Bundesrat spricht 52 Millionen Franken für das UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) im Jahr 2004

BERN. Die Schweiz stellt dem UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) für das laufende Jahr einen allgemeinen Beitrag in der Höhe von 52 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung. Dies hat der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung entschieden.

Das UNDP ist die wichtigste UNO-Institution für Entwicklungszusammenarbeit. UNDP fördert und begleitet im Auftrag des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan auf nationaler und internationaler Ebene die Umsetzung der international vereinbarten Entwicklungsziele. Dazu gehört, als oberstes Ziel, die Halbierung der weltweiten Armut bis ins Jahr 2015.

Mit seiner praktisch universellen Präsenz mit Büros in 135 Ländern und 166 Länderprogrammen) bildet das UNDP weltweit die eigentliche Basisinfrastruktur für das ganze UNO-System. UNDP berät Entwicklungs- und Transitionsländer insbesondere im Bereich der Regierungsführung und öffentlichen Verwaltung (Gesetzgebung, Rechtswesen, Dezentralisierung, etc.). Diese Arbeit vollzieht sich häufig hinter den Kulissen und ist deshalb wenig sichtbar. Für die längerfristige Entwicklung ist sie jedoch von zentraler Bedeutung. UNDP ist zudem ein wichtiger Berater von Regierungen in den Bereichen Krisenbewältigung und -prävention, Umwelt- und Energiemanagement und HIV/Aids-Prävention.

Für die Schweiz ist das UNDP deshalb seit Jahren, nach der Weltbank, der zweitwichtigste Pfeiler der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit.

UNDP spielt zudem eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der UNO-internen Reformen im Wirtschafts- und Sozialbereich. Die Schweiz unterstützt UNDP aktiv in dieser Funktion.

Zahlreiche Länder haben aufgrund der bisher positiv verlaufenen Reformen in den vergangenen drei Jahren ihre Beiträge an UNDP erhöht. Auch die Schweiz beabsichtigte ihren Beitrag dieses Jahr zu erhöhen, was jedoch leider wegen der schwierigen Finanzlage des Bundes aufgeschoben werden muss.

Die regulären Mittel von UNDP stiegen im Jahr 2002 um 15% auf 769 Millionen US Dollar. Zudem stehen UNDP namhafte zweckgebundene Mittel, sowohl von Geber- wie auch von Programmländern zur Verfügung.

Zuständig für die Zusammenarbeit mit dem UNDP ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

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news box august 2004