Start der Basler Herbsmesse

Am Samstag, 25. Oktober, als um punkt 12 Uhr der "Glöckner von St. Martin" das Messglöcklein läuten liess, begann die diesjährige Basler Herbstmesse. Sie dauert bis zum 9. November, auf dem Petersplatz dauert sie noch zwei Tage länger.

BASEL. Die Basler Herbstmesse ist eine der ältesten Messen Europas überhaupt und findet ohne Unterbrechung zum 533 Mal statt. 1471 gestattete Kaiser Friedrich III. Basel die Durchführung von zwei Messen, eine vor Pfingsten, eine vor St. Martin. Der damalige Bürgermeister Hans von Bärenfels erreichte damit, dass die Stadt am Rheinknie dank ihrer verkehrsgünstigen Lage zur internationalen Messestadt wurde.

Auch in diesem Jahr war die Zahl der Bewerber um einen Platz an der Basler Herbstmesse riesig. Ausgewählt wurden jene Marktfahrer und Schausteller, die einen vielfältigen Mix garantieren - an der Mäss werden heuer auf sieben Platzen und in einer Halle rund 50 verschiedene Bahnen, Karussells und fliegende Bauten aller Art für Betrieb sorgen und 350 Bunden und Marktstände ein breites Angebot präsentieren.

Stimmungsvolle Messestandorte

Dieses Jahr zeigt sich der Traditionsplatz der Herbstmesse, der "Petis", in neuem Kleid. Hier ist der schönste Marktplatz weit und breit mit Erlebnismarkt und Bude an Bude, einer Riesenauswahl und allen erdenklichen Angeboten an praktischen und skurrilen Dingen. Hier finden die Messebesucher das doppelstöckige Karussell, den Clown im Ballonkorb, eine Mäusestadt und nebst weiteren Neuheiten auch das Altbewährte wie den Häfelimärt. Natürlich fehlt auch Selmeli nicht. Hungrige Leute finden auf dem Petersplatz neben Currygerichten, Crêpes, Raclette, Hörnli und Ghackts, Mässmogge, Wienerli, Zuckerwatte, Magenmarsellen und Türkischem Honig wiederum auch Alpkäse vom Senn und sonstige Köstlichkeiten. 

Der Barfüsserplatz zeigt einen Querschnitt durch d' Mäss mit den traditionellen Confiserien, den Grill- Schiess- und Ballwurfbuden und den Ressliryttene für die Kleinen. Auf die eher grossen Leute wartet der "Insider", ein Überschlagsgeschäft, und der "Rainbow", mit dem es hoch hinauf- und wieder hinuntergeht. 

Der Münsterplatz ist der Grossbasler Familienplatz. Im Zentrum steht hier wiederum ein fast 60 Meter hohes Riesenrad. Daneben sind der "Snowdream", ein Rundgeschäft zum Träumen und der "Snow-Jet" , der die Passagiere wieder aufweckt und weitere Fahrgeschäfte...auf dem Münsterplatz können die kleinen Messebesucher auf die Riesenrutschbahn oder das Schwanenkarussell, bevor es dann Richtung Leckereien und Mässmogge geht. 

Im Kleinbasel weist ein Kinderkarussell und eine Mässconfiserie aus der Romandie auf die Messe und den nahem Kasernenplatz hin, der dieses Jahr wiederum recht aufgerüstet hat. Hier finden sich "Simulator", "Stargate", "Tagada", "Speed" und andere wilde Attraktionen, welche die jungen und jung gebliebenen Besucher anziehen. Ganz neu in Basel und noch nie in der Schweiz steht auf dem Kasernenareal eine Achterbahn, in der man im Dunkeln herumsaust. Vor Ort sind auch die Dame ohne Kopf und ihre Kollegin ohne Unterleib, die Wahrsagerin und die Illusionsschau, die Schiess- und Spielbuden sowie die Verpflegungsstände. Beim Messeplatz wurde das Konzept überarbeitet und angepasst, was eine Vergrösserung der Messefläche ermöglichte. Auf dem Vorplatz stehen der "Playball" und die "Südsee-Welle", die "Crazy-Mouse" und der "Space-Roller". Vis-à-vis finden wir die kompakte Wurstallee mit einschlägigen Angeboten in allen Variationen. 

Dieses Jahr gehört zur Mäss auch die Halle 3. Das gemeinsame Konzept mit der Messe Schweiz AG platziert die Herbstwarenmesse in den Stockwerken oberhalb der Herbstmäss. Diese ist im Erdgeschoss mit attraktiven Spiel- und Schiessgeschäften, Kinderbahnen und Autoscooter, mit dem "Mokka-Cup" und dem "Octopus" installiert ist. Natürlich gehört auch das Rosental zur Herbstmesse - auf dem Kleinbasler Mässplatz haben wir mit dem Kindergeschäft "Domino" eine weitere Schweizer Première, hier stehen "Calypso", "Swing-Up", die "Hexenschaukel" nebst "Chaos" und anderen Bahnen, darunter eine äusserst gepflegte Reitbahn. Ergänzt wird das Angebot mit Schiessbuden und anderen Belustigungsgeschäften, Verpflegungs- und weiteren Mässbuden

"Blaulicht" auf dem Petersplatz

Mit der Kantonspolizei, der Berufsfeuerwehr Basel und dem Zivilschutz sind auf dem Petersplatz gleich drei Organisationen des Polizei- und Militärdepartementes mit einem Stand vertreten. Sie präsentieren sich gemeinsam, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Polizei thematisiert die Schwerpunktaktion "Drink or Drive", die Berufsfeuerwehr lockt mit "rettArt", und der Zivilschutz setzt aufs Gespräch. Aus den Hallen der Herbstwarenmesse an die Herbstmesse auf den Petersplatz - nach dem Erfolg des letzten Jahres sind die Kantonspolizei, die Berufsfeuerwehr und der Zivilschutz wiederum mit einem eigenen Containerdorf auf Basels schönstem Messeplatz vertreten. Während 18 Tagen stellen sich diese drei Organisationen gemeinsam vor und dem Publikum mit unterschiedlicher Thematik zur Schau. 

Die Kantonspolizei präsentiert als Schwerpunkt die derzeit laufende gesamtschweizerische Alkoholkampagne "Drink or Drive" und sensibilisiert Besucherinnen und Besucher aufs Thema "Alkohol am Steuer", das in der kommenden Vorweihnachtszeit wieder in den Vordergrund rückt. Da setzt die Polizei auf Prävention, aber auch auf zahlreiche Verkehrskontrollen, die bereits terminiert sind. Für Gespräche stehen Polizistinnen und Polizisten bereit, es darf alles angesprochen werden, von der Ausbildungs- bis zu Sicherheitsfragen. 

Die Berufsfeuerwehr hat ihr Kerngeschäft, nämlich ihre Hilfs-, Rettungs- und Löschaktionen, kurzerhand zur Kunst erklärt und zeigt im Containerdorf unter dem Titel "rettART" eine multimediale Installation. Im Film werden verschiedene Einsätze demonstriert, und ein virtueller Rundgang führt durch den Tages- und Arbeitsablauf der Berufsfeuerwehr. 

Der Zivilschutz ist die dritte Rettungsorganisation im Bunde. In ihrem Sektor auf dem Petersplatz wird gezeigt, wie sie sich in den letzten Jahren zur flexiblen Organisation entwickelt hat., die bei unvorhergesehenen Ereignissen innert kürzester Zeit helfen, retten und sichern kann. Auch der Zivilschutz hat permanent Mitarbeiter am Stand, die bereitwiliig auf alle Fragen Antwort geben.

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