Lottogewinnversprechen - eine Abzockerfalle

LUZERN. Unbekannte Täter, welche sich als spanisches oder portugiesisches Lottounternehmen ausgeben, versenden Briefe, in denen den Empfängern mitgeteilt wird, dass sie einen grossen Lottogewinn gemacht haben. Um den Gewinn zu erhalten, müssen die “Gewinner” vorerst eine “Transfer-Gebühr” und danach auch eine “Gewinnsteuer” errichten. Zur Auszahlung des eigentlichen Lotto-Gewinnes kommt es allerdings nicht. Die Strafuntersuchungsbehörden und die Kantonspolizei Luzern warnen vor dieser Abzockerfalle.

Ein 39jähriger Elektromonteur aus dem Kanton Luzern hat im September den Brief einer Lottogesellschaft erhalten. Aus dem Schreiben war zu entnehmen, dass es sich bei dieser Lotto-Aktion um ein internationales Werbe-Programm handle. Aus 50'000 Namen (aus der ganzen Welt) würden die Lotto-Teilnehmer durch ein Zufallsprinzip ausgewählt. In diesem Schreiben wurde dem Mann mitgeteilt, dass er 425’00.39 Euro gewonnen habe. Der Mann wurde angewiesen, rund 1‘500 Euro zu überweisen, um die Transferkosten der Gewinnsumme zu gewährleisten. Nachdem er diese Summe bezahlt hatte, wurde zusätzlich eine Gewinnsteuer von rund 2'600 Euro eingefordert. Dem "Lottogewinner" wurde versichert, dass er - sobald die Gewinnsteuer eingegangen ist - den Betrag von 425'000.39 Euro erhalten werde. Der 39jährige Mann hat die Gewinnsteuer nicht einbezahlt und den Vorfall der Polizei gemeldet.

Abklärungen der Kantonspolizei Luzern haben ergeben, dass es sich um eine Abzockerfalle handelt. Leichtgläubige Personen werden systematisch ausgenommen. Zu einer Auszahlung des Lottogewinnes kommt es in keinem Falle. In der Schweiz sind mehrere ähnliche oder gleichgelagerte Tatbestände bekannt. Das Amtsstatthalteramt Luzern hat eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Personen, welche Lottogewinnschreiben erhalten haben, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Luzern zu melden - Tel. 0412 488 117.

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