Drei ausländische Unternehmen schaffen 50 neue Arbeitsplätze

BERN. Die italienische Web Agenda SA, die deutsche Via Medici, und die französische Praxim SA kommen neu in den Kanton Bern. Mittelfristig werden die Unternehmen im Kanton Bern 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Die drei Firmen haben sich für den Wirtschaftsstandort Kanton Bern entschieden, weil sie hier Netzwerke von Ingenieurschulen, bestehenden Geschäftspartnern und Forschungszentren in den Bereichen Telekommunikation und Medizinaltechnik vorgefunden haben.

Das italienische Unternehmen Itineris Spa mit Sitz in Rho bei Mailand lässt sich mit einer neuen Firma, Web Agenda SA, in Biel nieder. Itineris ist ein Dienstleister im Bereich Telekommunikationsnetze. Zu den Schlüsselkompetenzen der Firma gehört die Entwicklung von spezialisierten EDV-Programmen. Nachdem Itineris seine Tätigkeit auf Spanien ausgedehnt hatte, wird sie jetzt von Biel aus auch im übrigen Europa expandieren. Die neue Firma Web Agenda SA wird somit internationaler Sitz von Itineris sein. Web Agenda SA hat am neuen Sitz in Biel vor, auch neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Die Nähe der Bieler Ingenieurhochschule, die zur Berner Fachhochschule gehört, war für die Standortwahl ausschlaggebend. Web Agenda SA möchte in den ersten drei Jahren ihrer Geschäftstätigkeit zwölf neue Arbeitsplätze schaffen.

Die in Deutschland ansässige Firma Via Medici richtet ihren internationalen Firmensitz in Biel ein. Via Medici hat ein spezialisiertes Software-Paket für die SAP-Umgebung entwickelt, mit dem Produktinformationen unabhängig vom verwendeten Medium verwaltet werden können. Die internationale Tätigkeit wird in Zukunft vom Hauptsitz Via Medici Software SA in Biel aus gelenkt. Ausser der Betreuung des deutschen Marktes und eines Teils der Produktentwicklung, die weiterhin in Deutschland bleiben, werden alle Tätigkeiten von Biel aus gesteuert. Die Nähe des Schweizer SAP-Sitzes in Biel war entscheidend für die Standortwahl. Das Unternehmen wird mittelfristig rund 30 neue Arbeitsplätze schaffen.

Praxim, eine junge französische Technologiefirma, die sich auf computerunterstützte Medizin spezialisiert hat, lässt sich in Bern nieder. Das Unternehmen hat in der Stadt Bern eine Forschungs-, Entwicklungs- und eine Verkaufsabteilung eingerichtet, in der etwa zehn Fachleute beschäftigt sind. Ausschlaggebend für die Standortwahl waren die Nähe des Instituts Maurice Müller der Universität Bern, das neben dem Institut Joseph Fourier in Grenoble eines der renommiertesten europäischen Zentren Europas ist, und die Medizinal- und Telematik-Cluster im Raum Bern - Biel. Dank der operationellen Unterstützung der WFB fand Praxim schnell die passenden Räumlichkeiten und Partner, die zum Start ihrer Geschäftstätigkeit erforderlich waren. Die 70 Beschäftigten von Praxim verteilen sich auf den französischen Sitz, das Berner Unternehmen und eine Verkaufsgesellschaft in Deutschland.

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