Eröffnung Union vom 28. und 29. November 2003

Am 28. und 29. November 2003 wird das neue Kultur- und Begegnungszentrum Union nach einer dreijährigen Planungs- und Umbauzeit feierlich eröffnet. Die Eröffnungsansprache hält Regierungspräsident Dr. Christoph Eymann. Um 20 Uhr folgt ein bunter Mix aus kulturellen Veranstaltungen. Die Bevölkerung ist zur Besichtigung des Union eingeladen.

BASEL. Zur Vorgeschichte Im Herbst 2002 hat die Christoph Merian Stiftung das ehemalie Kirchgemeindehaus St. Matthäus erworben. Vorausgegangen war die Initiative aus dem Umfeld der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, darunter Pfr. Felix Christ. Im Jahr 2000 wurde der Verein Begegnungszentrum Kleinbasel ins Leben gerufen, um eine repräsentative Trägerschaft für dieses grosse Projekt gewährleisten zu können. Mit der Evaluation und Gesamtplanung war im Jahr 2000 Esteban Pineiro beauftragt worden, der in Zusammenarbeit mit der Christoph Merian Stiftung (Andreas Breymaier) das Projekt wesentlich vorantrieb. Ziel war es, im Unteren Kleinbasel, dem dichtest besiedelten Quartier der Schweiz, ein Integrations- und Begegnungszentrum zu schaffen, das den verschiedenen Kulturen Basels Raum für Bildung, Kultur und Kontakte bieten würde. Dank des Kaufes und der Finanzierung des Umbaus (insgesamt über Fr. 7 Mio.) durch die Christoph Merian Stiftung und durch eine Vielzahl weiterer Spenden konnte das ehrgeizige Vorhaben umgesetzt werden. Der Umbau, durch die Architekten Esther Brogli und Daniel Müller geleitet, dauerte von Januar bis November 2003.

Neues Haus - neue Bewohner Im umgebauten und modern eingerichteten neuen Haus haben neun Vereine und Institutionen ihre Büros und Schulungsräume bezogen. Im Herzen des Gebäudes befindet sich das Restaurant Union, das von Beat Rubitschung geführt wird. Zusammen mit seiner Crew bietet er eine international ausgerichtete Küche an, Mittagessen zu moderaten Preisen und gute Abendmenus in stimmungsvoller Ambiance. Zum Verweilen lädt auch das internationale Zeitungsangebot ein, das die Besucherinnen und Besucher in der Lounge inmitten des Restaurants erwartet.

Das Angebot Verein und die Leitung des Union haben sich den interkulturellen Austausch, den Dialog und die Auseinandersetzung mit fremden Lebenswelten zum Ziel gesetzt - ein Anspruch, der ab Januar 2003 mit einem eigenen Programm einzulösen versucht wird. Die Programmschwerpunkte sind im "leiseren Bereich", im Bereich des Wortes und des Dialoges angesiedelt. Sie sehen Bildungs- und kulturelle Veranstaltungen, Verbindungen von Kulinarischem und Kultur sowie Kurse vor, die sich vor allem an Kinder, an Migrantinnen und an ältere Menschen richten.

Vermietungsangebot Für private und öffentliche Feste können im Union ab sofort zwei Säle gemietet werden, der Grosse Saal (400m/2) samt Bühne sowie der Obere Saal (140m/2), in denen ausserhalb der Vermietungszeiten auch afrikanische Rhythmen ertönen, Gymnastik angeboten und Tango getanzt wird. Nicht nur private, auch öffentliche Veranstaltungen sollen dereinst im Union über die Bühne gehen. Veranstalter von internationalen Theatern, Konzerte, Lesungen etc. werden den Grossen Saal im Union für Auftritte nützen können und damit - so der Wunsch der Leitung - in Basel die Interkulturalität fördern helfen.

Ziel und Zweck des Union sehen die Verantwortlichen nicht nur in der multikulturellen Ausrichtung - der Begegnung zwischen der ausländischen und schweizerischen Bevölkerung -. sondern auch in der im Politikplan der Stadt Basel festgehaltenen Integralen Aufwertung Kleinbasel (IAK), einer städtepolitisch wichtigen Aufgabe. Gerade im Unteren Kleinbasel, einem Quartier, das dicht besiedelt ist, wenig Grünflächen bietet und von einer hohen Zahl Migrantinnen und Migranten bewohnt wird, sind Bemühungen um ein Kultur-, Bildungs- und Informationsangebot in Anbetracht einer zunehmend globalisierten Welt wichtige Voraussetzung für die Erlangung von Identität und "Heimat" von Schweizern und ausländischen Mitbürgerinnen und -bürgern.

Trägerschaft und Finanzierung Die Trägerschaft des Union bildet der Verein Begegnungszentrum Kleinbasel (siehe Beilage). Der Betrieb des Hauses ist finanziell sichergestellt dank des Mietrabatts der Christoph Merian Stiftung, der Einnahmen durch die Vermietungen und dank einer Defizitgarantie aus dem Anteil der Bürgergemeinde am Ertrag der CMS. Eine kantonale Subvention von Fr. 40'000.- ist in Aussicht gestellt worden. Trotz der Basisfinanzierung fehlen aber bis heute weitere finanzielle Mittel, um ein attraktives Veranstaltungsprogramm samt Werbung garantieren zu können. Die Verantwortlichen hoffen auf Beiträge des Bundes (EKA) sowie auf weitere dringend benötigte Drittmittel (Spenden, Sponsoring-Beiträge), die das Haus zu einem Ort des lebendigen Kulturaustausches werden lassen.

Eröffnung: 28. und 29. November Freitag, 28. November, 18 Uhr: Ansprachen von Dr. Christoph Eymann, lic.iur. Felix Moppert, Zeynep Yerdelen und Felix Christ. 20 Uhr: Talk mit Massimo Ceccaroni, Fussballer, und Thomas Kessler, Integrationsbeauftragter des Kantons Basel-Stadt 20.30 Uhr: Tangoschule Basel Cécile Sidler und Romeo Orsini 21.30 Uhr: Tanz-Performance Compagnie miR 22.15 Uhr: Mediterrane Musik mit Giovanni Alfeo e gli Zisa Durch das Programm führt Roger Thiriet

Samstag, 29. November 2003, 12.00-18.00 Uhr: Tag der offenen Tür 13.30 Uhr: Multikultureller Kinderchor Kolibri 14.30 Uhr: Kleines Vogel-Gryff-Spiel des Bürgerlichen Waisenhauses 15.30 Uhr: Schweizer Seemanns-Chor Störtebekers 16.30 Uhr: Tanzgruppe aus Anatolien (Verein Regenbogen) Durch das Programm führt Lisa Störkmann Kinderprogramm: ab 13 Uhr stündlich: Ballontiere formen, Puppentheater, Märchen, Clown u.v.a.

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