| Tour-de-Clic.ch -
eine Kampagne zur Nutzung des Internets
Bern. Unter dem Titel Tour-de-Clic.ch führt der Bund eine Kampagne zur Internetnutzung durch. So will er einen Beitrag zum digitalen Einschluss aller in die Informationsgesellschaft leisten. In der Schweiz werden PC und Internet zunehmend genutzt. Doch dies trifft nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermassen zu. Um jene Menschen anzusprechen, bei denen sich eine unterdurchschnittliche Internetnutzung feststellen lässt, tourt ein mit Computern ausgestattetes Infomobil während drei Wochen durch die Schweiz. Tour-de-Clic.ch will insbesondere ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Personen mit geringer formaler Bildung ansprechen. Unter dem Titel Tour-de-Clic.ch fährt vom 3.Oktober bis zum 25. Oktober ein mit Computern ausgestattetes Infomobil des Bundes durch die Schweiz und macht an zehn Standorten Halt: von Biel über Langenthal nach Zürich und Chur, von Lugano über Bellinzona nach Locarno sowie von Vevey nach La Chaux-de-Fonds und Genf. Ziel von Tour-de-Clic.ch ist es, Menschen, die das Internet noch nie genutzt haben, einen niederschwelligen Erstkontakt mit dem Medium zu ermöglichen. Ihnen soll - je nach persönlichen Interessen - gezeigt werden, wo und wie sie auf dem Netz Informationen und Dienstleistungen finden. Dies kann das Abfragen von Behördeninformationen sein, das Lesen eines Online-Fahrplans oder das Konsultieren von Ratgeberseiten. Anhand eines praktischen Schulungsposters können die Besucherinnen und Besucher des Infomobils das Gelernte später zu Hause oder an einem öffentlichen Internetzugang nachvollziehen. Zudem weist das Team von Tour-de-Clic.ch die Besuchenden auf lokale und regionale Schulungs- und Kursangebote sowie öffentlich zugängliche PCs, z.B. in Computerias, hin. Diese lokalen und regionalen Anbieter werden vor Ort in die Kampagne einbezogen. Internetnutzung in der Schweiz Neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) - zum Beispiel Internet - gehören zunehmend zum Alltag der Schweizer Bevölkerung. So nutzen 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner das Internet ab und zu, 45 Prozent sogar mehrmals die Woche. Aber nicht alle Bevölkerungsschichten haben gleichermassen an dieser Entwicklung teil. Sogenannte digitale Kluften, dies zeigen aktuelle Statistiken, finden sich vor allem zwischen bildungsprivilegierten und bildungsfernen Schichten, aber auch zwischen Jung und Alt, zwischen der Schweizer Bevölkerung und Migrantinnen und Migranten sowie zwischen Männern und Frauen. Damit reflektiert die Internetnutzung bestehende soziale Ungleichheiten und verstärkt diese potenziell. Über 77 Prozent der Personen mit Hochschulabschluss nutzen beispielsweise das Internet regelmässig, während dies "nur" für 25 Prozent der Personen mit obligatorischer Schulbildung zutrifft. Bei 20-29-Jähgrigen nutzen das Internet über 65 Prozent regelmässig. Bei den über 50-Jährigen sind es dagegen "nur" 22 Prozent. Als Beitrag zum Einschluss aller in die Informationsgesellschaft führt der Bund die Sensibilisierungskampagne Tour-de-Clic.ch durch. Dies geschieht vor dem Hintergrund der bundesrätlichen Strategie für eine Informationsgesellschaft Schweiz. Diese schreibt in ihren Grundsätzen den chancengleichen Zugang aller Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz zu Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (NIKT) fest. Und im Sinne einer Grundkompetenz des täglichen Lebens verlangt sie nach der technischen und inhaltlichen Befähigung aller im Umgang mit NIKT. Tour-de-Clic.ch wird von der Koordinationsstelle Informationsgesellschaft des BAKOM durchgeführt und von der Bundeskanzlei sowie dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie mitgetragen. Angeregt wurde die Kampagne vom interdepartementalen Ausschuss Informationsgesellschaft, ein Gremium des Bundes, in welchem alle Departemente sowie die Bundeskanzlei mit einer Person vertreten sind und welches die Umsetzung der bundesrätlichen Strategie für eine Informationsgesellschaft Schweiz vorantreibt. An den einzelnen Standorten von Tour-de-Clic.ch wird die Kampagne von lokalen und regionalen Interessenorganisationen unterstützt. |