Betrugsmasche mit spanischer Lotterie 

Basel. In der jüngsten Zeit erhielten zwei Leute aus Basel Ankündigungen eines Lotteriegewinnes der spanischen Lotteriegesellschaft "El Gordo Spanish Lottery Company / La Primitiva". In beiden Fällen hätten die "glücklichen" Gewinner nahezu € 800'000.- gewonnen, wobei vor der Überweisung dem Lotterieveranstalter Bearbeitungsgebühren von 10 % des Gewinnes hätten erstattet werden müssen. 

Ein entsprechendes Formular, auf welchem der Adressat seine Bankverbindung mit Kontonummer angeben muss, wurde der Gewinnankündigung gerade mal beigelegt. Bei der erwähnten spanischen Lotteriegesellschaft handelt es sich um einen fiktiven Lotterieveranstalter. Gewinne kommen bei solchen Lotterien in keinem Fall zur Auszahlung, sondern die Täter haben es ausschliesslich auf die Bezahlung der "Bearbeitungsgebühren" abgesehen sowie auf weitere persönliche Daten und Angaben (Bankverbindungen, Kontonummern, Unterschriften).

In beiden Fällen, welche dem Kriminalkommissariat bekannt wurden, haben die beiden Briefempfänger richtig gehandelt und auf die Schreiben der fiktiven Lotteriegesellschaft in keiner Weise reagiert.

Bereits Ende August 2003 warnte das Bundesamt für Justiz mit einer Pressemitteilung vor dieser Betrugsmasche. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt rät deshalb in keinem Fall auf solche Briefe und Gewinnankündigungen zu reagieren oder gar Zahlungen zu leisten. Offiziell zugelassene in- und ausländische Lotterieveranstalter verlangen nie eine Vorauszahlung von Bearbeitungsgebühren. Die Vorgehensweise dieser Täter ist vergleichbar mit der Betrugsmasche der sogenannten "Nigeria Connection", bei der Leute aus afrikanischen Ländern Gelder aus dem Land schaffen wollen und dafür Bankverbindungen suchen und sich vorallem die Bezahlung von Bearbeitungsgebühren erschleichen wollen.

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