliesslich an wirtschaftliche Kriterien halten

BERN. Die Swiss ist zwar gehalten, die Interessen aller Landesflughäfen angemessen zu berücksichtigen, doch bedeutet das nicht, dass sie Leistungen aufrecht erhalten muss, die sie in ihrer Existenz bedrohen.

Dies schreibt der Bundesrat in seiner heute verabschiedeten Antwort auf eine Interpellation von Nationalrätin Anita Fetz (SP/BS). Swiss habe ihre Entscheide allein aufgrund wirtschaftlicher Kriterien zu fällen.

Schweiz an der Ministerkonferenz der ESA in Paris

BERN. Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Schweiz an der ESA-Ministerkonferenz vom 27. Mai 2003 in Paris teilnehmen wird. Die Konferenz hat zum Ziel, die Konkurrenzfähigkeit der ESA auf dem Gebiet der Trägerraketen zu sichern, die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation (ISS) zu bestätigen und den Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen der ESA und der Europäischen Union festzulegen. Die Schweizer Delegation wird von Staatssekretär Charles Kleiber, Direktor der Gruppe für Wissenschaft und Forschung angeführt.

4. IV-Revision: Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung

BERN. Der Bundesrat hat die Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung und verschiedener weiterer Verordnungen des Sozialversicherungsrechts genehmigt. Dabei handelt es sich um die Ausführungsbestimmungen zu den Massnahmen, die im Rahmen der 4. IV-Revision vorgesehen sind, wie z. B. die einheitliche Hilflosenentschädigung, die regionalen ärztlichen Dienste und die Pilotversuche. Die Änderung tritt am 1. Januar 2004 in Kraft.

Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge

BERN. Aufgrund der anhaltend schlechten Lage der Finanzmärkte befinden sich zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung. Die Pensionskassen müssen von Gesetzes wegen in dieser Situation Sanierungsmassnahmen ergreifen. Der Bundesrat schlägt für gravierende Unterdeckungen im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahren eine Reihe weitergehender Massnahmen vor, welche die Vorsorgeeinrichtungen in die Lage versetzen sollen, wieder die volle Deckung herzustellen. Dafür will er ihnen auch eine angemessene Frist einräumen. Gleichzeitig hat er Massnahmen auf Verordnungs- und Weisungsstufe erlassen, die auf Mitte Jahr in Kraft treten.

Internationale Radiokonzession für Top Two

BERN. Der Bundesrat hat der Radio Top AG eine internationale Konzession für das Programm Radio Top Two erteilt. Dieses Angebot, das ab Satellit und Kabel verbreitet wird, will sich auf die ganze deutschsprachige Schweiz, die Grenzregion im Vorarlberg, den süddeutschen Raum und das Fürstentum Liechtenstein ausrichten. Als engeres Verbreitungsgebiet gilt aber die Bodenseeregion (Euregio Bodensee).

Informationsschutzabkommen mit Schweden und Rumänien

BERN. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch den Abschluss zweier Informationsschutzabkommen zwischen der Schweiz und Schweden resp. Rumänien genehmigt. Diese Abkommen ermöglichen es, zwischen den beiden Ländern vermehrte militärische Zusammenarbeit zu leisten und gegenseitig Wissen und Informationen auszutauschen.

Fünfter Caritas-Transport im Irak angekommen

LUZERN. Am Sonntag morgen hat der fünfte Caritas-Hilfskonvoi mit Nothilfe-Gütern Bagdad erreicht. Mit den Medikamenten und den Produkten für die Krankenpflege werden Spitäler der Hauptstadt beliefert. Der Hilfskonvoi des internationalen Caritas-Netzes, der von Caritas Schweiz mitfinanziert wird, ist heute Morgen in Bagdad eingetroffen. Die Ladung der drei Lastwagen umfasst medizinisches Material im Wert von insgesamt rund 600'000 Franken, unter anderem Infusionen, Handschuhe, Spritzen, Stethoskope und Medikamente wie Antibiotika und Anästhetika. Das Material ist für Spitäler in Bagdadbestimmt. Bereits am 3. Mai erreichte ein Transport mit Medikamenten für 25'000 Personen die Hauptstadt. Drei weitere Hilfskonvois lieferten Nothilfe-Güter in die Städte Badreh, Mosul und Kirkuk im Norden des Landes.

Erhöhung der Alkoholsteuer in Prüfung

BERN. Eine Erhöhung des Einheitssteuersatzes auf Alkoholika kommt dieses Jahr kaum mehr in Frage. Hingegen ist der Bundesrat bereit, eine Erhöhung der Alkoholsteuer für später zu prüfen. Das schreibt er in seiner heute verabschiedeten Antwort auf ein Postulat von Nationalrat Heiner Studer (EVP/AG).

Energiedirektoren gegen energiepolitischen Kahlschlag

BERN. Die Energiedirektorenkonferenz (EnDK) wendet sich einstimmig und entschieden gegen die vom Bundesrat beabsichtigte Streichung des Budgets von "EnergieSchweiz". Dies wäre ein inakzeptabler Verzicht auf die Energiepolitik bei Bund und Kantonen. Die vom Bundesrat erwogenen Ersatzmassnahmen lehnt die EnDK ebenfalls ab. Die damit verbundene Umkrempelung der Aufgabenteilung in der Energiepolitik qualifiziert sie als in zeitlicher Hinsicht ungeeignet, verfassungswidrig und realitätsfremd.

Bundesrat gegen Lenkungsabgaben auf Düngern und Pflanzenschutzmitteln

BERN. Der Einsatz von Mineraldüngern, Hofdüngern und Pflanzenschutzmitteln soll nicht mit einer Lenkungsabgabe eingedämmt werden. Laut Bundesrat sind wirksame umwelt- und agrarpolitische Instrumente zum Schutz der Umwelt vor schädlichen Hilfsstoffen bereits vorhanden. Sie müssen aber konsequenter umgesetzt und ihre Wirkung besser evaluiert werden.

Botschaft zum Währungshilfegesetz verabschiedet

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zum Bundesgesetz über die internationale Währungshilfe (WHG) verabschiedet. Kernanliegen der Vorlage ist die Schaffung einer klaren und umfassenden gesetzlichen Grundlage für die Finanzierungsverpflichtungen, welche die Schweiz im Rahmen der internationalen Währungszusammenarbeit eingeht.    

 

 

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