Zürcher Arbeitsmarkt im Oktober 2003: Arbeitslosenquote stagniert bei 4,7 Prozent

ZÜRICH. Auf dem Zürcher Arbeitsmarkt hat die Arbeitslosigkeit leicht zugenommen und lag Ende Oktober bei 4,7 Prozent. Für die kommenden Wintermonate ist mit einem nochmaligen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

5661 Personen haben sich im vergangenen Monat zur Stellensuche in ihrem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet, 263 mehr als im Vormonat. Trotz angespannter Lage konnten sich 5189 Personen wieder von der öffentlichen Arbeitsvermittlung abmelden. Davon gaben 60 Prozent an, wieder eine Stelle gefunden zu haben.

Insgesamt betrug die Zahl der Stellen Suchenden Ende Oktober 44'099 Personen, 446 mehr als im Vormonat. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug 34'122 (+467).

Mehr Fachkräfte, weniger Kader

Die Tendenz zur Zunahme arbeitsloser Fachkräfte hält an: 18'423 Personen oder 54% aller Arbeitslosen waren Ende Oktober Fachkräfte. Wieder leicht rückläufig ist die Zahl der ehemaligen Kaderangestellten. 2974 Personen oder 8,7% entsprachen dieser Kategorie. Im Vormonatsvergleich haben die arbeitslosen Lehrlinge sowie Hilfskräfte überdurchschnittlich zugenommen. Auf gleichem Niveau bewegten sich die Kategorien Schüler und Studenten.

Berufsgruppen

Erstmals seit vielen Monaten gab es rückläufige Arbeitslosenzahlen in der Berufsgruppe Verwaltung, Büro, Handel (-130). Leicht abnehmend ist auch die Zahl der Arbeitslosen in der Gruppe Wissenschaft und Kunst. Zuwachs verzeichnen die Berufsgruppen Baugewerbe und Malerei, Metallherstellung, Maschinenbau und Gastgewerbe und Hauswirtschaft.

Im September 2003 waren 1363 Personen von Kurzarbeit betroffen, 715 weniger als im Vormonat. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 34?498 auf 74?901 ab.

Die seit Februar 2001 anhaltende Talfahrt der Stelleninserate hat sich in den letzten Monaten deutlich verlangsamt. Im September stagnierte der Manpower-Index, welcher die in den Tageszeitungen publizierten Stelleninserate misst. Die Zahl der bei den Zürcher RAV gemeldeten offenen Stellen nahm im Vergleich zum Vormonat leicht ab (-98) auf 1283, im Vorjahresvergleich liegt die Zahl immerhin um 324 höher.

Für die kommenden Wintermonate ist mit einem nochmaligen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

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