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"Giorgio" und "Hannes" erzählen

Die Anonymen Alkoholiker

Die Anonymen Alkoholiker sind Menschen aller Völker, Kulturen, Bekenntnisse und sozialer Schichten, die ein gemeinsames Problem haben – den Alkoholismus. Um ihr Problem, die Alkoholabhängigkeit, lösen zu können, schliessen sich die Anonymen Alkoholiker zu Gruppen zusammen. Um das Ganze zu verstehen, möchten wir den Beginn der Präambel widmen...

Die Präambel der Anonymen Alkoholiker

Anonyme Alkoholiker sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen.

Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören.

Die Gemeinschaft kennt keine Mitgliedsbeiträge oder Gebühren; sie erhält sich durch eigene Spenden.

Die Gemeinschaft AA ist keiner Sekte, Konfession, Partei, Organisation oder Institution verbunden; sie will sich weder an öffentlichen Debatten beteiligen, noch zu irgendwelchen Streitfragen Stellung nehmen.

Unser Hauptzweck ist, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen.

Die Päambel der Al-Anon Familiengruppen

Die Al-Anon Familiengruppen sind eine Gemeinschaft von Verwandten und Feunden von Alkoholikern, die ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung miteinander teilen, um ihre gemeinsamen Probleme zu lösen. Wir glauben, dass Alkoholismus eine Familienkrankheit ist und dass eine veränderte Einstellung die Genesung fördern kann.

Al-Anon ist nicht gebunden an irgendeine Sekte, Konfession, politische Gruppierung, Organisation oder irgendwelche Institutionen. Al-Anon geht auf keinen Meinungsstreit ein; bei Anliegen ausserhalb der Al-Anon Gemeinschaft wird kein Standpunkt befürwortet oder abgelehnt. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge. Al-Anon erhält sich selbst durch die eigenen freiwilligen Zuwendungen.

Al-Anon hat nur ein Anliegen: den Familien von Alkoholikern zu helfen. Dies geschieht dadurch, dass uns Angehörige von Alkoholikern willkommen sind und wir sie trösten, und dadurch, dass wir dem Alkoholiker Verständnis entgegenbringen und ihn ermutigen.

Die Anonymen Alkoholiker verfolgen in all ihren Beziehungen zur Öffentlichkeit nur einen einzigen Zweck, dem noch leidenden Alkoholiker zu helfen. Wir haben mit Giorgio von den Anonymen Alkoholikern und Hannes von den Al-Anon Familiengruppen gesprochen. Wir möchten uns für die Erlaubnis an der Teilnahme an ihrem Leben bedanken.

snc

interview: özen aytac

Giorgio: Mein Kontakt zu den Anonymen Alkoholikern kam zustande, als ich spürte, dass mit mir und dem Alkohol etwas nicht stimmte. Ich hatte seit meiner Jugend Alkohol getrunken, nach einem gewissen Zeitpunkt konnte ich den Alkohol nicht mehr kontrollieren. Sobald ich einen Schluck genommen hatte, hatte ich das Bedürfnis nach weiteren, nach Tausenden von Gläsern und Flaschen. Ich konnte nicht mehr aufhören und habe mir dadurch das Leben zerstört. In der Firma, in der ich damals seit 14 Jahren arbeitete, hat man mir gesagt, dass sie mit meinen Leistungen nicht mehr zufrieden sind. Man fragte mich, ob das vielleicht mit meinem Alkoholkonsum zu tun habe. Ich wurde entlassen. Meine damalige Freundin verliess mich, obwohl sie selbst gerne Alkohol trank, weil sie meinen exzessiven Alkoholkonsum nicht mehr aushalten konnte. Ich war auf der Suche nach Hilfe. Ich war bei der kantonalen Alkoholberatung, ich sprach mit meinem Hausarzt und irgendwo im Hinterkopf hatte ich auch die Anonymen Alkoholiker. Ich fand die Telefonnummer im Telefonbuch und rief an. Man hat mir fernmündlich gesagt, dass ich dann und dann, dort und dort einfach mal zu einem Meeting kommen solle. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengefasst und bin zu dem Meeting gegangen. Es waren ungefähr 20 Leute versammelt, Frauen und Männer, ältere und jüngere. Ich habe mich hingesetzt und einfach mal zugehört. Sie sagten mir, dass ich nichts sagen müsse, wenn ich aber wolle, solle ich reden. Es wurde ein Neu-Kommer-Meeting gemacht. Jedesmal wenn eine neue Person in so einen Raum kommt, gehören die 2 Stunden ihr. Diese Person kann fragen und sagen, was sie will. Das hat mich sehr beeindruckt.

Ich hatte mir vorgestellt, dass Alkoholiker so eine Art Clochard seien, die unter Brücken leben, runtergekommen, mit zwei Flaschen im Mantel. Die Leute, die ich da gesehen habe, waren ganz normal, relativ fröhlich und sahen gesund aus. Sie haben aber erzählt, dass sie Alkoholiker sind. Ich habe gespürt, dass von diesen Menschen eine Kraft ausging. Sie sagten mir, dass es meine eigene Entscheidung sei, ob ich bleiben wolle oder nicht, es gäbe keine Mitgliederlisten. Sie wollten nur meinen Vornamen wissen, damit sie wussten, wie sie mich ansprechen sollten, ansonsten wurde die wichtige Anonymität gewahrt. Ich habe diese Anonymität damals sehr gebraucht, sie war ein Schutz für mich. In unserer Gesellschaft stellt man sich einen Alkoholiker vor als einen viel trinkenden Säufer.

Wir sind trockene Alkoholiker, wir durften uns vom Alkohol verabschieden. Alkoholismus ist eine dreiteilige Krankheit; geistig, körperlich und seelisch. In der Gruppe wurde mir gesagt, dass der Alkoholismus auch eine fortschreitende Krankheit ist, je länger man trinkt, desto kränker wird man. Es ist auch eine tödliche Krankheit und eine Familienkrankheit. Ich bin ein süchtiger Mensch, ich bin es noch immer. Ich kann heute nur deshalb trocken sein, weil ich den Alkohol stehen lasse, sobald ich wieder ein Glas oder einen Schluck nehme, dann geht das alte Leben wieder los. Die Krankheit begleitet mich bis zum Tod. Heute bin ich seit 20 Jahren trocken, es ist aber klar, wenn ich wieder ein Glas nehme, bin ich rückfällig und die Trinkerzeit beginnt von neuem.

Hannes: Wir Al-Anon Familiengruppen sind die Angehörigen von Menschen mit einem Alkoholproblem. Die Anonymen Alkoholiker sind das Urprinzip der Selbsthilfegruppe: ausschliesslich Betroffene kommen zusammen und helfen auf diese einfachste Art sowohl einander als auch gleichzeitig sich selbst. Al-Anon ist zwar eine eigenständige Organisation, ist aber direkt durch die Anonymen Alkoholiker entstanden wenige Jahre nach deren Gründung und ist so natürlicherweise weiterhin mit ihnen verbunden. Meine Partnerin ist Alkoholikerin. In meinem Fall habe ich gemerkt, dass ich genauso ein kranker Teil war. Unsere Kinder haben genauso unter meinen Verzweiflungstaten gelitten, wie bei meiner Partnerin. Ich habe mir oft gewünscht, dass sie aufhören möge oder zumindest weniger trinken würde. Mein Gedanke war, dass alle Probleme nicht bestehen würden. Das stimmt natürlich nur zu einem Teil. Ich hatte eine Co-Abhängigkeit, war auf das Trinken meiner Partnerin fixiert. Ich kam nach Hause und hatte schon Panik davor, wieviel sie getrunken hatte. Ich habe mich schon aus Angst, dass es eskalieren könnte, komisch verhalten. Ich habe zu Hause Flaschen in den Verstecken gesucht und den Alkohol in den Ausguss geschüttet, ich wollte meine Partnerin kontrollieren und habe ihr Predigten gehalten.

Ich  genierte mich, darüber mit meinen engeren Leuten zu diskutieren. Ich habe meine Partnerin indirekt in ihrer Sucht unterstützt. Ich habe gegen aussen versucht, alles zu vertuschen und sie zu entschuldigen. Ich habe die Wäsche gemacht, mich um die Kinder gekümmert, ich habe einfach alles gemacht. Das einzige was meine Partnerin machte, war Einkaufen. An den Abenden hat sie Streit gesucht, hat ein Problem herbeigeredet und ich habe mitdiskutiert. So ergab sich für sie ein Grund, damit sie weggehen konnte, an die Tankstelle... In meiner Verzweiflung habe ich meine Partnerin auch geschlagen. Es waren Zustände, die einfach nicht sein durften. Wir hatten auch Angst, dass man uns die Kinder wegnimmt. Irgendwann wurde es so schlimm, dass wir handeln mussten. Wir hatten oft die Polizei zu Hause, die Gewalt war natürlich gegenseitig, sie kam mit dem Messer auf mich los und ich habe sie geschlagen.

Als meine Partnerin das erste Meeting besucht hatte, erzählte sie mir, dass es ebenso eine Gruppe für Angehörige gebe. Ich wusste sofort, dass es genau das Richtige für mich sein würde. Ich ging eine Woche später zu den Al-Anon. Ich bin heute sehr dankbar, dass wir diesen Weg gegangen sind und auch schlimme Zeiten durchgestanden haben. Ich war oft nah dran, dass ich sagen wollte, ich habe nichts mehr damit zu tun und gehe weg. Aber ich habe einen Weg gefunden, heute unsere Probleme bewältigen zu können. Es wäre falsch zu sagen, dass wir keine Probleme mehr haben, seit meine Partnerin nicht mehr trinkt. Das stimmt überhaupt nicht. Wir haben aber einen Rahmen gefunden, an den wir uns halten und in dem wir uns verstanden und wohl fühlen. Wir gehen die Probleme anders an als früher.

Ich finde, dass der erste Schritt der wichtigste ist. Man gibt zu, dass man machtlos ist, dass man einsieht, dass man nichts ändern kann. Dem Alkohol gegenüber bin ich wirklich machtlos und kann nur für mich selbst handeln. Wir versuchen, uns nicht in Abhängigkeiten zu bringen.

Ich weiss es zwar nicht, aber ich hoffe, dass meine Partnerin trocken bleiben darf. Eigentlich kann ich nur für mich schauen, dass ich ein gutes Leben habe und glücklich bin. Es steht nicht in meiner Macht, meine Partnerin „trocken zu legen“.

snc: Was ist das Aufgabengebiet bei den Anonymen Alkoholikern?

Giorgio: Die Anonymen Alkoholiker sind eine Selbsthilfegruppe. Sie besteht aus Betroffenen,  also „professionellen“ Leuten, wir haben keine Therapeuten. Wir helfen uns selber und sagen dazu, Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen.

Gibt es einen psychologischen Dienst?

Giorgio: Wir helfen uns ausschliesslich gegenseitig, es gibt keine Therapeuten oder einen Psychologen. Wir mischen uns auch nicht in die Angelegenheiten von Ärzten ein. Wir wissen aber, dass wir ohne Medikamente trocken geworden sind, und wollen auch ohne Medikamente trocken bleiben. Mit unserer Methode kann jeder trocken bleiben.

Welche Arten von Meetings gibt es?

Giorgio: Es gibt die Meetings für Neukommende. Bei dem ersten Meeting werden die zwei Stunden dem Neukommenden gewidmet. Ansonsten haben wir unsere normalen Meetings, in denen die Mitglieder miteinander über ihre Probleme reden und Erfahrungen austauschen. Jeden ersten Freitagabend im Monat findet beispielsweise ein öffentliches Meeting statt im Alterszentrum Weiherweg in Basel. Da kann jeder als Nicht-Alkoholiker hinkommen.

Ist es möglich, den Alkohol zu reduzieren?

Giorgio: Ich wollte zuerst auch weniger trinken und nicht aufhören. Die Gruppe hat mir damals gesagt, dass ich das für mich selbst herauskriegen muss, ob ich alkoholkrank bin oder nicht. Man kann bei den Anonymen Alkoholiker nicht lernen, kontrolliert zu trinken. Das funktioniert nicht. Ich habe nach einem halben Jahr herausgefunden, dass ich alkoholkrank bin. Ich habe erkannt, dass eine Reduzierung nicht möglich ist. Ich bin alkoholkrank und kann nicht kontrolliert trinken. Wir verteufeln den Alkohol nicht, jeder kann Alkohol trinken, wenn er ihn vertragen kann, hier sind wir tolerant. Ich darf ihn nicht trinken, weil er für mich tödlich ist.

Können Sie mir in diesem Bereich statistische Zahlen angeben?

Giorgio: Ja, statistisch ist es so, dass 95 Prozent aller Menschen kontrolliert trinken können. Ich sehe oft im Restaurant, dass die weggehenden Leute noch Wein im Glas haben. Das gab es bei mir nicht, wenn ich wegging, waren alle Gläser und die Reste getrunken. Ich habe nicht nur gerne getrunken, das war für mich auch ein Zwang.

Wieso heisst es „Anonyme“ Alkoholiker?

Hannes: Es geht darum, dass man sich in der Gruppe auf das Problem konzentriert und darauf, dass man eine Familienkrankheit hat. Anonymität ist also nach aussen und innen sehr wichtig. Ich könnte mich jederzeit dazu entschliessen, aus der Organisation auszutreten, ohne diese in einen Konflikt zu bringen. Durch die garantierte Anonymität wird sicher auch die Hemmschwelle fürs Hereinschauen gesenkt. Alles was in der Gruppe gesprochen wird, bleibt in der Gruppe. Niemand ist daran interessiert, die Probleme herauszutragen. Ein jeder kann seine Probleme auf dem Tisch ausbreiten, ohne Angst zu haben, dass etwas rausgeht.

Giorgio: Es gibt Menschen, die es sehr schlimm finden, wenn jemand Alkoholiker ist. Sie wissen nicht, was ein trockener Alkoholiker ist. Ich kann mit meiner Anonymität machen was ich will, nur die Anonymität meiner Freunde ist mir heilig.

Hannes: Unsere Anonymität ist noch ein wenig ernster; wenn ich mich outen würde, setze ich indirekt auch meine Partnerin der Öffentlichkeit aus. Es würde  dann auf der Hand liegen, dass meine Partnerin oder irgendjemand in der Familie ein Problem mit Alkohol hat.

Wie hat sich die Al-Anon gegründet?

Hannes: Vorletztes Jahr waren es 50 Jahre her seit der Gründung. Am Anfang stand die Erkenntnis, dass es eine Familienkrankheit ist. Die Anonymen Alkoholiker haben 12 Genesungsschritte, die auch die Al-Anon Familiengruppen in leicht angepasster Form übernommen haben. In diesen empfohlenen – freiwilligen – Schritten kann man lernen, vom Karussell abzuspringen.

Was hat es mir der Freiwilligkeit auf sich?

Giorgio: Das ist ein wichtiges Prinzip. Ich bin freiwillig zu den Anonymen Alkoholikern gekommen und bin heute noch immer freiwillig da. Manche werden vielleicht durch staatliche Stellen gezwungen, etwas gegen ihr Alkoholproblem zu tun. Bei mir war der Druck der Umstände vorhanden.

Was ist für die Anonymen Alkoholiker besonders wichtig?

Giorgio: Das 12-Schritte-Programm. Dieses Programm ist die Struktur, an der wir uns orientieren können. Der letzte Schritt in diesem Programm heisst, dass es wichtig für uns ist, die Botschaft an Leute weiterzugeben, die noch am Alkoholismus leiden. Das ist die Aufforderung an uns. Wir wissen und sind davon überzeugt, dass das, was man weitergibt auch behalten wird.

Wieviele AA-Gruppen gibt es?

Giorgio: In der ganzen Welt gibt es ungefähr 3 Millionen Mitglieder und 100.000 Gruppen. Diese sind verteilt auf 166 Länder. Die erste Gruppe in der Schweiz ist in Basel im Jahre 1963 entstanden. In der Region gibt es 17 Gruppen. Ich kann in jede Gruppe gehen. Ich sage, ich bin Giorgio und Alkoholiker. Das kann ich auch weltweit tun, auch wenn ich die Sprache nicht verstehe, verstehe ich den Geist und die Schwingungen.

Was ist für Sie als Al-Anon Mitglied wichtig?

Hannes: Das wichtigste Prinzip für mich ist, dass es immer nur heisst „für heute“. Für 24 Stunden. Als meine Partnerin mir zum ersten Mal erzählt hat, dass die Anonymen Alkoholiker nicht davon sprechen, dass man jetzt 3 Wochen lang trocken ist, oder für das weitere Leben, war ich begeistert. Das kann nämlich nicht funktionieren, am Anfang sowieso nicht. Man muss sich etwas für 24 Stunden vornehmen und sich sagen, dass man nur heute lebt. Dieses Anreihen von kleinen Schritten hat mir sofort imponiert.

Ebenso wichtig für mich ist die Tatsache, dass in den Gruppen nicht die irrelevanten Fragen gestellt werden nach der Schuld und dem Warum.

Sind die Partner Ihrer Gruppenmitglieder alle trocken?

Hannes: Nein, manche haben „nasse“ und andere trockene, nüchterne Partner. Leute mit nassen Partnern fragen sich immer wieder, ob sie bleiben oder den  Partner verlassen sollen und was passieren würde, wenn -. Ich kann das oft nicht beantworten, ich muss mir überlegen, was ich heute machen kann.

Wieviel Gruppen hat die Al-Anon?

Hannes: Eigentlich müsste es mehr Al-Anon Gruppen geben als AA Gruppen, wenn man bedenkt, dass bei einer einzigen trinkenden Person in einer Familie meistens mehrere andere  direkt betroffen sind. Es müsste auch noch mehr Kindergruppen geben. Es ist natürlich genau das Gegenteil der Fall. Es gibt viel mehr Anonyme Alkoholiker-Gruppen. Wir sind rund um Basel sechs Al-Anon Gruppen, weltweit gibt es ca. 30.000 Gruppen.

Alateen ist eine Gruppe, die innerhalb der Al-Anon Familiengruppen spezifisch für Kinder und Jugendliche von betroffenen Familien ausgerichtet ist. Alateen hat genau das gleiche  Programm und genau dasselbe Prinzip von Anonymität. In Basel gibt es keine richtige Alateen-Gruppe. Es gibt in der Region aber jemand, der bei Interesse sofort eine Gruppe gründen oder diese Sponsorschaft übernehmen würde.

Hilft es der betroffenen Person, dass sie weiss, dass der Partner den Fehler nicht nur bei ihr sucht?

Hannes: Ich denke, es ist wichtig, dass man eine gleiche Basis hat. Man trifft in den Meetings auch ähnliche Leute. Ich bin der Meinung, dass es falsch wäre, wenn ich in die Meetings gehen würde, um zu verhindern, dass meine Partnerin rückfällig wird.

Arbeiten Sie mit professionellen Stellen zusammen?

Hannes: Wir sind natürlich frei, auch mit professionellen Alkoholberatungsstellen und anderen Institutionen zusammenzuarbeiten, werden aber immer eigenständig bleiben und nie eine Abhängigkeit eingehen.

 

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