Wirtschaftswachstum wird längerfristig durch Entlastungsprogramm unterstützt

BERN. Der Bundesrat ist davon überzeugt, dass auf Dauer das wirtschaftliche Wachstum nur dann gefördert werden kann, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. 

Aufschub der Besteuerung bis zur Veräusserung

BERN. Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform II soll ins Privatvermögen überführten Geschäftsliegenschaften ein Besteuerungsaufschub bis zur Veräusserung gewährt werden. 

Botschaft zur Änderung des Luftfahrtgesetzes 

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft zu einer Änderung des Luftfahrtgesetzes verabschiedet. Mit einer Ergänzung des Luftfahrtgesetzes wird die Prüfung der Vereinbarkeit von staatlichen Beihilfen mit dem Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EG geregelt.

Eingeschränkte Einsicht in Bundesarchiv-Akten zu Südafrika

BERN. Der Bundesrat hat im April 2003 die Einsicht in Akten zu Südafrika im Bundesarchiv teilweise eingeschränkt. Dies geschah, um Schweizer Unternehmen in laufenden Prozessverfahren in den USA gegenüber ausländischen Firmen nicht zu benachteiligen. 

Expansivere Wirtschaftspolitik als die Europäische Union

BERN. Die Budgetanpassungen im Entlastungsprogramm des Bundes sind weniger einschneidend und konjunkturverträglicher als die, welche gewisse Mitglieder der Europäischen Währungsunion gegenwärtig vornehmen müssen. 

Gegen eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen

BERN. Der Bundesrat widersetzt sich Ideen, die auf eine Aufhebung des Bankgeheimnisses oder auf die Einführung einer nationalen Reichtumssteuer abzielen. 

Keine Abgabe auf nicht erneuerbaren Energien zugunsten der Krankenversicherung

BERN. Der Bund ist sich der zunehmenden Belastung der Bevölkerung durch die steigenden Krankenkassenprämien bewusst. Mit der 2. KVG Teilrevision soll deshalb eine gezielte Entlastung von Familien mit Kindern erfolgen. 

Bereits 2’836  Kandidierende für 200 Sitze  registriert die  Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003 rücken näher. 

Bern. Am Montag Abend des 8.  September sind in den letzten Proporzkantonen die Bereinigungsfristen für die  Wahlvorschläge abgelaufen. Allein aus diesen Kantonen bewerben sich 993 (1999:  983, 1995: 990) Kandidatinnen und 1'843 (1999: 1'862, 1995: 1'844) Kandidaten um  die 200 Sitze in der Grossen Kammer in Bern. 

Unveränderte Abgangsentschädigungen für Führungskräfte

BERN. Eine Kürzung der Abgangsentschädigung für hohe Kader der Bundesverwaltung und eine Einschränkung des Kreises der Entschädigungsberechtigten im Rahmen des geplanten Entlastungsprogramms ermöglicht nach Ansicht des Bundesrates keine substanziellen Einsparungen. 

Keine Bevorzugung von Bauvorhaben

BERN. Mit der Sanierung der Bundesfinanzen will der Bund nicht zuletzt auch gute Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum schaffen. In seiner Stellungnahme zu zwei parlamentarischen Vorstössen lehnt der Bundesrat die Forderungen ab, Bauvorhaben im Rahmen des Entlastungsprogramms 2003 bevorzugt zu behandeln.

Verkehrshaus erhält 6,4 Mio.

BERN. Der Bundesrat hat zuhanden der Eidgenössischen Räte eine Botschaft über die Finanzierung der Tätigkeiten des Schweizerischen Verkehrshauses in den Jahren 2004-2007 verabschiedet. Das Verkehrshaus soll für die kommenden vier Jahre einen Zahlungsrahmen von insgesamt 6.4 Millionen Franken mit Jahresbeiträgen von je 1.6 Millionen Franken erhalten. 

Wirtschaftspolitik trägt der konjukturellen Lage Rechnung

BERN. Der Bundesrat verfolgt eine Wirtschaftspolitik, die der konjunkturellen Lage angepasst ist. In seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrat Jean-Claude Rennwald (SPS/JU) betont er, dass die derzeitige Haushaltspolitik des Bundes konjukturfreundlich ist. Auch die Schweizerische Nationalbank betreibe eine situationsgerechte Geldpolitik.

Keine subventionierten Wechselkurse für die Exportindustrie

BERN. Eine zeitlich befristete Gewährung eines Sonderwechselkurses für Schweizer Exporte in den Dollarraum wäre weder wirtschaftlich sinnvoll noch verfassungskonform. Der Bundesrat lehnt deshalb ein entsprechendes Postulat der SP-Fraktion ab.

Markanter Anstieg des privaten Wohneigentums 

NEUENBURG. Im Jahr 2000 wurden in der Schweiz erstmals über eine Million Erstwohnungen im Eigentum gezählt. Die Wohneigentumsquote hat sich damit seit 1990 von 31,3 Prozent auf 34,6 Prozent erhöht. 

Schwarzfahrer zahlen höhere Zuschläge 

Bern. Ab dem 1. Dezember 2003 werden Schwarzfahrer stärker zur Kasse gebeten. In den Regionalzügen bezahlen Reisende ohne gültigen Fahrausweis künftig einen Zuschlag von 80 statt wie bisher 60 Franken. 

SMUV protestiert gegen Senkung des Mindestzinssatzes 

ZÜRICH. Die Gewerkschaft SMUV protestiert dagegen, dass der Bundesrat den Mindestzinssatz der beruflichen Vorsorge erneut und massiv gesenkt hat. Einmal mehr hat der Bundesrat damit einzig und allein auf den Gewinn der Aktionäre und Manager der Lebensversicherer Rücksicht genommen, während die ArbeitnehmerInnen dafür mit kleineren Renten abgespiesen werden. 

Keine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier

BERN. Der Bundesrat lehnt eine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier in der Bundesverwaltung ab. Ein durchgängiger Einsatz solchen Papiers sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll, schreibt er in seiner gestern erteilten Antwort auf eine Motion von Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL).

Neue Adresse für Studentenleben 

ZÜRICH. Die Stiftung für Studentisches Wohnen eröffnete am 10. September 2003 den Bülachhof, eine Siedlung für Studierende im Kreis 6. Der Bülachhof vergrössert das Wohnangebot für Studierende in Zürich um 222 Zimmer. Zusammen mit der bereits bestehenden Siedlung Netzwerk an der Bülachstrasse wird die Siedlung damit zu einem Zentrum studentischen Wohnens in der Stadt mit total 488 Zimmern. 

 

 

11. September 2003

Wirtschaftswachstum wird längerfristig durch Entlastungsprogramm unterstützt

BERN. Der Bundesrat ist davon überzeugt, dass auf Dauer das wirtschaftliche Wachstum nur dann gefördert werden kann, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. In diesem Sinne – so schreibt er in seiner Antwort auf eine Empfehlung von Ständerat FilippoLombardi (CVP/TI) - unterstützt das Entlastungsprogramm 2003 längerfristig ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und sichert damit auch in Zukunft die Erfüllung staatlicher Aufgaben.

Aufschub der Besteuerung bis zur Veräusserung

BERN. Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform II soll ins Privatvermögen überführten Geschäftsliegenschaften ein Besteuerungsaufschub bis zur Veräusserung gewährt werden. Hingegen lehnt es der Bundesrat ab, in der Landwirtschaft übliche Abrechnungsmethoden tel quel auch auf die übrige Wirtschaft zu übertragen. Deshalb will er eine hierauf abzielende Motion von Nationalrat Jean Fattebert (SVP/VD) nur als Postulat entgegen nehmen. 

Botschaft zur Änderung des Luftfahrtgesetzes

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft zu einer Änderung des Luftfahrtgesetzes verabschiedet. Mit einer Ergänzung des Luftfahrtgesetzes wird die Prüfung der Vereinbarkeit von staatlichen Beihilfen mit dem Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EG geregelt.

Das Luftverkehrsabkommen sieht vor, dass staatliche Beihilfen, falls überhaupt, nur unter bestimmten Bedingungen gewährt werden können. Die Überwachung der Einhaltung dieser Regeln durch die Schweiz liegt gemäss dem Abkommen in der Zuständigkeit der schweizerischen Behörden. Mit einer neuen Bestimmung im Luftfahrtgesetz wird der Wettbewerbskommission als von Bundesrat und Verwaltungsbehörden unabhängiger Kommission die Aufgabe übertragen, in der Schweiz die Einhaltung der Regeln des Abkommens über staatliche Beihilfen zu überwachen. Der Prüfung unterliegen Entwürfe zu Beschlüssen des Bundesrats über Leistungen und Beteiligungen des Bundes an die schweizerische Luftfahrt. Dasselbe gilt für gleichartige Massnahmen der Kantone und Gemeinden sowie solche der EG und ihrer Mitgliedstaaten. Die Ergänzung des Luftfahrtgesetzes ändert die Kompetenzen nicht. Die Budgethoheit des Parlamentes bleibt ebenso unberührt wie die Entscheidungszuständigkeit des Bundesrates. Treffen Bundesrat oder Bundesversammlung allerdings Beschlüsse, die im Widerspruch zur Stellungnahme der Wettbewerbskommission stehen, setzen sie sich dem Einwand eines abkommenswidrigen Verhaltens aus. Das könnte die im Abkommen vorgesehenen Konsequenzen nach sich ziehen (Anrufung des Gemischten Ausschusses; allfällig zeitweilige Schutzmassnahmen).

Botschaft zur Änderung des Luftfahrtgesetzes

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft zu einer Änderung des Luftfahrtgesetzes verabschiedet. Mit einer Ergänzung des Luftfahrtgesetzes wird die Prüfung der Vereinbarkeit von staatlichen Beihilfen mit dem Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz und der EG geregelt.

Das Luftverkehrsabkommen sieht vor, dass staatliche Beihilfen, falls überhaupt, nur unter bestimmten Bedingungen gewährt werden können. Die Überwachung der Einhaltung dieser Regeln durch die Schweiz liegt gemäss dem Abkommen in der Zuständigkeit der schweizerischen Behörden. Mit einer neuen Bestimmung im Luftfahrtgesetz wird der Wettbewerbskommission als von Bundesrat und Verwaltungsbehörden unabhängiger Kommission die Aufgabe übertragen, in der Schweiz die Einhaltung der Regeln des Abkommens über staatliche Beihilfen zu überwachen. Der Prüfung unterliegen Entwürfe zu Beschlüssen des Bundesrats über Leistungen und Beteiligungen des Bundes an die schweizerische Luftfahrt. Dasselbe gilt für gleichartige Massnahmen der Kantone und Gemeinden sowie solche der EG und ihrer Mitgliedstaaten. Die Ergänzung des Luftfahrtgesetzes ändert die Kompetenzen nicht. Die Budgethoheit des Parlamentes bleibt ebenso unberührt wie die Entscheidungszuständigkeit des Bundesrates. Treffen Bundesrat oder Bundesversammlung allerdings Beschlüsse, die im Widerspruch zur Stellungnahme der Wettbewerbskommission stehen, setzen sie sich dem Einwand eines abkommenswidrigen Verhaltens aus. Das könnte die im Abkommen vorgesehenen Konsequenzen nach sich ziehen (Anrufung des Gemischten Ausschusses; allfällig zeitweilige Schutzmassnahmen).

Eingeschränkte Einsicht in Bundesarchiv-Akten zu Südafrika

BERN. Der Bundesrat hat im April 2003 die Einsicht in Akten zu Südafrika im Bundesarchiv teilweise eingeschränkt. Dies geschah, um Schweizer Unternehmen in laufenden Prozessverfahren in den USA gegenüber ausländischen Firmen nicht zu benachteiligen. Vor der Neuregelung der Akteneinsicht, die sich auf das Archivgesetz abstützt, gingen rechtliche Abklärungen sowie eine Umfrage über die Situation im Ausland voraus. Dies erläutert der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrätin Pia Hollenstein (Grüne/SG) vom 19. Juni 2003.

Expansivere Wirtschaftspolitik als die Europäische Union

BERN. Die Budgetanpassungen im Entlastungsprogramm des Bundes sind weniger einschneidend und konjunkturverträglicher als die, welche gewisse Mitglieder der Europäischen Währungsunion gegenwärtig vornehmen

müssen. Der Bundesrat betont in seiner heutigen Antwort auf die Interpellation von Nationalrätin Chiara Simoneschi-Cortesi (CVP/TI), dass die zeitlich gestaffelte Umsetzung des Entlastungsprogramms des Bundes dem derzeit schleppenden Gang der Wirtschaft Rechnung trage. Mit diesem Programm könne der Bund seinem antizyklischen, derzeit expansiven finanzpolitischen Kurs weiterhin treu bleiben und mit restriktiven Impulsen zuwarten, bis die Wirtschaft wieder im Aufschwung sei.

Gegen eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen

BERN. Der Bundesrat widersetzt sich Ideen, die auf eine Aufhebung des Bankgeheimnisses oder auf die Einführung einer nationalen Reichtumssteuer abzielen. Ebenso wenig befürwortet er eine Neulancierung bereits früher geprüfter und abgelehnter Massnahmen wie die Besteuerung von Treuhandvermögen oder die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer durch den Bund. Dies schreibt er in seiner Stellungnahme zu einer Motion von Nationalrat Jean Spielmann (PdA/GE) ab, die er zur Ablehnung empfiehlt.

Keine Abgabe auf nicht erneuerbaren Energien zugunsten der Krankenversicherung

BERN. Der Bund ist sich der zunehmenden Belastung der Bevölkerung durch die steigenden Krankenkassenprämien bewusst. Mit der 2. KVG Teilrevision soll deshalb eine gezielte Entlastung von Familien mit Kindern erfolgen. In seiner gestern verabschiedeten Stellungnahme zu einer Motion von Nationalrat Heiner Studer (EVP/AG) lehnt der Bundesrat die Einführung einer Abgabe auf nicht erneuerbaren Energien zur allgemeinen Verbilligung der Krankenkassenprämien jedoch ab.

Bereits 2’836  Kandidierende für 200 Sitze  registriert die  Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003 rücken näher.

Am Montag Abend des 8.  September sind in den letzten Proporzkantonen die Bereinigungsfristen für die  Wahlvorschläge abgelaufen. Allein aus diesen Kantonen bewerben sich 993 (1999:  983, 1995: 990) Kandidatinnen und 1'843 (1999: 1'862, 1995: 1'844) Kandidaten um  die 200 Sitze in der Grossen Kammer in Bern.

BERN. In den 20 (1999: 21) Proporzkantonen bewerben sich  2'836 (1999: 2'845, 1995: 2'834) Frauen und Männer um einen Nationalratssitz.  Fest steht für alle Kantone die Zahl der Listen (total 262; 1999: 268, 1995:  278), der Listenverbindungen (67, 1999: 63) und der Unterlistenverbindungen (39,  1999: 42). Auch die Anzahl Kandidatinnen und Kandidaten ist für alle 20  Proporzkantone klar. Am 19. September läuft noch die Frist für die Anmeldung von  Kandidaturen im Majorzkanton Obwalden ab. In Nidwalden (ebenfalls Majorzkanton)  sind bereits zwei Kandidaturen eingereicht worden. In den übrigen vier  Majorzkantonen (Uri, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden)  gibt es kein Anmeldeverfahren; dort kann jeder stimmberechtigten Person die  Stimme gültig gegeben werden.

Die von der Bundeskanzlei festgestellten Tendenzen  sind sehr uneinheitlich: Bei den Kandidatenzahlen steht einem teilweise  deutlichen Rückgang in den Kantonen Waadt (-53), Thurgau (-28) und Aargau (-21)  ein zuweilen markanter Zuwachs in den Kantonen Zürich (+ 71), Bern (+19), Wallis  (+19), Basel-Landschaft (+17), Neuenburg (+14) und Luzern (+12) gegenüber. Der  Anteil der Frauenkandidaturen hat gegenüber 1999 gesamtschweizerisch minim  zugenommen (2003: 35,0%, 1999: 34,5%, 1995: 34,9%). Die grössten Zuwachsraten an  Frauenkandidaturen verzeichnen in absoluten Zahlen Zürich (+50) und Bern (+21),  die markantesten Rückgänge die Kantone Waadt (-37) und Aargau  (-17).

Die Zahl der eingereichten Listen ist  gesamtschweizerisch (- 6), aber auch in der Mehrzahl der Kantone zurückgegangen,  am stärksten in Thurgau (-5), Graubünden (-4), Tessin (-3), Waadt (-3) und  Genf (-3). Deutlich zugenommen hat sie in Zürich (+4), Luzern (+3) und Zug  (+3).

Bestätigt hat sich das Bestreben zur grossen  Blockbildung in Form breiter Listenverbindungen. Die Listenverbindungen haben  gesamtschweizerisch um 4 zugenommen; hingegen sind die Unterlistenverbindungen  um 3 zurückgegangen.

Bei den Nationalratswahlen 2003 kandidieren auch 17  Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (1999: 6). 44 Personen (1999: 26)  treten in einem anderen als dem Kanton ihres politischen Wohnsitzes zur Wahl an.  36 Kandidierende (1999: 20) sind 18jährig; die älteste kandidierende Person  zählt 92 Jahre (1999: 90 Jahre).

Unveränderte Abgangsentschädigungen für Führungskräfte

BERN. Eine Kürzung der Abgangsentschädigung für hohe Kader der Bundesverwaltung und eine Einschränkung des Kreises der Entschädigungsberechtigten im Rahmen des geplanten Entlastungsprogramms ermöglicht nach Ansicht des Bundesrates keine substanziellen Einsparungen.

Keine Bevorzugung von Bauvorhaben

BERN. Mit der Sanierung der Bundesfinanzen will der Bund nicht zuletzt auch gute Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum schaffen. In seiner Stellungnahme zu zwei parlamentarischen Vorstössen lehnt

der Bundesrat die Forderungen ab, Bauvorhaben im Rahmen des Entlastungsprogramms 2003 bevorzugt zu behandeln.

Verkehrshaus erhält 6,4 Mio.

BERN. Der Bundesrat hat zuhanden der Eidgenössischen Räte eine Botschaft über die Finanzierung der Tätigkeiten des Schweizerischen Verkehrshauses in den Jahren 2004-2007 verabschiedet. Das Verkehrshaus soll für die kommenden vier Jahre einen Zahlungsrahmen von insgesamt 6.4 Millionen Franken mit Jahresbeiträgen von je 1.6 Millionen Franken erhalten. Dies entspricht der Höhe der Bundesunterstützung in den Jahren 1999 bis 2003. Mit dem gleichzeitig unterbreiteten Gesetzesentwurf regelt der Bundesrat zudem die rechtlichen Grundlagen für die Ausrichtung der Finanzhilfen in den Jahren 2004-2007. Die Eidgenössischen Räte werden in der Wintersession 2003 über den Antrag des Bundesrates beschliessen.

Vom Bund besoldete Ämter: Offenlegung der Bezüge von Parlamentariern

BERN. Nicht der Bundesrat, sondern das Parlament ist zuständig für eine Kontrolle der öffentlichen Ämter, die von Parlamentariern ausgeübt werden. Dies schreibt der Bundesrat in seiner gestern Mittwoch erteilten Antwort auf ein Postulat von Nationalrat Christoph Mörgeli (SVP/ZH), der von der Landesregierung eine Liste mit Parlamentarieren in öffentlichen Ämtern und Auskunft über deren Besoldung verlangt hatte. Mörgeli und die Mitunterzeichner des Postulats müssen sich deshalb mit ihrer Forderung an die Parlamentsdienste wenden.

Mörgeli hatte in seinem Postulat vom 20. Juni 2003 vom Bundesrat verlangt, alle Namen und Gesamtbezüge derjenigen Parlamentarier offenzulegen, die neben ihrer parlamentarischen Tätigkeit noch ein Amt ausüben, das vom Bund besoldet ist, das als bundesnah bezeichnet werden muss oder das ein Gremium betrifft, das vom Bund subventioniert wird.

Der Bundesrat sieht sich nicht in der Lage, die verlangte Liste zur Verfügung zu stellen, da das Postulat einen sehr grossen Kreis von öffentlichen Ämtern anvisiert. Er verweist aber auf Artikel 11 des neuen Parlamentsgesetzes, das am 1. Dezember 2003 in Kraft treten wird, und das die Parlamentsdienste verpflichtet, ein öffentliches Register mit Angaben zu den Ämtern und beruflichen Tätigkeiten der Ratsmitglieder zu erstellen. Eine Liste mit den geforderten Angaben müssen die Unterzeichnenden des Postulats deshalb von den Parlamentsdiensten verlangen.

Die Forderung des Postulats geht ausserdem weiter als das Bundesgesetz "über die Entlöhnung und weitere Vertragsbedingungen des obersten Kaders und der Mitglieder leitender Organe von Unternehmen und Anstalten des Bundes", welches am 20. Juni 2003 von den eidgenössigen Räten verabschiedet worden ist und dessen Referendumfrist noch bis zum 9. Oktober 2003 läuft. Da dieses Gesetz die Ämter aller vom Bund subventionierten Gremien nicht abdeckt und da gleichzeitig die Parlamentsdienste zur Angabe der Ämter und beruflichen Tätigkeiten der Ratsmitglieder befugt sind, beantragt der Bundesrat, das Postulat Mörgeli abzulehnen. Dies schreibt er in seiner Antwort auf eine Motion der Finanzkommission des Nationalrates, die er gestern Mittwoch erteilt hat.

Währungsreserven der SNB sind gut diversifiziert

BERN. Die Nationalbank hat in den letzten Jahren ihre Währungsreserven stärker diversifiziert und den Anteil an US-Dollar zu Gunsten des Anteils an Euro gesenkt. Dies hält der Bundesrat in seiner Stellungnahme zu einem Postulat von Nationalrat Bernhard Hess (SD/SO) fest.

Wirtschaftspolitik trägt der konjukturellen Lage Rechnung

BERN. Der Bundesrat verfolgt eine Wirtschaftspolitik, die der konjunkturellen Lage angepasst ist. In seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrat Jean-Claude Rennwald (SPS/JU) betont er, dass die derzeitige Haushaltspolitik des Bundes konjukturfreundlich ist. Auch die Schweizerische Nationalbank betreibe eine situationsgerechte Geldpolitik.

Keine subventionierten Wechselkurse für die Exportindustrie

BERN. Eine zeitlich befristete Gewährung eines Sonderwechselkurses für Schweizer Exporte in den Dollarraum wäre weder wirtschaftlich sinnvoll noch verfassungskonform. Der Bundesrat lehnt deshalb ein entsprechendes Postulat der SP-Fraktion ab.

Markanter Anstieg des privaten Wohneigentums

NEUENBURG. Im Jahr 2000 wurden in der Schweiz erstmals über eine Million Erstwohnungen im Eigentum gezählt. Die Wohneigentumsquote hat sich damit seit 1990 von 31,3 Prozent auf 34,6 Prozent erhöht. Dies ist eines der auffallendsten Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungserhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) im Rahmen der Volkszählung 2000. Insgesamt sind im Jahr 2000 3,03 Mio. Erstwohnungen gezählt worden. Gegenüber 1990 hat die Zahl der Erstwohnungen um 8 Prozent zugenommen, während die Wohnbevölkerung einen Zuwachs von 6 Prozent aufweist. Die Wohnungsbelegung sinkt damit weiterhin.

Schwarzfahrer zahlen höhere Zuschläge

Ab dem 1. Dezember 2003 werden Schwarzfahrer stärker zur Kasse gebeten. In den Regionalzügen bezahlen Reisende ohne gültigen Fahrausweis künftig einen Zuschlag von 80 statt wie bisher 60 Franken.

BERN. Bei der SBB fahren rund vier Prozent der kontrollierten Reisenden im Regionalverkehr ohne gültiges Billett. Insbesondere um gegen die absichtlichen Schwarzfahrer konsequenter vorzugehen, haben die Transportunternehmungen beschlossen, den Zuschlag für Reisende ohne gültigen Fahrausweis ab 1. Dezember 2003 generell auf 80 Franken zu erhöhen. Dies gilt sowohl bei sofortiger Bezahlung im Zug wie auch bei Rechnungsstellung. Bisher galt ein Zuschlag von 60 Franken bei Sofortzahlung sowie 20 Franken Gebühr für die Rechnungsstellung. Diese Regelung gilt bei allen Transportunternehmungen.

Gleichzeitig ersetzt die SBB in ihren Regionalzügen bis Anfang Dezember die bestehenden gelben Hinweise durch neue Kleber. Um die Information zu verbessern, weisen die neuen Kleber nicht nur auf die Zuschläge bei Stichkontrollen hin, sondern ebenso auf  zusätzliche Sanktionen im Falle wiederholten Schwarzfahrens. In den Abteilen der 1. Klasse wird neu klar darauf hingewiesen, dass auch Besitzer eines Billetts 2. Klasse, die in der 1. Klasse Platz nehmen, den vollen Zuschlag von 80 Franken zu entrichten haben. In den Fernverkehrszügen wird die bisher geltende Regelung beibehalten: Der Aufpreis für ein Billett im Zug beträgt 10% oder mindestens 3 Franken.

Schweiz verliert gegen Russland

MOSKAU. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft verliert in Moskau das Qualifikationsspiel für die EM-Endrunde 2004 mit 1 zu 4. Nach dem 1 zu 0 durch Patrick Frey setzten sich die spielerisch überlegenen Russen mit vier Toren durch. Die Schweiz muss nun gegen Irland gewinnen, um sich direkt für die EM in Portuga zu qualifizieren.

SMUV protestiert gegen Senkung des Mindestzinssatzes

ZÜRICH. Die Gewerkschaft SMUV protestiert dagegen, dass der Bundesrat den Mindestzinssatz der beruflichen Vorsorge erneut und massiv gesenkt hat. Einmal mehr hat der Bundesrat damit einzig und allein auf den Gewinn der Aktionäre und Manager der Lebensversicherer Rücksicht genommen, während die ArbeitnehmerInnen dafür mit kleineren Renten abgespiesen werden. Dies ist umso empörender, als viele Versicherer in guten Zeiten die ihnen anvertrauten Gelder der ArbeitnehmerInnen verspekuliert und in die eigene Tasche gesteckt haben, während sie nun in schwierigeren Zeiten mit einem tieferen Mindestzinssatz belohnt werden. Wie bereits bei der Genehmigung des sogenannten "Winterthurer Modells" mit Rentenkürzungen und Tariferhöhungen im überobligatorischen Bereich, haben die Behörden hier jede Sensibilität und Rücksichtnahme gegenüber den berechtigten Interessen der ArbeitnehmerInnen vermissen lassen.

Keine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier

BERN. Der Bundesrat lehnt eine generelle Pflicht zur Verwendung von Recyclingpapier in der Bundesverwaltung ab. Ein durchgängiger Einsatz solchen Papiers sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll, schreibt er in seiner gestern erteilten Antwort auf eine Motion von Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL).

Neue Adresse für Studentenleben

ZÜRICH. Die Stiftung für Studentisches Wohnen eröffnete am 10. September 2003 den Bülachhof, eine Siedlung für Studierende im Kreis 6. Der Bülachhof vergrössert das Wohnangebot für Studierende in Zürich um 222 Zimmer. Zusammen mit der bereits bestehenden Siedlung Netzwerk an der Bülachstrasse wird die Siedlung damit zu einem Zentrum studentischen Wohnens in der Stadt mit total 488 Zimmern.

 

 

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