| Zehntes
SWISSCOY-Kontingent im Einsatz - Heimkehrer in Stans(NW) verabschiedet
BERN. Seit Mittwoch steht das zehnte Schweizer Kontingent im Friedensförderungseinsatz im Kosovo. Nach einer schlichten Zeremonie auf dem Flugplatz der kosovarischen Hauptstadt Pristina übernahm der neue SWISSCOY-Kommandant, Oberstleutnant i Gst Fredy Keller, das Kommando über die 199 SWISSCOY-Soldaten, darunter 17 Frauen. Am Donnerstag wird das heimkehrende neunte Kontingent durch den Chef Führungsstab der Armee, Divisionär Christian Josi, in Stans offiziell verabschiedet. Die Uebergabe der Einsatzmedaillen findet um 14 Uhr auf dem Gelände des Ausbildungs- zentrums für Auslandeinsätze der Schweizer Armee in der Kaserne Wil/Oberdorf bei Stans (NW) statt. Das heimkehrende Kontingent hat dafür gesorgt, den Ruf der Schweizer Armee als vollwertiger und zuverlässiger Partner der Kosovo Force (KFOR) im Rahmen des Friedensförderungsdienstes auch in den militärischen Kernkompetenzen weiter zu festigen. Massgeblich hat dazu das ruhige und umsichtige Verhalten während der jüngsten ethnischen Unruhen im Kosovo beigetragen. Dem Engagement des Helikopterdetachementes der Schweizer Luftwaffe kam besondere Bedeutung zu: Der Super Puma war nach dem Rückzug der Helikopter des deutschen Kontingentes der einzige mittelschwere Lufttransporter, welcher der Multinationalen Brigade Südwest der KFOR für Transporte zur Verfügung stand. Bis Ende März belief sich die Einsatzdauer auf 146 Stunden. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Normalbetrieb in der Schweiz. Transportiert wurden in den letzten sechs Monaten 1174 Personen, 2,1 Tonnen Innen- und 27,4 Tonnen Aussenlasten. Die üblichen Dienstleistungen im logistischen Bereich für die Partnernationen Oesterreich und Deutschland verliefen in gewohntem Umfang. Bis Ende März legten die Transportfahrzeuge der SWISSCOY rund 510'000 Kilometer zurück (90'000 Kilometer weniger als im letzten Kontingent). Für Fahrzeuge und Betriebsaggregate wurden insgesamt etwa 1,81 Millionen Liter Treibstoff bereitgestellt. Die Produktion von Trink- und Brauchwasser für etwas mehr als 900 Soldaten im Camp fiel mit 20,1 Mio Liter leicht höher aus als vor einem halben Jahr (19,6 Mio Liter). Die Baumaschinen kamen während rund 1360 Stunden zum Einsatz, hauptsächlich für Schotterproduktion und Campausbau. Das entspricht einer Reduktion von 43 Prozent gegenüber dem letzten Kontingent. |