Arbeitslosigkeit steigt weiter

Winterthur. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Winterthur hat auch im September 2003 weiter zugenommen. Erstmals seit Dezember 1997 liegt die Zahl der gemeldeten arbeitslosen Personen über 3000. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 %. 

Im Dezember 1997 hatte die Arbeitslosenquote sogar 6,5 % betragen, obwohl die Zahl der Arbeitslosen gleich hoch war. Der heutige, tiefere Wert errechnet sich auf der Basis der Volkszählung 2000, welche gegenüber der Volkszählung 1990 eine höhere Zahl an Erwerbstätigen ausweist. Daraus lässt sich ableiten, dass in den 90er-Jahren die Zahl der erwerbstätigen Personen in Winterthur um rund 10% zugenommen hat. Dies trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Grosswetterlage. Jüngere Jahrgänge stärker betroffen Die Analyse der Veränderung der Strukturdaten für die vergangene Monatsfrist zeigt unter anderem eine deutliche Zunahme der Personen unter 30 Jahren. Im gleichen Monat meldeten sich viele stellenlose Schul- und LehrabgängerInnen neu an. Beide Kategorien verzeichneten die meisten Zugänge. Büroberufe an der Spitze Aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen zeigt sich, dass die bisher am stärksten betroffenen Branchen und Berufe erneut zugelegt haben. Verwaltungs- und Büro-Berufe stellen mit 625 Betroffenen einen Anteil von über 20 % am Gesamttotal. Auch das Gastgewerbe ist mit 450 Arbeitslosen besonders betroffen. Die Zahl der offenen Stellen hat sich hingegen mit einer geringen Abnahme um 4 nicht wesentlich verändert. Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen hat sich weiter verschlechtert. Kurzarbeit Kurzarbeit hat sich in Winterthur auf einem tiefem Niveau eingependelt. Gerade einmal für 31 Arbeitnehmende ergab sich im September eine Arbeitszeitverkürzung aus betrieblichen Gründen.

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