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Weltneuheit
BERN.
Als erstes Postunternehmen gibt die Schweizerische Post den
beliebten Diddl auf je einer 70- und 90-Rappen-Marke heraus. Bei
der Cartoon-Maus handelt es sich um eine internationale
Erfolgsgeschichte. Das beweist auch sein grosser Freundeskreis und
die Tatsache, dass Diddl inzwischen bereits in 26 Ländern
auftritt und 16 verschiedene Sprachen spricht.
Diddl
erfreut sich bei Kindern, Jugendlichen und Junggebliebenen grosser
Beliebtheit und baumelt an unzähligen Taschen und Rucksäcken.
Nun können mit Diddl auch Grüsse per Post verschickt werden.
Obwohl der Erfinder und Zeichner von Diddl, Thomas Goletz, in
Deutschland zu Hause ist, verschönern seine beiden witzigen
Motive erstmals Briefmarken aus der Schweiz. Die Schweizerische
Post führt mit den Diddl-Marken nach Globi, Pingu und dem
Regenbogenfisch ihre Reihe von Kinderhelden fort. Bei den Kunden
haben sich diese Sondermarken jeweils einer speziell grossen
Nachfrage erfreut.
Sondermarke
für sechstes Schweizer UNESCO-Welterbe für nächstes Jahr
geplant
Mit
den beiden Diddl-Sondermarken "Liebesbrief" (70 Rappen)
und "Luftpost" (90 Rappen) kommen heute auch die fünf
Sondermarken "UNESCO-Welterbe der Schweiz" in die
Poststellen in den Verkauf (siehe Medienmitteilung vom 1. Juli
2003). Dem vor kurzem in die UNESCO-Liste aufgenommenen
Weltnaturerbe Monte San Giorgio im Südtessin widmet die Post im
September 2004 eine Sondermarke (1 Franken), die wiederum vom
Berner Oberländer Beat Kehrli gestaltet wird. Briefmarken und
philatelistische Produkte sind auch bei den sechs
Philateliestellen und im Internet unter www.post.ch/philashop erhältlich.
Leiter
der UN-Mission zu Besuch
BERN.
Staatssekretär Franz von Däniken hat heute den
Sonderbeauftragten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen
und Leiter der UN-Mission für den Kosovo, Harri H. Holkeri, zu
einem offiziellen Arbeitsbesuch empfangen. Im Mittelpunkt der
Gespräche standen die aktuelle Situation im Kosovo sowie Fragen
im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten, welche den Wiederaufbau
und die Rückkehr der Minderheiten im Kosovo weiterhin bestimmen.
Ein Gespräch fand ausserdem mit BFF-Direktor Jean-Daniel Gerber
statt.
Der
Arbeitsbesuch bildete eine Gelegenheit zu einem ersten
Gedankenaustausch mit dem neuen UNO-Sonderbeauftragten und
ehemaligen finnischen Ministerpräsidenten Harri H. Holkeri, der
sein Amt Ende August von seinem Vorgänger, dem deutschen
Diplomaten Michael Steiner, übernommen hat.
Die
Schweiz befürwortet die vollständige Umsetzung der Resolution
1244 (1999) des UN-Sicherheitsrates, welche die rechtliche
Grundlage der UNO-Mission im Kosovo bildet, bis die Frage des endgültigen
Status geregelt ist. Sie ist unverändert der Überzeugung, dass
alle im Kosovo vertretenen Gemeinschaften bei der Definition der
gemeinsamen Zukunft aktiv mitwirken müssen und eine Verbesserung
des Lebensstandards und der Sicherheit für alle ethnischen
Gruppen im Kosovo notwendig ist.
Das
weitreichende Engagement der Schweiz im Kosovo umfasst hauptsächlich
Programme und Projekte zum Aufbau einer stabilen Gesellschaft im
öffentlichen wie im privaten Bereich sowie Unterstützungshilfen
zum Aufbau von Infrastruktursektoren. Zwischen 1999 und 2003 hat
die Schweiz rund 400 Mio. Franken für Projekte und Programme im
Kosovo zur Verfügung gestellt, einschliesslich der Dienstkompanie
Swisscoy. Im Jahre 2003 wird sich der Gesamtbeitrag der Schweiz
auf rund 66 Mio. Franken belaufen.
"Zärtlichkeit
und Sexualität für Behinderte"
ZÜRICH.
Für das im Frühjahr gestartete Projekt „BerührerInnen – Zärtlichkeit
und Sexualität für Behinderte“ der Pro Infirmis Geschäftsstelle
Zürich wird eine breit abgestützte, unabhängige Trägerschaft
gesucht. Ein Verein, dem namhafte Persönlichkeiten aus Politik,
Sozialwesen und aus der Wirtschaft angehören sollen, wird für
die Weiterführung des Projektes – insbesondere für die
Ausbildung der BerührerInnen sowie die Vermittlung der
Dienstleistung – verantwortlich sein.
Die
Lancierung des Projektes hat ein sehr grosses Echo in der
Schweizer Öffentlichkeit nach sich gezogen. Obwohl das Medienecho
überwiegend positiv war, muss PI feststellen, dass das Projekt
viele Leute irritiert hat und negative Auswirkungen auf die
Mittelbeschaffung von Pro Infirmis Schweiz mit sich bringt.
Offensichtlich wurden einige, der Pro Infirmis gut gesinnte
Personen durch das Projekt verunsichert und verletzt, was ihre
Einstellung zur Organisation nachhaltig negativ beeinflusste. Das
Projekt berührt in doppeltem Sinne gesellschaftliche Tabus:
einerseits das Tabu des Umgangs mit behinderten Menschen,
andererseits das Tabu des Umgangs mit dem Thema Sexualität.
In
der Öffentlichkeit war sowohl Zustimmung wie auch Ablehnung zu
erkennen: Neben zahlreichen zustimmenden Reaktionen erreichte uns
auch eine beachtliche Zahl ablehnender, zum Teil harscher
Reaktionen, meistens gekoppelt mit der Ankündigung, künftig Pro
Infirmis nicht mehr bei den Spenden zu berücksichtigen. Daraus
resultierte ein beträchtlicher Rückgang der Spendeneinnahmen.
Diese Reaktionen haben die Verantwortlichen von Pro Infirmis in
diesem Ausmass nicht erwartet. Es zeigt sich, dass die Themenführerschaft
bei einem solchen Projekt nicht bei einem spendenfinanzierten
Hilfswerk liegen kann. An
der Tatsache, dass für viele Behinderte der Umgang mit Zärtlichkeit
und Sexualität ein wichtiges, ungelöstes Problem ist, ändert
dies in der Folge nichts. Die Enttabuisierung des Themas
„Sexualität und Behinderung“ und die Schaffung entsprechender
Dienstleistungen muss in der Schweiz weitergeführt werden. Pro
Infirmis hat die Wichtigkeit dieses Themas erkannt, kann aber
dieses gesellschaftliche Problem nicht lösen. Deshalb bemüht
sich Pro Infirmis um die Übergabe des Projektes an eine breit
abgestützte , unabhängige Trägerschaft. Bis zur Gründung der
neuen Trägerschaft wird die Ausbildung der 12 BerührerInnen
aufgeschoben.
IEA
LOBT SCHWEIZER ENERGIEPOLITIK
BERN.
"Die umfassende Schweizer Energiepolitik im Rahmen des
Programms EnergieSchweiz verdient Anerkennung", erklärte
William Ramsay, stellvertretender Direktor der Internationalen
Energieagentur (IEA), anlässlich der Vorstellung des Berichts
Energy Policies of IEA Countries – Switzerland 2003 Review am
Dienstag in Bern.
Weiter
sagte er: "Die Ölvorräte der Schweiz übertreffen die von
der IEA geforderte Reserve für 90 Tage und belegen das klare
Bekenntnis des Landes zur Versorgungssicherheit. Auch die jüngste
Volksabstimmung über die Kernenergie ist bemerkenswert, da sie
dem Bundesrat eine Energiepolitik erlaubt, die sich an den '3E'
– Energy security, Environment und Economy
(Versorgungssicherheit, Umwelt und Wirtschaft) –
orientiert."
Dennoch
steht die Schweiz vor einer Reihe von Herausforderungen. Denn auch
wenn die Grundsätze und Massnahmen des Programms EnergieSchweiz
vollständig umgesetzt werden, dürften sie nicht ausreichen, um
die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen. Zudem kommt die
Schweiz nicht darum herum, die Effizienz im Energiesektor zu erhöhen,
wobei natürlich der Ausgang der Abstimmung über das Elektrizitätsmarktgesetz
im September 2002 zu respektieren ist. Die Behörden sollten
weiterhin fortfahren, die Bürgerinnen und Bürger über die Ziele
der Energiepolitik und die Folgen der Abstimmungsentscheidung zu
informieren.
Erfolgsbilanz
zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler fällt
eher bescheiden aus
BERN.
Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N)
hat im Rahmen einer Evaluation eine Erfolgskontrolle des
Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von
nationaler Bedeutung (BLN) vorgenommen. Sie hat das Konzept, auf
dem das BLN basiert, überprüft und eine Beurteilung des
BLN-Vollzugs auf Bundesebene vorgenommen. Obschon in den letzten
Jahren eine tendenzielle Verbesserung hinsichtlich der
Zielerreichung beobachtet werden kann, bestehen noch Möglichkeiten,
das Instrumentarium des BLN zu stärken und das BLN besser
auszuschöpfen. Die GPK-N empfiehlt dem Bundesrat, die Schutzziele
des BLN zu überprüfen so
Die
Stimme der Exportwirtschaft in Cancun
BERN.
Das Internationale Handelszentrum (ITC) - eine Tochterorganisation
der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD)
und der Welthandelsorganisation (WTO) - führte zum fünften Mal
in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Staatssekretariat für
Wirtschaft (seco) ein internationales Forum durch. Das Executive
Forum fandzwischen dem 6. und 9. September 2003 in Cancun - im
Vorfeld der fünften WTO-Ministerialkonferenz - statt.
Rednerpreis
für Leuenberger
BERN.
Bundesrat Moritz Leuenberger wird der Cicero-Rednerpreis 2003 für
die beste politische Rede des Jahres im deutschsprachigen Raum
verliehen. Er ist der erste Schweizer, der diese Auszeichnung erhält.
Die Preisübergabe findet am 19. September in Bonn statt.
Der
Cicero-Rednerpreis wird seit 1994 vom Verlag für die Deutsche
Wirtschaft AG für herausragende öffentliche Reden in den
Kategorien Politik, Wirtschaft, Kultur/Medien, Wissenschaft
verliehen. Der Preis soll „die wichtige Rolle der öffentlichen
Rede in einer auf Kommunikationsfähigkeit und Dialogbereitschaft
angewiesenen Demokratie“ ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Leuenberger ist vom Tübinger Rhetorik Professor Gert Ueding
vorgeschlagen worden.
Bisherige
Preisträger sind unter anderem: Lothar Späth, Marcel
Reich-Ranicki, Antje Vollmer, Ron Sommer, Rolf Hochhuth, Ulla
Hahn. Nach dem luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker
ist Bundesrat Leuenberger der zweite Nicht-Deutsche, der den
„Cicero“ erhält.
Ausgewählt
hat die Jury Leuenbergers Rede „Das Böse, das Gute, die
Politik“, in der er den bedingungslosen Glauben an eine klare
Trennlinie zwischen Gut und Böse in Frage stellt (Redensammlung
„Die Rose und der Stein“, Limmatverlag, 2002).
Preisträger
des „Cicero 2003“ in der Kategorie Kultur ist der Theater und
Opernregisseur Hans Neuenfels, in der Kategorie Wissenschaft der
emeritierte Bielefelder Professor Hans-Ulrich Wehler und in der
Kategorie Wirtschaft Dr. Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender
der Porsche AG. Die Preisverleihung findet am 19. September um 11
Uhr im internationalen Kongresszentrum „Bundeshaus“ (ehem.
Parlamentsgebäude) in Bonn statt.
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