Das gesamte Baregg-Bauwerk steht unter Verkehr

Inbetriebnahme erfolgte heute, am 4. August 2004, um 11.45 Uhr

AARAU. Nach der abgeschlossenen Sanierung der beiden „alten“ Tunnelröhren wurde heute Morgen das gesamte Baregg-Bauwerk dem Verkehr übergeben. Damit dürften die Zeiten der regelmässigen Staus auf der A1 am Baregg auch in Fahrtrichtung Zürich vorbei sein.

„Freie Fahrt durch den Baregg“ heisst es nun auch für die Automobilistinnen und Automobilisten auf der A1 in Fahrtrichtung Zürich. Nachdem die Sanierung der beiden „alten“ Tunnelröhren abgeschlossen ist, konnte das gesamte Baregg-Bauwerk heute Morgen im Rahmen einer schlichten Feier dem Verkehr übergeben werden. Die geladenen Gäste erlebten den entscheidenden Moment um 11.45 Uhr mit, als der Verkehr gleichzeitig durch die mittlere und die südliche Röhre auf vier Spuren in Richtung Zürich zu rollen begann.

„Das Leiden ist vorbei“ In seiner Ansprache gab Josef Bürge, Badener Stadtammann und Präsident von „Baden Regio“, seiner Freude darüber Ausdruck, dass „das Leiden der Bevölkerung rund um den Baregg nun endlich vorbei“ sei. Auch Johannes Jenny, Geschäftsführer von pro natura Aargau, sagte, er hoffe, dass der Baregg bald nur noch der Name eines schönen Stücks Aargauer Landschaft sein werde. Jenny wies aber auch darauf hin, dass der Bau der 3. Röhre nicht generell zu einer Reduktion der Verkehrs-, Lärm- und Luftbelastung führen werde.

Dynamisches Tempomanagement ab Herbst Regierungsrat und Baudirektor Peter C. Beyeler betonte, dass mit der Eröffnung des Baregg-Bauwerks nun nicht alle Verkehrsprobleme gelöst seien. „Bauen allein genügt nicht“, meinte Beyeler, „zusätzlich wollen wir alle Formen der kombinierten Mobilität und den Einsatz neuer Techniken fördern.“ Der Regierungsrat verwies in diesem Zusammenhang auf das dynamische Tempomanagement-System, welches ab Herbst auf dem A1-Abschnitt vom Birrfeld bis zum Gubrist eingeführt wird.

Gesamtkosten von 425 Millionen Die Kosten für die Bauten zur Engpassbeseitigung am Baregg belaufen sich auf insgesamt 425 Mio. Franken, davon entfallen auf die neue dritte Röhre 265 Mio., auf die Lärmschutzbauten in Neuenhof 84 Mio. und auf die sicherheitstechnische Erneuerung der beiden „alten“ Röhren 76 Mio. Die Bauzeit für das gesamte Werk betrug knapp vier Jahre. Der Verkehr rollt nun auf drei Spuren im neuen Tunnel Richtung Bern und auf vier Spuren in den beiden „alten“ Röhren Richtung Zürich.

home

news box august 2004