Fünftagewoche an den Gymnasien

Der Regierungsrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Fünftagewoche an den Gymnasien einzuführen.

LIESTAL. Die Fünftagewoche ist in den letzten Jahren schrittweise an fast allen Schulen eingeführt worden. Die letzte Ausnahme bildeten bis jetzt die Gymnasien. Der Druck, sich der allgemeinen Entwicklung anzuschliessen, nimmt von allen Seiten zu. Die Frage ist gesellschaftlich längst entschieden: Die Familien haben sich auf den freien Samstag eingestellt, das gesellschaftliche Leben (Vereine, Jugendgruppen, Sport) und teilweise bereits auch der öffentliche Verkehr richten sich zunehmend danach. Zudem kennt eine immer grösser werdende Zahl von Schülerinnen und Schülern gar nichts anderes. Weil die Fünftagewoche an der Volksschule schon länger gilt, hatten sie nie am Samstag Unterricht.

Ein Teil der basellandschaftlichen Gymnasien kämpft jedoch zur Zeit mit grossen räumlichen Engpässen und wird in absehbarer Zeit ohne bauliche Massnahmen den unterrichtsfreien Samstag nicht einführen können. Andere aber haben - gemäss den Prognosen auch in absehbarer Zukunft - genug Platz.

In dieser Situation ist es weder möglich, einen näheren Zeitpunkt zu nennen, an dem alle Gymnasien die 5-Tage-Woche einführen, noch ist es sinnvoll, an allen Gymnasien den Samstagsunterricht so lange aufrechtzuerhalten, bis alle fünf Gymnasien aus räumlichen Gründen dazu in der Lage sind. Deshalb sollen diejenigen Schulen, die organisatorisch in der Lage sind, den unterrichtsfreien Samstag einführen. Die Gymnasien in Oberwil, Muttenz und Laufen werden dies tun. In Liestal und Münchenstein wird man auf die Einführung noch warten müssen. Die Schulräte können daher beschliessen, die Fünftagewoche vorderhand noch nicht einzuführen

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news box märz 2004