Zahl der Arbeitslosen und Stellensuchenden stieg deutlich

BERN. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Kanton Bern im November 2003 um 922 auf 16’226 Personen. Damit erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 2,9 auf 3,1 Prozent. Neben saisonalen Gründen zeigen die bereits seit längerem angekündigten Stellenabbaumassnahmen Wirkung. Die Zahl der Stellensuchenden nahm um 964 auf 23'535 Personen zu.

Die Zahl der arbeitslosen Männer im Kanton Bern stieg im Monat November 2003 um 813 (+ 9,6 Prozent) auf 9’285. Der Anteil Frauen hat um 109 (1,6 Prozent) auf 6’941 zugenommen. Mit 10’561 Personen waren 556 Schweizerinnen und Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländerinnen und Ausländern stieg die Zahl um 366 auf 5'665 Personen. Neben den saisonal bedingten Entlassungen im Berner Oberland beginnen sich die seit längerer Zeit bekannten Personalabbaumassnahmen auszuwirken. Zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen vor allem in den Amtsbezirken der grossen Agglomerationen (Bern +247, Biel +69 und Thun +80) sowie aus saisonalen Gründen in Interlaken (+130). Den grössten Zuwachs verzeichnen saisonalbedingt das Baugewerbe mit 187 und das Gastgewerbe mit 140 Personen. Aus konjunkturellen Gründen erfuhren auch die Bereiche Beratung, Planung und Informatik mit 175 sowie der Bereich Handel mit 88 neuen Arbeitslosen erhebliche Zunahmen. In 23 von 26 Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 6,0 Prozent gefolgt von Moutier mit 4,5 Prozent. Die Quote liegt mit 1,3 Prozent im Amtsbezirk Signau am tiefsten.

Von den 23’535 Stellensuchenden (+964 oder +4,3 Prozent) gingen 3’664 Personen (+24) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 1’325 Personen (-21) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 1’506 (+30) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung bzw. Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 15,6 Prozent (Vormonat 16,1) in einem Zwischenverdienst. 5,6 Prozent (6,0) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm. 6,4 Prozent (6,5) eine Weiterbildung. 68,9 Prozent der Stellensuchenden (67,8) waren ohne Arbeit.

home

news box dezember 2003