Stromkennzeichnung für Graubünden vorteilhaft 

GRAUBÜNDEN. Stromlieferanten werden ab 2005 die Zusammensetzung und die Herkunft "ihres" Stroms ausweisen. Die Information umfasst die prozentualen Anteile der eingesetzten Energieträger (Wasserkraft, Solarenergie, Kernenergie und andere) sowie die Herkunft der Elektrizität (In- oder Ausland). Dafür muss die Energieverordnung angepasst werden. Die Bündner Regierung unterstützt die so genannte "Stromkennzeichnung". Sie schafft Transparenz für die Endverbraucher und unterstützt die politische Zielsetzung des Kantons Graubünden, die Wasserkraft zu fördern.

Eine weitere Änderung in der Energieverordnung betrifft die Vergütung von Überschussenergie. Private Energieproduzenten konnten bisher davon ausgehen, dass ihre überschüssige Energie garantiert von öffentlichen Energieproduzenten übernommen und bezahlt wurde. Diese Mehrkosten sollen nun auf die Endverbraucher abgewälzt werden. Die Regierung begrüsst auch diese Stossrichtung der neuen Energieverordnung. Insbesondere in den Bergregionen werden damit einzelne Elektrizitätswerke von Mehrkosten entlastet, schreibt sie in ihrer Stellungnahme an das Bundesamt für Energie.

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news box august 2004