Lösungen für «du» und «Spick» 

ZÜRICH. Der Niggli Verlag mit Sitz in Sulgen und Zürich übernimmt per 1. Januar 2004 die Kulturzeitschrift «du». Der Verlag für Architektur, Kunst, Design und visuelle Kommunikation verlegt vielbeachtete und prämierte Bücher und Publikationen und gibt seit 1971 in Zusammenarbeit mit dem Verband freierwerbender Architekten die Architekturzeitschrift «archithese» heraus. 

Aus 31 Zivilschutzorganisationen werden zwölf Zivilschutzregionen 

FRAUENFELD. Im Kanton Thurgau werden aus den bisher 31 Zivilschutzorganisationen neu zwölf Zivilschutzregionen gebildet. Das hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau beschlossen. Auslöser für diese Konzentration im Bereich Zivilschutz ist das Projekt «Bevölkerungsschutz» des Bundes.

Voranschlag 2004: Keine wesentlichen Änderungen gegenüber 2003 

SOLOTHURN. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat das Budget für das Jahr 2004 vorgestellt. Das operative Defizit beträgt 13,1 Mio. Franken, der Selbstfinanzierungrad 86%. Die Nettoverschuldung steigt um 11,8 Mio. Franken an und erreicht per Ende 2004 voraussichtlich den Wert von 1'085 Mio. oder 4‘360 Franken pro Einwohner. 

Wahlen 2003 

SCHAFFHAUSEN. Für die am 19. Oktober 2003 stattfindenden Erneuerungswahlen des Nationalrates für die 47. Amtsdauer 2004-2007 sind sind im Kanton Schaffhausen innerhalb der gesetzlichen Frist eine Kandidatin und acht Kandidaten (verteilt auf fünf Listen) zur Wahl vorgeschlagen worden.

Strafverbüssende helfen einer Bergbauernfamilie im Entlebuch 

LUZERN . Unter dem speziellen Aspekt der Wiedergutmachung im Strafvollzug helfen Strafverbüssende im Sörenberg einer Bergbauernfamilie beim Bau einer Schnitzelscheune und eines Stöcklis. 

Lehrmittelverlag Graubünden stärkt seine  Kernkompetenzen 

CHUR. Der Lehrmittelverlag Graubünden LMV wird sich noch stärker auf seine  Kernaufgaben, die Erarbeitung, Produktion und Herausgabe eigener  Lehrmittel, konzentrieren. 

Teilrevidiertes Lehreranstellungsgesetz geht in die Vernehmlassung 

BERN. Ab 1. August 2005 sollen die Lehrkräfte der Volksschule sowie der Sekundarstufe II einer neuen Fassung des Gesetzes über die Anstellung der Lehrkräfte unterstehen. 

Sichlete und Bauernmarkt  

BERN. Die Landwirtschaftliche Organisation Bern und angrenzende Gebiete, LOBAG, führt am kommenden Montag, 15. September 2003, auf dem unteren Waisenhausplatz die traditionelle Sichlete mit Bauernmarkt durch. Die Veranstaltung begleiten zwei Umzüge; die "Itreichlete", in der oberen Altstadt, und der Alpabzug, zwischen Allmend und Waisenhausplatz. 

Sicherheitssprengung bei Grindelwald 

GRINDELWALD. Anfang November 2003 wird im Gebiet „Haltisschwand“ bei Grindelwald aus Sicherheitsgründen ein Felspfeiler gesprengt. Ab Montag, 22. September 2003 beginnen die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung. Die Kantonsstrasse wird mit einer Lichtsignalanlage geschützt, die bei Gefahr den Verkehr stoppt. 

Gesellschaft zur Förderung der bernischen Wirtschaft: Geschäftsbericht 2002 genehmigt 

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Geschäftsbericht mit Jahresrechnung 2002 der Gesellschaft zur Förderung der bernischen Wirtschaft genehmigt. Die Jahresrechnung 2002 schliesst mit einem Gewinn von 343'000 Franken. 

Gesundheitsdirektion gewährt Darlehen zur Überbrückungs- finanzierung der Kinderspitex 

ZÜRICH. Dem auf die Erbringung von spitalexternen Pflegeleistungen an schwerkranken Kindern spezialisierten Verein Kinderspitex des Kantons Zürich (kispex) drohte der Konkurs, da die Kosten der Leistungserbringung durch die bisherigen Einkünfte nicht mehr gedeckt sind. 

Neun kantonale Vorlagen an der Volksabstimmung 

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat beschlossen, den Stimmberechtigten an der kantonalen Volksabstimmung vom 30. November 2003 folgende neun Vorlagen zu unterbreiten: 

Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt wird weitergeführt 

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat beschlossen, das Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt in den Jahren 2004 bis 2007 durch den Kanton weiterzuführen. Nach Kenntnisnahme des zweiten Zwischenberichts der kantonalen Projektorganisation hat er die Polizei- und Militärdirektion (POM) beauftragt, die Zielsetzungen sowie die Besetzung der Gremien für die Weiterführung bis Ende 2003 zu skizzieren. 

Nutzung des alten Frauenspitals durch die Uni: Regierungsrat beantragt abgeänderten Kredit 

BERN.  1998 hatte der Bernische Grosse Rat einen Kredit von 56,4 Millionen Franken für den Umbau des ehemaligen Frauenspitals für die Bedürfnisse der Steuerverwaltung genehmigt. Geplant war die Unterbringung der gesamten Steuerverwaltung in der Liegenschaft an der Schanzeneckstrasse 1. Nun soll der Umbau helfen, die akuten Raumprobleme der Universität zu beheben. 

Landwirt wird für BSE Verwechslung entschädigt 

AARAU. Nach eingehenden Verhandlungen, bei denen der Kanton Aargau erfolgreich eine Vermittlerfunktion wahrnahm, einigten sich der Landwirt Urs Probst, Laufenburg und der Schlachthof in einem aussergerichtlichen Vergleich auf eine einmalige Entschädigungszahlung. 

11. September 2003

Lösungen für «du» und «Spick»

ZÜRICH. Der Niggli Verlag mit Sitz in Sulgen und Zürich übernimmt per 1. Januar 2004 die Kulturzeitschrift «du». Der Verlag für Architektur, Kunst, Design und visuelle Kommunikation verlegt vielbeachtete und prämierte Bücher und Publikationen und gibt seit 1971 in Zusammenarbeit mit dem Verband freierwerbender Architekten die Architekturzeitschrift «archithese» heraus.

Für die Kinderzeitschrift «Spick» konnte trotz intensiven Verkaufsbemühungen seit März 2003 kein Käufer gefunden werden. Zur Sicherung der Zukunft des Titels ist Tamedia mit dem führenden Kinderzeitschriftenverleger Sailer in Nürnberg eine Kooperation eingegangen. Die Tochter der Verlagsgruppe Weltbild ist ab 2004 für die gesamte Redaktionsarbeit zuständig. Als Folge dieses Outsourcings werden in der «Spick»-Redaktion 6,4 Stellen abgebaut. Diese Stellen sind in dem im Rahmen der Neuausrichtung des Bereichs Zeitschriften bekanntgegebenen Abbau bereits enthalten.

Aus 31 Zivilschutzorganisationen werden zwölf Zivilschutzregionen

FRAUENFELD. Im Kanton Thurgau werden aus den bisher 31 Zivilschutzorganisationen neu zwölf Zivilschutzregionen gebildet. Das hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau beschlossen. Auslöser für diese Konzentration im Bereich Zivilschutz ist das Projekt «Bevölkerungsschutz» des Bundes.

Voranschlag 2004: Keine wesentlichen Änderungen gegenüber 2003

SOLOTHURN. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat das Budget für das Jahr 2004 vorgestellt. Das operative Defizit beträgt 13,1 Mio. Franken, der Selbstfinanzierungrad 86%. Die Nettoverschuldung steigt um 11,8 Mio. Franken an und erreicht per Ende 2004 voraussichtlich den Wert von 1'085 Mio. oder 4‘360 Franken pro Einwohner. Der sich seit 1999 abzeichnende Trend zu kleineren Defiziten und zu einer geringeren Mehrverschuldung hält damit an. Ein Abbau der bestehenden Schulden ist aber nicht in Sicht.

Wahlen 2003

SCHAFFHAUSEN. Für die am 19. Oktober 2003 stattfindenden Erneuerungswahlen des Nationalrates für die 47. Amtsdauer 2004-2007 sind sind im Kanton Schaffhausen innerhalb der gesetzlichen Frist eine Kandidatin und acht Kandidaten (verteilt auf fünf Listen) zur Wahl vorgeschlagen worden.

Strafverbüssende helfen einer Bergbauernfamilie im Entlebuch

LUZERN . Unter dem speziellen Aspekt der Wiedergutmachung im Strafvollzug helfen Strafverbüssende im Sörenberg einer Bergbauernfamilie beim Bau einer Schnitzelscheune und eines Stöcklis. Der Arbeitseinsatz erfolgt jeweils tagsüber vom 1. September bis voraussichtlich am 10. Oktober 2003. Die Ruhe- und Freizeit verbringen die Strafgefangenen während dieser Zeit im Grosshof in Kriens in einer Kleingruppe. Letztes Jahr noch als Pilotprojekt durchgeführt, wird jetzt diese Form der Strafverbüssung fester Bestandteil in der Vollzugsplanung der Haftanstalt Grosshof.

Lehrmittelverlag Graubünden stärkt seine  Kernkompetenzen

CHUR. Der Lehrmittelverlag Graubünden LMV wird sich noch stärker auf seine  Kernaufgaben, die Erarbeitung, Produktion und Herausgabe eigener  Lehrmittel, konzentrieren. Dafür wird der Bereich Vertrieb und Verkauf  komplett ausgelagert: Neben den bisher schon extern betreuten Bereichen  Lagerhaltung, Bestellwesen/Administration, Auslieferung der Lehrmittel  und Online-Shop werden neu unter anderem auch Verkauf, Marketing,  Ausstellung der Lehrmittel und Redaktion des Lehrmittelverzeichnisses  extern vergeben. Dieses Konzept wird bis Ende 2004 vom Amt für  Volksschule und Sport umgesetzt. Parallel dazu hat die Regierung bis  Frühjahr 2004 auch die Reorganisation der kantonalen  Lehrmittelkommissionen beschlossen.

Teilrevidiertes Lehreranstellungsgesetz geht in die Vernehmlassung

BERN. Ab 1. August 2005 sollen die Lehrkräfte der Volksschule sowie der Sekundarstufe II einer neuen Fassung des Gesetzes über die Anstellung der Lehrkräfte unterstehen. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Erziehungsdirektion ermächtigt,  die Teilrevision des Lehreranstellungsgesetzes (LAG) in die Vernehmlassung zu schicken. Mit der Vorlage erhält der Regierungsrat bessere Steuerungs-möglichkeiten.  Wichtige Elemente der Revision sind die Vorsorge, die Entlöhnung und die Anstellung.

Sichlete und Bauernmarkt  

BERN. Die Landwirtschaftliche Organisation Bern und angrenzende Gebiete, LOBAG, führt am kommenden Montag, 15. September 2003, auf dem unteren Waisenhausplatz die traditionelle Sichlete mit Bauernmarkt durch. Die Veranstaltung begleiten zwei Umzüge; die "Itreichlete", in der oberen Altstadt, und der Alpabzug, zwischen Allmend und Waisenhausplatz. Die "Itreichlete" startet um 08.00 Uhr in der Neuengasse und führt über folgende Route: Waisenhausplatz. Waaghausgasse - Käfiggässchen - Amthausgasse - Bärenplatz - Waisenhausplatz. Der Alpabzug findet zwischen 13.00 und ca. 13.45 Uhr statt und führt über folgende Route: Kleine Allmend - Bolligenstrasse  - alter Aargauerstalden - Nydeggbrücke - Nydegggasse - Gerechtigkeitsgasse - Kramgasse - Kornhausplatz - Schmiedenplatz - Zeughausgasse - Waisenhausplatz. Zwischen 18.00 und 18.45 Uhr werden die Tiere auf die Kleine Allmend zurückgeführt, dies über die folgende Route: Waisenhausplatz - Nägeligasse - Kornhausplatz - Rathausgasse - Postgasse - Postgasshalde - Nydegggasse - Nydeggbrücke - Bärengraben - alter Aargauerstalden - Laubeggstrasse - Bolligenstrasse - Kleine Allmend.

Sicherheitssprengung bei Grindelwald

GRINDELWALD. Anfang November 2003 wird im Gebiet „Haltisschwand“ bei Grindelwald aus Sicherheitsgründen ein Felspfeiler gesprengt. Ab Montag, 22. September 2003 beginnen die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung. Die Kantonsstrasse wird mit einer Lichtsignalanlage geschützt, die bei Gefahr den Verkehr stoppt.

Ein Felspfeiler von rund 4'600 Kubikmetern bedroht im Gebiet „Haltisschwand“ bei Grindelwald die Kantonsstrasse, die BOB-Bahnlinie sowie die Strom- und Telefonleitungen. Der Pfeiler wird, wie bereits angekündigt, am Montag, 3. November 2003 gesprengt.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung beginnen am Montag, 22. September 2003 mit der Anbringung der Bohrlöcher. Aus Sicherheitsgründen wird ab diesem Zeitpunkt eine Lichtsignalanlage installiert, die mit der automatischen Alarmanlage gekoppelt ist und bei Gefahr den Verkehr stoppt. Damit die Kantonsstrasse und das Bahntrasse von herunterstürzenden Felsmassen geschützt werden können, müssen beide mit einer Schutzschicht abgedeckt werden. Die Kantonsstrasse wird deshalb ab Mittwoch, 29. Oktober 2003 gesperrt. Die Zufahrt nach Grindelwald wird im Einbahnverkehr über eine Notpiste gewährleistet. Die BOB-Bahnlinie ist wegen Gleisunterhaltsarbeiten bereits ab Montag, 27. Oktober bis zum 15. November 2003 unterbrochen. Es besteht ein Busersatzbetrieb.

Ab Montag, 3. November bis und mit Dienstag, 4. November 2003 sind die Kantonsstrasse und die Notpiste aus Sicherheitsgründen für jeglichen Verkehr gesperrt. Der Bahnreisenden benützen in dieser Zeit die Wengenernalpbahn (Kleine Scheidegg - Wengen – Lauterbrunnen). Der lokale Personenwagenverkehr wird in Zusammenarbeit mit der Bergschaft Scheidegg und dem Verkehrsdienst der Polizei über die Grosse Scheidegg umgeleitet. Sollten Nachsprengungen erforderlich sein, wird die Sperrung bis Mittwoch, 5. November 2003 verlängert.

Gesellschaft zur Förderung der bernischen Wirtschaft: Geschäftsbericht 2002 genehmigt

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Geschäftsbericht mit Jahresrechnung 2002 der Gesellschaft zur Förderung der bernischen Wirtschaft genehmigt. Die Jahresrechnung 2002 schliesst mit einem Gewinn von 343'000 Franken. Der Gewinn ist hauptsächlich durch die Auflösung der pauschalen Rückstellungen von 300'000 Franken entstanden. Der Bürgschaftsbestand per 31. 12. 2002 beträgt 1,3 Millionen Franken. Gemäss Statuten der Gesellschaft beträgt die Haftung des Kantons mit 130'000 Franken 50 Prozent, diejenige der Mitgliedbanken und der Gesellschaft 20 bzw. 30 Prozent. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft, die mit der Auszahlung der Förderbeiträge des Kantons an Unternehmen betraut ist, ist bei der Wirtschaftsförderung des Kantons Bern angesiedelt. Die Förderbeiträge des Kantons sind jedoch nicht Bestandteil der Erfolgsrechnung der Gesellschaft, sondern werden durch ein separates treuhänderisches Konto abgewickelt.

Gesundheitsdirektion gewährt Darlehen zur Überbrückungsfinanzierung der Kinderspitex

ZÜRICH. Dem auf die Erbringung von spitalexternen Pflegeleistungen an schwerkranken Kindern spezialisierten Verein Kinderspitex des Kantons Zürich (kispex) drohte der Konkurs, da die Kosten der Leistungserbringung durch die bisherigen Einkünfte nicht mehr gedeckt sind. Neu soll der Verein deshalb auch Mittel der Gemeinden und des Kantons beanspruchen können. Zur Überbrückungsfinanzierung der Leistungen bis zur Etablierung des neuen Finanzierungsmodus gewährt die Gesundheitsdirektion dem Verein ein zinsloses, rückzahlbares Darlehen.

Erneut leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit

ZÜRICH. Im August erhöhte sich die Zahl der Stellensuchenden im Kanton Zürich erneut leicht und liegt nun bei knapp unter 43?000. Damit ist der bisherige Höchststand von Anfang 1998 wieder erreicht. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 4,5 auf 4,6 Prozent. Für die kommenden Monate ist mit keiner Besserung zu rechnen.

Neun kantonale Vorlagen an der Volksabstimmung

ZÜRICH. Der Zürcher Regierungsrat hat beschlossen, den Stimmberechtigten an der kantonalen Volksabstimmung vom 30. November 2003 folgende neun Vorlagen zu unterbreiten:

Kantonsverfassung (Änderung; Aufgabenteilung Kanton/Gemeinden)

 Kantonsverfassung: Neuregelung des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat (Änderung)  Kirchengesetz  Gesetz über die Anerkennung von Religionsgemeinschaften

(Anerkennungsgesetz) Gesetz für ein Polizei- und Justizzentrum Zürich

Gesundheitsgesetz (Änderung; Abgabe von Medikamenten)

Gesetz über die Teilrevision der Strafprozessgesetzgebung

Volksinitiative «Mitspracherecht des Volkes in Steuerangelegenheiten» (Maximalsteuerfuss 98 Prozent in der Verfassung)

Volksinitiative «Schluss mit amtlicher Verteuerung der Wohnkosten für Mieter und Eigentümer» (Abschaffung Handänderungssteuer)

Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt wird weitergeführt

BERN. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat beschlossen, das Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt in den Jahren 2004 bis 2007 durch den Kanton weiterzuführen. Nach Kenntnisnahme des zweiten Zwischenberichts der kantonalen Projektorganisation hat er die Polizei- und Militärdirektion (POM) beauftragt, die Zielsetzungen sowie die Besetzung der Gremien für die Weiterführung bis Ende 2003 zu skizzieren. Die Leitung des Projekts wird ebenfalls bei der POM liegen, die dafür eine 80 Prozent-Stelle zur Verfügung stellt. Gestützt auf die Erfahrungen der Stadt Bern sollen nun für den ganzen Kanton geeignete Interventionsabläufe festgelegt und der Wissenstransfer in die Amtsbezirke und Gemeinden gewährleistet werden. Das Berner Interventionsprojekt, das im Jahr 2000 als Runder Tisch mit Expertinnen und Vertretern von Stadt und Kanton initiiert wurde, hat zum Ziel, einen Veränderungsprozess um Umgang mit häuslicher Gewalt in Gang zu setzen. Die Massnahmen sollen nicht mehr ausschliesslich auf der Opferseite liegen, sondern gezielt auch auf die Täterseite ausgerichtet sein.

Nutzung des alten Frauenspitals durch die Uni: Regierungsrat beantragt abgeänderten Kredit

BERN.  1998 hatte der Bernische Grosse Rat einen Kredit von 56,4 Millionen Franken für den Umbau des ehemaligen Frauenspitals für die Bedürfnisse der Steuerverwaltung genehmigt. Geplant war die Unterbringung der gesamten Steuerverwaltung in der Liegenschaft an der Schanzeneckstrasse 1. Nun soll der Umbau helfen, die akuten Raumprobleme der Universität zu beheben. Diese Lösung fügt sich lückenlos in die räumliche Entwicklungsplanung für die Universität Bern ein, die langfristig eine Konzentration auf vier Standorte in der Länggasse ("Strategie 3012") anstrebt. Die Kantonsregierung beantragt deshalb dem Grossen Rat einen neuen Kredit von 38 Millionen Franken für den Umbau und die anschliessende Nutzung der Schanzeneckstrasse 1 durch die Universität. Der Beschluss des Grossen Rats ersetzt den entsprechenden Grossratsbeschluss von 1998 und unterliegt dem fakultativen Referendum. Der Bund beteiligt sich zu einem erheblichen Mass an den Baukosten.

Landwirt wird für BSE Verwechslung entschädigt

AARAU. Nach eingehenden Verhandlungen, bei denen der Kanton Aargau erfolgreich eine Vermittlerfunktion wahrnahm, einigten sich der Landwirt Urs Probst, Laufenburg und der Schlachthof in einem aussergerichtlichen Vergleich auf eine einmalige Entschädigungszahlung.

Ende Mai 2001 kam es in einem Schlachthof bei der routinemässigen Untersuchung zu einer Verwechslung der BSE Proben. Eine Kuh der Familie Probst aus Laufenburg wurde dabei fälschlicherweise als BSE-positiv bezeichnet. Nach Eingang dieser Meldung war das Aargauische Veterinäramt aufgrund der tierseuchenpolizeilichen Vorschriften verpflichtet, die Tötung von 7 weiteren Kühen zu veranlassen. In der Folge stellte sich heraus, dass die ausserkantonalen Behörden das Tier der Familie Probst zu Unrecht als BSE-positiv bezeichnet haben. Die Familie Probst musste auf Grund dieses Vorfalls während längerer Zeit den Verkauf von Fleisch ab Hof einstellen, obwohl das Fleisch der Tiere aus dem Betrieb Probst jederzeit hätte konsumiert werden dürfen. Die ganze Familie wurde durch diesen Vorfall sowohl finanziell wie auch menschlich hohen Belastungen ausgesetzt. Mit dem nun abgeschlossenen Vergleich übernimmt der Schlachthof die Verantwortung für den Fehler auch in finanzieller Hinsicht. Er erstattet dem Landwirt eine einmalige Entschädigung für dessen Umtriebe und beteiligt sich an den Anwaltskosten.

Das Bundesamt für Veterinärwesen hat als Folge des Verwechslungsfalles neue Massnahmen in Kraft gesetzt, die gewährleisten sollen, dass eine Verwechslung der Proben im Schlachtbetrieb und im Labor ausgeschlossen wird. Bis heute ist dieser Fall die einzig bekannt gewordene Verwechslung von BSE - Proben in der Schweiz. Strenge staatliche Bekämpfungsmassnahmen und ein intensives Überwachungsprogramm stellen auf allen Stufen die Rindfleischproduktion sicher, so dass der Genuss von Rindfleisch als unbedenklich empfohlen werden kann.

 

 

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