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"Vitamin L" – ein Label für Lehrbetriebe In einer gemeinsamen Aktion danken das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS), die Aargauische Industrie- und Handelskammer (AIHK) und der Aargauische Gewerbeverband/aargau kmu allen Aargauer Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden. Zudem wurde das Label "Vitamin L - Ausbildungspower" lanciert, mit dem Lehrbetriebe künftig besser zu erkennen sind. AARGAU. 6'800 Aargauer Lehrbetriebe, in denen rund 16'000 Lehrlinge ausgebildet werden, haben am Montag spezielle Post erhalten: In einem weissen Kuvert steckte nicht nur ein Brief des Bildungsdirektors und der Präsidenten von AIHK und aargau kmu, sondern auch eine kleine, weisse Dose mit der orangefarbenen Aufschrift "Vitamin L –Ausbildungspower". Öffnet man die Dose, sind darin als Symbol für die Vitalität eines Lehrbetriebs Traubenzucker zu finden. AIHK, kmu aargau und BKS danken mit dieser Aktion den Lehrbetrieben für ihr Engagement in der Berufsbildung. Gleichzeitig wird auch das Label "Vitamin L" lanciert, damit Lehrbetriebe künftig besser als solche zu erkennen sind. Bildungsdirektor Rainer Huber, Samuel Wehrli, AGV-Präsident, und Hans-Peter Zehnder, AIHK-Präsident, fordern dazu auf, diese Unternehmen besonders zu berücksichtigen: „So kann jede Aargauerin und jeder Aargauer zu einem Lehrstellenförderer werden“, schreiben sie in ihrem Brief an die Lehrbetriebe. Die Aktion wird von prominenten Aargauerinnen und Aargauern, die selber eine Lehre absolviert haben, unterstützt. Sie brachten am Montag ein "Vitamin L“-Döschen gleich selber vorbei – die meisten in den Lehrbetrieb, in dem sie ausgebildet wurden (siehe Kasten). Die Lancierung von "Vitamin L“ wird aus Mitteln der Lehrstellenförderung des Bundes finanziert. Ursula Renold, stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie, gratulierte dem Aargau für die gelungene Aktion. AIHK-Präsident Hans-Peter Zehnder unterstrich, dass "Vitamin L" keine Eintagsfliege sein dürfe. Es brauche eine gut geplante und breit getragene Fortsetzung. Ausbildungsbereitschaft lasse sich weder befehlen noch über Subventionen oder Strafzahlungen steuern, betonte Zehnder. Wichtig sei, den Betrieben aufzuzeigen, welchen Nutzen sie aus der Ausbildung ziehen können. Samuel Wehrli, Präsident von aargau kmu, sieht "Vitamin L" als originelle und wirkungsvolle Initialzündung, um Unternehmen zu sensibilisieren, die noch keine Ausbildungsplätze anbieten. Weil die KMU von ihrem Präsidenten zu Recht erwarten dürften, dass er von ihnen nicht nur mehr Lehrstellen fordere, sondern selber auch handle, habe er in seinem Familienunternehmen die Anzahl Lehrstellen in den letzten drei Jahren von 6 auf 15 erhöht. Bildungsdirektor Rainer Huber dankte den Verbänden und dem Bund für die Unterstützung. Er nannte vier übergeordnete Ziele, die im Aargau bei der Förderung der Berufsbildung avisiert werden: Bestehende Lehrstellen müssen erhalten bleiben, gleichzeitig sollen neue Ausbildungsplätze geschaffen werden. Jugendliche sollen gut informiert und beraten werden, damit das bestehende Lehrstellenangebot optimal genutzt werden kann. Das BKS müsse zudem die in der Berufsbildung beteiligten Partner noch besser koordinieren und die verschiedenen Angebote noch besser vernetzen. Zudem müsse die Öffentlichkeit für diese Thematik stärker sensibilisiert werden. |