Aids-Hilfe Schweiz appelliert an die Gäste von Evian

ZÜRICH. Beim Gipfeltreffen der sieben mächtigsten Industriestaaten und Russlands in Evian am Genfersee steht auch Aids auf der Traktandenliste. Die Aids-Hilfe Schweiz fordert die Regierungen auf, das Schwarz-Peter-Spiel aufzugeben und nach praktikablen Lösungen für den weltweiten Zugang zu lebensrettender Medizin zu suchen.

Botschaft über die Finanzierung der Kulturstiftung Pro Helvetia

BERN. Der Bundesrat hat zuhanden der Eidgenössischen Räte eine Botschaft über die Finanzierung der Tätigkeit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in den Jahren 2004-2007 verabschiedet.

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 

30. Mai 2003

Aids-Hilfe Schweiz appelliert an die Gäste von Evian

Beim Gipfeltreffen der sieben mächtigsten Industriestaaten und Russlands in Evian am Genfersee steht auch Aids auf der Traktandenliste. Die Aids-Hilfe Schweiz fordert die Regierungen auf, das Schwarz-Peter-Spiel aufzugeben und nach praktikablen Lösungen für den weltweiten Zugang zu lebensrettender Medizin zu suchen. Dafür müssen alle Akteure über ihren Schatten springen.

ZÜRICH. Die Verantwortung für die weitere Entwicklung der Aids-Epidemie lässt sich nicht delegieren. Die USA, die eine sinnvolle Regelung im Patentschutz bisher verhindert haben und die Hilfsgelder an unrealistische Bedingungen (wie Propaganda für sexuelle Abstinenz) knüpfen, stehen ebenso in der Pflicht wie die europäischen Länder, deren Zahlungen in den Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose bislang unzureichend geblieben sind. Aber auch die am stärksten betroffenen Staaten Afrikas, teilweise als Gäste beim Gipfel zugegen, sind gefragt: Ohne den entschiedenen Willen der Regierungen, das Problem anzupacken, kommt die Prävention dort nicht vom Fleck.

Weltweit leben 42 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, drei Viertel davon in Afrika, wo die Aids-Medikamente nicht verfügbar sind. Die Krankheit bedroht, weil sie vor allem Menschen im aktiven Alter dahinrafft, die Fundamente der Gesellschaft. Weder Kinderbetreuung noch Bildung, weder landwirtschaftlicher Ertrag noch innere Sicherheit sind gewährleistet, wenn aus einer Gesellschaft die Mitte wegbricht. Die Implosion eines ganzen Kontinents hätte für die Welt dramatische Folgen.

Botschaft über die Finanzierung der Kulturstiftung Pro Helvetia

BERN. Der Bundesrat hat zuhanden der Eidgenössischen Räte eine Botschaft über die Finanzierung der Tätigkeit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in den Jahren 2004-2007 verabschiedet. Er beantragt eine Aufstockung der in der ablaufenden Finanzierungsperiode verfügbaren Stiftungsmittel um 7 Millionen Franken oder 5.5 Prozent auf insgesamt 137 Millionen Franken: 121 Millionen für die Erfüllung des gesetzlichen Mindestauftrags, 16 Millionen für eine akzentuierte Förderung in den Bereichen Tanz,  Verständigung im Inland und kultureller Dialog mit dem Ausland. Der Bundesrat unterstreicht damit die Bedeutung eines nachhaltigen Kulturengagements des Bundes, weist aber darauf hin, dass die finanzielle Situation es nicht zulässt, den im Anhang zur Botschaft begründeten Erwartungen der Stiftung (179.5 Millionen Franken) zu entsprechen. Die Eidgenössischen Räte werden in der Herbst- und Wintersession 2003 über den Antrag des Bundesrates beschliessen.

 

 

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