Gewerkschaften fordern GAV von den Verlegern

INTERLAKEN. Die Mediengewerkschaft Comedia hat am Verlegerkongress in Interlaken Erdnüsschen verteilt - zusammen mit der Botschaft, man werde sich bei den Verhandlungen um einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) nicht mit Peanuts begnügen.

Weinernte 2003: Kleine Menge, aber sehr gute Qualität

BERN. In den Kantonen Wallis, Genf und Neuenburg geht die diesjährige Weinernte allmählich zu Ende. Gemäss ersten Einschätzungen fällt die Ernte um ein Fünftel kleiner aus als in den Vorjahren, Experten erwarten jedoch einen qualitativ hervorragenden Jahrgang.

Anpassung an das Haager Übereinkommens

BERN. Das Haager Übereinkommen über internationale Kindesentführungen hat  sich in der Praxis grundsätzlich bewährt.  Da es bei Rückführungen von Kindern vereinzelt Härtefälle geben kann, will sich  der Bundesrat für eine Anpassung des Übereinkommens einsetzen.

Sanierungsmassnahmen zur Stabilisierung der beruflichen Vorsorge

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft über Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge verabschiedet. Die Änderungen treten voraussichtlich am 1. Juli 2004 in Kraft.

Offizieller Arbeitsbesuch von EU-Kommissar Günter Verheugen 

BERN. Anlässlich seines offiziellen Arbeitsbesuchs in Bern hat sich EU-Kommissar Günter Verheugen am Donnerstag mit den Bundesräten Joseph Deiss und Micheline Calmy-Rey getroffen. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die bilateralen Verhandlungen II in die Endphase getreten sind und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. 

Internet-ABC für KMU an der Orbit/Comdex 2003

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) stellt an der Orbit/Comdex 2003, welche vom 24. bis 27. September 2003 in Basel stattfindet, sein neues Internet-ABC für KMU vor.

NFA: Phase II schreitet planmässig voran

BERN. Die "Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA)" ist von beiden Räten behandelt worden. Die Differenzbereinigung wird in dieser Herbstsession in Angriff genommen. Voraussetzung für die Umsetzung der NFA ist die Anpassung zahlreicher Einzelgesetze (Phase II).

Neuer Waffenplatzvertrag mit dem Kanton Baselland

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag einem neuen Waffenplatzvertrag zwischen der Eidgenossenschaft - vertreten durch das VBS - und dem Kanton Baselland zugestimmt.

Militärische Zusammenarbeit mit Frankreich

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag einem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und Frankreich zugestimmt, das die militärische Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung regelt.

Hanspeter Lebrument ist Verlegerpräsident

INTERLAKEN. Der Verband Schweizer Presse hat Hanspeter Lebrument (Südostschweiz- Mediengruppe) einstimmig zum Nachfolger von Hans Heinrich Coninx (Tamedia) als Präsident gewählt.

Doppelbesteuerungs- abkommen zwischen der Schweiz und Israel

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft über ein Doppelbesteuerungs- abkommen mit Israel zuhanden der Bundesversammlung verabschiedet. Er legt in dieser Botschaft die Besonderheiten des neuen Abkommens dar und ersucht die Bundesversammlung, diesem zuzustimmen.

«Der Druck zur Marktöffnung bleibt»

BERN. Von Cancùn zurückgekehrt, informierte Bundesrat Joseph Deiss die landwirtschaftlichen Parlamentarier und die kantonalen Landwirtschaftsdirektoren über die Ergebnisse der Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO). Der Chef des Volkswirtschafts- departements (EVD) präsentierte ihnen unter anderem die Zukunftsaussichten für die Landwirtschaft nach der Ministerkonferenz in Cancùn. 

Calmy-Rey und Couchepin an der UNO- Generalversammlung in New York

BERN. Bundespräsident Pascal Couchepin und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey werden nächste Woche zur 58. Session der  Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York reisen.

Bundesrat genehmigt Zusatzprotokoll zur Europarats-Konvention über die  Cyber-Kriminalität

BERN. Der  Bundesrat setzt sich für eine länderübergreifende Bekämpfung von Rassismus und  Fremdenfeindlichkeit in Computersystemen und Netzwerken ein. Er hat am Freitag  das Zusatzprotokoll zur Europarats-Konvention über die Cyber-Kriminalität  genehmigt, das für die Mitgliedstaaten des Europarates  einen vergleichbaren Standard in der Bekämpfung dieser Art der Kriminalität  schaffen will.

Bundesrat entlastet Unternehmungen um Entlassungen zu vermeiden

BERN. Der Bundesrat hat am 19. September 2003 beschlossen, die Karenzfrist für Kurzarbeit- und Schlechtwetterentschädigung zu reduzieren. Er trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die konjunkturelle Erholung nicht innert der gewünschten Zeit eingetreten ist.

Bundesrat  verabschiedet Botschaft zum Zusatzvertrag für Auslieferungen

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft für den bilateralen  Zusatzvertrag mit Frankreich zum europäischen Auslieferungs- übereinkommen  verabschiedet. Dieser ermöglicht die vereinfachte und somit raschere  Auslieferung von Personen zwischen den beiden  Staaten.

Botschaft zum Freihandelsabkommen EFTA - Chile

BERN. Auf Antrag des Eidgenössischen Volkswirtschafts- departements hat der Bundesrat am 19. September 2003 die Botschaft zum Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein) und Chile sowie zum Landwirtschaftsabkommen zwischen der Schweiz und Chile verabschiedet.

Sessions-Entscheide

BERN. Der Nationalrat hat mit 88 zu 53 Stimmen das  Stammzellenforschungs- gesetz verabschiedet. Der Ständerat hat mit 26 zu  6 Stimmen das Bundesgesetz über das Entlastungsprogramm 2003 für den Bundeshaushalt gutgeheissen und  damit zusammenhängende weitere Vorlagen verabschiedet.

 

 

19. September 2003

Gewerkschaften fordern GAV von den Verlegern

INTERLAKEN. Die Mediengewerkschaft Comedia hat am Verlegerkongress in Interlaken Erdnüsschen verteilt - zusammen mit der Botschaft, man werde sich bei den Verhandlungen um einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) nicht mit Peanuts begnügen. In einem Flugblatt betonte Comedia den Nutzen eines GAV für die Verleger. So blieben ihnen «mühsame Diskussionen um individuelle Arbeitsverträge und rechtliche Interpretationen von Arbeitsverhältnissen» erspart. Der GAV 2000 stütze zudem die journalistische Qualität, indem er anständige Arbeitsbedingungen garantiere. Comedia hielt fest, bis heute habe der Verlegerverband Schweizer Presse (VSP) nicht mitgeteilt, was er an dem GAV 2000 kritisiere. Der VSP hatte im April Neuverhandlungen über den GAV verlangt. Nachdem bis im Juli keine Verhandlungsrunde zustande gekommen war, wurde der Vertrag von den Verlegern gekündigt. Dabei warf der VSP dem Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) absichtliche Verzögerungen vor. Der SVJ zeigte sich wiederum jetzt entrüstet, dass der GAV am Verlegerkongress nicht zur Sprache kam: «Entgegen der Ankündigung durch ihren Geschäftsführer, Daniel Kaczynski, wurde am Verlegerkongress mit keinem Wort über ein neues Verhandlungsmandat diskutiert», heisst es in einem Communiqué. Verbandspräsident Hanspeter Lebrument habe lediglich einen Verhandlungstermin «allenfalls für Anfang 2004» in Aussicht gestellt. Der SVJ sieht nun den sozialen Frieden in der Zeitungsbranche in Gefahr und fordert den VSP zu unverzüglichen Verhandlungen auf.

Weinernte 2003: Kleine Menge, aber sehr gute Qualität

BERN. In den Kantonen Wallis, Genf und Neuenburg geht die diesjährige Weinernte allmählich zu Ende. Gemäss ersten Einschätzungen fällt die Ernte um ein Fünftel kleiner aus als in den Vorjahren, Experten erwarten jedoch einen qualitativ hervorragenden Jahrgang.

Im Kanton Wallis wird der Ernteertrag voraussichtlich unter 40 Millionen Liter liegen, vor zwei Jahren betrug er 42 Mio. Liter. Der Ernterückgang ist auf die ausserordentlichen Wetterverhältnisse dieses Sommers zurückzuführen. Durch die Hitze und gleichzeitige Trockenheit blieben die Trauben eher klein, wie Alexandre de Montmollin von der Genfer Fachstelle für Weinbau gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Im Wallis beispielsweise ist dies sowohl beim Pinot Noir als auch beim Chasselas der Fall.   Die Fachleute versprechen sich einen Rotwein von hoher Qualität mit intensiver Farbe, wenig Säure, jedoch mit hohem Alkohol- und Tanningehalt. "Wir haben noch nie eine vergleichbare Traubenernte vinifiziert", erklärte Eric Beuret von der Neuenburger Dienststelle für Rebbau.

Die Wetterverhältnisse während der Traubenernte waren ideal. Bis am Sonntag wird die Ernte in den Kantonen Wallis, Neuenburg und Genf abgeschlossen. Im Kanton Waadt dauert die Ernte noch rund zehn Tage. In Genf geht die Ernte der Merlot- und Cabernet Sauvignon-Trauben in rund einer Woche zu Ende.

Anpassung an das Haager Übereinkommens

BERN. Das Haager Übereinkommen über internationale Kindesentführungen hat  sich in der Praxis grundsätzlich bewährt.  Da es bei Rückführungen von Kindern vereinzelt Härtefälle geben kann, will sich  der Bundesrat für eine Anpassung des Übereinkommens einsetzen. Dies  hält er in seiner Antwort auf drei parlamentarische Vorstösse  fest.

Sanierungsmassnahmen zur Stabilisierung der beruflichen Vorsorge

BERN. Der Bundesrat hat die Botschaft über Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge verabschiedet. Die Änderungen treten voraussichtlich am 1. Juli 2004 in Kraft. Die angespannte finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen bedingt zusätzliche wirksame Instrumente zur Behebung von Unterdeckungen und zur Stabilisierung der 2. Säule. Der Massnahmenkatalog sieht insbesondere folgende Änderungen vor: Erhebung zusätzlicher Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge Erhebung eines Beitrages der Rentnerinnen und Rentner Unterschreitung der Mindestverzinsung für BVG-Altersguthaben.

Offizieller Arbeitsbesuch von EU-Kommissar Günter Verheugen 

BERN. Anlässlich seines offiziellen Arbeitsbesuchs in Bern hat sich EU-Kommissar Günter Verheugen am Donnerstag mit den Bundesräten Joseph Deiss und Micheline Calmy-Rey getroffen. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die bilateralen Verhandlungen II in die Endphase getreten sind und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Auch bei der Ausdehnung des bilateralen Abkommens zur Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedstaaten könne relativ rasch ein Verhandlungsabschluss erwartet werden.

Anlässlich des Treffens informierte der für die EU-Erweiterung zuständige EU-Kommissar Günter Verheugen die beiden Bundesräte über das aktuelle Stadium der EU-Erweiterung sowie über die nächsten Schritte. Das nächste wichtige Datum ist der 1. Mai 2004, wenn zehn neue Länder der EU beitreten werden.

Internet-ABC für KMU an der Orbit/Comdex 2003

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) stellt an der Orbit/Comdex 2003, welche vom 24. bis 27. September 2003 in Basel stattfindet, sein neues Internet-ABC für KMU vor. Es vermittelt KMU-Verantwortlichen leicht verständlich Tipps und Tricks zur professionellen Nutzung von Internet-Anwendungen. Das Internet-ABC steht nach der Messe kostenlos auf www.kmuinfo.ch bereit.

NFA: Phase II schreitet planmässig voran

BERN. Die "Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA)" ist von beiden Räten behandelt worden. Die Differenzbereinigung wird in dieser Herbstsession in Angriff genommen. Voraussetzung für die Umsetzung der NFA ist die Anpassung zahlreicher Einzelgesetze (Phase II). Hierzu liegen 12 vom Politischen Steuerungsorgan (SO) verabschiedete Zwischenberichte der eingesetzten Projektgruppen vor, welche erste Grundlagen für die Ausführungsgesetzgebung liefern. Das Parlament wird im Verlaufe des Jahres 2005 über die Phase II beraten.

Neuer Waffenplatzvertrag mit dem Kanton Baselland

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag einem neuen Waffenplatzvertrag zwischen der Eidgenossenschaft - vertreten durch das VBS - und dem Kanton Baselland zugestimmt. Die überalterten Kasernenanlagen in Liestal werden mit einem Aufwand von 35,4 Millionen Franken vollständig saniert und beherbergen künftig nicht mehr die Infanterie, sondern Schulen der Übermittlung und Führungsunterstützung.

Militärische Zusammenarbeit mit Frankreich

BERN. Der Bundesrat hat am Freitag einem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und Frankreich zugestimmt, das die militärische Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung regelt. Die beiden Streitkräfte haben bereits in den vergangenen Jahren zu Lande und in der Luft erfolgreich zusammengearbeitet, zuletzt während des G-8-Gipfels von Evian im Sommer dieses Jahres.

Hanspeter Lebrument ist Verlegerpräsident

INTERLAKEN. Der Verband Schweizer Presse hat Hanspeter Lebrument (Südostschweiz-Mediengruppe) einstimmig zum Nachfolger von Hans Heinrich Coninx (Tamedia) als Präsident gewählt. Lebrument war der einzige Kandidat und von Coninx vorgeschlagen worden. Neu ins Präsidium gewählt wurden erwartungsgemäss Martin Kall (Tamedia) als Ersatz für Coninx sowie Peter Wanner (Aargauer Zeitung) und Josef Zihlmann (Willisauer Bote), mit denen das Gremium von sieben auf neun Mitglieder erweitert wurde. Hans Heinrich Coninx (Tamedia AG), der dem Verband während elf Jahren vorstand, wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Israel

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Israel zuhanden der Bundesversammlung verabschiedet. Er legt in dieser Botschaft die Besonderheiten des neuen Abkommens dar und ersucht die Bundesversammlung, diesem zuzustimmen.

«Der Druck zur Marktöffnung bleibt»

BERN. Von Cancùn zurückgekehrt, informierte Bundesrat Joseph Deiss die landwirtschaftlichen Parlamentarier und die kantonalen Landwirtschaftsdirektoren über die Ergebnisse der Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO). Der Chef des Volkswirtschaftsdepartements (EVD) präsentierte ihnen unter anderem die Zukunftsaussichten für die Landwirtschaft nach der Ministerkonferenz in Cancùn. Thema war ebenfalls die Trockenheit und ihre Auswirkungen für die Schweizer Landwirtschaft.

Der EVD-Chef hält daran fest, dass man beim Landwirtschaftsdossier einem Kompromiss nahe war, als die Konferenz abgebrochen wurde. So erhielt die Schweizer Delegation einige positive Signale betreffend die beiden Hauptforderungen der schweizerischen Landwirtschaft: keine maximalen Zollansätze und keine Ausdehnung der Zollkontingente. Laut EVD-Chef könnte das Scheitern der Konferenz in Cancùn den Abschluss der Doha-Runde verzögern. Als Folge könnten vermehrt bilaterale Freihandelsabkommen geschlossen werden, was im Widerspruch zum Geist des globalen Systems von Zollsenkungen steht. "Auch wenn jetzt eine Verzögerung auf den Zeitplan der Doha-Runde entsteht, bleibt der Druck zur Marktöffnung bestehen. Wir müssen deshalb unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer

Landwirtschaft fortsetzen", unterstrich Bundesrat Deiss.Zum Thema Trockenheit erinnerte der EVD-Chef daran, dass die diesbezüglichen Massnahmen die bäuerlichen Kreise zufrieden stellten, ohne dabei zu zusätzlichen Ausgaben oder zu bedeutenden Einnahmenausfällen für den Bund zu führen. Es handelt sich um die folgenden Massnahmen:

Zollreduktionen für Futtermittel; einige Ausnahmen für Direktzahlungen im Bereich Ökologie; Erleichterungen betreffend Darlehen im Rahmen der Betriebshilfen; Möglichkeit, die Rückzahlung von Darlehen auszusetzen oder aufzuschieben; Fleischeinlagerungen, um einen Marktzusammenbruch zu vermeiden.

Calmy-Rey und Couchepin an der UNO-Generalversammlung in New York

BERN. Bundespräsident Pascal Couchepin und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey werden nächste Woche zur 58. Session der  Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York reisen.

Bundespräsident Couchepin wird am Dienstag 23. September anlässlich der Generaldebatte eine Rede vor der UNO-Generalversammlung halten. Er wird sich dabei als sechster Redner nach den Präsidenten von  Brasilien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Peru und Mikronesien an die Staatengemeinschaft wenden.

Bundesrat genehmigt Zusatzprotokoll zur Europarats-Konvention über die  Cyber-Kriminalität

BERN. Der  Bundesrat setzt sich für eine länderübergreifende Bekämpfung von Rassismus und  Fremdenfeindlichkeit in Computersystemen und Netzwerken ein. Er hat am Freitag  das Zusatzprotokoll zur Europarats-Konvention über die Cyber-Kriminalität  genehmigt, das für die Mitgliedstaaten des Europarates  einen vergleichbaren Standard in der Bekämpfung dieser Art der Kriminalität  schaffen will.

Das  Zusatzprotokoll gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stellt rassistisch  motivierte, mittels eines Computersystems begangene Taten unter Strafe,  insbesondere das Verbreiten von rassistischem Material, die öffentliche  Beleidigung aus rassistischen Motiven sowie das Leugnen und Verharmlosen von  Völkermord. Das schweizerische Strafrecht ist mit dem Zusatzprotokoll  kompatibel; eine Anpassung des Rassismus-Straftatbestandes (Art.  261 bis des Strafgesetzbuches) ist nicht notwendig. Das  Zusatzprotokoll verweist ferner auf die prozessrechtlichen Bestimmungen und die  Grundsätze der internationalen Zusammenarbeit der Konvention über die  Cyber-Kriminalität, welche die Schweiz bereits am 23. November 2001  unterzeichnet hat.

Bundesrat entlastet Unternehmungen um Entlassungen zu vermeiden

BERN. Der Bundesrat hat am 19. September 2003 beschlossen, die Karenzfrist für Kurzarbeit- und Schlechtwetterentschädigung zu reduzieren. Er trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die konjunkturelle Erholung nicht innert der gewünschten Zeit eingetreten ist.

Bundesrat  verabschiedet Botschaft zum Zusatzvertrag für Auslieferungen

BERN. Der Bundesrat hat heute die Botschaft für den bilateralen  Zusatzvertrag mit Frankreich zum europäischen Auslieferungsübereinkommen  verabschiedet. Dieser ermöglicht die vereinfachte und somit raschere  Auslieferung von Personen zwischen den beiden  Staaten.

Der Zusatzvertrag zum Europäischen Auslieferungsübereinkommen entspricht einem praktischen  Bedürfnis: Die Strafrechtszusammenarbeit zwischen Frankreich und der  Schweiz im Bereich der Auslieferung von Personen zum Zwecke der Strafverfolgung  und der Strafvollstreckung soll damit verbessert und beschleunigt werden.

Wenn  sich eine gesuchte Person der Auslieferung nicht widersetzt, soll sie künftig  ohne formelles Auslieferungsverfahren in einem vereinfachten Verfahren dem  ersuchenden Staat übergeben werden können. Das vereinfachte Verfahren wird  direkt zwischen den zuständigen Behörden abgewickelt. Dank der raschen Übergabe  der gesuchten Person lässt sich eine Verzögerung des Strafverfahrens im  ersuchenden Staat vermeiden.

Die  Schweiz wendet das vereinfachte Auslieferungsverfahren derzeit bereits an, und  Frankreich wird dies nach dem Inkrafttreten des Vertrags ebenfalls tun können.  Der Vertrag wurde am 10. Februar 2003 in Bern von Bundesrätin Ruth  Metzler-Arnold und dem französischen Justizminister Dominique Perben  unterzeichnet.

Botschaft zum Freihandelsabkommen EFTA - Chile

BERN. Auf Antrag des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements hat der Bundesrat am 19. September 2003 die Botschaft zum Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein) und Chile sowie zum Landwirtschaftsabkommen zwischen der Schweiz und Chile verabschiedet. Die Räte werden das Geschäft voraussichtlich in der Dezember-Session dieses Jahres behandeln. Die Abkommen sollen am 1.Februar 2004 in Kraft treten.

Sessions-Entscheide

BERN. Der Nationalrat hat mit 88 zu 53 Stimmen das  Stammzellenforschungsgesetz verabschiedet. Der Ständerat hat mit 26 zu  6 Stimmen das Bundesgesetz über das Entlastungsprogramm 2003 für den Bundeshaushalt gutgeheissen und  damit zusammenhängende weitere Vorlagen verabschiedet. Ferner hat er die Differenzen beim bezahlten  Mutterschaftsurlaub bereinigt und die 11. AHV-Revision in die Einigungskonferenz geschickt.

 

 

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