Chancengleichheit für den Mann - Vereinbarkeit von Beruf und Familie

ST. GALLEN. Während Frauen seit einiger Zeit daran sind, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, haben sich bis heute erst wenige Männer und Unternehmen ernsthaft damit befasst. Die Tagung "Chancengleichheit für den Mann" am 6. September 2004 auf dem Säntis zum Auftakt des Jahresthemas der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen will herausfinden, was die Gründe dafür sind, sie möchte Erfahrungen präsentieren und nach Lösungen für eine Verbesserung der Situation für alle Betroffenen suchen.

Mit dem neuen Jahresthema "Chancengleichheit für den Mann - Vereinbarkeit von Beruf und Familie" greift die Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen von Frau und Mann des Kantons St.Gallen ein zur Zeit viel diskutiertes Thema aus der speziellen Perspektive des Mannes auf. Während in den vergangenen Jahren viele Frauen und Mütter mit einigem Erfolg versuchten, die Familie und den Beruf in ein Gleichgewicht zu bringen, wird das Thema auf der Seite der Männer und Väter nur zögerlich angepackt. Obwohl mehr und mehr an die Öffentlichkeit dringt, dass auch Väter ihre Wünsche und Bedürfnisse nach Vereinbarkeit der zwei Bereiche umsetzen wollen, stossen sie auf Skepsis, wenn sie an ihrem Arbeitsplatz nach Teilzeitarbeit fragen oder mitteilen, dass sie ihr Berufspensum wegen Familienpflichten reduzieren.

Die Fachstelle will mit dem Gipfeltreffen auf dem Säntis das Thema öffentlich lancieren und aus den Perspektiven von Wirtschaft, Personalverantwortlichen und Vätern informieren und die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen bieten. Die Basler Ständerätin und Unternehmensberaterin Anita Fetz und der bekannte Publizist Beat Kappeler werden am Vormittag über die Rollenteilung als demografischer Faktor und als Standortvorteil referieren. Am Nachmittag wird eine moderierte Podiumsdiskussion mit Fachleuten und Betroffenen Umsetzungsprobleme und Lösungsansätze zu Fragen wie Teilzeitarbeit, Männerbilder, Wirtschaftlichkeit aufgreifen.

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news box august 2004