Nationaler Tochtertag 

Appenzell/ Ausserrhoden. Der letztjährige Tochtertag war für die Mädchen, für Mütter und Väter, die die Chance des Tochtertages nutzten, eine positive und wertvolle Erfahrung. Die Beteiligung in der kantonalen Verwaltung und im Spitalverbund war erfreulich.

Die kontroversen Diskussionen um den letztjährigen Tochtertag - es wurde teilweise bemängelt, dass die Knaben nicht einbezogen wurden - veranlasste den Regierungsrat, den Tochtertag 2003 in der kantonalen Verwaltung und im Spitalverbund für die Mädchen und Knaben zu öffnen.

Dieser Entscheid bietet den Töchtern und den Söhnen der 4. bis 9. Klasse die Gelegenheit, ihre Mütter, Väter oder andere Bezugspersonen an den Arbeitsplatz zu begleiten. Damit erleben die Jugendlichen den Berufsalltag, sie lernen Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen ihrer Eltern kennen und arbeiten mit ihnen zusammen.

Diejenigen Knaben, die nicht mit ihren Müttern oder Vätern an den Arbeitsplatz gehen möchten, verbringen den Tag in den Schulklassen. Die Lehrerinnen und Lehrer wurden über die Möglichkeit informiert, mit den Knaben eine Unterrichtsidee auszuarbeiten, die im Zusammenhang steht mit der Beschäftigung des Themas Erwerbs- und Familienarbeit, mit den gesellschaftlichen Rollen von Knaben und Mädchen, von Frauen und Männern. Die Ideen können eingereicht werden und die besten werden mit grosszügigen Einkaufsgutscheinen zu Handen der Klassenkasse prämiert.

Die Zielsetzung des nationalen Tochtertages besteht darin, insbesondere die Mädchen dazu zu motivieren, sich mit unterschiedlichen Lebensperspektiven auseinander zu setzen. Die Mädchen starten ihre Berufslaufbahn selten mit der Perspektive einer lebenslangen Erwerbstätigkeit. Obwohl für sie eine berufliche Zukunft genauso wichtig ist, nutzen sie das breite Angebot an Berufsausbildungen weit weniger als die Knaben.

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