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Schulversuch zur Flexibilisierung des Schuleintrittsalters BERN. Der Kanton Bern startet einen Schulversuch zur Flexibilisierung des Schuleintrittsalters und prüft die Basisstufe als mögliches Modell für Kindergarten und 1./2. Klasse. Er beteiligt sich an einem interkantonalen Schulentwicklungsprojekt. Die Flexibilisierung des Schuleintritts ist ebenfalls Teil der künftigen Bildungsstrategie des Kantons Bern. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat für die Versuchsdauer von fünf Jahren einen Kredit von 6,4 Millionen Franken bewilligt. Mit dem Schulversuch soll die Basisstufe als Modell für ein flexibleres Schuleintrittsalter und für das Zusammenführen von Kindergarten und Unterstufe (1. und 2. Schuljahr) erprobt werden. Das Entwicklungsprojekt soll die erforderlichen Grundlagen liefern, um politische Entscheide für die Flexibilisierung des Schuleintrittsalters zu treffen. Es soll sowohl Vorteile als auch allfällige Nachteile der Einführung der Basisstufe aufzeigen. Bis jetzt gibt es keine fundierten und wissenschaftlich erhärteten Daten dazu. Die Basisstufe wäre eine tiefgreifende Neuerung im Schulsystem. Deshalb sind ein Schulversuch und dessen wissenschaftliche Auswertung unabdingbar. Der Schulversuch soll zudem Hinweise liefern über die finanziellen Konsequenzen einer vollständigen oder teilweisen Einführung der Basisstufe und deren Auswirkungen auf das gesamte Volksschulsystem im Kanton Bern. Das Schulentwicklungsprojekt ist auf fünf Jahre angelegt, es beginnt im Schuljahr 2005/06 und wird laufend ausgewertet. Die Kosten belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Franken für die Jahre 2004 bis 2010. Am Versuch beteiligen sich folgende Kindergärten und Schulen aus den vier Regionen Bern-Mittelland, Emmental-Oberaargau, Oberland und Seeland: Affoltern i.E., Bern-Bümpliz, Brienz, Gstaad, Hermrigen-Merzligen, Köniz, Meiringen, Niedermuhlern, Niederscherli, Oeschenbach-Kleindietwil, Wimmis, Wohlen sowie die kantonale Sprachheilschule Münchenbuchsee. Der Schulversuch im Kanton Bern erfolgt in enger Koordination mit dem von 18 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein getragenen Projekt der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) Ost zur Erziehung und Bildung der vier- bis achtjährigen Kinder. In sechs Kantonen mit insgesamt 57 Klassen laufen bereits Schulversuche. Die Einführung eines Modells für die Flexibilisierung des Schuleintritts ist Teil der Bildungsstrategie des Kantons Bern, welche dem Grossen Rat im nächsten Jahr unterbreitet wird. Über die definitive Einführung eines Modells für die Flexibilisierung des Schuleintritts im Kanton Bern wird der Grosse Rat voraussichtlich im Jahr 2009 entscheiden. |