Begleitgruppe sucht Lösungen für die Verkehrsbewältigung

BERN. In den Jahren 2005 bis 2007 wollen der Kanton Bern und der Bund die Stadttangente Bern Nord, den Autobahn-Abschnitt zwischen Weyermannshaus und Wankdorf, umfassend erneuern. Die Vorbereitungsarbeiten für diese heikle Sanierungsaktion laufen auf Hochtouren. Um die Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit möglichst gering zu halten, diskutiert eine regional abgestützte Begleitgruppe schon heute verschiedene Lösungen.

Berns Stadttangente ist einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte der Schweiz. Täglich fahren heute 90’000 Fahrzeuge über diese Hochleistungsstrasse im Norden der Stadt. Es kann deshalb nicht verwundern, dass über 30 Jahre nach dem Bau ein umfassendes Facelifting dieses Autobahnabschnitts nötig ist. Erneuert wird das gesamte Teilstück zwischen den Anschlüssen Bern-Wankdorf und Bern-Bümpliz bzw. dem Tunnel Brünnen mit Ausnahme der bereits vor zwei Jahren sanierten Strecke im Bremgartenwald. Die Kosten sind nach aktuellem Planungsstand auf rund 150 Millionen Franken veranschlagt.

Während den Erneuerungsarbeiten wird die Stadttangente weniger Verkehr bewältigen können. Das Tiefbauamt des Kantons Bern setzt zwar alles daran, während der Arbeiten weiterhin möglichst viel Verkehr über die Stadttangente abzuwickeln, doch werden vor allem in den Spitzenstunden Verkehrsverlagerungen auf das übrige Strassennetz nicht zu vermeiden sein. Geplant sind einerseits signalisierte Umfahrungsstrecken, andererseits Informationskampagnen und spezielle Angebote im öffentlichen Verkehr, die Autofahrerinnen und Autofahrer zum Umsteigen motivieren sollen – möglichst über die Bauzeit hinaus.

Einbezug von Stadt und Region Mit den verkehrstechnischen Herausforderungen der Sanierungsaktion befasst sich auch eine vom Kanton neu gebildete Begleitgruppe, in welcher die Stadt Bern, die Agglomerationsgemeinden und die Regionale Verkehrskonferenz vertreten sind. Ziel dieser Gruppe ist es, sich abzeichnende Verkehrsprobleme in der Stadt und Region frühzeitig zu erkennen und Verkehrsbehinderungen und –verlagerungen während der Bauzeit in erträglichem Rahmen zu halten. Auf Einladung der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion hat sich die Begleitgruppe zu einer ersten Sitzung getroffen.

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