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Alternativen zum Auto
sollen attraktiver werden
APPENZELL AR. HEMA-Besucher wünschen kreative Konzepte für Langsam- und öffentlichen Verkehr. Die Auswertung von knapp 100 Fragebogen und Gesprächen zur Mobilität im Verkehrsraum Herisau zeigt ein klares Bedürfnis nach guten Angeboten für den Langsam- und den öffentlichen Verkehr. Velofahren, zu Fuss gehen oder Benützen des öffentlichen Verkehrs benötigen allerdings attraktive Rahmenbedingungen, damit diese Mobilitätsformen entsprechend häufig genutzt werden und so ihren Beitrag zu mehr Lebensqualität in Herisau leisten können. Baudirektion und Tiefbauamt befragten im Rahmen der Ypsilon Massnahmen im Verkehrsraum Herisau HEMA-Besucher und -Besucherinnen nach Mobilitätswünschen für die Bereiche Velofahren, zu Fuss gehen und öffentlicher Verkehr. Ein bewussterer Umgang mit dem Auto kann die Verkehrsmenge reduzieren. Das verhindert Staubildung, verbessert die Luft und fördert die Wohnqualität besonders entlang der vielbefahrenen Strassen. Mobil trotz weniger Auto fahren Ein Projekt der Ypsilon-Massnahmen ist das Mobilitätsmanagement. Es geht dabei darum, die Zahl der gefahrenen Autokilometer zu reduzieren und allenfalls durch alternative Mobilitätsformen zu ersetzen. Um freiwillig vom Auto auf andere Fortbewegungsarten umzusteigen, muss ein attraktives Alternativangebot bestehen. Dabei spielen Angebotspalette des öffentlichen Verkehrs, Fahrpreise, Velowege, Topografie, Verkehrsnetz, Fusswege oder Image der Mobilitätsformen eine Rolle. Kreativer öffentlicher Verkehr nötig Rund 60 Anliegen betrafen den öffentlichen Verkehr, schwergewichtig die Verkehrsbetriebe Herisau. Mehrfach angesprochen wurde die Kostenfrage. Gewünscht sind günstige Tarife, die nach Fahrtlänge gestaffelt ausfallen. Die Erschliessung von Aussenquartieren, Fahrmöglichkeiten in Randzeiten und flexible Angebote wie Publicar wurden ebenfalls mehrfach gewünscht. Eine direkte Busverbindung von und nach Winkeln-Abtwil steht noch immer auf dem Wunschzettel, auch weil damit die St. Gallerstrasse und das Gebiet Burghalde, Rüti erschlossen werden könnte. Bedürfnisse sind ebenfalls im Bereich Nachtbus, Nachttaxi und Velo-Mitnahmemöglichkeiten auszumachen. Velofahren trotz Auf und Ab Man müsste Herisau planieren, meinten verschiedene Befragte scherzhaft. Es ist tatsächlich so, dass Herisaus Topografie höhere Ansprüche an die Fitness der Velofahrenden stellt, als das in anderen Gemeinden der Fall ist. Das Velowegnetz zu optimieren, unnötige Velofahrverbote aufzuheben und alternative Verbindungen zu schaffen waren Wünsche auf den Fragebogen. Zum Ausdruck kam aber auch, dass sich besonders Kinder und ältere Menschen trotz Velostreifen auf den vielbefahrenen Hauptachsen unsicher fühlen. Attraktivität als Einkaufsort steigern Wer im Dorf einkaufen kann, hat kürzere Wege. Verschiedene Befragte äusserten sich besorgt über die sinkende Ladenvielfalt in Herisau. Als Rahmenbedingungen fürs Einkaufen in Herisau werden erwähnt: ein verkehrsberuhigtes Zentrum, ein interessanter Geschäftemix, genügend Abstellmöglichkeiten für Autos und Velos und Hauslieferdienste der Geschäfte. Weiterarbeit Qualität, Realisierbarkeit und Folgekosten der Vorschläge sind sehr unterschiedlich und fallen in verschiedene Zuständigkeiten von Gemeinde, Kanton und Unternehmen des öffentlichen Verkehrs. Die Vorschläge und Wünsche werden in die laufenden und kommenden Mobilitätsprojekte einbezogen. Ein laufendes Projekt ist die Zentrumsplanung Herisau. Was realisiert werden kann hängt nicht zuletzt von den finanziellen Gegebenheiten von Gemeinde und Kanton ab. |