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Kanton Bern setzt auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Gas Der Kanton Bern will den Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien bis 2034 von 6'000 auf 4'000 Watt pro Person senken. Er setzt dabei auf die Förderung von erneuerbaren Energien und höhere Energieeffizienz. In einer Übergangsphase wird Erdgas eine wichtige Rolle spielen. Ausserdem soll die gesamte Stromproduktion in 30 Jahren aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Zur Erreichung dieses Ziels legt der Regierungsrat dem Grossen Rat zwei Szenarien vor. BERN. In der April-Session 2003 hat der bernische Grosse Rat den 3. Energiebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Darin wird der Weg der bernischen Energiepolitik bis 2012 festgelegt. Die Energiestrategie zeigt nun auf, wie der Regierungsrat in den kommenden 30 Jahren mit der Energie umgeht und dabei die Umwelt schont. Für die Berner Wirtschaft wird eine gute Ausgangsposition für die Zukunft geschaffen. Die Strategie orientiert sich am Legislaturziel „Stärkung der nachhaltigen Entwicklung“. Zur Erreichung der Ziele werden verschiedene Massnahmen vorgeschlagen. Ziel der Strategie ist, den Verbrauch an nicht erneuerbaren Energien bis ins Jahr 2034 von heute 6'000 auf 4'000 Watt pro Person zu senken und damit auch den CO2-Ausstoss spürbar zu reduzieren. Im Gegenzug will der Regierungsrat den Anteil der erneuerbaren Energien stark ausbauen und die Energieeffizienz fördern. In einer Übergangsphase wird Erdgas einen wesentlichen Teil der Energieträger Heizöl, Diesel und Benzin ersetzen. Daneben soll die gesamte Stromproduktion bis 2034 aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Deshalb lehnt der Regierungsrat den Bau eines neuen Kernkraftwerks im Kanton Bern ab. Weil die Stromproduktion nach 2012 eine grundsätzliche Weichenstellung in der kantonalen Energiepolitik erfordert, legt er dem Grossen Rat für diese Übergangszeit zwei Szenarien vor. Das erste Szenario geht davon aus, dass der Bund die Betriebsbewilligung des Kernkraftwerks (KKW) Mühleberg bis 2022 verlängert. Der Kanton Bern würde in diesem Fall den Strom aus dem KKW im bisherigen Umfang nutzen, bis dessen Anteil an der Stromproduktion vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt werden kann. Voraussetzung ist, dass das Kernkraftwerk Mühleberg wirtschaftlich weiterbetrieben werden kann, den sicherheitstechnischen Anforderungen genügt und mit seiner Stromproduktion eine sonst nicht überbrückbare Lücke geschlossen wird. Das zweite Szenario geht davon aus, dass der Bund die Betriebsbewilligung des Kernkraftwerks (KKW) Mühleberg nach 2012 nicht verlängert. Der Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion würde in einer Übergangsphase durch Erdgas ersetzt, bis dieser Anteil vollständig durch erneuerbare Energien kompensiert werden kann. Der Produktionsausfall des KKW Mühleberg wäre mit anderen Energieträgern zu kompensieren, ohne dass dabei Versorgungslücken entstehen. Über ein allfälliges Gesuch der BKW FMB Energie AG für den Weiterbetrieb des KKW Mühleberg nach dem Jahr 2012 wird der Bund entscheiden. Der Regierungsrat sieht vor, zu diesem Gesuch positiv Stellung zu nehmen, sofern die Sicherheit für den Weiterbetrieb gewährleistet ist. Mit der Diskussion der Energiestrategie im Grossen Rat ist sicher gestellt, dass eine demokratische Meinungsbildung zu den wichtigen energiepolitischen Fragen erfolgen kann. Der Grosse Rat wird in der September-Session eine vorberatende Kommission einsetzen. Anschliessend wird die Energiestrategie in der November-Session beraten. |