Verlangsamter Wandel der  Familienformen

NEUENBURG. Die Zahl der Privathaushalte in der Schweiz hat seit 1990 stärker zugenommen (+9,6%) als die Wohnbevölkerung (+6,0%). Der Trend zu kleinen Haushalten setzte sich fort, wenn auch regional unterschiedlich. Die Familienformen haben sich vor allem durch die Zunahme der Singles und der Paare ohne Kinder sowie der Einelternhaushalte gewandelt.

Die Schweiz begrüsst den WTO-Beschluss über einen besseren Medikamentenzugang

BERN. Die Schweiz begrüsst die Einigung in der WTO zur Frage des Gebrauchs von Zwangslizenzen durch Entwicklungsländer, welche über keine oder nur ungenügende Produktionskapazitäten im pharmazeutischen Bereich verfügen.

Das seco im Dialog mit WTO-Kritikern

BERN. Vertreter des seco haben gestern mit der Gruppierung Anti-WTO Koordination Bern in den Räumlichkeiten des seco einen Dialog über Globalisierung und WTO geführt.

Landesindex der Konsumentenpreise im August 2003

NEUENBURG. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im August 2003 einen Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102,3 Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,5 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,3 Prozent im Juli 2003 und von ebenfalls 0,5 Prozent im August 2002.

 

 

2. September 2003

Verlangsamter Wandel der  Familienformen

Die Zahl der Privathaushalte in der Schweiz hat seit 1990 stärker zugenommen (+9,6%) als die Wohnbevölkerung (+6,0%). Der Trend zu kleinen Haushalten setzte sich fort, wenn auch regional unterschiedlich. Die Familienformen haben sich vor allem durch die Zunahme der Singles und der Paare ohne Kinder sowie der Einelternhaushalte gewandelt. Dennoch leben wie 1990 immer noch vier Fünftel der Wohnbevölkerung in einem familiären Kontext, und weiterhin fast die Hälfte wohnt in einem Paarhaushalt mit einem oder mehreren Kindern. Dies sind einige Ergebnisse der Auswertung der Volkszählung 2000 durch das Bundesamt für Statistik (BFS).

NEUENBURG. Die Zahl der Privathaushalte hat zwischen 1990 und 2000 wie in den vorherigen Dekaden landesweit nochmals stärker zugenommen als die Wohnbevölkerung: um 9,6%, auf 3,12 Millionen. Im gleichen Zeitraum wuchs die Wohnbevölkerung um 6,0%. Ein eigentlicher Boom von neuen Privathaushalten ist in der Innerschweiz feststellbar, wobei dieser fast ausschliesslich durch die Zunahme der kleinen und kleinsten Haushalte verursacht ist.

Trend zu kleinen Haushalten ungebrochen. Ein Drittel aller Haushalte sind Single-Haushalte. Gesamtschweizerisch ist der Trend zu kleinen Haushalten ungebrochen. Dies zeigt sich insbesondere am Anteil der Einpersonenhaushalte. Machten diese im Jahr 1960 noch 14,2% der 1,58 Millionen Privathaushalte aus, so waren es 2000 bereits 36,0% (der 3,12 Millionen Privathaushalte). Der Trend zu kleinen Haushalten ist besonders ausgeprägt in den urbanen Kantonen und Gemeinden der Schweiz:

Am häufigsten sind die Privathaushalte von zwei Personen. Der Trend zu kleineren Haushalten wirkt sich auf die durchschnittliche Grösse der Privathaushalte aus, die in den letzten 10 Jahren nochmals leicht von 2,33 auf 2,24 Personen gesunken ist.

Durch den verlangsamten Wandel der Familienformen wohnen wie 1990 immer noch beinahe vier Fünftel der Einwohnerinnen und Einwohner im familiären Kontext, und weiterhin fast die Hälfte lebt als Paar mit einem oder mehreren Kindern.

Wandel der Familienformen fortgesetzt, aber verlangsamt

Die Haushalte mit Paaren ohne Kinder haben zwischen 1990 und 2000 erneut zugenommen, um 94'000 auf 850'000 Haushalte (+12,5%). Allerdings war ihr Wachstum zwischen 1980 und 1990 mit 28,9% wesentlich ausgeprägter gewesen. Dem steht die Abnahme der Haushalte eines Elternpaares mit einem oder mehreren Kindern gegenüber. Hatte dieser Haushaltstyp zwischen 1980 und 1990 noch eine geringe Zunahme von 0,9% verzeichnet, so ist er nun zwischen 1990 und 2000 um 21’000 auf 898'000 Haushalte (-2,3%) zurückgegangen. Unter anderem unter dem Einfluss der steigenden Scheidungsziffern nahm seit 1990 die Zahl der Einelternhaushalte auf 161'000 (+11,2%) zu. Auch hier geht die Entwicklung im Vergleich zur vorangegangenen Dekade 1980-1990 (+16,6%) in die gleiche Richtung, jedoch verlangsamt.

Immer weniger Paare entscheiden sich zudem für die Ehe. Zwischen 1990 und 2000 nahmen die Paare ohne Trauschein um 28,6% zu, auch wenn die Gruppe absolut betrachtet immer noch relativ klein ist (189’000 Haushalte, davon 36'000 mit einem oder mehreren Kindern). Auch diese Gruppe ist gegenüber der Dekade 1980-1990 (+151%) langsamer gewachsen.

Ausländische Haushalte

Ausländische Haushalte haben mehr Kinder Ausländer und Ausländerinnen leben seltener als Schweizer und Schweizerinnen in Einpersonenhaushalten und auch seltener in Paarhaushalten ohne Kinder. Dagegen leben Ausländerinnen und Ausländern weitaus häufiger als Schweizerinnen und Schweizer im Haushaltstyp Paar mit Kindern. Bei den Einelternhaushalten gibt es keine Unterschiede: ob der Haushaltsvorstand einen Schweizer Pass hat oder nicht, jeder 20. Privathaushalt ist ein Einelternhaushalt. Die Mehrheit der Kinder unter 18 lebt mit Geschwistern Die grosse Mehrheit, nämlich vier Fünftel der 1,45 Millionen Kinder in Privathaushalten unter 18 Jahren lebt in einem Haushalt, der von einem verheirateten Paar geführt wird. Zusammen mit einem allein stehenden Elternteil leben 13% und zusammen mit einem Paar ohne Trauschein 3% der unmündigen Kinder.

Die Schweiz begrüsst den WTO-Beschluss über einen besseren Medikamentenzugang

BERN. Die Schweiz begrüsst die Einigung in der WTO zur Frage des Gebrauchs von Zwangslizenzen durch Entwicklungsländer, welche über keine oder nur ungenügende Produktionskapazitäten im pharmazeutischen Bereich verfügen.

Die genannte Problematik blieb an der letzten Ministerkonferenz der WTO in Doha unbeantwortet. Das Problem besteht deshalb, weil nach geltendem WTO-Recht die unter einer Zwangslizenz hergestellten Produkte überwiegend für den Heimmarkt und nicht für den Export zu verwenden sind. WTO-Mitgliedstaaten ohne ausreichende Produktionskapazitäten können somit patentierte pharmazeutische Produkte nach Erteilung einer Zwangslizenz nicht einfach importieren, sofern diese im Exportland patentgeschützt sind. Die Einigung über diese politisch sensible Thematik noch vor der WTO-Ministerkonferenz, die nächste Woche in Cancún stattfindet, stellt ein positivies Signal insbesondere gegenüber den Entwicklungsländern dar. Damit leistet die WTO einen ersten konkreten Beitrag zur besseren Versorgung von Entwicklungsländern mit Medikamenten im Falle schwerer öffentlicher Gesundheitsprobleme wie beispielsweise Aids, Malaria und Tuberkulose. Für eine umfassende Lösung des Problems sind indessen noch weitere Massnahmen nötig, wie die Senkung der Importzölle auf Medikamenten und die Verbesserung der medizinischen und logistischen Versorgung vor Ort sowie der Prävention.

Das seco im Dialog mit WTO-Kritikern

BERN. Vertreter des seco haben gestern mit der Gruppierung Anti-WTO Koordination Bern in den Räumlichkeiten des seco einen Dialog über Globalisierung und WTO geführt.

Das seco nimmt die Anliegen von WTO-Kritikern ernst und pflegt einen offenen Dialog mit allen Gruppierungen, die sich mit dem Thema Globalisierung befassen. Im Hinblick auf die WTO-Ministerkonferenz in Cancún, vom 10. bis 14. September 2003, hat die Gruppe Anti-WTO Koordination Bern den Kontakt mit dem seco gesucht. In der Folge fand zwischen Vertretern des seco und der Gruppierung ein Gespräch über die Vor- und Nachteile der Globalisierung und die Position der Schweiz in der WTO statt.

Landesindex der Konsumentenpreise im August 2003

NEUENBURG. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im August 2003 einen Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102,3 Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,5 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,3 Prozent im Juli 2003 und von ebenfalls 0,5 Prozent im August 2002.

 

 

español

bienvenidos

türkçe

merhaba

deutsch

home

dossiers

interviews

portraits

news box

migration

CH in kürze

fotobank

agenda

jahresbericht

impressum