«Treffpunkt Wald»: Förster zeigen Kindern den Wald

BERN. Während der Schulzeit mindestens eine spannende Waldführung erleben, so lautet das Ziel des Projekts «Treffpunkt Wald». Der Weg führt über pädagogische Weiterbildung für Forstleute und ein dichteres Kontaktnetz zu den Schulen.

Der Wald ist ein idealer Ort zum Lernen. Hier können Schüler und Schülerinnen erfahren, welche Funktionen der Wald erfüllt, was Partnerschaft zwischen Mensch und Natur bedeutet und wie nachhaltige Nutzung funktioniert.

Lernen unter kundiger Leitung

Ein erstes Pilotprojekt zur Försterweiterbildung wurde vom Verein Silviva bereits 2003/2004 im Raum Olten-Aarau, Grenchen-Büren sowie im Kanton Waadt durchgeführt. Dabei erhielten rund 30 Forstleute eine Umweltpädagogische Grundbildung, die sie auch gleich in die Praxis umsetzten.

Spielerisch lernten Kinder der Unterstufe unter fachkundiger Führung ihren Wald kennen. Zum Repertoire gehörten ein Wald-Memory, das Ertasten von Bäumen mit verbundenen Augen, Tierrätsel oder Rollenspiele.

Ältere Schüler hatten Gelegenheit, beim Fällen eines Baums zu assistieren und zu spüren, wie eine über 40 Meter hohe Tanne mit ihrem Sturz den Boden zum Zittern bringt. Es wurde auch diskutiert, ob man Bäume überhaupt fällen soll und wie das Ökosystem Wald funktioniert.

Nationales Umweltbildungsprojekt

Im Rahmen von «Treffpunkt Wald – das Schulangebot der Waldwirtschaft» soll jetzt über die Pilotregionen hinaus ein Kontaktnetz wachsen zwischen Schulen und Förstern – beispielsweise mit Hilfe von neuem Infomaterial. Ausserdem sollen die Forstleute motiviert werden, sich pädagogisch weiterzubilden.

In seiner Grussbotschaft vom 19. August 2004 wünschte Andrea Semadeni, stellvertretender Forstdirektor beim BUWAL, der Wald möge zum Treffpunkt werden für jene, die ihn kennen lernen wollten – den Schulklassen – und jenen, die ihn am besten kennen – den Förstern und Waldeigentümern.

Geleitet wird «Treffpunkt Wald» vom Verein Silviva, der für die Umweltbildung im Bereich Wald und Natur zuständig ist. Getragen wird das Projekt von der Waldwirtschaft Schweiz, dem Verband Schweizer Förster, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und dem BUWAL.

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