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Mikro- und Makrokosmos im Werk von Ernst Ghenzi Das Amt für Kultur zeigt vom 4. September bis zum 3. Oktober 2004 im Ausstellungssaal des Regierungsgebäudes St.Gallen aus Anlass seines 70. Geburtstages Werke des Uznacher Bildhauers Ernst Ghenzi. Während der Museumsnacht vom 11. September entführt eine Astroshow Besucherinnen und Besucher dreidimensional in die Weiten des Weltalls. ST. GALLEN. Nach der Ausbildung zum Steinbildhauer, dem Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich und nach Studienaufenthalten in Basel und Paris wurde Ernst Ghenzi 1963 als eidgenössischer Steinbildhauermeister diplomiert. 1966 gründete er in Uznach ein eigenes Atelier und führte damit die Tradition des Steinmetz- und Steinhauerhandwerks der aus Arzo TI stammenden Familie Ghenzi in vierter Generation fort. Von 1980 bis 1992 engagierte er sich politisch als Mitglied des st.gallischen Kantonsrates. Die Kugel als ideale Form Neben der angewandten Kunst (Grabmale, Restaurierungen) wandte sich Ernst Ghenzi im Laufe der Zeit vermehrt dem freien künstlerischen Schaffen zu. Anfänglich noch einem naturalistischen Ideal verhaftet, entwickelte er später eine stilistisch vereinfachende Formensprache. Auf einer Studienreise nach Japan entdeckte er die Kugel als ideale Form, die seines Erachtens das irdische und das göttliche Prinzip in sich vereinigt. Für die Ausstellung, die aus Anlass seines 70. Geburtstags stattfindet, baut Ernst Ghenzi eine Installation zum Thema "Mikro-Makro". Dieser Begriff war bis anhin in den Wirtschaftswissenschaften, in der Philosophie, in der Soziologie usw. gebräuchlich. Ernst Ghenzi beansprucht für sich, "Mikro-Makro" in die bildende Kunst eingeführt zu haben. Der Gegensatz von Mikrokosmos und Makrokosmos und ihr gegenseitiges Sich-Durchdringen ist ein zentrales Thema seines Schaffens der letzten Jahre. Dieses formuliert er mittels Spiegeln und Kugelformen. "Abheben" in der Museumsnacht Während der Museumsnacht vom 11. September wird das ghenzische "Mikro-Makro" relativiert und einem grösseren Zusammenhang zugeordnet: Inmitten der Ausstellung entführt der Film "Astroshow" aus der Inatura Dornbirn Besucherinnen und Besucher virtuell in die Unendlichkeit des Weltalls. 3D-Brillen lassen dieses Weltraum-Spektakel plastisch und realistisch wirken. Three, two, one, zero, start the engines ...
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