Wandmalereien und Fassaden restauriert

BERN. Die Restaurierung der Fassaden von Schloss Büren an der Aare, dem bedeutendsten bernischen Schlossbau aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, ist beendet. Das historische Gebäude erstrahlt in altem Glanz und wird wieder zum viel beachteten Blickfang im Zentrum des Städtchens. Am 26. November 2003 wird die verhüllte Schlossfassade freigelegt und mit einem Festakt offiziell eingeweiht.

Schloss Büren ist Sitz der Bezirksverwaltung, der Zivilstandsamtes, der Dienststelle Büren des Betreibungs- und Konkursamtes Berner Jura-Seeland, des Kreisgrundbuchamtes für die Bezirke Büren ,Aarberg und Erlach sowie des Bezirkspolizeipostens und des Bezirksgefängnisses. Das historische Gebäude befindet sich im Besitz des Kantons Bern und nimmt im platzartig geweiteten Raum des Städtchens eine zentrale Stellung ein. Der schlechte bauliche Zustand der Fassaden, insbesondere der Sandsteinelemente, machte umfassende Restaurierungsarbeiten an der Gebäudehülle nötig. Keine leichte Aufgabe für die Spezialisten des Hochbauamtes und der Denkmalpflege, denn während der Bauarbeiten kamen längst verloren geglaubte Wandmalereien zum Vorschein. Doch den Restauratoren ist es gelungen, die wertvollen Wandmalereien an der Südfassade freizulegen. Sie sind in den letzten Monaten in minutiöser Kleinarbeit restauriert worden, ebenso wie das erhalten gebliebene grossformatige Bild an der Westfassade des Schlosses, das den römischen Adeligen Marcus Curtius bei seinem Opfertod zeigt.

Schloss Büren an der Aare ist der bedeutendste bernische Schlossbau aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der grosse Baukörper mit seitlichem Treppenturm tritt vor allem mit seiner Giebelfassade in Erscheinung. In den Jahren 1622/23 wurden die Hauptfassade und ein Teil der Westfassade mit einem umfangreichen Bildprogramm bemalt. Im 19. Jahrhundert wurde die Südfassade überstrichen, und eine Renovatiom im Jahr 1938 hat die Gesamtwirkung so stark verwässert, dass das Gebäude einen etwas biederen Heimatstilcharakter erhielt. Mit der Wiederherstellung der Wandmalerien im oberen Teil der Hauptfassade wurde deren Charakter völlig umgekrempelt und Schloss Büren hat seine ursprüngliche optische und architektonische Bedeutung für das Städtchen wieder erlangt. Allerdings konnten die Bildfelder im unteren Teil der Fassade noch nicht rekonstruiert werden, weil lediglich fragmentarische Bildkopien vorhanden sind. Zu einem späteren Zeitpunkt wird zu entscheiden sein, ob diese Bildfelder leer bleiben, modern ausgemalt werden oder ob die vorhandenden Bildkopien eingesetzt werden sollen.

Der offizielle Abschluss der Restaurierung der Südfassade und des Wandbilds an der Westfassade von Schloss Büren findet am 26. November 2003 statt: Im Rahmen eines Festakts wird die Fassade von ihren Hüllen befreit.

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