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Laufen: Erfolgreiche Aktion gegen Gewalteskalationen am Bahnhof Laufen LIESTAL. Im Rahmen einer insgesamt rund fünf Wochen dauernden Schwerpunktaktion hat die Polizei Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Statthalteramt Laufen und der Jugendanwaltschaft aktiv auf Probleme und Gewaltauswüchse in den letzten Monaten im Bereich des Bahnhofs in Laufen BL reagiert. Auslösendes Ereignis waren tätliche Auseinandersetzungen am Samstag, 5. Juni 2004, kurz vor Mitternacht auf dem Gelände des Bahnhofs Laufen. An diesen tätlichen Auseinandersetzungen am 5. Juni 2004 waren insgesamt 12 Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren beteiligt. Auslöser dieser Auseinandersetzungen soll gemäss bisherigen Erkenntnissen ein "verachtender Blick sowie eine verbale Provokation" seitens eines der Opfer gewesen sein, danach eskalierte die Situation. Dieser Eskalation waren in den Tagen und Wochen zuvor weitere kleinere Scharmützel voraus gegangen. Bei der Auseinandersetzung am 5. Juni 2004 wurden drei junge Schweizer leicht verletzt, ein vierter blieb unverletzt. Einem der Opfer wurde eine Glasflasche über den Kopf geschlagen. Der Polizei Basel-Landschaft gelang es in der Folge im Rahmen von aufwändigen Ermittlungen, sämtliche Beteiligten zu eruieren. Es handelt sich um insgesamt 12 Personen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren - dazu kommen vier Opfer. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass am 5. Juni 2004 acht dieser 12 jungen Männer vier andere junge Männer tätlich angegriffen hatten. Vier weitere waren zum Zeitpunkt der Tat zugegen, wollen aber nicht direkt ins Geschehen eingegriffen haben. Bei den acht Tätern handelt es sich um einen Schweizer, drei Schweizer ausländischer Herkunft (Türkei, Italien und Serbien-Montenegro) sowie vier Ausländer (drei mit Heimatland Serbien-Montenegro, einer aus Bosnien-Herzegowina). Die Opfer sind alles in der Region Laufental wohnhafte Schweizer. Die Täter wurden von der Polizei Basel-Landschaft vorübergehend angehalten (zwei davon befanden sich vorübergehend in Untersuchungshaft). In der Zwischenzeit sind alle grundsätzlich geständig und befinden sich wieder auf freiem Fuss. Sie werden sich zu gegebener Zeit verantworten müssen. Das zuständige Statthalteramt Laufen respektive die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft (gegen vier junge Männer, welche noch nicht 18 Jahre alt sind) haben gegen die total 12 Personen entsprechende Strafverfahren eröffnet. Die involvierten Behörden wollten mit dieser Schwerpunktaktion in Laufen bewusst ein Zeichen setzen und legen Wert auf die Feststellung, dass sich die Gewalteskalationen am Bahnhof Laufen punkto Dimension in keinster Weise mit den Ereignissen in diesem Frühjahr im Umfeld des Bahnhofs Liestal vergleichen lassen. In Liestal handelte es sich um eine geplante Aktion, in Laufen um spontane Anwendung von Gewalt. Die Polizei Basel-Landschaft und die Justizbehören werden die Situation weiterhin im Auge behalten und halten fest, dass Gewalteskalationen auch in Zukunft in keinster Weise geduldet werden. Im weiteren ruft die Polizei Basel-Landschaft allfällige Geschädigte auf, Vorkommnisse zu melden respektive entsprechend Anzeige zu erstatten. Weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit durch andere Gruppierungen begangenen Gewalttaten sind im Gange und werden zum gegebenen Zeitpunkt zu weiteren Interventionen seitens Polizei und Justizbehörden führen. |