| Aktion gegen zu
geringen Abstand
Bern. Mit einer gezielten Aktion bekämpft die Kantonspolizei Bern nächste Woche das Fahren mit zu geringem Abstand auf der Autobahn. Der ungenügende Abstand beim Hintereinanderfahren ist die häufigste Unfallursache auf den Autobahnen und Autostrassen des Kantons Bern. Von den 931 Unfällen, die im Jahr 2002 auf diesen Strassenkategorien polizeilich aufgenommen wurden, gingen 21,6 Prozent auf zu geringen Abstand zurück, gefolgt vom Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse (19,7 Prozent). Als Folge dieser zwei Haupt-Unfallursachen kamen vier Personen ums Leben und 282 wurden verletzt. Aus diesem Grund wird die Kantonspolizei Bern in der kommenden Woche auf allen Autobahnen des Kantons Bern intensive Überwachungen vornehmen. Mit Priorität werden Verkehrssünder mit ungenügendem Abstand beim Hintereinanderfahren und/oder mit erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen verfolgt werden. Dabei kommt auch das technische Hilfsmittel der Video-Distanz-Auswertung (ViDistA) zum Einsatz. Mit dieser gezielten Aktion will die Kantonspolizei Bern einerseits grobe Verkehrsdelikte ahnden, anderseits aber auch eine präventive und verkehrserzieherische Wirkung erzielen. Gemäss Art. 12 der Verkehrsregelnverordnung (VRV) hat der Fahrzeugführer beim Hintereinanderfahren "einen ausreichenden Abstand zu wahren, so dass er auch bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann". Als Faustregel dafür gilt der "Zwei-Sekunden-Abstand". |