Feuerbrand vorerst eingedämmt

BERN. Der Feuerbrand, die gefährlichste Krankheit des Kernobstbaus, hat sich dank den klimatisch ungünstigen Bedingungen in diesem Jahr im Kanton Bern wenig ausgebreitet. Die Gefahr ist aber bei weitem nicht gebannt. Die Krankheit kann sich bei entsprechenden Voraussetzungen wieder explosionsartig ausbreiten und Obstkulturen grossflächig vernichten. Trotz den schlechten Bedingungen wurden in diesem Jahr bisher in 11 Gemeinden der Region Emmental, Oberaargau und Schwarzenburg infizierte Pflanzen gefunden. Insgesamt mussten 24 Apfel-, 15 Birnen- und 13 Quittenbäume sowie 41 Weissdorne gerodet werden. Bei den meisten der Bäume handelt es sich um Hochstämme, die bereits seit einiger Zeit unerkannt befallen waren. Von solchen Pflanzen geht ein grosser Infektionsdruck auf alle anderen Wirtspflanzen aus. Um befallene Bäume möglichst früh zu erkennen, ist eine intensive Kontrolltätigkeit auf Gemeindeebene in Gang. Sie hat zum Ziel, alle kranken Hochstämme aufzuspüren und so die Obstanlagen und Hochstammobstbäume vor Schaden zu schützen.

home

news box august 2004