Strategieentwicklung der Zürcher Fachhochschule

ZÜRICH. Der Fachhochschulrat hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der weiteren Entwicklung der Zürcher Fachhochschule (ZFH) befasst. Bei seinen Arbeiten liess er sich von der Idee leiten, der ZFH eine den heutigen Ansprüchen an eine moderne Ausbildungsinstitution entsprechende Organisationsform zu geben, um aus ihr eine der attraktivsten Fachhochschulen der Schweiz zu bilden. Dies geschieht in Übereinstimmung mit den bundesrätlichen Auflagen für eine definitive Genehmigung der Fachhochschulen.

Anlässlich seiner Sitzung vom 21. Oktober 2003 hat sich der Fachhochschulrat für folgendes Organisationsmodell entschieden:

Die bestehenden acht Teilschulen, die unter dem Dach der Zürcher Fachhochschule vereint sind, werden zu drei gleichberechtigten, eigenständigen staatlichen Hochschulen zusammengefasst:

Die Hochschule Musik und Theater und die Hochschule für Gestaltung und Kunst schliessen sich neu zur Zürcher Hochschule der Künste zusammen. Die Pädagogische Hochschule Zürich wird als eigenständige Hochschule weitergeführt. Die Hochschulen für angewandte Psychologie und für Soziale Arbeit sowie die Hochschule Wädenswil bilden zusammen mit der Zürcher Hochschule Winterthur neu die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Die privaten Hochschulen, die ganz oder mehrheitlich durch den Staat finanziert sind, werden verstaatlicht. Mit weiteren privaten Hochschulen sowie mit interkantonalen Konkordatsschulen werden Zusammenarbeitsverträge abgeschlossen. Umfang und Art der Eingliederung des Fachbereichs Gesundheit in die ZFH werden im Rahmen eines bereits laufenden Projektes überprüft beziehungsweise erarbeitet.

Die Realisierung der neuen Struktur erfolgt schrittweise; sie soll bis ins Jahr 2010 abgeschlossen und auf die für den gleichen Zeitraum geplanten Veränderungen auf nationaler Hochschulebene ausgerichtet sein (Revision des eidgenössischen Fachhochschulgesetzes, Masterplan 2008 ff., Umsetzung der Erklärung von Bologna). Bis Ende 2003 wird der Fachhochschulrat in Zusammenarbeit mit dem Hochschulamt des Kantons und den Rektoren der Hochschulen der ZFH einen detaillierten Projektplan erarbeiten. Neben der Totalrevision des kantonalen Fachhochschulgesetzes wird in der ersten Projektphase der Standortplanung besonderes Gewicht zukommen.

Um diesem wichtigen Entwicklungsschritt der Zürcher Fachhochschule zum Erfolg zu verhelfen, setzt der Fachhochschulrat auf einen engen Einbezug und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten.

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