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200 Jahre Generalstab: Spannende Ausstellung im Bundesarchiv Das Schweizerische Bundesarchiv in Bern zeigt vom 20. August bis zum 17. Oktober 2004 die Ausstellung „Imaginer la guerre, Der schweizerische Generalstab 1804 bis 2004“. Die Ausstellung, die zusammen mit dem dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) realisiert wurde, rückt drei Themenbereiche in den Vordergrund: Kommunikation, Ausbildung und Richtungsdiskussionen. BERN. 200 Jahre lang führte der Generalstab die Armee in Friedenszeiten und war für die Verteidigungsbereitschaft der Schweiz verantwortlich. Er setzte Vorgaben im Spannungsfeld zwischen Politik, Verwaltung und Armee um und reagierte auf veränderte Bedrohungslagen. Dabei wurden die subsidiären Einsätze immer wichtiger. Mit der Armeereform ist der Generalstab als eigenständige Organisation per 31. Dezember 2003 aufgelöst worden. Seine komplexen Aufgaben werden neu vom Stab Chef der Armee wahrgenommen. Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) beleuchtet aus diesem Anlass die wechselvolle Geschichte des Generalstabs in einer Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) realisiert wurde. Sie wird am 19. August 2004 von Bundesrat Samuel Schmid und Bundesarchivar Christoph Graf im Beisein von Korpskommandant Christophe Keckeis eröffnet. Im Zentrum der Ausstellung steht der Strategietisch. Er thematisiert die Planung und die Kommunikation als zentrale Aufgaben des Generalstabs. Quellen des Bundesarchivs und Objekte des Vereins Schweizer Armeemuseum dokumentieren, wie sich die Anforderungsprofile für Generalstabsoffiziere gewandelt haben. Spannend sind die Richtungsstreitigkeiten in der Sicherheitskonzeption sowie die technologischen und logistischen Herausforderungen bei der Rüstungsbeschaffung (Stichwort: «Mirage-Affäre»). Eine Kartenwand mit Operationsplänen thematisiert eines der wichtigsten Arbeitsinstrumente des Generalstabs. Ein «Simulationsraum» vermittelt einen Eindruck von der virtuellen Welt der Strategiespiele. Besucherinnen und Besucher können sich an Hörstationen mit Biografien, Fakten und Daten sowie gesellschaftlichen Vernetzungen des Generalstabs vertraut machen. Auch Uniformen aus 200 Jahren und persönliche Effekten der Generäle Dufour, Herzog, Wille und Guisan sind zu sehen. Die Ausstellung spricht eine breite Öffentlichkeit an. Für Schulklassen stehen Arbeitsmaterialien bereit. Ein Katalog ergänzt und vertieft in drei Teilen – Karte, Booklet und Guide – die Ausstellung. Medienunterlagen können auf www.bundesarchiv.ch > Veranstaltungen > Agenda > Imaginer la guerre eingesehen, heruntergeladen oder im Bundesarchiv bezogen werden. Medienschaffende können am 17. und 18. August Termine für Rundgänge mit dem Ausstellungsautor reservieren. An der Vernissage am 19. August 2004 stehen u.a. Bundesrat Schmid und Korpskommandant Keckeis für Kurzinterviews zur Verfügung. |