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Geschlecht, Alter und
Arbeitsmarkt
ZÜRICH. Wo stehen Frauen und Männer über 45 im Zürcher Arbeitsmarkt? Inwiefern spielt neben dem Geschlecht auch das Alter eine Rolle für die Qualität des Arbeitsplatzes? Eine heute veröffentlichte Studie der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen zeigt, dass für die berufliche Integration der Erwerbstätigen in der Privatwirtschaft im Kanton Zürich der Faktor Geschlecht eine wichtigere Rolle spielt als der Faktor Alter. Während viele Männer, insbesondere Schweizer, nach 45 beruflich aufsteigen, sich weiterbilden und immer mehr verdienen, sieht es für den grössten Teil der Frauen gegenteilig aus. Zudem werden jenen Frauen, die Karriere machen, Ausbildung und Berufserfahrung nicht in gleichem Masse angerechnet wie den Männern. Beträgt die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern bei den unter 45-Jährigen knapp 24 Prozent, so verdienen die über 45-jährigen Frauen rund ein Drittel (34,5%) weniger als die Männer der gleichen Altersgruppe. Auch beim Beschäftigungsgrad gibt es grosse Unterschiede. Während über 90 Prozent der Männer ab 45 Vollzeit erwerbstätig sind, arbeiten 60 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe Teilzeit. Fazit: Mit zunehmendem Alter nehmen die geschlechtsspezifischen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt erheblich zu. Die vorliegende Studie der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen ist die erste systematische Aufarbeitung dieser Thematik und versteht sich als Baustein zur Schliessung einer gleichstellungspolitisch relevanten Forschungslücke. Sie gibt wichtige Hinweise auf den Stand der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann nicht nur im Erwerbsleben, sondern auch im Hinblick auf die soziale Sicherheit. |