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SWISSCOY-Kontingent im Einsatz - Heimkehrer erstmals in Stans NW
verabschiedet
BERN. Seit heute steht das neunte Schweizer Kontingent im Friedensförderungseinsatz im Kosovo. Nach einer schlichten Zeremonie auf dem Flugplatz der kosovarischen Hauptstadt Pristina hat der neue SWISSCOY-Kommandant, Oberstleutnant i Gst Ivo Burgener, die Verantwortung über die 203 SWISSCOY-Soldaten, darunter 15 Frauen, übernommen. Morgen Freitag, 17. 0ktober, wird das heimkehrende achte Kontingent durch den designierten Chef Führungsstab der Armee, Divisionär Christian Josi, offiziell verabschiedet - zum ersten Mal in der Innerschweiz. Die Übergabe der Einsatz-Medaillen findet Anfang Nachmittag auf dem Gelände des neuen Ausbildungszentrums für Auslandeinsätze der Schweizer Armee in der Kaserne Wil bei Stans (NW) statt. Das heimkehrende Kontingent hat unter anderem durch seine Patrouillentätigkeit den Ruf der Schweizer Armee gefestigt, im Friedensförderungsdienst auch in den militärischen Kernkompetenzen ein vollwertiger und zuverlässiger Partner der Kosovo Force (KFOR) zu sein. Ebenso erfolgreich verlief das Engagement des Lufttransportdetachementes der Schweizer Luftwaffe: Der Helikopter des Typs Super Puma, welcher der Multinationalen Brigade Südwest der KFOR für Transporte zur Verfügung gestellt wurde, stand bis Ende September rund 210 Stunden im Einsatz. Das entspricht mehr als der doppelten Einsatzdauer im Normalbetrieb in der Schweiz. Transportiert wurden in den letzten sechs Monaten über 1800 Personen, gegen 30 Tonnen Aussen- und sechs Tonnen Innenlasten. Daneben verliefen die üblichen Dienstleistungen im logistischen Bereich für die Partnernationen Österreich und Deutschland in gewohntem Rahmen. Die logistische Bilanz des achten Kontingents bis Ende September: Während fast 12'000 Stunden standen die Transportmittel der SWISSCOY für Strassentransporte im Einsatz und legten dabei rund 600'000 Kilometer zurück. Insgesamt wurden etwa 1,17 Millionen Liter Treibstoff für Fahrzeuge und Betriebsaggregate bereitgestellt. Die Produktion von Trink- und Brauchwasser für gegen 900 Soldaten fiel als Folge des sehr heissen Sommers etwas höher aus: 19.6 Millionen gegenüber rund 15 Millionen Litern im letzten Kontingent. Die Baumaschinen kamen während rund 2400 Stunden zum Einsatz, hauptsächlich für Schotterproduktion und Campausbau. |