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Kostendeckende
Holzernte: Bei günstigen Verhältnissen sogar im Gebirgswald möglich
BERN. Gute Zusammenarbeit, vertieftes Fachwissen und moderne Technik ermöglichen bei günstigen Geländeverhältnissen auch im Gebirgswald eine kostendeckende Holzernte. Das Amt für Wald des Kantons Bern (KAWA) zeigt an einem Weiterbildungskurs in Grindelwald gemeinsam mit spezialisierten Forstunternehmungen, dass Gebirgswaldpflege auch finanziell wieder attraktiv sein kann. Die Bevölkerung stellt an Schutzwälder besonders hohe Ansprüche. Zahlreiche Schutzwälder sind heute unternutzt. Sie benötigen gezielte Pflege, mehr Verjüngung und erhöhte Stabilität. Die dazu nötige Holznutzung erfolgt viel eher, wenn die Kosten weiter reduziert werden können. Neben den modernen Maschinen und Arbeitsverfahren ist insbesondere eine intensive, eigentumsübergreifende Zusammenarbeit unter den Waldbesitzern und mit den spezialisierten Forstunternehmungen nötig. Nur so gelingt es, die Behandlungsfläche und die Menge an zu nutzendem Holz so zu vergrössern, dass die Forstunternehmer den Waldbesitzern ein attraktives Angebot machen können. Die modernen Holzernteverfahren sind waldschonend und ermöglichen eine hohe Qualität. Zudem erhöhen sie die Arbeitssicherheit und sind für die Gesundheit der Forstarbeiter bedeutend schonender, als bisherige, motormanuelle Waldarbeit. Für den richtigen Einsatz sind eine gute Basiserschliessung mit Waldstrassen und zusätzliches Fachwissen nötigen. Das KAWA und das Bildungszentrum Wald Lyss führen daher für alle Förster und Oberförster in Grindelwald einen entsprechenden, eintägigen Weiterbildungskurs durch. An den insgesamt fünf Kurstagen (20. – 24. Oktober) werden auch Fachleute und über 100 Forstwartlehrlinge aus verschiedenen Kantonen teilnehmen. |