Demografische Zukunft : Herausforderungen für den Kanton

Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht drei Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone für die nächsten vierzig Jahre.

FREIBURG. Diese Szenarien des Bundesamts für Statistik (BFS) gehen von der ständigen Wohnbevölkerung (FR : 242’679 Einwohner Ende 2002) aus, nicht von der Wohnbevölkerung aus den eidgenössischen Volkszählungen (FR : 247’593 Einwohner Ende 2002, laut Schätzung).

Gemäss dem Szenario Positive Dynamik dürfte die Bevölkerung des Kantons Freiburg um das Jahr 2034 herum 300’000 Einwohner erreichen. Von den drei Szenarien ist dieses das optimistischste. Es geht von einem ständigen Wachstum aus, das sich jedoch abschwächt, je mehr man sich dem Jahr 2040 nähert.

Ein zweites Szenario mit dem Titel Negative Dynamik sagt voraus, dass die Bevölkerung des Kantons Freiburg ihren Höhepunkt im Jahr 2023 erreichen dürfte, mit einem Bestand von annähernd 260’000 Einwohnern. Von dann an würde sie ständig abnehmen und sich im Jahr 2040 bei rund 250’000 Einwohner befinden.

Das dritte vom BFS vorgeschlagene Szenario, Trend genannt, liegt zwischen den beiden vorgenannten Varianten und besteht in der Verlängerung der Tendenzen, die in letzten Jahren festzustellen waren. Dieses Szenario kann als Referenz betrachtet werden. Das Wachstum würde sich wie im ersten Szenario entwickeln, jedoch weniger stark. In diesem Fall würde sich die Bevölkerung im Jahr 2040 noch unter der Schwelle von 300'000 Einwohnern befinden.

Die 3 Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung des Kantons Freiburg 2002-2040

Vom Szenario Trend ausgehend hat das BFS errechnet, dass die Bevölkerung zwischen 2001 und 2040 in den Kantonen Schwyz, Freiburg und Zug um über 20% zunehmen wird, jene der Schweiz insgesamt jedoch nur um 2%. Diese zehnmal grössere Zunahme als im Landesdurchschnitt stellt für den Kanton Freiburg eine grosse wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderung dar, selbst wenn das Wachstum gegenüber jenem der letzten zwanzig Jahre als gemässigt bezeichnet werden müsste. Darüber hinaus wird eine ausgeglichene Bevölkerungsentwicklung angekündigt : nicht nur mehr Zuzüge als Wegzüge werden zu verzeichnen sein , sondern auch mehr Geburten als Todesfälle.

Die grösste Herausforderung stellt die Alterung der Bevölkerung dar. Laut Szenario Trend soll in der Schweiz der Anteil der 65-jährigen und Älteren von 16% im Jahr 2001 auf 25% im Jahr 2040 zunehmen. Im Kanton Freiburg würde ihr Anteil ebenfalls um 9 Punkte steigen, von 13% auf 22%, aber er würde unter dem Landesdurchschnitt bleiben.

Die Abnahme des Anteils der 19-jährigen und Jüngeren spielt auch eine Rolle in der Alterung der Bevölkerung. In der Schweiz dürfte ihr Anteil von 23% im Jahr 2001 auf 20% im Jahr 2040 sinken, während die Jugendlichen im Kanton Freiburg im Jahr 2040 noch 24% der ständigen Wohnbevölkerung ausmachen würden, mehr als in der Schweiz im Jahr 2001.

Des Weiteren soll gemäss diesem Szenario der Anteil der ausländischen Bevölkerung in gewissen Kantonen noch zunehmen, während er sich in anderen stabilisieren sollte. Zu letzteren zählt das BFS den Kanton Freiburg, wo der Ausländeranteil im Jahr 2040, gleich wie im Jahr 2001, bei 14% liegen dürfte.

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